Region

Campingplätze in Mitteltransdanubien

Mitteltransdanubien reicht vom Balaton-Nordufer mit Weinbergen bis zum Bakony-Hügelland und Esztergom am Donauknie – drei sehr verschiedene Landschaften.

Überblick

Was du über Camping in Mitteltransdanubien wissen solltest

Mitteltransdanubien, ungarisch Közép-Dunántúl, beginnt am Nordufer des Balaton und reicht über das Bakony-Hügelland bis zum Donauknie bei Esztergom. Am See prägen Hügel, Weinberge und vulkanische Kegelberge das Bild, historisch gewachsen als Weinregion seit der Römerzeit, während das gegenüberliegende Südufer flach ist und vor allem für seine Ferienorte bekannt ist. Die einzige Halbinsel im Balaton, Tihany, trägt eine 1055 gegründete Benediktinerabtei mit der Krypta König Andreas I. und zwei durch Vulkanismus entstandene Seen, von denen der Belső-tó höher liegt als der Balaton; sie wurde 1952 zum ersten Naturschutzgebiet Ungarns erklärt.

Landeinwärts liegt das waldige Karstgebirge des Bakony mit der alten Bischofsstadt Veszprém, die den Beinamen „Stadt der Königinnen“ trägt, seit der Papst 1216 das Recht der Veszprémer Bischöfe bestätigte, die ungarischen Königinnen zu krönen. Bei Székesfehérvár wurden bis 1526 nach gängiger Zählung 37 ungarische Könige gekrönt und ein Teil von ihnen dort bestattet, bevor die Stadt diese Rolle verlor. Nahebei liegt mit dem flachen, sehr warmen Velencei-tó ein zweiter, deutlich kleinerer See. Ganz im Norden der Region macht die Donau bei Esztergom ihre große Biegung: Hier stand einst die erste Hauptstadt Ungarns, und die heutige Basilika gilt als größte Kirche des Landes.

Für Camper heißt das: Wer den Balaton sucht, findet am Nordufer zwischen Balatonfüred, Tihany und dem Tapolca-Becken eine hügeligere, weinbaugeprägte Alternative zum flachen Südufer. Der Velencei-tó bietet dieselbe Wasserlage in ruhigerer, budapestnäherer Form, und Esztergom am Donauknie eröffnet eine ganz andere, historische Perspektive auf die Region.

Highlights

  • Die Halbinsel Tihany ragt als einzige Landzunge in den Balaton hinein und trägt eine 1055 gegründete Benediktinerabtei mit der Krypta König Andreas I. sowie zwei durch Vulkanismus entstandene Seen, von denen der Belső-tó höher liegt als der Balaton.
  • Im Tapolca-Becken stehen vulkanische Zeugenberge aus Basalt wie der Badacsony, dessen Weinberge bis in die Römerzeit zurückreichen.
  • Veszprém trägt den Beinamen „Stadt der Königinnen“, seit der Papst 1216 das Recht der dortigen Bischöfe bestätigte, die ungarischen Königinnen zu krönen.
  • In Esztergom am Donauknie steht die Basilika, die als größte Kirche Ungarns gilt – an der Stelle, an der einst die erste Hauptstadt des Landes lag.

Beste Reisezeit

Am Balaton liegt die Hauptsaison wie im ganzen Land im Sommer, wenn Baden im Vordergrund steht. Am hügeligeren Nordufer machen Weinorte und Wanderwege im Balaton-Oberland und im Bakony auch Frühling und Herbst reizvoll, wenn es am See selbst ruhiger wird. Der flache Velencei-tó zählt zu den wärmsten Seen des Landes.

Camping vor Ort

Am Balaton-Nordufer zwischen Balatonfüred, Tihany und dem Tapolca-Becken mit dem Weinberg Badacsony wird das Wasser schneller tief, die Umgebung ist hügelig und historisch geprägt – ein Gegensatz zum flachen Südufer auf der anderen Seite des Sees. Der kleinere, sehr flache und warme Velencei-tó bei Székesfehérvár liegt auf halber Strecke zwischen Balaton und Budapest und wirkt ruhiger als der große See. Esztergom am Donauknie eröffnet eine dritte, ganz andere Perspektive: Camping am Fluss statt am See, mit der Basilika und der Geschichte der ersten ungarischen Hauptstadt im Hintergrund. Das bewaldete Bakony-Hügelland dazwischen ist eher Ausflugsland mit Burgen, Karst und der Bischofsstadt Veszprém als eine eigene Wasserlandschaft.

Anreise & Planung

Ungarn hat eine rein elektronische Vignette, die e-matrica – es gibt keine Klebemarke fürs Fenster, kontrolliert wird per Kamera über das Kennzeichen. Man löst sie vor der Fahrt online oder an Tankstellen, wahlweise für zehn Tage, einen Monat oder ein Jahr; für einzelne Landkreise gibt es günstigere regionale Vignetten. Der Preis richtet sich nach der Fahrzeugklasse. Wohnmobile über 3,5 Tonnen brauchen seit 2026 ebenfalls eine Vignette statt der früheren streckenabhängigen Maut.

Regeln & gut zu wissen

Freies Übernachten außerhalb von Camping- und Stellplätzen ist in Ungarn nicht erlaubt und kann Bußgeld kosten – rund um den Balaton wird das streng kontrolliert, also plant man besser feste Plätze ein. In Budapest kann die Stadt bei schlechter Luft vorübergehend Fahrverbote für ältere Fahrzeuge verhängen; wer in die Innenstadt will, prüft das am besten kurz vorher.

Campingplätze

Alle Campingplätze in Mitteltransdanubien

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Badacsony Camping

Mitteltransdanubien, Ungarn

  • Saison: Saisonbetrieb
  • 60 Stellplätze
  • Direkt am See
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Delta Camping

Mitteltransdanubien, Ungarn

  • Saison: Saisonbetrieb
  • Strom
  • WLAN
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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Mitteltransdanubien

Was unterscheidet das Balaton-Nordufer campingmäßig vom Südufer?

Das Nordufer ist hügeliger und historisch als Weinregion geprägt, mit vulkanischen Kegelbergen wie dem Badacsony, und das Wasser wird schneller tief. Das gegenüberliegende Südufer ist flach und vor allem für seine Ferienorte bekannt.

Lohnt sich ein Ausflug auf die Halbinsel Tihany?

Ja: Die Benediktinerabtei stammt von 1055, in der Krypta liegt König András I. begraben, und auf der Halbinsel liegen mit Belső-tó und Külső-tó zwei durch Vulkanismus entstandene Seen, von denen der Belső-tó höher liegt als der Balaton. Tihany war 1952 das erste Naturschutzgebiet Ungarns.

Was hat der Velencei-tó mit dem Balaton zu tun?

Direkt nichts – der Velencei-tó ist ein eigenständiger See, deutlich kleiner und flacher als der Balaton. Er liegt bei Székesfehérvár auf halber Strecke zwischen dem Balaton-Nordufer und Budapest und zählt zu den wärmsten Seen des Landes.