Region

Campingplätze in Flevoland

Flevoland: jüngste Provinz der Niederlande, ganz dem Meer abgerungen. Camping an Rand-Seen, Windparks und Poldern, nahe Schokland und Oostvaardersplassen.

Überblick

Was du über Camping in Flevoland wissen solltest

Flevoland ist die einzige niederländische Provinz, die es vor hundert Jahren noch gar nicht gab. Sie entstand komplett durch Trockenlegung von Teilen der Zuiderzee, liegt im Schnitt fünf Meter unter dem Meeresspiegel und ist bis heute geometrisch geordnet: rechteckige Felder, gerade Deiche und Kanäle, dazwischen Windparks und im April meilenweit leuchtend gelbe Rapsfelder. Mitten in der Noordoostpolder liegen Urk und Schokland, einst Inseln in der Zuiderzee und heute trockenes Land – Schokland ist als erste Stätte der Niederlande UNESCO-Welterbe. Am Markermeer hat sich mit den Oostvaardersplassen ein bekanntes, aber auch umstrittenes Naturgebiet entwickelt, in dem große Pflanzenfresser die Landschaft offen halten sollen.

Campen lässt sich diese junge Provinz vor allem an ihren Rändern, dort wo Wasser und Wald zusammenkommen: am Veluwemeer bei Zeewolde, an den Ketelmeer- und Veluwerandmeer-Ufern um Dronten und Biddinghuizen, und in der ruhigeren, ländlicheren Noordoostpolder um Urk und Schokland. Verglichen mit der campingdichten Veluwe nebenan gibt es in Flevoland spürbar weniger Plätze – folgerichtig für eine junge, überwiegend landwirtschaftlich geprägte Provinz ohne lange Camping-Tradition –, dafür liegen die vorhandenen oft direkt am Wasser.

Highlights

  • Schokland, einst Insel in der Zuiderzee und heute mitten im Polder, ist seit 1995 als erste Stätte der Niederlande UNESCO-Welterbe.
  • Die Oostvaardersplassen am Markermeer sind ein bekanntes Naturentwicklungsgebiet, in dem Rothirsche, Konikpferde und Heckrinder die Landschaft offen halten – ein Gebiet, das auch für Debatten um den Umgang mit den Tieren bekannt ist.
  • Rund um Zeewolde liegen Windpark Zeewolde, einer der größten Onshore-Windparks der Niederlande, und der Horsterwold, das größte Laubwaldgebiet des Landes.
  • Oostelijk und Zuidelijk Flevoland bilden zusammen die größte künstliche Insel der Welt – auf ihr liegen unter anderem Lelystad, Dronten, Almere und Zeewolde.

Beste Reisezeit

Die Saison in Flevoland ist kurz und klassisch sommerlich: April und Juni sind bei den Plätzen mit bekannten Öffnungszeiten durchgehend geöffnet, im September sinkt der Anteil bereits merklich, und im Oktober hat der Großteil schon zu. Wer außerhalb der Hauptsaison kommt, sollte vorher prüfen, ob der gewünschte Platz überhaupt offen ist – eine breite Vor- und Nachsaison wie an der Küste ist hier nicht die Regel.

Camping vor Ort

Am Veluwemeer bei Zeewolde dreht sich vieles um Wasser: Strände und Wassersport, direkt daneben der junge Horsterwold, das größte Laubwaldgebiet der Niederlande, mit Rad- und Wanderwegen. Richtung Dronten und Biddinghuizen, an Ketelmeer und Veluwerandmeren, wird es ruhiger und familiärer, mit Plätzen zwischen Feldern und Wasser. In der Noordoostpolder um Emmeloord, Urk und Schokland ist der Charakter ländlich-nüchtern – wer die ehemaligen Zuiderzee-Inseln und das Fischerstädtchen Urk erleben will, findet hier die passende Basis.

Anreise & Planung

Für Pkw und Wohnmobile gibt es keine allgemeine Autobahnmaut. Kosten fallen nur an einzelnen Stellen an: Die A24/Blankenburg-Verbindung westlich von Rotterdam ist die einzige mautpflichtige Autobahnstrecke, abgerechnet elektronisch über Kennzeichenerfassung ohne Schranke; auch der Kiltunnel bei Dordrecht bleibt gebührenpflichtig. Der Westerscheldetunnel in Zeeland ist dagegen seit 2025 für Pkw, Wohnmobile und Gespanne mautfrei – der frühere Tunnelzuschlag entfällt. Die Waddeninseln erreicht man ausschließlich per Fähre. (Quelle: ADAC)

Regeln & gut zu wissen

In mehreren Städten gelten Umweltzonen für Dieselfahrzeuge samt Wohnmobilen; in Amsterdam etwa sind innerhalb des Rings seit 2025 nur noch Diesel ab Euro 5 zugelassen, Benziner fahren frei. Wildcampen und freies Übernachten im Fahrzeug sind streng verboten, auch auf Privatgrund und mit empfindlichen Bußgeldern – legal übernachtet man auf dem dichten Netz aus Camping-, Mini- und Wohnmobilstellplätzen. Auf den Waddeninseln haben die Fähren eigene Fahrzeugregeln: Vlieland und Schiermonnikoog sind für Besucherautos gesperrt. Für Ameland und Terschelling ist die Pkw-Kapazität begrenzt und muss früh im Voraus reserviert werden. (Quelle: ADAC)

Campingplätze

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De Revehof

Flevoland, Niederlande

  • Saison: Saisonbetrieb
  • Direkt am See
  • Hunde erlaubt
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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Flevoland

Warum gibt es in Flevoland weniger Campingplätze als in vielen anderen niederländischen Provinzen?

Flevoland ist die jüngste Provinz der Niederlande, gegründet 1986, und vollständig dem Meer abgerungen: Die Trockenlegung geht auf die Zuiderzeewerke zurück, deren Grundkonzept schon 1891 entstand und die 1918 per Zuiderzeewet beschlossen wurden. Das Land ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt und hat keine lange Camping-Tradition wie die benachbarte Veluwe. Die vorhandenen Plätze konzentrieren sich auf die Rand-Seen und wenige Waldgebiete.

Ist Flevoland eher etwas für Wassersport oder für Naturcamping?

Beides ist möglich, aber in unterschiedlichen Ecken: Am Veluwemeer bei Zeewolde dominieren Strand, Häfen und Wassersport, während die Noordoostpolder um Urk und Schokland und der Wald Horsterwold ruhiger und naturnäher sind.

Was ist der Unterschied zwischen Urk und Schokland?

Beide waren früher Inseln in der Zuiderzee und liegen heute innerhalb der Noordoostpolder auf dem Trockenen. Urk ist ein lebendiger Fischerort mit eigener Gemeinde und eigener Kultur. Schokland und seine Umgebung sind seit 1995 als erste Welterbestätte der Niederlande ausgezeichnet, vor allem wegen ihrer archäologischen Zeugnisse von 10.000 Jahren Leben mit dem Wasser.