Camping mit Wohnwagen im Herbst: unsere besten Tipps

Camping mit Wohnwagen im Herbst: unsere besten Tipps

Du willst im Herbst warm schlafen und das Vorzelt ohne Zugluft genießen? Hier zeigen wir, was in unserem Wohnwagen wirklich funktioniert hat – Schritt für Schritt.


Hier kommt die goldene Jahreszeit – und mit ihr ganz neue Camping-Rituale. Camping mit Wohnwagen im Herbst fühlt sich an wie ein zweiter, ruhiger Sommer: tagsüber Sonne am See, nachts plötzlich 10 °C im Wagen.

Wir zeigen dir, wie du dich perfekt auf den Herbst einstellst. Lust auf warme Nächte und klare Morgen? Dann lies weiter.

Anfangsschwierigkeiten beim Camping im Herbst

Der Sommer war Schweißperlen auf der Stirn, Flipflops und Mitternachtssnacks draußen vor dem Vorzelt. Der Herbst? Eine andere Welt.

Auf unserem ersten Camping mit Wohnwagen im Herbst wurden die Abende plötzlich knackig, und bei 10 °C nachts merkten wir: Im Wohnwagen kühlt es schneller aus, als man „Gute Nacht“ sagen kann.


Warum wir Camping mit Wohnwagen im Herbst lieben – und was wir gelernt haben

1) Platzwahl: Sonne, Untergrund, kurze Wege

Unsere Erkenntnis im Herbst: Mikroklima schlägt Postkartenblick. Seenähe ist wunderschön, aber morgens oft feucht und kühl. Terrassierte, sonnige Stellplätze wärmen schneller auf. Nach Starkregen haben wir befestigte Flächen (Schotter/Waben) lieben gelernt – kein Matsch, kein Einsinken.

Pluspunkte: kurze Wege zu Sanitär, Wellness/Indoor-Pool oder Therme in der Nähe.

Unsere Checkpunkte:

  • Öffnungszeiten bis Oktober/November?
  • Sonnenverlauf am Stellplatz (Schatten vs. Herbstsonne)
  • Untergrund (Wiese vs. Schotter) & Entwässerung
  • Ampere am Stromanschluss (6/10/16 A)
  • Schlechtwetter-Option (Sauna, Therme, Hallenbad)

2) Wärme im Wagen: leise, gleichmäßig, sicher

Anfangs hatten wir nur eine kleine Keramik-Stromheizung mit Lüfter. Die war laut – und die Heizleistung so lala. Gas haben wir nie benutzt. Nach den Erfahrungen mit Nächten haben wir umgestellt auf eine Konvektor-Heizung mit drei Stufen.

Seitdem heizt der Wagen angenehm gleichmäßig – und ja, im Vorzelt funktioniert sie ebenfalls, sofern erlaubt und mit Köpfchen genutzt. Zusätzlich haben wir das Vorzelt mit einer Bodenschürze abgedichtet, damit es nicht zieht.

Eine gute Decke im Bett, Extradecken fürs Vorzelt und lange Kleidung (Pullover, lange Jogginghose für den Chill-Modus) wurden Standard. Und wenn’s regnet, ist eine dichte Regenjacke Gold wert. So konnten wir herbstwarme Tage und heizwarme Nächte perfekt verbinden.

So machen wir’s jetzt:

  • Konvektor als Hauptwärme; Lüftergerät nur kurz zum „Anschubsen“.
  • Türen/Schubladen nicht zu dicht bestücken – Luftzirkulation hilft gegen kalte Ecken.
  • Stoßlüften (3–5 min) morgens/abends gegen Kondenswasser.
  • Feuer-Melder, falls es doch ein Problem mit der Heizung gibt

Bonus: Eine Fußbodenheizung (Folie): Wenn’s draußen kalt ist, lieben wir eine dünne Heizfolie mit Thermostat im Laufbereich: gleichmäßige Strahlwärme und merklich weniger „kalter Boden“.


3) Strombudget ohne Fluchen

Im Sommer sind uns Heizung, Wasserkocher & Co. egal gewesen. Im Herbst zählt Lastmanagement. Wir schalten leistungsstarke Verbraucher nacheinander: erst Heizen, dann Herd/AirFryer, dann Föhn. Mit 6 A wird’s eng, 10–16 A sind entspannt.

Mini-Liste (so vermeiden wir Sicherungs-Bingo):

  • CEE-Kabel 2,5 mm² & geprüfte Trommel
  • Heizen + Herd/AirFryer nicht gleichzeitig
  • Geräte-Wattzahlen notieren (Tape am Schrank)
  • Bei 6 A: Heizen auf niedriger Stufe, Kochen auf Gas/Spiritus (falls vorhanden) oder zeitlich trennen

4) Vorzelt: gemütlich statt zugig

Im Sommer ist das Vorzelt Wohnzimmer. Im Herbst wurde es erst zum Kältebringer – bis wir zwei Dinge getan haben: Bodenschürze montiert (zieht nicht) und Decken bereitgelegt. Wenn wir dort heizen, dann nur elektrisch, kipp- & überhitzungsgesichert, niedrige Stufe. Kurz lüften, kein „Sauna-Vorzelt“.

Unser Vorzelt-Setup:

  • Bodenschürze / Windblende
  • Isolierunterlage + Teppich gegen Bodenkälte
  • LED-Lichterkette & Kuscheldecken fürs Chill-Gefühl

Wichtig: Keine offenen Flammen/Verbrenner im (Vor)zelt. Sicherheit > Gemütlichkeit.


5) Kleidung: Zwiebelprinzip, aber gemütlich

Was wir beim Camping mit Wohnwagen im Herbst immer dabeihaben:

  • Baselayer (Merino/Synthetik), darüber Fleece/Softshell
  • Dichte Regenjacke mit Kapuze; ggf. Regenhose
  • Pullover & lange Jogginghose fürs Chillen
  • Mütze, Handschuhe, warme Socken
  • Wasserdichte, griffige Herbstschuhe (Gore-Tex)
  • Für abends: Daunenweste oder dicker Hoodie

6) Schlafkomfort: Wärme, die bleibt

Nichts ist schlimmer als frieren im Bett. Unsere Lösung: warme Decke (bzw. Winterbettdecke), Wärmflasche und kurz vor dem Schlafen auf mittlerer Heizstufe vorwärmen.


7) Wasser, Küche & kleine Komforttricks

  • Wir kochen elektrisch, aber warm essen ist Pflicht – Eintöpfe, One-Pot-Pasta, Chili.
  • Feuchte im Griff: Nasse Jacken nicht im Schlafraum aufhängen; dafür ist das Vorzelt da.
  • Kondens-Killer: Schränke nicht bis zur Wand vollstopfen, Luftspalt lassen.
  • Stimmung schlägt Temperatur: Lichterkette, gute Musik – macht mehr aus als +2 °C.
  • Entfeuchter nutzen.

Unsere Praxis-Checklisten

Vor Abfahrt (Herbst-Edition)

  • Platz geöffnet? Ampere geklärt (6/10/16 A)?
  • Konvektor-Heizung + Verlängerung/CEE-Kabel ok?
  • Bodenschürze, Heringe, Sturmbänder, Ersatzleinen
  • Feuer-Melder/CO-Melder funktionsfähig
  • Regenjacke, warme Decken, Wärmflasche
  • Taschenlampe/Stirnlampe (frühe Dämmerung)

Vorzelt-Routine

  • Abdichten (Schürze), Boden isolieren
  • Heizen nur elektrisch, niedrig & sicher
  • Regelmäßig lüften
  • Decken in eine Kiste griffbereit

Strom-Routine

  • Geräte nacheinander, nicht parallel
  • Heizen runter, wenn gekocht/geföhnt wird
  • Watt-Notiz am Schrank (spart Nerven)

Hilfreiche Gadgets fürs Camping mit Wohnwagen im Herbst


Häufige Fragen zu Camping mit Wohnwagen im Herbst

Reicht eine kleine Lüfterheizung?

Für Übergangsmomente ja, zum Durchwärmen eher nein. Uns war sie zu laut und zu punktuell. Der Schritt zum Konvektor hat den Unterschied gemacht.

Dürfen wir das Vorzelt heizen?

Kommt auf den Platz an. Wenn erlaubt: nur elektrische, geprüfte Geräte auf niedriger Stufe, niemals Verbrenner/Flamme, regelmäßig lüften und nie unbeaufsichtigt laufen lassen.

Was tun gegen Kondenswasser?

Morgens/abends stoßlüften, Heizung nicht komplett aus, Luftzirkulation freihalten, nasse Kleidung ins Vorzelt. Ein kleines Entfeuchter-Granulat kann helfen.

Welche Kleidung hat sich bewährt?

Zwiebelprinzip: Baselayer + Fleece/Softshell + Regenjacke. Fürs Chillen: Pullover und lange Jogginghose. Dazu Mütze und warme Socken.

Wir nutzen kein Gas – geht das im Herbst?

Ja, wenn der Platz ausreichend Ampere bietet und ihr Lasten klug verteilt. Wir fahren mit Konvektor sehr gut – kochen elektrisch, aber nie alles gleichzeitig.

Wie bleibt es im Bett warm?

Winterdecke, Wärmflasche, kurz vor dem Schlafen vorheizen. Morgens gemütlich mit Stufe 1 starten.


Fazit

Camping mit Wohnwagen im Herbst ist nicht einfach „Sommer in kalt“. Es ist neues Timing, neues Setup und neue Rituale. Mit Konvektor-Heizung (3 Stufen), abgedichtetem Vorzelt, warmen Decken und smarter Kleidung wird’s zum Lieblings-Kapitel nach der Hochsaison – mit ruhigen Plätzen, klarer Luft und diesem besonderen Licht, das man nur im Herbst bekommt.

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