Region

Campingplätze in Flandern

Flandern: Nordseeküste mit Kusttram, Kunststädte Brügge, Gent und Antwerpen, dazu Flämische Ardennen und Kempen – ein Camping-Überblick für Belgiens Norden.

Überblick

Was du über Camping in Flandern wissen solltest

Flandern – amtlich die Flämische Region, niederländisch Vlaams Gewest – ist der nördliche, niederländischsprachige Landesteil Belgiens: flach, dicht besiedelt, mit rund 6,8 Millionen Einwohnern auf gut 13.600 Quadratkilometern in fünf Provinzen (Westflandern, Ostflandern, Flämisch-Brabant, Antwerpen, Limburg). Brüssel liegt zwar mitten in diesem Gebiet und ist von flämischem Territorium umschlossen, gehört aber als eigene Region mit eigener Regierung weder zu Flandern noch zu Wallonien.

Das Bild ist überwiegend eben: die rund 67 Kilometer lange Nordseeküste von De Panne bis Knokke-Heist, durchgehend von der Kusttram befahren, die als längste Straßenbahnlinie der Welt gilt, dahinter die Kunststädte Brügge, Gent und Antwerpen mit mittelalterlichen Kernen. Brügges Altstadt ist seit 2000 UNESCO-Welterbe, und die Belfriede mehrerer flämischer Städte tragen gemeinsam mit wallonischen und französischen Belfrieden einen eigenen Welterbetitel. Der Hafen Antwerpen-Brügge gilt als zweitgrößter Hafen Europas nach Rotterdam, und Antwerpen selbst bleibt eines der wichtigsten Zentren des weltweiten Diamantenhandels. Zwei Gegenden brechen mit dem flachen Bild: die Flämischen Ardennen im Süden Ostflanderns mit kurzen, steilen Kopfsteinpflaster-Anstiegen wie Oude Kwaremont und dem Muur van Geraardsbergen, zentrale Schauplätze der Flandern-Radklassiker, und die Kempen im Nordosten mit Heide, Kiefernwald und Seen, wo mit dem Nationalpark Hoge Kempen Belgiens einziger Nationalpark liegt. Im äußersten Westen erinnert der Westhoek um Ypern mit der Menenpoort und weiteren Gedenkstätten an den Ersten Weltkrieg.

Highlights

  • Die Kusttram verbindet auf rund 67 Kilometern alle Küstenorte von De Panne bis Knokke-Heist durchgehend – sie gilt als längste Straßenbahnlinie der Welt.
  • Brügges mittelalterlicher Stadtkern ist seit 2000 UNESCO-Welterbe, die Belfriede mehrerer flämischer Städte tragen zusätzlich einen eigenen Welterbetitel.
  • In den Flämischen Ardennen bei Oudenaarde und Geraardsbergen fordern kurze, steile Kopfsteinpflaster-Anstiege wie der Muur van Geraardsbergen die großen Radklassiker heraus.
  • Der Nationalpark Hoge Kempen in der Provinz Limburg (rund 5.750 Hektar, zwischen Genk und der Maas, eröffnet 2006) ist mit Heide und Kiefernwald Belgiens erster und bislang einziger Nationalpark.

Beste Reisezeit

Frühling bis Herbst passt am besten zu Flandern. Die Nordseeküste hat ihre Hochsaison in den Sommerferien, wenn Seebäder und Kusttram am dichtesten besucht sind; Brügge, Gent und Antwerpen sind touristisch ganzjährig gefragt, an Sommerwochenenden aber am vollsten. Für Radtouren auf dem Knotenpunktnetz, durch die Flämischen Ardennen oder in der Kempen eignen sich Frühling und Herbst oft besser als der Hochsommer – milder und mit weniger Andrang an der Küste.

Camping vor Ort

An der Nordseeküste zwischen De Panne und Knokke liegen Plätze mit direktem Anschluss an die Kusttram und kurzen Wegen zu den Seebädern. In der Kempen im Nordosten, zwischen dem Antwerpener Umland und der Provinz Limburg, liegen Plätze oft an Seen, Heide und Kiefernwald, mit dem Nationalpark Hoge Kempen als naturnahem Ausflugsziel. Rund um die Kunststädte Brügge, Gent und Antwerpen eignen sich Plätze als Basis für Städtetouren mit Bahn, Bus oder Straßenbahn in die historischen Zentren. Die Flämischen Ardennen bringen mit ihren Kopfsteinpflaster-Anstiegen ein hügeliges Radterrain ins Bild, der Westhoek um Ypern die Erinnerungslandschaft des Ersten Weltkriegs mit Menenpoort und Soldatenfriedhöfen – beide eigene Reisegründe abseits von Küste und Städten.

Anreise & Planung

Belgien hat keine Autobahn-Vignette und keine allgemeine Pkw-Maut – die Autobahnen sind gebührenfrei (eine allgemeine Maut ist erst ab 2027 im Gespräch). Die einzige heutige Ausnahme ist der Liefkenshoek-Tunnel bei Antwerpen, der eine Gebühr kostet, für hohe Wohnmobile deutlich mehr als für Pkw. Das Land ist klein und die Wege sind kurz; die Grenzen zu den Niederlanden, Deutschland, Luxemburg und Frankreich sind schnell erreicht. In Flandern kommt eine eigene Art der Fortbewegung dazu: das Fahrrad-Knotenpunktnetz, 1995 in der Provinz Limburg erfunden und inzwischen mit rund 16.000 Kilometern über die ganze Region gespannt, sowie die Kusttram, die die gesamte Küste von De Panne bis Knokke-Heist ohne eigenes Auto verbindet.

Regeln & gut zu wissen

In Antwerpen, Gent und Brüssel gelten Umweltzonen (LEZ), die vor allem ältere Diesel aussperren. Wichtig für Reisende von außerhalb: Nicht in Belgien zugelassene Fahrzeuge müssen sich vor der Einfahrt registrieren – das ist kostenlos, sollte aber rechtzeitig erledigt werden. Wildcampen ist verboten, an der Küste und in Flandern besonders streng. Eine einzelne Nacht auf einem Parkplatz wird mancherorts geduldet, solange kein Verbotsschild steht und man sich nicht wie auf dem Campingplatz einrichtet – für alles Weitere ist der offizielle Platz die sichere Wahl. Von den beiden flämischen Umweltzonen liegen Antwerpen und Gent direkt in der Region; eine einmalige kostenlose Registrierung gilt zonenübergreifend für beide Städte.

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Camping Astrid

Flandern, Belgien

  • Saison: Saisonbetrieb
  • Direkt am Meer
  • Hunde erlaubt
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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Flandern

Gehört Brüssel eigentlich zu Flandern?

Nein. Brüssel ist eine eigene der drei belgischen Regionen mit eigener Regierung – auch wenn sie geografisch vollständig von flämischem Gebiet umschlossen liegt, zählt sie weder zu Flandern noch zu Wallonien.

Muss ich mein Wohnmobil für die Umweltzonen in Antwerpen und Gent extra anmelden?

Ja: Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen müssen sich vor der Einfahrt in eine Umweltzone kostenlos registrieren. Die Registrierung gilt zonenübergreifend, deckt also Antwerpen und Gent gemeinsam ab, sobald sie einmal erfolgt ist.

Komme ich an der Küste auch mal ohne das Wohnmobil weiter?

Ja, dafür ist die Kusttram gemacht: Sie fährt durchgehend von De Panne bis Knokke-Heist und verbindet damit alle Küstenorte, ohne dass man umparken muss.