Campinggrills im Vergleich: Elektro vs. Gas vs. Holzkohle – was passt auf den Campingplatz?

Campinggrills im Vergleich: Elektro vs. Gas vs. Holzkohle – was passt auf den Campingplatz?

Kurz & knackig: Wir vergleichen Campinggrills mit Blick auf echte Platz-Regeln, Packmaß und Genuss – damit am Stellplatz nichts anbrennt außer dem Steak.


Warum der richtige Campinggrill so viel ausmacht

Wer einmal am Abend vor dem Vorzelt sitzt, weiß: Der Grill entscheidet, ob das Essen stressfrei gelingt – oder ob wir zwischen Funkenflug, Sicherungen und genervten Nachbarn jonglieren.

Campinggrills im Vergleich: In diesem Guide vergleichen wir die Griller mit dem Fokus auf Campingplätze: Elektro vs. Gas vs. Holzkohle. Außerdem zeigen wir, für wen welcher Grill-Typ passt und stellen am Ende konkrete Modelle in übersichtlichen Vergleichstabellen vor.

Der große Überblick: Elektro vs. Gas vs. Holzkohle

Elektrogrill – unkompliziert und fast überall unkritisch

Mit dem Elektrogrill sind wir auf vielen Plätzen auf der sicheren Seite: keine offene Flamme, wenig Rauch, schnell bereit. Typische Leistungen liegen um 2,0–2,3 kW – das reicht für 2–4 hungrige Menschen locker, wenn wir richtig vorheizen.

Wichtig fürs Camping: Absicherung (A) am Platz checken und ein gutes Verlängerungskabel (2,5 mm²) dabeihaben. Ein Gussrost bringt zusätzlich schöne Brandings.

Stärken: unkompliziert, leise, kaum Rauch, sauberer Clean-up.
Schwächen: abhängig vom Stromanschluss; an schwach abgesicherten Plätzen (z. B. 6 A) dauert das Vorheizen länger; weniger „Feuer-Feeling“.

Passt zu: Campingplätzen mit verlässlichem Strom, Balkonen, Familien mit kleinen Kindern, wenn Nachbarn nah stehen.


Gasgrill – Hitze auf Knopfdruck und maximal flexibel

Gas ist der Allrounder: zündet schnell, liefert hohe Hitze und funktioniert unabhängig vom Strom. Ein Brenner (kompakter Tischgrill) reicht oft schon für zwei bis vier Personen; zwei Brenner erlauben echtes indirektes Grillen in Mini. Kartuschenbetrieb ist für die schnelle Tour praktisch, an längeren Standzeiten lohnt die 5‑kg‑Flasche samt sicherer Fixierung.

Stärken: viel Leistung, fein regelbar, unabhängig vom Strom, gutes Branding.
Schwächen: Gasflasche/Kartuschen wollen sicher verstaut werden; offenes-Flamme-Thema – Platzregeln prüfen; etwas mehr Pflege (Brenner, Dichtheit).

Passt zu: Vielgrillern, Steak-Liebhabern, Wochenendtrips ohne Strom, allen, die echtes „Grill-Feeling“ mögen.


Holzkohlegrill – das Original fürs Aroma

Kohle bleibt Kult: Glut, Duft und das knisternde Gefühl. Fürs Camping ist er allerdings am sensibelsten, weil Funkenflug und Rauch vielfach kritischer gesehen werden – besonders in windigen oder waldnahen Regionen. Wer Kohle liebt, greift unterwegs zu kompakten Kugelgrills (47 cm) und nutzt Anzündkamin & Briketts für planbare Hitze.

Stärken: klassisches Aroma, hohe direkte Hitze, große Fläche pro Euro.
Schwächen: längere Anzündzeit, mehr Rauch/Asche, oft eingeschränkt oder nur an ausgewiesenen Plätzen erlaubt.

Passt zu: Stellplätzen mit klarer Erlaubnis, gemütlichen Abenden ohne Eile, Liebhabern von Low-&-Slow.


Schnell-Check: Welcher Grill passt zu uns?

  • Wir stehen dicht an dicht & wollen Ärger vermeiden? Elektro.
  • Wir grillen oft Steaks & wollen Flexibilität ohne Strom? Gas.
  • Wir lieben das Kohlearoma & haben entspannte Platzregeln? Holzkohle.
  • Wir fahren leicht & kompakt? Elektro- oder Gas-Tischgrill.
  • Wir wollen indirekt grillen? Gas mit 2 Brennern oder größerer Kohlegrill.

Platzregeln & Praxis: Was Campingplätze wirklich erlauben

Die wichtigste Regel zuerst: Platzordnung schlägt Bauchgefühl. Viele Plätze erlauben Elektro und Gas, bei Kohle gelten häufiger Einschränkungen (z. B. nur an ausgewiesenen Stellen oder bei geringer Waldbrandstufe).

Bei Strom gilt: Absicherung prüfen – manche Plätze sind mit 6 A sparsam, andere mit 10/16 A komfortabel. Wir planen den Grillbetrieb ohne parallele „Stromfresser“ (Wasserkocher, Klimaanlage), dann klappt auch das Branding auf dem Gussrost.

Pro‑Tipp: Wer mit Elektro grillt, packt ein 2,5‑mm²-Verlängerungskabel in 25 m Länge ein – weniger Spannungsabfall, stabilere Hitze. Gas? Vor jeder Saison Dichtheit checken; Kartusche/Flasche standsicher und aufrecht lagern.


Elektro vs. Gas vs. Kohle im Detail – mit Blick auf Camping

Was bei Campinggrills im Vergleich vor allem mit dem Blick auf Camping relevant ist:

Aufheizen & Hitze

  • Elektro: verlässlich, braucht je nach Absicherung 10–20 Minuten Vorheizen. Mit Deckel und Gussrost gelingen auch Steaks – die Vorheizzeit zahlt sich aus.
  • Gas: sehr schnell heiß; ein Brenner reicht für direktes Grillen, zwei Brenner öffnen die Tür zu indirekten Setups.
  • Kohle: die längste Anlaufzeit; dafür hohe Maximaltemperaturen und tolles Röstaroma.

Rauch, Geruch & Nachbarn

  • Elektro: am sozialverträglichsten, ideal für dichte Plätze und Balkone.
  • Gas: moderat, je nach Fettmanagement.
  • Kohle: am stärksten; unbedingt Windrichtung beachten und Abstand halten.

Packmaß & Handling

  • Elektro-Tischgrills (Weber Q, Severin, Tefal) passen gut in die Staubox.
  • Gas-Tischgrills (Enders Urban II, Weber Q1200N) sind mobil – Kartuschenbetrieb spart Gewicht.
  • Kohle-Kugelgrills mit 47 cm sind noch campingtauglich; 57 cm wird im Kofferraum schnell sperrig.

Reinigung & Pflege

  • Elektro: Tropfschale + Rost; kaum Ruß.
  • Gas: Rost/Brenner/Fettwanne; ab und zu Brenner freilegen.
  • Kohle: Asche entsorgen, Kessel auskehren; One‑Touch‑System hilft (bei Kugelgrills).

Pro‑Tipp: Mehr Praxis zum Weber Elektrogrill

Wer tiefer in Elektro fürs Camping einsteigen will, findet hier unseren Erfahrungsbericht mit Stromwerten, Vorheizzeiten und Zubehör-Tipps: Weber Q1400 beim Camping: Test, Strom & echte Erfahrungen.


Campinggrills im Vergleich: Tabelle & Empfehlungen

Elektrogrills – kompakt, sauber, campingfreundlich

ProduktGrillflächeLeistungGewicht/FormatStärken fürs CampingBeachten
Weber Q140043 × 32 cm2,2 kWTischgrill, Aluguss, GussrostSehr robust, starke Hitze mit Gussrost, leiser BetriebBraucht 10–20 Min. Vorheizen; gutes 2,5‑mm²‑Kabel einplanen
Tefal OptiGrill Elite XL GC760840 × 20 cm2,2 kWKontaktgrill, XL‑Platten16 Automatik‑Programme, Garstufenanzeige, spülmaschinenfeste Platten„Kontaktgrill‑Look“ statt offenem Rost; begrenzte Rostfläche
Severin PG 856544,5 × 26 cm2,2 kWTischgrill, EdelstahlrostSafeTouch‑Gehäuse (außen kühl), schnelle Aufheizung, große FlächeKein Gussrost‑Branding; Windschutz sinnvoll

Gasgrills – Leistung & Flexibilität

ProduktBrenner/FlächeLeistungBetriebStärken fürs CampingBeachten
Enders Urban II (2070)2 Brenner, ca. 49 × 32 cmca. 4,4 kWKartusche/Flasche (30/50 mbar Varianten)Indirekt grillen trotz Kompaktformat, emaillierter Gussrost, ThermometerGas sicher verstauen; etwas mehr Gewicht
Weber Q1200N1 Brenner, ca. 46 × 36 cmca. 2,93 kWLPG/KartuscheSehr schnell heiß, porzellanemaillierte Gussroste, elektronische ZündungEin Brenner – indirekt nur begrenzt (mit Tricks/Deflektor)
Campingaz Party Grill 400 CV1 Brenner, Ø 36 cm2,0 kWKartusche (CV300/470 Plus)5‑in‑1 (Rost, Grillplatte, Wok/Deckel, Topfkreuz), super kompakt inkl. TascheWeniger Rost‑Branding, moderate Fläche/Hitze – eher vielseitiger Koch‑Grill

Holzkohlegrills – Aroma & Glut

ProduktGrillflächeBauartStärken fürs CampingBeachten
Weber Compact/Classic Kettle (Ø 47 cm)Ø 47 cmKugelgrill, porzellanemailliertKompakt, vielseitig (direkt/indirekt), gute Hitzeregulierung mit LüfternPlatzregeln prüfen (Rauch/Brandgefahr); Anzündzeit einplanen
42 × 26 cmTragbarer Kasten‑Grill, porzellanemailliertUltrakompakt, ideal für 2–3 Personen; Deckel als Windschutz nutzbarLüfter/Regelung begrenzt; indirekt nur eingeschränkt möglich
Weber Smokey Joe Premium (Ø 37 cm)Ø 37 cmTragbarer Kugelgrill, porzellanemailliertSehr leicht & mobil, klassischer Kohlegeschmack, gute LuftregulierungKleine Fläche; niedriger Stand – am Tisch betreiben

So wählen wir unseren Campinggrill – 5 Fragen, die helfen

  1. Wie sind die Platzregeln? Elektro fast immer unkritisch; Gas meist erlaubt; Kohle teils nur an ausgewiesenen Stellen.
  2. Wie viele Personen grillen wir regelmäßig? 2–4 Personen kommen mit kompakten Tischgrills gut hin; mehr Fläche = weniger Chargen.
  3. Wie reisen wir? Kartuschen‑Gas spart Platz/Gewicht; Kohle braucht Zubehör (Anzündkamin, Kohle, Aschebehälter).
  4. Was grillen wir gern? Steaks/Branding → Gussrost und viel Hitze (Elektro mit Guss, Gas). Viel Gemüse/Fisch → Plancha/Griddle hilfreich.
  5. Wie wichtig ist Clean‑up? Elektro punktet mit wenig Ruß; Gas mit Fettwanne; Kohle mit Asche – One‑Touch spart Nerven.

Fazit: Campinggrill im Vergleich – unsere Praxis-Balance

Für dichte Stellplätze und entspannte Abende lieben wir den Elektrogrill: wenig Rauch, sauber, verlässlich. Wenn Hitze & Flexibilität Priorität haben – gerade für Steaks – punktet der Gasgrill mit schneller Reaktion und optionalem indirekten Setup (ab zwei Brennern). Für das volle Aroma bleibt Kohle unschlagbar, braucht aber Platzregeln und Zeit.

Unsere Faustregel: Platz eng & Regeln streng → Elektro. Viel Hitze & flexibel → Gas. Aroma & Zeit → Kohle.

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FAQ – Campinggrills im Vergleich

Welche Absicherung brauche ich für einen Elektrogrill am Campingplatz?

Mit 10 A laufen die meisten 2,2‑kW‑Grills gut. Bei 6 A dauert das Vorheizen länger – parallel laufende Verbraucher vermeiden. Manche Plätze erlauben Elektrogrillen nur bei 16 A; daher vorab in die Platzordnung schauen.

Darf ich überall mit Holzkohle grillen?

Nein, das variiert stark. Viele Plätze erlauben Kohle nur an ausgewiesenen Stellen oder verbieten sie bei erhöhter Waldbrandgefahr komplett. Immer die Platzregeln checken und Nachbarn schonen.

Ist ein Kontaktgrill (z. B. Tefal OptiGrill) eine echte Alternative zum Rost?

Für Camping durchaus. Er ist leise, sauber und liefert planbare Ergebnisse – mit weniger „Rauch & Flamme“, dafür mit Programmen/Garstufen. Für klassisches Branding empfehlen wir zusätzlich ein Modell mit Gussrost.

Kann ich mit einem Ein‑Brenner‑Gasgrill indirekt grillen?

Mit Tricks ja (Deflektor/Hitzeleitblech, niedrige Einstellungen, Deckel zu). Komfortabler wird’s mit zwei Brennern, da lässt sich eine echte indirekte Zone abbilden.

Was ist fürs Camping wichtiger: Leistung oder Fläche?

Ein ausgewogenes Verhältnis. Für zwei bis vier Personen reicht eine Fläche um 40–50 × 30–35 cm oder Ø 47 cm bei Kohle. Leistung hilft beim Branding, Fläche entspannt das Handling.

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