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Überblick
Was du über Camping in Rumänien wissen solltest
Rumänien ist ein großes, landschaftlich reiches Land, das sich grob in drei Teile gliedert: Gebirge, Hügelland und Ebenen. Prägend ist der Karpatenbogen, der sich quer durch das Land zieht und in den Südkarpaten mit dem Moldoveanu den höchsten Gipfel trägt. In seinem Innern liegt das Hochland von Siebenbürgen, das kulturelle Herz mit mittelalterlichen Städten, sächsischen Kirchenburgen und der Burg Bran. Nach Süden öffnet sich die weite Walachische Tiefebene mit Bukarest und der Donau, nach Osten reichen die Dobrudscha und die Schwarzmeerküste, und an der Donaumündung liegt das Donaudelta, das größte Feuchtgebiet Europas und ein bekanntes Vogelparadies. Im Norden bewahren Maramureș mit seinen Holzkirchen und die Bukowina mit ihren bemalten Klöstern eine eigene, traditionelle Welt.
Fürs Camping teilt sich das in mehrere gleichwertige Räume. Die Karpaten sind Berg- und Wanderland mit Passstraßen wie der Transfăgărășan und Nationalparks wie dem Retezat mit seinen Gletscherseen. Siebenbürgen im Ring der Berge ist der kulturelle Mittelpunkt. Im Osten liegen die Schwarzmeerküste rund um Constanța und Mamaia und, gleich daneben, das Donaudelta als eigenes Wasser- und Vogelrevier. Und der traditionelle Norden mit Dorfkultur, Holzkirchen und Klöstern trägt noch einmal einen ganz anderen Charakter.
Highlights
- Karpatenbogen – Wander- und Bergland mit Passstraßen wie der Transfăgărășan und Nationalparks wie dem Retezat; in den Wäldern leben viele Braunbären, was Bergtouren ihren wilden Charakter gibt
- Siebenbürgen (Transsilvanien) – mittelalterliche Städte wie Sibiu, Sighișoara und Brașov, dazu die UNESCO-Kirchenburgen der Siebenbürger Sachsen wie Biertan und Viscri
- Donaudelta – UNESCO-Welterbe und Biosphärenreservat an der Donaumündung, größtes Feuchtgebiet Europas und ein Vogelrevier mit Pelikankolonien; die nahe Schwarzmeerküste bietet neben Constanța und Mamaia ruhigere Orte wie Vama Veche und Corbu
- Der traditionelle Norden – die UNESCO-Holzkirchen und lebendige Dorfkultur von Maramureș und die bemalten Klöster der Bukowina, weit abseits der bekannten Wege
Beste Reisezeit
Der Sommer ist in ganz Rumänien die Hauptsaison – dann sind die Wanderwege in den Karpaten offen und die hohen Passstraßen frei. An der Schwarzmeerküste konzentriert sich der Badebetrieb auf den Hochsommer, während sich das Donaudelta im Frühjahr und Frühsommer besonders für die Vogelwelt lohnt. Nur wenige Plätze haben ganzjährig geöffnet, sodass die Auswahl außerhalb der warmen Monate spürbar kleiner wird; Frühling und Herbst passen gut zu den Bergen, dem Hochland von Siebenbürgen und dem kulturellen Norden.
Camping vor Ort
Wer in Rumänien mit dem Wohnmobil unterwegs ist, wählt zwischen sehr unterschiedlichen Standorten: Berg- und Talplätzen in den Karpaten und Nationalparks, ruhigeren Lagen im Hochland von Siebenbürgen und im dörflichen Norden sowie den Küsten- und Deltaplätzen im Osten, an denen das Wasser den Ton angibt. Weil die Räume weit auseinanderliegen, wird ein Aufenthalt meist von einer Region her gedacht statt kreuz und quer geplant. Hunde sind auf dem Großteil der Plätze willkommen. Ver- und Entsorgung für Wohnmobile ist dagegen nicht überall selbstverständlich, sodass sich vor der Anfahrt ein Blick auf die Ausstattung des einzelnen Platzes lohnt.
Anreise & Maut
In Rumänien ist die elektronische Vignette „Rovinieta“ Pflicht für alle Fahrzeuge außer Motorräder – es gibt keinen Aufkleber, kontrolliert wird per Kamera über das Kennzeichen. Wohnmobile werden dabei unabhängig vom Gewicht wie Pkw behandelt und zahlen den Pkw-Tarif; die Vignette gibt es als 10-Tages-, 30-Tages-, 60-Tages- und Jahresvignette, erhältlich an Grenzübergängen, Tankstellen und online (auch auf Deutsch). Zusätzlich fällt an mehreren Donaubrücken eine separate Maut an, etwa an der Autobahnbrücke Fetești–Cernavodă auf dem Weg zur Schwarzmeerküste. Angereist wird über die Straße, und die Wege im großen Land sind lang.
Regeln & gut zu wissen
Freies Übernachten wird in weiten Teilen Rumäniens geduldet, bewegt sich aber in einer Grauzone; in Nationalparks und Naturschutzgebieten ist Wildcampen verboten, und im Donaudelta gelten strenge Schutzgebietsregeln. Lagerfeuer sind nur an ausgewiesenen Stellen erlaubt. In den Karpaten leben viele Braunbären – ein realer Grund, in den Bergen nicht frei zu stehen, sondern Campingplätze zu nutzen und Lebensmittel sicher zu verwahren. Eigene Umweltzonen mit Fahrverboten sind nicht bekannt.
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FAQ
Häufige Fragen zu Camping in Rumänien
Brauche ich in Rumänien eine Vignette?
Ja. Die elektronische „Rovinieta“ ist für alle Fahrzeuge außer Motorräder Pflicht; Wohnmobile zahlen unabhängig vom Gewicht den Pkw-Tarif. Sie ist ans Kennzeichen gebunden und online, an Tankstellen oder an der Grenze erhältlich. Dazu kommt an einigen Donaubrücken – etwa Richtung Schwarzmeerküste – eine separate Maut.
Ist Rumänien eher Berg-, Kultur- oder Meerland?
Von allem etwas. Der Karpatenbogen zieht sich als Berg- und Wanderland durchs ganze Land, in seinem Innern liegt das kulturelle Siebenbürgen mit Städten und Kirchenburgen. Im Osten kommen die Schwarzmeerküste und das Donaudelta dazu, im Norden die traditionelle Dorfwelt von Maramureș und der Bukowina.
Darf ich in Rumänien frei stehen – und was ist mit Bären und dem Delta?
Freies Übernachten wird vielerorts geduldet, ist aber eine Grauzone; in Nationalparks und Naturschutzgebieten ist es verboten, und im Donaudelta gelten strenge Schutzgebietsregeln. In den Karpaten sind Bären ein realer Grund, in den Bergen lieber Campingplätze zu nutzen und Lebensmittel sicher zu verwahren.