Österreich kann auf dem Weg nach Slowenien, Kroatien oder Italien 2026 zur entscheidenden Etappe werden.

Viele Routen führen über stark belastete Autobahnen: die A10 Tauern Autobahn, die A11 Karawanken Autobahn, die A9 Pyhrn Autobahn, die A2 Süd Autobahn oder die A13 Brenner Autobahn. Für Wohnmobile, Wohnwagen-Gespanne und voll beladene Campervans sind die Baustellen in Österreich 2026 deshalb nicht nur ein Thema für die Fahrzeit. Engere Spuren, Baustellenbereiche vor Tunneln, Streckenmautstellen und starker Ferienverkehr können eine Etappe deutlich anstrengender machen.

Stand: 6. Juni 2026. Bauphasen, Nachtsperren und Verkehrsführungen können sich kurzfristig ändern. Vor der Fahrt sollten wir die aktuelle Lage immer bei ASFINAG Verkehrsmeldungen, in der ASFINAG Baustelleninfo und beim ÖAMTC Verkehrsservice prüfen.
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Überblick: Diese Strecken in Österreich solltet ihr 2026 prüfen

Für Reisen nach Slowenien, Kroatien und Italien sind 2026 vor allem fünf österreichische Achsen wichtig: die Tauernroute über A10 und A11, die Pyhrnroute über die A9, die Südautobahn A2, die Brennerroute über A12 und A13 sowie einzelne Zubringerstrecken rund um Salzburg, Graz, Villach und Innsbruck.

Die größten Verzögerungen entstehen nicht immer an der längsten Baustelle. Mit Wohnwagen oder Wohnmobil reichen manchmal schon verengte Spuren, Gegenverkehrsbereiche, Baustellen vor Tunneln oder volle Rastanlagen, damit die Etappe unruhig wird. Deshalb sollten wir vor der Abfahrt nicht nur die Kilometer vergleichen, sondern auch prüfen, welche Baustellen auf der gewählten Strecke liegen.

StreckeTypische ReisezieleWichtige Punkte 2026Hinweis für Camper
A10 / A11 Tauern und KarawankenSlowenien, Kroatien, Istrien, Kvarner, NorddalmatienBrentenbergtunnel, Unterflurtrasse St. Andrä, KarawankentunnelBesonders vor Wochenenden und Rückreisetagen prüfen.
A9 Pyhrn AutobahnMaribor, Zagreb, Kroatien über SpielfeldMautern–Traboch, Webling–Schwarzlsee, zeitweise Arbeiten in TunnelbereichenWichtige Alternative zur Tauernroute, aber nicht automatisch entspannter.
A2 Süd AutobahnGraz, Klagenfurt, Villach, Italien, Slowenien über KarawankenTunnelkette Pack, Gleisdorf, Griffen–Völkermarkt, Klagenfurt-OstAuf mehreren Abschnitten laufen längerfristige Arbeiten.
A13 Brenner / A12 InntalSüdtirol, Gardasee, Adria in ItalienLuegbrücke, A12-Baustellen im Inntal, starker FerienverkehrFür Reisemobile über 3,5 Tonnen besonders genau auf die Beschilderung achten.
B179 Fernpass und weitere AusweichstreckenItalien über Tirol, Ausweichroute zur BrennerachseKeine Autobahn, aber oft stark belastetMit Gespann nicht ungeprüft als schnelle Ausweichroute einplanen.

Routen in den Süden: Welche Autobahn passt zu welchem Ziel?

Wer aus Süddeutschland über Salzburg kommt, fährt häufig über die A10 Tauern Autobahn Richtung Villach und weiter über die A11 durch den Karawankentunnel nach Slowenien. Diese Strecke passt oft für Slowenien, Istrien, Kvarner und viele Ziele in Nord- und Mitteldalmatien. Sie führt aber über mehrere klassische Engstellen im Alpenverkehr.

Wer aus Ostösterreich, Oberösterreich oder über Passau und Wels kommt, nutzt oft die A9 Pyhrn Autobahn über Graz bis Spielfeld. Diese Strecke führt direkt zur slowenischen A1 Richtung Maribor und weiter Richtung Zagreb oder kroatische Küste. 2026 laufen auf der A9 mehrere Arbeiten, besonders in der Steiermark.

Für Italien ist die Brennerroute über die A12 und A13 weiterhin eine der wichtigsten Verbindungen. 2026 bleibt die Luegbrücke auf der A13 ein zentraler Punkt. Wer Richtung Südtirol, Gardasee, Toskana oder obere Adria fährt, sollte deshalb nicht nur die Verkehrslage in Italien prüfen, sondern auch die Baustellen und Fahrkalender auf österreichischer Seite.

Für Kärnten, Friaul, Tarvis, Grado oder die Weiterfahrt nach Slowenien spielt außerdem die A2 Süd Autobahn eine große Rolle. Sie verbindet Graz, Klagenfurt und Villach und liegt auf mehreren Routen, die Wohnmobile und Wohnwagen-Gespanne in Richtung Süden nutzen.

A10 Tauern Autobahn: Salzburg, Werfen, St. Andrä und Villach

Die A10 Tauern Autobahn ist eine der wichtigsten Strecken für Reisen nach Kärnten, Slowenien und Kroatien. 2026 stehen dort mehrere Baustellen und Arbeiten im Vordergrund, die je nach Reisetag vor allem im Zusammenspiel mit Ferienverkehr spürbar werden können.

Beim Brentenbergtunnel bei Werfen laufen nach einem Lkw-Unfall mit Brand Sanierungsarbeiten. Nach Angaben der ASFINAG zum Brentenbergtunnel ist die Richtungsfahrbahn Salzburg betroffen. Bis Ende Juni 2026 sind immer wieder nächtliche Ableitungen vorgesehen, bei denen der Verkehr zwischen dem Knoten Pongau und Paß Lueg über die B159 geführt wird. Für die Hinfahrt in den Süden ist dieser Abschnitt weniger kritisch als für Rückreisen Richtung Salzburg und Deutschland, sollte aber trotzdem vor der Abfahrt geprüft werden.

Ein weiterer längerfristiger Baupunkt liegt bei der Unterflurtrasse St. Andrä auf der A10. Dort wird das Bauwerk neu errichtet, gleichzeitig werden Fahrbahn und Seebachbrücke saniert. Die Arbeiten laufen laut ASFINAG-Projektseite St. Andrä bis Sommer 2028. Für Camper bedeutet das: Der Abschnitt bleibt über mehrere Reisesaisonen ein Punkt, den wir nicht erst während der Fahrt beachten sollten.

Zusätzlich bleibt die A10 auch ohne große Vollsperre eine empfindliche Strecke. Tauern- und Katschbergbereich, Streckenmaut, dichter Lkw-Verkehr, viele Reisende mit Wohnwagen und volle Rastplätze treffen hier aufeinander. An starken Wochenenden ist es deshalb sinnvoll, Pausen vor den bekannten Engstellen zu planen und die Tagesetappe nicht zu knapp zu legen.


A11 Karawanken Autobahn: Tunnel Richtung Slowenien

Die A11 Karawanken Autobahn ist für viele Fahrten nach Slowenien und Kroatien der letzte österreichische Abschnitt vor der Grenze. 2026 hat sich dort viel verändert: Die neue Tunnelröhre ist fertig, die alte Röhre wird saniert.

Die ASFINAG beschreibt auf der Projektseite zum Karawankentunnel, dass die zweite Tunnelröhre Mitte März 2026 fertiggestellt wurde. Die Generalsanierung der Bestandsröhre hat im Frühjahr 2026 begonnen und soll bis Mitte 2029 dauern. Bis zur Gesamtfertigstellung bleibt der Tunnel deshalb ein Abschnitt, bei dem wir mit geänderter Verkehrsführung und Gegenverkehr rechnen müssen.

Für Wohnwagen und Wohnmobile ist der Karawankentunnel besonders wichtig, weil sich Verzögerungen dort schnell auf die weitere Tagesplanung auswirken. Nach dem Tunnel folgen in Slowenien je nach Route weitere Punkte: die A2 Richtung Ljubljana, die A1 Richtung Koper oder die Weiterfahrt nach Kroatien über Obrežje beziehungsweise Richtung Istrien.

Wer spät am Tag fährt, sollte die Ankunftszeit am Campingplatz realistisch prüfen. Ein Stau am Karawankentunnel, eine Baustelle in Slowenien und ein weiterer Grenz- oder Mautpunkt können zusammen aus einer geplanten Etappe einen langen Reisetag machen.


A9 Pyhrn Autobahn: Route über Graz und Spielfeld

Die A9 Pyhrn Autobahn ist eine wichtige Route Richtung Slowenien und Kroatien. Sie führt vom Knoten Voralpenkreuz über die Steiermark nach Graz und weiter bis Spielfeld an der slowenischen Grenze. Für Reisen nach Maribor, Zagreb, Plitvice oder Dalmatien kann diese Strecke gut passen.

Zwischen Mautern und Traboch laufen 2026 Sanierungsarbeiten auf einem knapp zehn Kilometer langen Abschnitt. Laut ASFINAG zu Mautern–Traboch werden Fahrbahn, Brücken und Lärmschutz erneuert. Das Projekt läuft in mehreren Bauphasen bis 2029. Für den Sommer wurden die Bauphasen so geplant, dass zwei Fahrstreifen je Richtung verfügbar sein sollen. Trotzdem bleibt der Bereich durch geänderte Verkehrsführung und Baustellenbetrieb aufmerksamkeitsintensiv.

Südlich von Graz wird der Abschnitt zwischen Graz-Webling und Schwarzlsee generalsaniert. Nach Angaben der ASFINAG zu Webling–Schwarzlsee bleiben während der Arbeiten die Fahrstreifen erhalten. Gleichzeitig gilt dort ein niedrigeres Tempolimit, dessen Einhaltung überwacht wird. Der ÖAMTC weist ebenfalls darauf hin, dass dieser Abschnitt stark befahren ist und die Arbeiten bis in den Herbst beziehungsweise November hinein relevant bleiben.

Für Wohnwagen-Gespanne ist die A9 damit nicht automatisch schwieriger als die Tauernroute. Sie ist aber 2026 keine Route, die wir ohne Blick auf Baustellen, Tunnel, Mautstellen und Reiseverkehr wählen sollten. Wenn die A10 stark belastet ist, kann die A9 eine sinnvolle Alternative sein. Wenn gleichzeitig rund um Graz oder auf der slowenischen A1 viel Verkehr ist, kann der Vorteil wieder kleiner werden.

Praktisch für Gespanne: Auf der A9 gibt es mehrere Tunnel- und Mautabschnitte. Wir prüfen deshalb vor der Fahrt nicht nur Stau, sondern auch Streckenmaut, Rastplätze und die aktuelle Verkehrsführung rund um Graz.


A2 Süd Autobahn: Pack, Gleisdorf, Klagenfurt und Völkermarkt

Die A2 Süd Autobahn betrifft mehrere typische Urlaubsrouten: von Wien und Graz nach Kärnten, weiter nach Italien über Villach oder nach Slowenien über die A11. 2026 gibt es auf der A2 mehrere Bauabschnitte, die für lange Süd-Etappen wichtig sind.

Ein großes Projekt ist die Generalerneuerung der Tunnelkette Pack. Die ASFINAG-Projektseite zur Tunnelkette Pack nennt einen rund elf Kilometer langen Abschnitt zwischen Mooskirchen und Packsattel. Die Arbeiten laufen bis Ende 2029. In der ersten Bauphase wird am Herzogbergtunnel in Fahrtrichtung Italien gearbeitet. Der Verkehr wird über die Richtungsfahrbahn Wien geführt, mit einem Fahrstreifen je Richtung und Tempolimit.

Auch der Abschnitt Gleisdorf West–Gleisdorf Süd bleibt 2026 relevant. Die ASFINAG zur A2 bei Gleisdorf beschreibt die finale Bauphase bis Ende 2026 auf der Richtungsfahrbahn Wien. Grundsätzlich sollen dort jeweils zwei Fahrstreifen pro Richtung verfügbar bleiben. Trotzdem gilt: Baustellenverkehr, geänderte Spurführung und viele Pendler machen den Abschnitt besonders rund um Graz nicht beliebig entspannt.

In Kärnten laufen auf der A2 außerdem Arbeiten zwischen Griffen und Völkermarkt-Ost. Nach der ASFINAG-Mitteilung zu Griffen–Völkermarkt-Ost werden 2026 auf der Richtungsfahrbahn Italien unter anderem Brücken, Fahrbahn und Lärmschutz saniert. Das Projekt soll Anfang Juli 2026 abgeschlossen werden.

Rund um Klagenfurt betrifft die A2 zudem die Unterflurtrassen Haidach, Reigersdorf sowie Farchern-Ost und Farchern-West. Laut ASFINAG zu den Unterflurtrassen bei Klagenfurt laufen zunächst Vorarbeiten und Wochenendarbeiten an der Anschlussstelle Klagenfurt-Ost. Nach den Sommerferien beginnen die Hauptarbeiten, die bis Herbst 2028 umgesetzt werden sollen.

Für Camper bedeutet das: Die A2 bleibt gut nutzbar, aber wir sollten besonders zwischen Graz, Pack, Klagenfurt und Villach nicht nur nach Navi-Zeit planen. Mehrere kürzere Baustellen können zusammen spürbar werden, vor allem wenn dahinter noch die A10, A11, Italien oder Slowenien folgen.


A13 Brenner und A12 Inntal: Wichtig für Italien

Für Reisen nach Italien ist die Brennerroute 2026 besonders zu prüfen. Das betrifft vor allem die A13 Brenner Autobahn und die Luegbrücke südlich von Innsbruck. Wer Richtung Südtirol, Gardasee, Toskana oder Adria fährt, sollte den Brenner nicht nur als Mautstrecke, sondern auch als Baustellenabschnitt betrachten.

Auf der ASFINAG-Seite zur Luegbrücke wird die Verkehrsführung genau erklärt: Seit 1. Jänner 2025 ist die Brücke im Regelbetrieb einspurig je Richtung befahrbar. An stark belasteten Tagen kann temporär eine zweispurige Verkehrsführung eingerichtet werden. Dann müssen Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, darunter auch schwere Wohnmobile, auf die linke innere Spur. Pkw und Wohnwagen-Gespanne können laut ASFINAG beide Fahrspuren nutzen.

Das ist für Camper wichtig, weil die Beschilderung auf der A13 nicht nur für Lkw gilt. Wer mit einem Wohnmobil über 3,5 Tonnen unterwegs ist, sollte die Hinweise früh lesen und sich rechtzeitig einordnen. Mit Wohnwagen-Gespann bleibt die Situation einfacher, trotzdem können Spurwechsel, Mautstelle und dichter Reiseverkehr für Stress sorgen.

Auch die A12 Inntal Autobahn vor dem Brenner sollte geprüft werden. Die ASFINAG Baustelleninfo nennt 2026 mehrere Arbeiten im Inntal, unter anderem in Bereichen wie Kundl/Radfeld, Terfens/Wattens und Mötz. Nicht jede Baustelle ist für normale Wohnmobile oder Gespanne kritisch, aber sie kann bei starkem Reiseverkehr zusätzliche Verzögerungen bringen.

Die Brennerroute ist deshalb weiterhin eine gute Italienverbindung, wenn sie zur Route passt. Sie braucht 2026 aber eine bewusste Planung. Wer an einem Samstag in der Hauptsaison fährt, sollte prüfen, ob Abfahrtszeit, Maut, Pausen und Campingplatz-Check-in zusammenpassen.


Maut, Vignette und Streckenmaut in Österreich

Die Baustellen ändern nichts an der Mautpflicht in Österreich. Für Pkw und Fahrzeuge bis einschließlich 3,5 Tonnen technisch zulässiger Gesamtmasse wird auf Autobahnen und Schnellstraßen in der Regel eine Vignette benötigt. Die offiziellen Preise und Gültigkeiten stehen auf der ASFINAG-Seite zur Vignette.

Für 2026 nennt ASFINAG für Pkw und Kfz bis 3,5 Tonnen unter anderem diese Preise: 1-Tages-Vignette 9,60 Euro, 10-Tages-Vignette 12,80 Euro, 2-Monats-Vignette 32,00 Euro und Jahresvignette 106,80 Euro. Beim Online-Kauf können 1-Tages- und 10-Tages-Vignetten mit sofortiger Gültigkeit gekauft werden. 2-Monats- und Jahresvignetten sind beim Online-Kauf für Verbraucher weiterhin erst ab dem 18. Tag gültig.

Zusätzlich gibt es in Österreich Streckenmautabschnitte. Für die hier genannten Südrouten sind vor allem A10 Tauern/Katschberg, A11 Karawanken, A13 Brenner sowie A9 Bosruck und Gleinalm relevant. Die aktuellen Tarife stehen auf der ASFINAG-Seite zur Streckenmaut und im offiziellen ASFINAG-Mautshop.

StreckenmautabschnittFür welche Route relevant?Preis laut ASFINAG 2026
A10 Tauern/KatschbergSalzburg – Villach – Slowenien/Kroatien/Italien15,00 Euro pro Einzelfahrt
A11 Karawanken Richtung SüdenVillach – Slowenien9,00 Euro pro Einzelfahrt
A13 BrennerInnsbruck – Brenner – Italien12,50 Euro pro Einzelfahrt
A9 BosrucktunnelPyhrnroute Richtung Graz/Spielfeld7,00 Euro pro Einzelfahrt
A9 GleinalmtunnelPyhrnroute Richtung Graz/Spielfeld12,00 Euro pro Einzelfahrt

Wichtig für Gespanne: Die österreichische Vignette bezieht sich bei Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen auf das Zugfahrzeug. Der Wohnwagen bekommt keine eigene Vignette. Bei Wohnmobilen über 3,5 Tonnen gelten andere Regeln und in der Regel die GO-Maut. Das sollte vor der Reise geklärt werden, besonders wenn Streckenmautabschnitte oder mehrere Länder auf der Route liegen.

Planung mit Wohnmobil oder Wohnwagen

Mit Wohnmobil oder Wohnwagen fahren wir durch Baustellen anders als mit einem normalen Pkw. Ein schmaler Fahrstreifen, ein Tunnelbereich mit Gegenverkehr oder eine kurzfristige Nachtumleitung kann mit Gespann deutlich mehr Konzentration verlangen. Dazu kommen längere Bremswege, weniger spontane Spurwechsel und oft ein höherer Pausenbedarf.

Vor der Abfahrt hilft eine einfache Reihenfolge: Zuerst wählen wir die grobe Route, dann prüfen wir die Baustellen, danach Tunnel und Mautstellen, anschließend Rastplätze und Ankunftszeit. Erst danach ist die Fahrzeit im Navi wirklich sinnvoll einzuordnen.

  • ASFINAG-Verkehrslage am Vorabend und am Reisetag prüfen.
  • Bei A10, A11, A9 und A13 zusätzlich Streckenmaut und Mautstellen einplanen.
  • Mit Wohnmobil über 3,5 Tonnen die Regeln zur GO-Maut und zur Luegbrücke prüfen.
  • Bei Wohnwagen keine enge Nebenstrecke ungeprüft als Ausweichroute übernehmen.
  • Pausen vor langen Baustellen- oder Tunnelabschnitten planen.
  • Bei später Ankunft die Check-in-Zeiten des Campingplatzes beachten.

Besonders an Samstagen in der Hauptsaison kann eine Zwischenübernachtung sinnvoll sein. Wer aus Deutschland kommt und nach Kroatien oder Italien weiterfährt, muss nicht jeden Engpass an einem Tag mitnehmen. Eine Etappe bis Salzburg, Kärnten, Steiermark oder Tirol kann die Weiterfahrt deutlich entspannter machen.

Unsere Praxisregel: Wenn auf einer Route Baustelle, Streckenmaut, Tunnel und Ferienverkehr zusammenkommen, planen wir großzügiger. Eine entspannte Ankunft ist mit Camper wichtiger als eine knapp gerechnete Tagesetappe.


Quellen und aktuelle Verkehrslage

Für diesen Überblick wurden offizielle Verkehrs- und Projektseiten genutzt. Da sich Baustellenführungen, Nachtsperren und Rampensperren kurzfristig ändern können, sollten diese Quellen direkt vor der Fahrt noch einmal geöffnet werden.


Fazit: Österreich 2026 mit Puffer fahren

Die Baustellen in Österreich 2026 betreffen mehrere Strecken, die Camper auf dem Weg nach Slowenien, Kroatien oder Italien nutzen. Besonders A10, A11, A9, A2, A13 und A12 sollten vor der Abfahrt geprüft werden.

Die wichtigste Entscheidung ist nicht immer die kürzeste Route. Mit Wohnmobil oder Wohnwagen zählen Baustellenführung, Tunnel, Mautstellen, Rastplätze und Ankunftszeit. Wer die österreichische Etappe bewusst plant, fährt ruhiger weiter nach Slowenien, Kroatien oder Italien.


FAQ zu Baustellen in Österreich 2026

Welche Autobahnen in Österreich sollten Camper 2026 vor der Fahrt in den Süden prüfen?

Wichtig sind vor allem die A10 Tauern Autobahn, die A11 Karawanken Autobahn, die A9 Pyhrn Autobahn, die A2 Süd Autobahn sowie die A12 Inntal Autobahn und die A13 Brenner Autobahn. Welche Strecke relevant ist, hängt davon ab, ob wir nach Slowenien, Kroatien oder Italien fahren.

Was ist 2026 auf der A10 Tauern Autobahn zu beachten?

Auf der A10 sind unter anderem Arbeiten am Brentenbergtunnel bei Werfen und an der Unterflurtrasse St. Andrä relevant. Dazu kommen Reiseverkehr, Streckenmaut und die klassischen Tunnelabschnitte im Tauern- und Katschbergbereich. Vor allem vor Ferienwochenenden und Rückreisetagen sollte die aktuelle Verkehrslage geprüft werden.

Ist der Karawankentunnel 2026 wieder frei befahrbar?

Die neue Röhre des Karawankentunnels wurde 2026 fertiggestellt, gleichzeitig wird die Bestandsröhre saniert. Bis zur Gesamtfertigstellung bleibt der Tunnel ein Abschnitt mit besonderer Verkehrsführung. Wer über die A11 nach Slowenien und Kroatien fährt, sollte den Karawankentunnel kurz vor der Abfahrt prüfen.

Ist die A9 Pyhrn Autobahn eine gute Route nach Kroatien?

Die A9 kann für Kroatien-Reisen sehr gut passen, besonders wenn die Route über Graz, Spielfeld und Maribor führt. 2026 laufen aber Bauarbeiten unter anderem zwischen Mautern und Traboch sowie zwischen Graz-Webling und Schwarzlsee. Die Strecke sollte deshalb mit aktuellen Verkehrsdaten bewertet werden, nicht nur nach Kilometern.

Was müssen Camper 2026 auf der Brennerroute beachten?

Auf der A13 Brenner Autobahn bleibt die Luegbrücke ein wichtiger Punkt. Im Regelbetrieb ist sie seit 2025 einspurig je Richtung. An stark belasteten Tagen kann eine temporäre Zweispurigkeit eingerichtet werden. Schwere Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, darunter auch schwere Wohnmobile, müssen dabei die vorgegebene Spurführung beachten.

Braucht ein Wohnwagen in Österreich eine eigene Vignette?

Nein, bei einem Pkw-Wohnwagen-Gespann zählt für die Vignette das Zugfahrzeug. Der Wohnwagen bekommt keine eigene österreichische Vignette. Wichtig ist, dass das Zugfahrzeug die passende Vignette hat. Für Wohnmobile über 3,5 Tonnen gelten andere Mautregeln.

Welche Streckenmaut ist auf Südrouten durch Österreich wichtig?

Für Reisen in den Süden sind vor allem die A10 Tauern/Katschberg, die A11 Karawanken, die A13 Brenner sowie auf der A9 Bosruck und Gleinalm relevant. Diese Abschnitte kosten zusätzlich zur Vignette beziehungsweise haben eigene Streckenmautregeln. Die aktuellen Preise sollten vor der Fahrt im offiziellen ASFINAG-Mautshop geprüft werden.

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