Region

Campingplätze in Nordungarn

Nordungarn ist Ungarns Bergland: Kékes und Mátra, das Karstgebirge Bükk, die Weinregion Tokaj-Hegyalja und der Aggteleker Höhlenkarst prägen die Region.

Überblick

Was du über Camping in Nordungarn wissen solltest

Nordungarn, ungarisch Észak-Magyarország, ist der Gegenentwurf zum flachen Bild, das viele mit Ungarn verbinden: Hier liegt mit dem 1.014 Meter hohen Kékes im Mátra-Gebirge der höchste Berg des Landes, dazu das waldreiche Kalksteingebirge Bükk mit Höhlen und Hochplateau sowie der Aggteleker Karst, dessen Höhlensysteme sich bis auf slowakisches Gebiet fortsetzen und der gemeinsam mit dem Slowakischen Karst als grenzüberschreitendes UNESCO-Weltnaturerbe gilt. Die Region grenzt im Norden an die Slowakei und reicht von Nógrád über Heves bis Borsod-Abaúj-Zemplén.

Ebenso prägend ist der Wein: Tokaj-Hegyalja ist seit 2002 UNESCO-Weltkulturerbe, eine historische Weinlandschaft, in der auf rund 5.800 Hektar ausschließlich weiße Reben wachsen und der süße Tokajer Aszú in tiefen Lösskellern reift. Dazu gehört auch die Barockstadt Eger mit ihrer Burg und dem Weintal Szépasszony-völgy, wo knapp 200 in vulkanischen Tuff gegrabene Keller liegen. Im Komitat Nógrád liegt mit Hollókő ein weiteres UNESCO-Dorf: ein originalgetreu wiederaufgebautes Palozen-Dorf mit traditioneller Architektur.

Wer hier campt, campt zwischen Wald, Karst und Weinberg statt am Wasser: Plätze liegen im Bükk-Bergland rund um Szilvásvárad, in den Weinorten um Eger und Tokaj oder in den Tälern des Mátra. Der Aggteleker Karst im äußersten Norden, nahe der slowakischen Grenze, ist mit seinen Höhlensystemen ein eigener Teilraum der Region. Selbst das ungarische Thermalthema zeigt hier eine eigene Form: Das Höhlenbad von Miskolctapolca ist teilweise in eine natürliche Höhle gebaut.

Highlights

  • Der Kékes im Mátra-Gebirge ist mit 1.014 Metern der höchste Berg Ungarns.
  • Der Bükk ist Ungarns höchstgelegenes Kalksteinmittelgebirge, fast vollständig bewaldet und geprägt von Karsthöhlen, Dolinen und einem weiten Hochplateau.
  • Die Weinregion Tokaj-Hegyalja ist seit 2002 UNESCO-Weltkulturerbe: Auf rund 5.800 Hektar wachsen ausschließlich weiße Reben, aus denen der süße Tokajer Aszú entsteht, der in den zahlreichen Lösskellern der Region reift.
  • Im Aggteleker Karst lässt sich die über 20 Kilometer lange Baradla-Höhle besuchen – ausschließlich im Rahmen geführter Touren; das Höhlensystem ist gemeinsam mit dem Slowakischen Karst UNESCO-Weltnaturerbe.

Beste Reisezeit

Am angenehmsten für Wanderungen in Bükk und Mátra sowie für Kellerbesuche in Tokaj und Eger sind Frühling, Frühsommer und der frühe Herbst; im Herbst kommt die Weinlese-Zeit hinzu, in der in den Weinorten zusätzlich Betrieb herrscht. Die geführten Höhlentouren im Aggteleker Karst finden ganzjährig statt, sodass dieser Teil der Region auch außerhalb der wärmsten Monate ein Ziel bleibt.

Camping vor Ort

Nordungarns Campinglandschaft liegt im Bükk-Bergland um Szilvásvárad zwischen Wald, Karst und Nationalpark-Umfeld; in den Weinorten von Eger und Tokaj-Hegyalja, wo Kellerbesuch und Weinlandschaft im Vordergrund stehen; sowie im Mátra-Gebirge rund um den Kékes, wo Wandern und die Höhenlage zählen. Der Aggteleker Karst im äußersten Norden ist mit den geführten Touren durch die Baradla-Höhle ein weiterer Teilraum der Region. Wer Seebadeurlaub sucht, findet den hier nicht – die Region trägt sich über Berge, Wald, Karst und Wein, nicht über einen See.

Anreise & Planung

Ungarn hat eine rein elektronische Vignette, die e-matrica – es gibt keine Klebemarke fürs Fenster, kontrolliert wird per Kamera über das Kennzeichen. Man löst sie vor der Fahrt online oder an Tankstellen, wahlweise für zehn Tage, einen Monat oder ein Jahr; für einzelne Landkreise gibt es günstigere regionale Vignetten. Der Preis richtet sich nach der Fahrzeugklasse. Wohnmobile über 3,5 Tonnen brauchen seit 2026 ebenfalls eine Vignette statt der früheren streckenabhängigen Maut.

Regeln & gut zu wissen

Freies Übernachten außerhalb von Camping- und Stellplätzen ist in Ungarn nicht erlaubt und kann Bußgeld kosten – rund um den Balaton wird das streng kontrolliert, also plant man besser feste Plätze ein. In Budapest kann die Stadt bei schlechter Luft vorübergehend Fahrverbote für ältere Fahrzeuge verhängen; wer in die Innenstadt will, prüft das am besten kurz vorher.

Campingplätze

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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Nordungarn

Muss man die Baradla-Höhle im Aggteleker Karst mit einer Führung besuchen?

Ja. Ein eigenständiger Besuch ist laut Nationalparkverwaltung nicht vorgesehen – die Höhle wird ganzjährig ausschließlich im Rahmen geführter Touren erkundet, von kurzen Routen bis zu mehrstündigen Höhlentouren für Geübte.

Ist Nordungarn eine Region für Seencamping?

Nein. Die Region trägt sich über Berge, Wald, Karst und Wein – Kékes, Mátra, Bükk, Tokaj und Eger prägen das Bild, ein großer See gehört nicht dazu.

Wann lohnt sich ein Besuch der Weinorte Tokaj und Eger am meisten?

Frühling, Frühsommer und der frühe Herbst eignen sich gut für Kellerbesuche und Weinlandschaft; im Herbst kommt zusätzlich die Weinlese-Zeit hinzu, in der in Tokaj und Eger besonders viel los ist.