Region

Campingplätze in der Ostslowakei

Ostslowakei für Camper: Hohe Tatra, Zipser Burg und Levoča, das Slowakische Paradies mit seinen Schluchten, Slowakischer Karst und Košice im Überblick.

Überblick

Was du über Camping in der Ostslowakei wissen solltest

Die Ostslowakei – slowakisch Východné Slovensko – ist die traditionelle Bezeichnung für das östliche Drittel des Landes und deckt sich statistisch mit den beiden Verwaltungskreisen Prešovský kraj und Košický kraj. Sie grenzt im Norden an Polen, im Osten an die Ukraine und im Süden an Ungarn. Im Nordwesten liegt der überwiegende, slowakische Anteil der Hohen Tatra mit dem Gerlachovský štít, dem höchsten Berg der gesamten Karpaten – ein kleinerer Teil des Gebirges reicht bereits in die Liptau und damit in die Mittelslowakei.

Den Kern der Region bildet aber eine dichte Kulturlandschaft: die Zips um Levoča und die Zipser Burg, eine der größten Burganlagen Mitteleuropas, das schluchtenreiche Slowakische Paradies mit seiner einzigen Schauhöhle, der Dobschauer Eishöhle, und weiter südlich der Slowakische Karst mit seinen Schauhöhlen. Košice, die zweitgrößte Stadt der Slowakei und Kulturhauptstadt Europas 2013, trägt mit dem Dom St. Elisabeth die Kirche, die als größte der Slowakei gilt. Im Osten prägen die Landschaft Šariš und die Welterbestadt Bardejov, wo mit Hervartov eine von fünf ostslowakischen UNESCO-Holzkirchen der Karpaten steht; im äußersten Südosten kippt das Klima in der Ostslowakischen Tiefebene mit einem kleinen, warmen Zipfel des Weinbaugebiets Tokaj bereits Richtung pannonisch.

Wer hier campt, wechselt oft zwischen sehr unterschiedlichen Lagen auf kurzer Strecke: alpines Gelände in der Hohen Tatra, Wald- und Schluchtenlandschaft im Slowakischen Paradies, ruhigeres Karst- und Seenland im Süden und Osten sowie Städtenähe zu Košice und Levoča.

Highlights

  • Die Zipser Burg bei Spišské Podhradie zählt mit ihren gewaltigen Außenmauern zu den größten Burganlagen Mitteleuropas und ist seit 1993 gemeinsam mit Spišské Podhradie, Spišská Kapitula und der Kirche von Žehra UNESCO-Welterbe; 2009 wurde die Auszeichnung auf die Altstadt von Levoča erweitert.
  • Im Nationalpark Slowakisches Paradies führen Leiter- und Kettenwege wie durch die Schlucht Suchá Belá als ausgeschilderte Einbahnrouten nur bergauf durch enge Schluchten.
  • Der Slowakische Karst im Süden verbirgt mit Domica und der Ochtinská-Aragonithöhle Teile eines UNESCO-Weltnaturerbes, das sich bis ins ungarische Aggtelek fortsetzt.
  • Košice trägt mit dem Dom St. Elisabeth die Kirche, die als größte der Slowakei gilt, und war 2013 gemeinsam mit Marseille Kulturhauptstadt Europas.

Beste Reisezeit

Die beste Zeit unterscheidet sich deutlich zwischen den Teilräumen. In der Hohen Tatra ist der Winter reguläre Skisaison, gleichzeitig sind dort viele markierte Höhenwege oberhalb der Berghütten vom 1. November bis 31. Mai gesperrt – für Wanderungen sind Sommer und früher Herbst die verlässlichere Zeit. Die Leiter- und Kettenwege durch die Schluchten des Slowakischen Paradieses sind ihrer Natur nach eine Sache der schnee- und eisfreien Monate. Der Südosten um Košice und die Ostslowakische Tiefebene hat ein kontinentales Klima mit trockenen, heißen Sommern und zählt zu den sonnenreichsten Landesteilen der Slowakei, was dort ein spürbar längeres Freiluft-Fenster erlaubt als in den Bergen im Nordwesten.

Camping vor Ort

Camping in der Ostslowakei bewegt sich zwischen Bergnähe, Karstlandschaft und Kulturachse. Im Nordwesten liegt die slowakische Seite der Hohen Tatra mit Ausgangspunkten wie Štrbské Pleso und Tatranská Lomnica, geprägt von alpinem Gelände und kurzen Wegen zu Hütten und Bergseen. Rund um Levoča, die Zipser Burg und das Slowakische Paradies verbindet sich Naturcamping mit Tagesausflügen zu Burg, Altstadt und Schluchtenwegen mit ihren Leitern und Ketten. Im Süden, um den Slowakischen Karst und seine Höhlen sowie im Vihorlat-Bergland mit seinen Seen, ist die Landschaft waldreicher und ruhiger. Košice eignet sich eher als Ziel für einen Städtetag als für einen langen Standplatz; Šariš mit Bardejov und der schmale slowakische Zipfel des Weinbaugebiets Tokaj im äußersten Südosten sind eigene, kleinere Reiseziele abseits der Bergachsen.

Anreise & Planung

Auf slowakischen Autobahnen und Schnellstraßen gilt eine elektronische Vignette – kein Aufkleber mehr, sondern ans Kennzeichen gebunden und online, über die App „eznamka“ oder an Grenzübergängen und Tankstellen erhältlich. Wohnmobile brauchen sie unabhängig vom Gewicht und zahlen den normalen Pkw-Tarif; es gibt sie als Tages-, Zehntages-, Monats- und Jahresvignette. Die Slowakei ist ein Binnenland ohne Fähren – angereist wird über die Straße aus Österreich, Tschechien, Ungarn oder Polen, wobei Bratislava unmittelbar an der österreichischen Grenze nahe Wien liegt. Die Ostslowakei grenzt zusätzlich an Polen und die Ukraine; wer aus dem Norden oder Osten kommt, reist meist über die polnische Grenze im Bereich der Hohen Tatra oder aus Ungarn über den Südosten der Region an.

Regeln & gut zu wissen

Wildcampen und freies Übernachten sind in der Slowakei streng geregelt und außerhalb von Camping- und Stellplätzen grundsätzlich nicht erlaubt; in den Nationalparks wie dem Tatra-Nationalpark (TANAP) ist es ausdrücklich verboten. Für Bergwanderer gibt es einzelne ausgewiesene Biwakplätze. Eigene Umweltzonen mit Fahrverboten sind nicht bekannt. Im Nationalpark Slowakisches Paradies dürfen die Schluchten nur in einer Richtung begangen werden – von unten nach oben, gegen den Wasserlauf –, die Richtung ist am Eingang ausgeschildert, und der Zugang ist kostenpflichtig. In der Hohen Tatra sind markierte Wege oberhalb der Berghütten vom 1. November bis 31. Mai gesperrt.

Campingplätze

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Ostslowakei, Slowakei

  • Saison: Ganzjährig
  • Restaurant/Brötchen
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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in der Ostslowakei

Gehört die Hohe Tatra komplett zur Ostslowakei?

Der überwiegende Teil ja – die slowakische Hohe Tatra liegt vor allem in der Zips im Prešovský kraj, mit bekannten Ausgangspunkten wie Štrbské Pleso und Tatranská Lomnica. Ein kleinerer Teil des Gebirges reicht in die Liptau und gehört damit zur Mittelslowakei.

Was muss ich beim Wandern durch die Schluchten im Slowakischen Paradies beachten?

Schluchten wie Suchá Belá oder der Prielom Hornádu sind Einbahnrouten und werden nur von unten nach oben, gegen den Wasserlauf, begangen; an den Leitern und Stegen ist ein Zurück kaum möglich. Der Zugang ist kostenpflichtig und die Richtung am Eingang ausgeschildert.

Kann ich im Winter in der Hohen Tatra noch wandern?

Der Winter ist dort reguläre Skisaison, aber viele markierte Höhenwege oberhalb der Berghütten sind vom 1. November bis 31. Mai gesperrt. Für Wanderungen auf den Höhenwegen sind die Sommermonate die verlässlichere Wahl.