Region

Campingplätze in Noord-Holland

Noord-Holland mit dem Camper: Dünenstrand zwischen Zandvoort und Den Helder, die Insel Texel und die früheren Zuiderzee-Städte am IJsselmeer bei Amsterdam.

Überblick

Was du über Camping in Noord-Holland wissen solltest

Zwischen Nordsee, Wattenmeer und IJsselmeer liegt eine schmale, kopfförmige Halbinsel: Sie ist nach Zuid-Holland die am dichtesten besiedelte Provinz der Niederlande – und bleibt trotzdem auf drei Seiten von offenem Wasser umschlossen. Im Westen zieht sich ein durchgehender Dünen- und Sandstrandzug von Zandvoort bis Den Helder, vorgelagert die deutlich ruhigere Wattenmeerinsel Texel. Im Osten liegt das stillere IJsselmeer-Ufer mit früheren Fischerstädten, die bis zur Schließung des Abschlussdeichs 1932 noch am offenen Meer, der Zuiderzee, lagen. Dazwischen: Amsterdam, die Windmühlen der Zaanse Schans und ein gutes Stück Provinz, das dem Wasser erst mühsam abgerungen wurde – als eingedeichter, trockengelegter Polder.

Camping bedeutet hier vor allem Küste: Das Gros der Plätze liegt im Dünengürtel zwischen Egmond, Bergen und Schoorl sowie auf Texel, dazu weiter südlich bei Zandvoort und Bloemendaal am Rand des Nationalparks Zuid-Kennemerland. Landeinwärts, am IJsselmeer-Ufer und rund um Amsterdam, wird die Auswahl merklich kleiner.

Texel liegt der Küste vorgelagert und ist nur per Fähre ab Den Helder zu erreichen – ohne Reservierungspflicht, anders als bei einigen der friesischen Wattenmeerinseln weiter östlich, und mit reichlich Platz auch für Wohnmobile. Wer einmal übergesetzt hat, findet dort eine ruhigere, kleinräumigere Variante desselben Küstenbilds.

Highlights

  • Nationalpark Zuid-Kennemerland zwischen IJmuiden und Zandvoort: ein zusammenhängendes Dünengebiet mit Wald, Dünenseen und seit 2007 einer Wisent-Population im Kraansvlak.
  • Texel, die größte und einzige bewohnte Wattenmeerinsel, die zu Noord-Holland gehört – mit der Fähre ab Den Helder ohne Reservierung erreichbar.
  • Die früheren Zuiderzee-Städte Hoorn, Enkhuizen und Volendam am IJsselmeer, deren historische Hafenfronten noch an die Zeit vor dem Abschlussdeich von 1932 erinnern.
  • Zaanse Schans bei Zaandam mit acht erhaltenen Windmühlen entlang der Zaan – das bekannteste Windmühlenbild des Landes, nur eine kurze Fahrt von Amsterdam entfernt.

Beste Reisezeit

Die Saison ist hier breiter als das reine Hochsommerbild vermuten lässt: Schon im April ist ein Großteil der Plätze geöffnet, im September ebenfalls noch der Großteil, und selbst im Oktober bleibt vieles in Betrieb. Ein kleiner Teil ist ganzjährig offen. Wind, Dünen und Wattenmeer lassen sich im Frühjahr und Nachsommer entspannter erleben als mitten im Sommer, wenn die Küstenplätze um Egmond, Bergen und Schoorl sowie auf Texel und die Strände bei Zandvoort deutlich voller werden – dann lohnt sich frühes Buchen.

Camping vor Ort

Der Nordseeküste gehört die größte und dichteste Auswahl: Dünenplätze und größere Ferienparks reihen sich zwischen Egmond, Bergen und Schoorl sowie, weiter südlich, bei Zandvoort und Bloemendaal am Rand des Nationalparks Zuid-Kennemerland – hier ist Camping vor allem Strand, Wind und Rad. Vorgelagert liegt Texel als eigene, ruhigere Welt: nur per Fähre erreichbar, mit Dünen, Wattwanderungen und Schafweiden auf überschaubarem Raum. Am IJsselmeer-Ufer und rund um Amsterdam ist die Auswahl kleiner, dafür liegen die früheren Zuiderzee-Städte Hoorn, Enkhuizen und Volendam sowie die Windmühlen der Zaanse Schans in Tagesausflugsnähe – wer hier steht, campt eher stadt- und kulturnah als strandnah. Die eingedeichten Polderlandschaften im Landesinneren, etwa Beemster und Wieringermeer, sind weit, flach und landwirtschaftlich geprägt – ein ruhiger Kontrast zu Küste und Insel im Bild der Provinz.

Anreise & Planung

Für Pkw und Wohnmobile gibt es keine allgemeine Autobahnmaut. Kosten fallen nur an einzelnen Stellen an: Die A24/Blankenburg-Verbindung westlich von Rotterdam ist die einzige mautpflichtige Autobahnstrecke, abgerechnet elektronisch über Kennzeichenerfassung ohne Schranke; auch der Kiltunnel bei Dordrecht bleibt gebührenpflichtig. Der Westerscheldetunnel in Zeeland ist dagegen seit 2025 für Pkw, Wohnmobile und Gespanne mautfrei – der frühere Tunnelzuschlag entfällt. Die Waddeninseln erreicht man ausschließlich per Fähre. (Quelle: ADAC) Für Texel gilt das in besonders entspannter Form: Die Fähre der TESO fährt ab Den Helder stündlich, braucht keine Reservierung und hat auch für Wohnmobile ausreichend Kapazität.

Regeln & gut zu wissen

In mehreren Städten gelten Umweltzonen für Dieselfahrzeuge samt Wohnmobilen; in Amsterdam etwa sind innerhalb des Rings seit 2025 nur noch Diesel ab Euro 5 zugelassen, Benziner fahren frei. Wildcampen und freies Übernachten im Fahrzeug sind streng verboten, auch auf Privatgrund und mit empfindlichen Bußgeldern – legal übernachtet man auf dem dichten Netz aus Camping-, Mini- und Wohnmobilstellplätzen. Auf den Waddeninseln haben die Fähren eigene Fahrzeugregeln: Vlieland und Schiermonnikoog sind für Besucherautos gesperrt. Für Ameland und Terschelling ist die Pkw-Kapazität begrenzt und muss früh im Voraus reserviert werden. (Quelle: ADAC)

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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Noord-Holland

Brauche ich für die Fähre nach Texel eine Reservierung?

Nein. Die TESO-Fähre fährt stündlich ab Den Helder und braucht keine Reservierung, auch für Wohnmobile ist in der Regel ausreichend Platz – unkomplizierter als bei einigen der friesischen Wattenmeerinseln weiter östlich.

Gibt es auch Campingplätze direkt bei Hoorn, Enkhuizen oder Volendam?

Nur wenige liegen unmittelbar dort. Die größere Auswahl findet sich an der Nordseeküste oder auf Texel; die früheren Zuiderzee-Städte lassen sich von einem Küstenplatz oder einem Standort näher an Amsterdam gut als Tagesausflug erreichen.

Darf ich mit einem älteren Diesel-Wohnmobil bis nach Amsterdam fahren?

Innerhalb des Amsterdamer Rings gilt seit 2025 eine Umweltzone, in der nur noch Diesel ab Euro 5 zugelassen sind. Wer mit einem älteren Diesel unterwegs ist, sollte das vorher prüfen und eher außerhalb des Rings parken oder übernachten.