Region

Campingplätze in Drenthe

Drenthe: keine Küste, dafür die meisten Hunebedden der Niederlande, drei Nationalparks und alte Moorkolonien – campen zwischen Heide, Wald und Radwegen.

Überblick

Was du über Camping in Drenthe wissen solltest

Drenthe ist eine Provinz ohne eigene Küste und zugleich die am dünnsten besiedelte der Niederlande – ein stilles Binnenland aus Sand, Heide, Wald und alten Moorkolonien. Kein anderer Teil der Niederlande hat so viele Hunebedden: 52 der 53 jungsteinzeitlichen Großsteingräber des Landes liegen hier, dazu prägen Esdörfer mit ihren Brinken, Feldfluren und Wallhecken das Bild der Provinz.

Camping in Drenthe heißt deshalb eher Ur-Geschichte, Wald und Radweg als Strand. Die Provinz gilt als 5-Sterne-Fahrradprovinz mit durchgängigem Knotenpunktsystem und über 1.200 Kilometern Radwegen, dazu Themenrouten wie die Hunebed-Route. Die Auswahl an Campingplätzen ist groß und verteilt sich auf drei unterschiedlich geprägte Räume, vom waldreichen Nationalpark-Zentrum bis zu den ehemaligen Moorkolonien im Südosten. Wasser gibt es hier vor allem als Ven oder Bachlauf, nicht als Küste oder große Seenplatte.

Highlights

  • Das Hunebedcentrum in Borger erklärt, warum 52 der 53 niederländischen Hunebedden ausgerechnet in Drenthe liegen – nirgendwo sonst im Land gibt es diese jungsteinzeitlichen Großsteingräber in vergleichbarer Zahl.
  • Der Nationalpark Dwingelderveld ist das größte zusammenhängende Feuchtheidegebiet Westeuropas, der benachbarte Drents-Friese Wold mit seinen Wanderdünen das zweitgrößte Waldgebiet der Niederlande.
  • Das Veenpark in Barger-Compascuum ist mit 160 Hektar das größte Freilichtmuseum der Niederlande und zeigt, wie in den Moorkolonien des Südostens Torf gestochen wurde.
  • Beim TT Circuit in Assen sorgt das Motorrad-Großereignis Ende Juni mit rund 100.000 Besuchern für eine ganz eigene, kurze Hochsaison – wer dann kommt, sollte den Campingplatz Monate vorher gebucht haben.

Beste Reisezeit

Von April bis September ist in Drenthe praktisch alles offen, im Oktober schließt bereits ein guter Teil der Plätze – ganzjährig geöffnete Campingplätze sind hier die Ausnahme, nicht die Regel. Eine echte Besonderheit ist Ende Juni: Wenn beim TT Circuit in Assen das große Motorrad-Rennwochenende steigt, kommen rund 100.000 Besucher in die Region, eine temporäre Campingfläche öffnet nur für diese eine Woche, und reguläre Plätze in und um Assen sind lange im Voraus ausgebucht.

Camping vor Ort

Die dichteste Belegung liegt im waldigen Esdorpen- und Heidezentrum rund um die Nationalparks Dwingelderveld und Drents-Friese Wold, mit größeren Familien- und Ferienparks bei Diever, Spier, Ruinen und Beilen – gute Basis für Rad- und Wandertouren durch Heide, Sandkuppen und Wald. Im Nordosten um Borger, Gieten und Norg liegen die Plätze näher an den Hunebedden und am Nationalpark Drentsche Aa, der als einziger niederländischer Nationalpark eine Kulturlandschaft mit Bachtal und Esdörfern schützt. Im Südosten um Emmen tragen die früheren Moorkolonien die Auswahl, mit dem Veenpark als eigenem Ausflugsziel zur Torfstich-Geschichte. Einen klassischen Wasserplatz am See oder Meer sucht man in Drenthe vergeblich – wer das will, ist in einer Küstenprovinz besser aufgehoben.

Anreise & Planung

Für Pkw und Wohnmobile gibt es keine allgemeine Autobahnmaut. Kosten fallen nur an einzelnen Stellen an: Die A24/Blankenburg-Verbindung westlich von Rotterdam ist die einzige mautpflichtige Autobahnstrecke, abgerechnet elektronisch über Kennzeichenerfassung ohne Schranke; auch der Kiltunnel bei Dordrecht bleibt gebührenpflichtig. Der Westerscheldetunnel in Zeeland ist dagegen seit 2025 für Pkw, Wohnmobile und Gespanne mautfrei – der frühere Tunnelzuschlag entfällt. Die Waddeninseln erreicht man ausschließlich per Fähre. (Quelle: ADAC)

Regeln & gut zu wissen

In mehreren Städten gelten Umweltzonen für Dieselfahrzeuge samt Wohnmobilen; in Amsterdam etwa sind innerhalb des Rings seit 2025 nur noch Diesel ab Euro 5 zugelassen, Benziner fahren frei. Wildcampen und freies Übernachten im Fahrzeug sind streng verboten, auch auf Privatgrund und mit empfindlichen Bußgeldern – legal übernachtet man auf dem dichten Netz aus Camping-, Mini- und Wohnmobilstellplätzen. Auf den Waddeninseln haben die Fähren eigene Fahrzeugregeln: Vlieland und Schiermonnikoog sind für Besucherautos gesperrt. Für Ameland und Terschelling ist die Pkw-Kapazität begrenzt und muss früh im Voraus reserviert werden. (Quelle: ADAC)

Campingplätze

Alle Campingplätze in Drenthe

149 Plätze · Seite 1 von 8

Nach Ausstattung filtern

Gefiltert wird nur nach geprüften Angaben — Plätze ohne Angabe zu einem Merkmal erscheinen dann nicht.

Caravanios App mit Campingplatz-Routenfinder auf einem SmartphoneKI-Grafik
Caravanios App Camping-Reiseplanung

Campingplätze in Drenthe in der App sammeln

Merke dir passende Plätze und plane Route, Etappen und Zwischenstopps direkt weiter.

Download im iOS App Store Caravanios im iOS App Store öffnen Jetzt bei Google Play Caravanios bei Google Play öffnen

Campingplätze entlang deiner Route in der App planen

Camping Emmen

Drenthe, Niederlande

  • Saison: Saisonbetrieb
  • Sanitär
  • Restaurant/Brötchen
Zum Campingplatz

Karte erst nach Zustimmung zu Karten-Cookies.

FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Drenthe

Gibt es in Drenthe Campingplätze direkt am Wasser?

Kaum im klassischen Sinn: Drenthe hat keine Küste, und größere Seen sind selten. Wasser erlebt man hier eher an den Vennen im Dwingelderveld oder am Bachtal der Drentsche Aa als am offenen Ufer.

Wann ist Camping in Drenthe besonders schwer zu bekommen?

Ende Juni, wenn beim TT Circuit in Assen das Motorrad-Rennwochenende mit rund 100.000 Besuchern stattfindet – dann sind reguläre Plätze in und um Assen lange im Voraus ausgebucht.

Was unterscheidet Drenthe von den Nachbarprovinzen Groningen, Friesland und Overijssel?

Vor allem die Dichte an Hunebedden und die Kombination aus Esdorpen-Landschaft, drei Nationalparks – darunter mit der Drentsche Aa der einzige als Kulturlandschaft ausgewiesene Nationalpark der Niederlande – und ehemaligen Moorkolonien auf engem Raum, während die Nachbarn stärker über Küste, Wattenmeer oder eigene Wasserlandschaften definiert sind.