Land

Campingplätze in Bosnien-Herzegowina

Camping in Bosnien und Herzegowina: ein grünes Binnenland aus wilden Flüssen und dinarischen Bergen, Nationalparks und der osmanisch geprägten Herzegowina.

Überblick

Was du über Camping in Bosnien-Herzegowina wissen solltest

Bosnien und Herzegowina ist ein grünes, überwiegend gebirgiges Binnenland auf dem Balkan: Nur ein schmaler Streifen bei Neum reicht ans Meer, sodass eine echte Küste fehlt. Geprägt wird das Land vom Dinarischen Gebirge und von seinen wilden Flüssen wie der Una, der Neretva und dem Vrbas. Die Tara bildet eine der tiefsten Schluchten Europas. Namensgebend sind zwei Landesteile: das größere, nördlichere Bosnien mit kontinentalem Klima und die kleinere Herzegowina im Süden, die schon mediterran und stark osmanisch geprägt ist.

Fürs Camping trägt sich das Land über mehrere gleichwertige Räume. Die Flusstäler sind das Herzstück, mit Rafting und Natur an Una, Neretva und Vrbas rund um Bihać und Konjic. Dazu kommen die dinarischen Nationalparks – der Sutjeska-Park mit dem Perućica-Urwald und dem Maglić, der Una-Nationalpark mit seinen Wasserfällen. Der Süden ist die mediterrane, osmanisch geprägte Herzegowina um Mostar mit seiner berühmten Brücke, und im gebirgigen Landesinneren liegt Sarajevo mit den Olympiabergen im Rücken.

Highlights

  • Wilde Flüsse zum Rafting und für Natur pur: Una und Vrbas im Nordwesten um Bihać, Neretva um Konjic und die tiefe Tara-Schlucht an der Grenze.
  • Die dinarischen Nationalparks – Sutjeska mit dem Perućica-Urwald und dem Maglić als höchstem Berg, der Una-Nationalpark mit seinen Wasserfällen.
  • Die Herzegowina im Süden: mediterranes Klima, Karst und osmanisches Erbe um Mostar mit der wiederaufgebauten Stari Most über der Neretva.
  • Das gebirgige, grüne Landesinnere um Sarajevo, in dessen Umland die Olympiaberge Bjelašnica und Jahorina liegen.

Beste Reisezeit

Die Saison ist lang: Schon im Frühjahr öffnet ein Großteil der Plätze, im Frühsommer ist praktisch alles auf, und bis in den Oktober bleibt die Auswahl breit. Das passt gut zum Land, denn Frühjahr und Herbst sind die angenehmsten Zeiten für die Flusstäler und die Wanderungen in den Nationalparks, während die Herzegowina im Hochsommer mediterran heiß wird. Nur wenige Plätze bleiben das ganze Jahr über offen.

Camping vor Ort

Camping in Bosnien und Herzegowina heißt Flüsse und Berge statt Strand und Badesee. In den Flusstälern von Una, Neretva und Vrbas steht man am klaren Wasser, in einer Region, die fürs Rafting und Kanufahren bekannt ist; in den dinarischen Nationalparks rund um Sutjeska und den Una-Park liegt der Schwerpunkt auf Urwald, Gipfeln und Wasserfällen. Im Süden bringt die Herzegowina mediterranes Klima, Karst und osmanisches Erbe um Mostar dazu, und das gebirgige Landesinnere um Sarajevo verbindet Stadt und Berge. Das verbindende Motiv ist ein ländlich geprägter Naturtourismus mit viel Outdoor-Charakter: weite Natur, klares Wasser und Aktivitäten von Wandern bis Paddeln.

Anreise & Maut

Eine landesweite Vignette gibt es in Bosnien und Herzegowina nicht; stattdessen sind einzelne Streckenabschnitte gebührenpflichtig, etwa Teile der Autobahn A1 bei Sarajevo, Abschnitte südlich von Mostar und Strecken im Norden. Bezahlt wird an Mautstationen bar in Konvertibler Mark oder Euro, mit Karte oder elektronisch per Prepaid; Wohnmobile werden dabei nach Höhe, Achszahl und teils Gewicht eingestuft. Das Autobahnnetz ist kurz, überland fährt man oft auf langsamen, kurvigen Landstraßen – realistische Fahrzeiten einplanen. Bosnien und Herzegowina ist kein EU-Mitglied, an der Grenze sollte man Zeit für die Abfertigung einrechnen und eine gültige internationale Haftpflicht- beziehungsweise grüne Versicherungskarte mitführen; das klärt man am besten vor der Abreise mit dem eigenen Versicherer.

Regeln & gut zu wissen

Frei stehen und wild campen ist offiziell nicht erlaubt, wird abseits der Städte und Touristenorte aber vielerorts geduldet; auf Privatgrund steht man nur mit Erlaubnis des Eigentümers. In den Nationalparks wie Sutjeska und dem Una-Park sowie in Schutzgebieten gilt das nicht – dort übernachtet man ausschließlich in den ausgewiesenen Zonen. Ein Restrisiko bleibt aus der Kriegszeit: In einzelnen Gebieten sind noch nicht alle Flächen von Landminen geräumt. Deshalb sollte man befestigte Wege nicht verlassen und örtliche Warnschilder ernst nehmen – gerade beim Freistehen oder Wandern abseits markierter Pfade.

Campingplätze

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Autocamp Blagaj

Bosnien-Herzegowina

  • Saison: Ganzjährig
  • 30 Stellplätze
  • Hunde erlaubt
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Camp Ivona

Bosnien-Herzegowina

  • Saison: Saisonbetrieb
  • 170 Stellplätze
  • Hunde erlaubt
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Camping Orljani

Bosnien-Herzegowina

  • Saison: Saisonbetrieb
  • 320 Stellplätze
  • Hunde erlaubt
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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Bosnien-Herzegowina

Braucht man in Bosnien und Herzegowina eine Vignette?

Nein, eine landesweite Vignette gibt es nicht. Gebühren fallen nur auf einzelnen Streckenabschnitten an, etwa auf Teilen der A1 bei Sarajevo und südlich von Mostar. Bezahlt wird an Mautstationen bar in Konvertibler Mark oder Euro, mit Karte oder elektronisch.

Gibt es in Bosnien und Herzegowina Camping am Meer?

Praktisch nicht – das Land ist ein Binnenland mit nur einem sehr kurzen Küstenstreifen bei Neum. Gecampt wird an den Flüssen und in den Bergen, nicht am Strand. Wer Wasser sucht, findet es an Una, Neretva und Vrbas.

In welchen Teil des Landes soll ich fahren?

Das hängt vom Urlaubstyp ab: die Flusstäler von Una, Neretva und Vrbas für Rafting und Natur, die Nationalparks Sutjeska und Una für Urwald, Gipfel und Wasserfälle, die Herzegowina um Mostar für mediterranes Klima und osmanisches Erbe und das Landesinnere um Sarajevo für die Verbindung aus Stadt und Bergen.