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Flevoland, Niederlande
Molecaten Park Flevostrand
- Saison: Saisonbetrieb
- Sanitär
- Restaurant/Brötchen
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Region
Flevoland: jüngste Provinz der Niederlande, ganz dem Meer abgerungen. Camping an Rand-Seen, Windparks und Poldern, nahe Schokland und Oostvaardersplassen.
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Überblick
Flevoland ist die einzige niederländische Provinz, die es vor hundert Jahren noch gar nicht gab. Sie entstand komplett durch Trockenlegung von Teilen der Zuiderzee, liegt im Schnitt fünf Meter unter dem Meeresspiegel und ist bis heute geometrisch geordnet: rechteckige Felder, gerade Deiche und Kanäle, dazwischen Windparks und im April meilenweit leuchtend gelbe Rapsfelder. Mitten in der Noordoostpolder liegen Urk und Schokland, einst Inseln in der Zuiderzee und heute trockenes Land – Schokland ist als erste Stätte der Niederlande UNESCO-Welterbe. Am Markermeer hat sich mit den Oostvaardersplassen ein bekanntes, aber auch umstrittenes Naturgebiet entwickelt, in dem große Pflanzenfresser die Landschaft offen halten sollen.
Campen lässt sich diese junge Provinz vor allem an ihren Rändern, dort wo Wasser und Wald zusammenkommen: am Veluwemeer bei Zeewolde, an den Ketelmeer- und Veluwerandmeer-Ufern um Dronten und Biddinghuizen, und in der ruhigeren, ländlicheren Noordoostpolder um Urk und Schokland. Verglichen mit der campingdichten Veluwe nebenan gibt es in Flevoland spürbar weniger Plätze – folgerichtig für eine junge, überwiegend landwirtschaftlich geprägte Provinz ohne lange Camping-Tradition –, dafür liegen die vorhandenen oft direkt am Wasser.
Highlights
Die Saison in Flevoland ist kurz und klassisch sommerlich: April und Juni sind bei den Plätzen mit bekannten Öffnungszeiten durchgehend geöffnet, im September sinkt der Anteil bereits merklich, und im Oktober hat der Großteil schon zu. Wer außerhalb der Hauptsaison kommt, sollte vorher prüfen, ob der gewünschte Platz überhaupt offen ist – eine breite Vor- und Nachsaison wie an der Küste ist hier nicht die Regel.
Am Veluwemeer bei Zeewolde dreht sich vieles um Wasser: Strände und Wassersport, direkt daneben der junge Horsterwold, das größte Laubwaldgebiet der Niederlande, mit Rad- und Wanderwegen. Richtung Dronten und Biddinghuizen, an Ketelmeer und Veluwerandmeren, wird es ruhiger und familiärer, mit Plätzen zwischen Feldern und Wasser. In der Noordoostpolder um Emmeloord, Urk und Schokland ist der Charakter ländlich-nüchtern – wer die ehemaligen Zuiderzee-Inseln und das Fischerstädtchen Urk erleben will, findet hier die passende Basis.
Für Pkw und Wohnmobile gibt es keine allgemeine Autobahnmaut. Kosten fallen nur an einzelnen Stellen an: Die A24/Blankenburg-Verbindung westlich von Rotterdam ist die einzige mautpflichtige Autobahnstrecke, abgerechnet elektronisch über Kennzeichenerfassung ohne Schranke; auch der Kiltunnel bei Dordrecht bleibt gebührenpflichtig. Der Westerscheldetunnel in Zeeland ist dagegen seit 2025 für Pkw, Wohnmobile und Gespanne mautfrei – der frühere Tunnelzuschlag entfällt. Die Waddeninseln erreicht man ausschließlich per Fähre. (Quelle: ADAC)
In mehreren Städten gelten Umweltzonen für Dieselfahrzeuge samt Wohnmobilen; in Amsterdam etwa sind innerhalb des Rings seit 2025 nur noch Diesel ab Euro 5 zugelassen, Benziner fahren frei. Wildcampen und freies Übernachten im Fahrzeug sind streng verboten, auch auf Privatgrund und mit empfindlichen Bußgeldern – legal übernachtet man auf dem dichten Netz aus Camping-, Mini- und Wohnmobilstellplätzen. Auf den Waddeninseln haben die Fähren eigene Fahrzeugregeln: Vlieland und Schiermonnikoog sind für Besucherautos gesperrt. Für Ameland und Terschelling ist die Pkw-Kapazität begrenzt und muss früh im Voraus reserviert werden. (Quelle: ADAC)
Campingplätze
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FAQ
Flevoland ist die jüngste Provinz der Niederlande, gegründet 1986, und vollständig dem Meer abgerungen: Die Trockenlegung geht auf die Zuiderzeewerke zurück, deren Grundkonzept schon 1891 entstand und die 1918 per Zuiderzeewet beschlossen wurden. Das Land ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt und hat keine lange Camping-Tradition wie die benachbarte Veluwe. Die vorhandenen Plätze konzentrieren sich auf die Rand-Seen und wenige Waldgebiete.
Beides ist möglich, aber in unterschiedlichen Ecken: Am Veluwemeer bei Zeewolde dominieren Strand, Häfen und Wassersport, während die Noordoostpolder um Urk und Schokland und der Wald Horsterwold ruhiger und naturnäher sind.
Beide waren früher Inseln in der Zuiderzee und liegen heute innerhalb der Noordoostpolder auf dem Trockenen. Urk ist ein lebendiger Fischerort mit eigener Gemeinde und eigener Kultur. Schokland und seine Umgebung sind seit 1995 als erste Welterbestätte der Niederlande ausgezeichnet, vor allem wegen ihrer archäologischen Zeugnisse von 10.000 Jahren Leben mit dem Wasser.