Region

Campingplätze in Gelderland

Gelderland ist nach Landfläche die größte Provinz der Niederlande: Waldland Veluwe, Flussdeltaland an Rhein und Waal, dazu das Kastellenland Achterhoek.

Überblick

Was du über Camping in Gelderland wissen solltest

Gelderland ist nach Landfläche die größte Provinz der Niederlande – und lässt sich trotzdem nicht auf ein einziges Bild bringen. Im Norden und in der Mitte liegt mit der Veluwe das größte zusammenhängende Waldgebiet des Landes: sandiger Boden, von eiszeitlichen Stauchmoränen leicht gewellt, dazwischen Heide, Vennen und mit dem Nationalpark De Hoge Veluwe ein eigener, streng geregelter Kern. Im Süden übernehmen Rhein, Waal und IJssel das Bild: breite Flüsse, geschwungene Deiche, Flussauen und die Obstgärten der Betuwe. Im Osten liegt mit der Achterhoek ein kleinteiliges, grünes Kulissenland aus Feldern, Hecken, Bachläufen und verstreuten Schlössern des alten Gelderser Adels. Dazwischen bilden Arnheim als Hauptstadt und Nijmegen als älteste Stadt der Niederlande gemeinsam ein städtisches Zentrum.

Camping folgt dieser Dreiteilung eher als einem einzelnen Ziel: Je nachdem, ob man Wald, Fluss oder Feld sucht, liegt der passende Platz auf der Veluwe, im Rivierengebiet oder in der Achterhoek – dazu kommen Standorte nahe Arnheim und Nijmegen für alle, die auch eine der beiden Städte sehen wollen.

Highlights

  • Die Veluwe ist mit rund 1.000 bis 1.100 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Waldgebiet der Niederlande – sandiger, von eiszeitlichen Stauchmoränen leicht gewellter Boden statt platter Polderlandschaft.
  • Der Nationalpark De Hoge Veluwe mitten in der Veluwe lässt sich nur über drei Eingänge und mit Ticket befahren; Zelten und Übernachten im Park sind nicht erlaubt.
  • Im Süden verzweigt sich der Rhein in Waal und IJssel; an ihren Deichen und Flussauen liegt das Rivierengebiet mit den historischen Obstgärten der Betuwe.
  • Im Osten prägt die Achterhoek eine kleinteilige Kulissenlandschaft aus Feldern, Hecken und verstreuten Schlössern des alten Gelderser Adels.

Beste Reisezeit

Camping ist in Gelderland über einen langen Zeitraum möglich: Von April bis in den September bleibt die offene Auswahl breit, im Juni fast durchgehend. Erst im Oktober wird sie merklich kleiner, und nur ein kleinerer Teil der Plätze bleibt ganzjährig geöffnet.

Camping vor Ort

Wer Wald und Sandboden sucht, findet ihn auf der Veluwe. Dort liegen die Plätze zwischen Kiefern, Heide und den sanften Erhebungen der eiszeitlichen Stauchmoränen, und mittendrin liegt der Nationalpark De Hoge Veluwe als eigener Ticket-Ausflug. Südlich davon, im Rivierengebiet, wird es flacher und ruhiger. Camping findet dort an Deichen und Flussarmen von Rhein, Waal und IJssel statt, oft mit den Obstgärten der Betuwe direkt nebenan – eine gute Wahl für alle, die lieber am Wasser sitzen als durch Wald wandern. Im östlichen Achterhoek bleibt Camping überwiegend klein und ländlich, mit Plätzen zwischen Feldern, Hecken und den Landgütern des alten Gelderser Adels – passend für alle, die es ruhig und unaufgeregt mögen statt organisiert. Wer zusätzlich Arnheim oder Nijmegen besuchen will, findet dort in der Nähe eigene, stadtnahe Standorte.

Anreise & Planung

Für Pkw und Wohnmobile gibt es keine allgemeine Autobahnmaut. Kosten fallen nur an einzelnen Stellen an: Die A24/Blankenburg-Verbindung westlich von Rotterdam ist die einzige mautpflichtige Autobahnstrecke, abgerechnet elektronisch über Kennzeichenerfassung ohne Schranke; auch der Kiltunnel bei Dordrecht bleibt gebührenpflichtig. Der Westerscheldetunnel in Zeeland ist dagegen seit 2025 für Pkw, Wohnmobile und Gespanne mautfrei – der frühere Tunnelzuschlag entfällt. Die Waddeninseln erreicht man ausschließlich per Fähre. (Quelle: ADAC)

Regeln & gut zu wissen

In mehreren Städten gelten Umweltzonen für Dieselfahrzeuge samt Wohnmobilen; in Amsterdam etwa sind innerhalb des Rings seit 2025 nur noch Diesel ab Euro 5 zugelassen, Benziner fahren frei. Wildcampen und freies Übernachten im Fahrzeug sind streng verboten, auch auf Privatgrund und mit empfindlichen Bußgeldern – legal übernachtet man auf dem dichten Netz aus Camping-, Mini- und Wohnmobilstellplätzen. Auf den Waddeninseln haben die Fähren eigene Fahrzeugregeln: Vlieland und Schiermonnikoog sind für Besucherautos gesperrt. Für Ameland und Terschelling ist die Pkw-Kapazität begrenzt und muss früh im Voraus reserviert werden. (Quelle: ADAC) Im Nationalpark De Hoge Veluwe ist die Zufahrt nur mit Ticket über die Eingänge Otterlo, Hoenderloo oder Schaarsbergen erlaubt; Zelten, Wohnmobile und Übernachten im Park sind laut Parkreglement verboten. In Arnheim gilt seit Juni 2026 im Zentrum – Singels, Nieuwe Plein, Hoge Rijnkade und das Gebiet dahinter – eine Umweltzone für Diesel-Pkw ab Euro 5 und Diesel-Busse ab Euro 6; die meisten niederländischen Wohnmobile sind als Kampeerauto auf Pkw-Basis zugelassen und fallen damit ebenfalls unter diese Regel.

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Uylkenshof

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De HappyFarm

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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Gelderland

Kann ich mit dem Wohnmobil direkt in den Nationalpark De Hoge Veluwe fahren und dort übernachten?

Nein. Die Zufahrt ist nur mit Ticket über die Eingänge Otterlo, Hoenderloo oder Schaarsbergen möglich; Zelten, Wohnmobile und Übernachten im Park sind laut Parkreglement verboten. Der Park eignet sich als Tagesausflug von einem Platz in der Umgebung aus, nicht als Übernachtungsziel.

Was unterscheidet die Veluwe vom Rivierengebiet im Süden Gelderlands?

Die Veluwe ist sandiger, waldiger und durch eiszeitliche Stauchmoränen leicht gewellt. Das Rivierengebiet dagegen ist flaches Flussdeltaland zwischen Rhein, Waal und IJssel mit Deichen, Flussauen und den Obstgärten der Betuwe.

Lohnt sich die Achterhoek im Osten auch, obwohl sie weniger bekannt ist als die Veluwe?

Ja. Die Achterhoek ist eine kleinteilige, grüne Kulissenlandschaft aus Feldern, Hecken, Bachläufen und Landgütern des alten Gelderser Adels, die als vorwiegend landwirtschaftlich geprägt und erst neuerdings zunehmend touristisch gilt; sie eignet sich für ruhigeres, ländliches Camping.