Was kostet ein Wohnwagenurlaub wirklich? Unser Kassensturz aus 17 Nächten im Jahr 2025 lag bei rund 2.462 € Gesamtkosten für zwei Personen. Darin enthalten sind Campingplätze, Verpflegung, Restaurantbesuche, Maut, Vignette, Fähre und Sprit. Umgerechnet waren das etwa 145 € pro Reisetag für zwei Personen.
Wichtig ist die Einordnung: Das ist kein allgemeiner Durchschnittspreis für Campingurlaub, sondern unser echtes Beispiel mit drei Campingplätzen, mehreren Ländern, einer Fährfahrt nach Cres und einer Mischung aus Selbstverpflegung und Restaurantbesuchen. Deine Kosten können deutlich niedriger oder höher liegen – je nach Saison, Reiseziel, Platzkategorie und Reisestil.
Kurz gesagt: Die größten Kostenblöcke waren bei uns Campingplätze (ca. 1.070 €), Verpflegung (815 €) und An-/Abreise (577 €). Am meisten sparen kannst du bei Platzwahl, Reisezeit, Selbstverpflegung, Fahrstrecke und Fähren/Maut.
Inhalt
Unser Wohnwagenurlaub 2025: die Eckdaten
Damit die Zahlen nachvollziehbar bleiben, hier zuerst der Rahmen unserer Reise. Wir waren mit Wohnwagen und Auto unterwegs, haben auf drei Campingplätzen übernachtet und sind bis nach Kroatien weitergereist.
| Reisedauer | 17 Nächte |
|---|---|
| Personen | 2 Erwachsene |
| Reisejahr | 2025 |
| Campingplätze | Zicksee, Sulmsee, Camping Čikat auf Mali Lošinj |
| Reisestil | Mischung aus Selbstverpflegung, Restaurant, mehreren Etappen und Fährfahrt |
| Gesamtkosten | ca. 2.462 € |
| Kosten pro Reisetag | ca. 145 € für 2 Personen |
Gerade dieser Mix ist wichtig: Wer nur einen günstigen Platz in der Nebensaison anfährt und viel selbst kocht, kommt deutlich günstiger weg. Wer in der Hochsaison direkt am Meer steht, oft essen geht und Fähren nutzt, landet schnell darüber.
Campingplätze: 17 Nächte, 3 Orte, rund 1.070 Euro
Für die Campingplätze haben wir insgesamt rund 1.070 € bezahlt. Das entspricht etwa 63 € pro Nacht für zwei Personen inklusive Stellplatz. Der Durchschnitt wird stark durch Camping Čikat auf Mali Lošinj nach oben gezogen, weil der Platz direkt am Meer liegt und deutlich mehr Infrastruktur bietet.
KI-GrafikCampingideen für später speichern
Nimm Guides, Tipps und Reiseideen in deiner App mit auf den Campingtrip.

Unsere Route führte uns zu drei verschiedenen Campingplätzen:
- Camping Zicksee im Burgenland: 4 Nächte, gesamt 126 € (31,50 € pro Nacht)
- Camping Sulmsee in der Steiermark: 4 Nächte, gesamt 180 € (45 € pro Nacht)
- Camping Čikat auf Mali Lošinj: 9 Nächte, ca. 760 € (rund 84 € pro Nacht)
Čikat war mit Abstand der teuerste Platz, aber auch direkt am Meer, groß, gut ausgestattet und mit viel Infrastruktur. Sulmsee war ruhiger und günstiger, Zicksee sehr einfach, naturnah und preislich deutlich niedriger.

Unsere Einordnung: Die Platzkosten hängen extrem von Lage und Saison ab. Ein Platz am Meer in Kroatien ist mit einem einfachen Naturplatz im Inland kaum vergleichbar. Für deine Planung solltest du deshalb nie nur mit einem einzigen Durchschnittswert rechnen.
Campingplatz-Kosten mit Wohnwagen: diese Extras entscheiden den Endpreis
Bei den Campingplatz-Kosten mit Wohnwagen zählt nicht nur der reine Parzellenpreis. Der Endpreis steigt oft durch Nebenkosten, die bei der ersten Kalkulation übersehen werden.
- Strom: pauschal oder nach kWh abgerechnet
- Kurtaxe: häufig pro Person und Nacht
- Duschen oder Warmwasser: je nach Platz inklusive oder extra
- Haustier: oft eigene Tagespauschale
- Lagezuschläge: Meerblick, erste Reihe, Premium-Parzelle, größere Stellplätze
- Zusatzleistungen: Waschmaschine, Trockner, CamperClean, Mietkühlschrank, Reservierungsgebühr
Genau deshalb lohnt es sich, bei der Buchung nicht nur die Übersichtsseite zu lesen, sondern den finalen Warenkorb oder die Preisliste mit allen Nebenkosten zu prüfen. Eine scheinbar günstige Nacht kann mit Strom, Kurtaxe und Lagezuschlag deutlich teurer werden.
Verpflegung: Selbst kochen lohnt sich
Bei der Verpflegung liegt einer der größten Sparhebel. Wer jeden Abend essen geht, merkt das Budget schnell. Wer einfache Gerichte selbst kocht und Restaurantbesuche bewusst auswählt, kann deutlich günstiger reisen, ohne schlecht zu essen.

Unsere Verpflegungskosten lagen insgesamt bei 815 €:
- Lebensmitteleinkäufe vor dem Urlaub: 170 €
- Einkäufe unterwegs: ca. 300 €
- Restaurantbesuche: 345 € für 8 Restaurantbesuche für 2 Personen
Damit lagen wir bei rund 48 € pro Tag für Essen und Trinken für zwei Personen. Das ist nicht extrem sparsam, aber deutlich kontrollierter als tägliches Essen im Restaurant.

Besonders in Kroatien merkt man, dass Restaurantbesuche je nach Lage schnell teuer werden können. Wir haben oft selbst gekocht – mit Airfryer, Grill und einfacher Campingküche. So konnten wir sparen und trotzdem gut essen.

Ein kleiner Tipp: Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis, Gewürze, Kaffee oder haltbare Basics kannst du gut von zuhause mitnehmen. Frische Sachen kaufen wir lieber vor Ort. Gerade Fischmarkt, Gemüsestand oder Discounter können günstiger sein als der Shop direkt am Campingplatz.

An- und Abreise: Maut, Vignette, Sprit und Fähre
Die An- und Abreise ist beim Wohnwagenurlaub ein eigener Kostenblock. Gerade wenn mehrere Länder, Autobahnen, Mautstrecken und Fähren dazukommen, reicht es nicht, nur den Campingplatzpreis zu betrachten.
- Slowenien-Vignette (1 Monat): 32 €
- Maut Kroatien hin und zurück: 64 €
- Fähre auf die Insel Cres hin und zurück: 136 €
- Spritkosten: ca. 345 € bei ungefähr 1,50 €/Liter

Gesamt Reisekosten: 577 €. Allein der Sprit war ein großer Brocken, weil der Verbrauch mit Wohnwagen spürbar höher ist als solo mit dem Auto.
Noch ein Spartipp: Wer langsamer reist, weniger Ortswechsel einplant und nicht jeden Tag neue Strecken fährt, spart automatisch bei Sprit und Maut. Bei längeren Reisen lohnt sich außerdem ein Blick auf Tankpreise entlang der Route – besonders in Grenzregionen.
Unser Kassensturz stammt aus Belegen, die wir unterwegs gesammelt haben – im Nachhinein bekommt man die Zahlen kaum noch zusammen. Wer die Reisekosten während der Fahrt mitschreibt, hat beim nächsten Mal eine belastbare Grundlage statt eines Bauchgefühls.
Gesamtkosten: unser 17-Nächte-Kassensturz
| Kategorie | Kosten gesamt | Umgerechnet pro Reisetag |
|---|---|---|
| Campingplätze | ca. 1.070 € | ca. 63 € |
| Verpflegung | 815 € | ca. 48 € |
| An-/Abreise | 577 € | nicht sinnvoll pro Nacht vergleichbar |
| Gesamt | 2.462 € | ca. 145 € |
Für 17 Nächte macht das rund 145 € pro Reisetag für zwei Personen, also etwa 72,50 € pro Person und Tag. Das ist kein Low-Budget-Urlaub, aber für eine Reise mit mehreren Plätzen, Küstenlage, Fähre, Restaurantbesuchen und viel Flexibilität für uns nachvollziehbar.
Der wichtigste Punkt: Camping ist nicht automatisch billig. Es kann günstig sein, wenn du Nebensaison, einfache Plätze, kurze Strecken und viel Selbstverpflegung kombinierst. Es kann aber auch schnell teuer werden, wenn du Premiumplätze am Meer buchst, oft essen gehst und viele Kilometer fährst.
Für uns bleibt der größte Vorteil nicht nur der Preis, sondern die Art zu reisen: eigenes Bett, eigene Küche, flexible Route, keine Kofferlogistik und jederzeit die Möglichkeit, den Tagesrhythmus selbst zu bestimmen.
Was kostet ein Wohnwagenurlaub je Reisestil?
Für deine eigene Planung ist ein einzelner Durchschnittswert wenig hilfreich. Besser ist es, in drei Reisestilen zu denken: sparsam, ausgewogen und komfortabel.
| Reisestil | Typische Merkmale | Worauf du achten solltest |
|---|---|---|
| Sparsam | Nebensaison, einfache Plätze, viel Selbstverpflegung, kurze Fahrstrecken | Platzkosten, Discounter, wenige Ortswechsel, Rabattkarten |
| Ausgewogen | Gemischte Platzkategorien, gelegentlich Restaurant, moderate Strecken | Gute Balance aus Komfort und Kontrolle der Tageskosten |
| Komfortabel | Top-Lage, Meerblick, häufig Restaurant, Fähren, viele Ausflüge | Premium-Parzellen, Zusatzkosten, Kraftstoff, Maut und Restaurantbudget |
Unser Beispiel liegt irgendwo zwischen ausgewogen und komfortabel: Wir hatten günstige Plätze dabei, aber auch einen teuren Küstenplatz, Fähre, viele Kilometer und mehrere Restaurantbesuche.
Planungsregel: Rechne Campingplatz, Verpflegung und Anreise getrennt. So siehst du schneller, ob dein Budget durch teure Plätze, zu viele Restaurantbesuche oder die Strecke belastet wird.
Tagesbudget nach Reiseziel grob planen
Preise schwanken je nach Land, Saison, Lage und Platzstandard deutlich. Für eine grobe Planung hilft es, Reiseziel und Platztyp getrennt zu betrachten.
| Reiseziel / Platztyp | Was meist günstiger ist | Was den Preis erhöht |
|---|---|---|
| Inland / Naturplätze | einfache Ausstattung, Nebensaison, weniger Lagezuschlag | Wellness, Seezugang, neue Sanitäranlagen |
| Österreich / Seenregionen | kleinere Plätze abseits der Top-Lagen | direkter Seezugang, Ferienzeiten, Komfortplätze |
| Kroatien / Küste | hintere Reihen, Nebensaison, kleinere Plätze | erste Reihe am Meer, große Resorts, Inseln, Fähren |
| Italien / Gardasee & Adria | Randzeiten, kleinere Plätze, Plätze etwas abseits | Poollandschaft, Animation, direkte Strandlage, Hauptsaison |
Anreisekosten solltest du immer separat rechnen. Ein günstiger Platz kann durch lange Strecke, Maut und Fähre am Ende teurer werden als ein etwas teurerer Platz näher an zuhause.
So kannst du beim Wohnwagenurlaub sparen
Viele Einsparungen fühlen sich nicht nach Verzicht an, sondern nach besserer Planung. Diese Punkte haben aus unserer Sicht den größten Effekt:
- Nebensaison nutzen: Plätze sind oft günstiger, leerer und entspannter.
- Nicht immer erste Reihe buchen: Ein Platz eine Reihe weiter hinten kann viel günstiger und ruhiger sein.
- Selbst kochen: Gerade bei zwei Personen summieren sich Restaurantbesuche schnell.
- Weniger Ortswechsel: Spart Sprit, Maut, Check-in-Stress und manchmal Reservierungsgebühren.
- Route vorher prüfen: Fähren, Tunnel und Mautstrecken bewusst einplanen.
- Stromverbrauch kennen: Klimaanlage, Elektrogrill, Airfryer und Heizung können je nach Abrechnung spürbar kosten.
- Camping-Shops meiden, wenn es geht: Kleine Nachkäufe am Platz sind praktisch, aber selten günstig.
Am Ende geht es nicht darum, jeden Euro zu drücken. Entscheidend ist, dass du vorher weißt, wo dein Geld hingeht – und welche Ausgaben dir den Urlaub wirklich wert sind.
FAQ: Wohnwagenurlaub & Kosten
Ist Camping günstiger als Hotel?
Oft ja, aber nicht automatisch. Ein einfacher Campingplatz in der Nebensaison ist meist deutlich günstiger als Hotel plus Restaurant. Ein großer Küstenplatz mit Pool, Premium-Parzelle und häufigen Restaurantbesuchen kann dagegen schnell teuer werden.
Wo kann man bei einem Campingurlaub am meisten sparen?
Die größten Sparhebel sind Reisezeit, Platzwahl, Verpflegung und Strecke. Nebensaison, kleinere Plätze, Selbstverpflegung und weniger Ortswechsel senken die Kosten spürbar.
Was sind unterschätzte Kosten beim Wohnwagenurlaub?
Häufig unterschätzt werden Maut, Fähren, höherer Spritverbrauch mit Wohnwagen, Strom, Kurtaxe, Waschmaschine, Camping-Shops, Restaurantbesuche und Nachkäufe von Dingen, die man vergessen hat.
Wie viel Strom verbraucht man auf dem Campingplatz – und was kostet das?
Das hängt stark vom Setup ab. Kühlschrank, Licht und Ladegeräte verbrauchen wenig. Klimaanlage, Elektroheizung, Wasserkocher, Airfryer oder Elektrogrill treiben den Verbrauch deutlich hoch. Prüfe vor Ort, ob Strom pauschal oder nach kWh abgerechnet wird.
Wo spare ich am meisten bei der Platzwahl?
Am meisten sparst du oft durch Nebensaison, kleinere Plätze, Parzellen ohne Premium-Lage und etwas Abstand zur ersten Reihe am Meer oder See. Auch Rabattkarten können in der Nebensaison helfen.
Wie kalkuliere ich einen Wohnwagenurlaub realistisch?
Rechne getrennt nach Campingplatz, Verpflegung, Anreise und Extras. Danach kannst du sehen, ob eher der Platz, die Strecke oder dein Restaurantbudget den größten Kostenblock ausmacht.
Warum ist Wohnwagenurlaub nicht automatisch günstig?
Weil neben dem Stellplatz viele variable Kosten dazukommen: Sprit, Maut, Fähre, Strom, Restaurant, Ausflüge und Ausstattung. Besonders Küstenplätze in der Hauptsaison können teuer sein.
Fazit: Wohnwagenurlaub ehrlich kalkulieren
Was kostet ein Wohnwagenurlaub? In unserem Beispiel waren es rund 2.462 € für 17 Nächte mit zwei Personen, also etwa 145 € pro Reisetag. Der Betrag setzt sich aus Campingplätzen, Verpflegung und An-/Abreise zusammen – und zeigt gut, wie stark Platzwahl, Restaurantbesuche, Maut, Fähre und Sprit ins Gewicht fallen.
Ein Wohnwagenurlaub kann günstig sein, muss es aber nicht. Wer Nebensaison, einfache Plätze, kurze Strecken und Selbstverpflegung kombiniert, reist deutlich günstiger. Wer direkt am Meer steht, Fähren nutzt und oft essen geht, zahlt mehr – bekommt dafür aber auch Lage, Komfort und Erlebniswert.
Für uns war der Urlaub jeden Euro wert. Die wichtigste Erkenntnis bleibt trotzdem: Ehrlich planen ist halb gespart. Wenn du die großen Kostenblöcke vorher kennst, kannst du bewusst entscheiden, wo du sparen willst – und wo nicht.
Weitere Infos
Falls dir unser Artikel „Was kostet ein Wohnwagenurlaub wirklich?“ geholfen hat, schau dir auch unseren Artikel zu Spartipps auf Mali Lošinj an sowie unsere ausführlichen Berichte zu den Campingplätzen Zicksee, Sulmsee und Čikat.
Für die Kostenplanung unterwegs passt außerdem unser Guide zu Maut und Vignette mit Wohnwagen.
KI-generiertes SymbolbildDranbleiben
Mehr Campingideen, Checks und Reiseerfahrungen findest du auch auf Instagram und Pinterest.