Region

Campingplätze auf Sjælland

Sjælland: Kreidefelsen bei Møn und Stevns, Wikingererbe in Roskilde und ruhige Südküsten auf Lolland und Falster – Camping im Süden Seelands, ohne Kopenhagen.

Überblick

Was du über Camping auf Sjælland wissen solltest

Die Region Sjælland trägt den Namen der Insel, auf der sie liegt, deckt aber nicht die ganze Insel ab: Sie umfasst den Süden und Westen von Seeland (dänisch: Sjælland) sowie die vorgelagerten Inseln Lolland, Falster und Møn. Kopenhagen und der Norden der Insel gehören zur eigenen Region Hovedstaden – wer hier unterwegs ist, bewegt sich also im ländlicheren, ruhigeren Teil Seelands, nicht in dessen Hauptstadtumland.

Zwei Kreideküsten prägen das Bild der Region. Møns Klint auf der Insel Møn erreicht bis zu 128 Meter Höhe und wurde erst im Juli 2025 als bislang jüngste dänische Stätte in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen, weil sie besonders anschaulich zeigt, wie eiszeitliche Gletscher die Landschaft verformt haben; Møns Klint und das benachbarte Nyord sind zudem seit 2017 als erster Dark-Sky-Park Skandinaviens mit Gold-Status für die Sternenbeobachtung ausgezeichnet. Die 15 Kilometer lange Steilküste von Stevns Klint, ebenfalls Weltnaturerbe, zeigt in einer dünnen Gesteinsschicht die Spuren des Meteoriteneinschlags, der vor 66 Millionen Jahren die Dinosaurier aussterben ließ. Im Norden der Region liegt Roskilde am Fjord: der backsteingotische Dom, seit 1995 Weltkulturerbe und Grablege der dänischen Könige, und das Wikingerschiffsmuseum mit rund tausend Jahre alten geborgenen Wikingerschiffen machen die Stadt zum kulturellen Gegenpol zu den Küsten im Süden.

Rund um Møn und die Südküste Seelands mit Stevns und Rødvig dominieren Kreidefelsen und offene Ostseeblicke; auf Falster zieht sich am Marielyst-Strand rund 20 Kilometer feiner, flach abfallender Sand entlang, der vielen als einer der schönsten Strände Dänemarks gilt – das benachbarte Lolland daneben ist deutlich ruhiger. Vestsjælland im Westen bringt Küste, kleinere vorgelagerte Inseln wie Orø sowie Wander- und Radwege mit, während das Fjordland um Roskilde eher am ruhigen Fjord und im Nationalpark Skjoldungernes Land liegt als am offenen Meer.

Auf Lolland wird zudem gerade die feste Fehmarnbelt-Querung nach Deutschland gebaut, die künftig die heutige Autofähre zwischen Rødbyhavn und Puttgarden ersetzen soll – bis dahin bleibt diese Fähre die direkte Verbindung Richtung Süden.

Highlights

  • Møns Klint an der Ostküste Møns wurde erst im Juli 2025 als bislang jüngste dänische Stätte in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen – ihre bis zu 128 Meter hohen Kreidefelsen gelten als eines der anschaulichsten Beispiele dafür, wie eiszeitliche Gletscher eine Landschaft verformt haben.
  • Stevns Klint, seit 2014 Weltnaturerbe, zeigt in einer dünnen, iridiumreichen Gesteinsschicht die Spuren des Meteoriteneinschlags, der vor 66 Millionen Jahren das Massenaussterben der Dinosaurier auslöste.
  • In Roskilde liegen der seit 1995 zum Weltkulturerbe zählende gotische Backsteindom mit den Grabstätten der dänischen Könige und das Wikingerschiffsmuseum mit rund tausend Jahre alten geborgenen Wikingerschiffen nur wenige Gehminuten auseinander.
  • Der Marielyst-Strand auf Falster zieht sich über rund 20 Kilometer feinen, flach abfallenden Sand und gilt vielen als einer der schönsten Strände Dänemarks.

Beste Reisezeit

Die Ostsee vor Sjælland erwärmt sich nur langsam; die wärmsten und stabilsten Wassertemperaturen gibt es im Juli und August, wenn zugleich die dänischen Sommerferien für den stärksten Reiseverkehr sorgen und es an bekannten Badestränden wie Marielyst am vollsten wird. Mai, Juni und September sind an der Küste milder und ruhiger und passen gut zu Wanderungen an den Kreideküsten von Møn und Stevns oder zu Radtouren in Vestsjælland, auch wenn das Wasser dann kühler ist. Wer die Fjordlage um Roskilde oder die kulturellen Ziele der Region sucht, ist ohnehin weniger an warmes Badewetter gebunden als an den offenen Südstränden.

Camping vor Ort

Südseeland und Møn tragen die Kreidefelsen-Kulisse: Plätze bei Rødvig, Vemmetofte oder auf Møn selbst passen zu allen, die Wandern an der Steilküste, Sternenbeobachtung im Dark-Sky-Park und kurze Wege zu Møns Klint und Stevns Klint suchen. Falster mit Marielyst ist die familienfreundliche Badeseite mit langem, flach abfallendem Sandstrand; Lolland direkt nebenan ist ruhiger – wer es abseits belebter Strandorte mag, findet das eher hier als auf Falster. Vestsjælland im Westen mit seiner Küste zu kleineren Inseln wie Orø passt zu Radfahrern und Wanderern, denen es weniger um Sehenswürdigkeiten als um Landschaft geht. Rund um Roskilde und den Nationalpark Skjoldungernes Land liegt das Fjordland: ruhigeres Wasser, Wikingergeschichte statt Ostseebrandung und die kürzesten Wege zu Kultur und Museen der Region.

Anreise & Planung

Dänemark hat keine Autobahnmaut und keine Vignette — die Autobahnen sind kostenfrei. Gebührenpflichtig sind nur zwei Brücken: die Storebælt-Brücke zwischen Fünen und Seeland und die Öresund-Brücke nach Schweden; die Höhe richtet sich nach der Fahrzeuglänge und man zahlt vor Ort oder online. Umweltzonen gibt es in Kopenhagen, Aarhus, Aalborg und Odense, sie betreffen aber nur ältere Dieselfahrzeuge — Benziner und die meisten Wohnmobile bis 3,5 Tonnen sind praktisch nicht eingeschränkt, eine Registrierung ist nicht nötig. Die großen Inseln Fünen und Seeland sind über Brücken angebunden; Bornholm und viele der kleineren Inseln erreicht man per Fähre. Wer aus Jütland oder von Fünen kommt, überquert die Storebælt-Brücke und erreicht Sjælland bei Korsør in Vestsjælland. Aus Deutschland führt die direkte Route über Lolland: Zwischen Rødbyhavn und Puttgarden verkehrt die Autofähre von Scandlines, während direkt daneben der feste Fehmarnbelt-Tunnel gebaut wird; seine Eröffnung wurde mehrfach verschoben und wird nach aktuellem Stand nicht vor 2031, die Bahnanbindung nicht vor 2032 erwartet, sodass die Fähre bis dahin die Verbindung bleibt.

Regeln & gut zu wissen

Wildcampen und freies Stehen sind in Dänemark grundsätzlich verboten, auch mit dem Wohnmobil, und werden mit Bußgeldern geahndet. Als legale Alternative gibt es ein gut ausgebautes Netz ausgewiesener Naturlagerplätze und einfacher Shelter-Hütten; über die offizielle Plattform udinaturen.dk findet man mehr als tausend solcher Plätze im ganzen Land, mit klaren Regeln dazu, wo übernachtet und wo Feuer gemacht werden darf. Offenes Feuer im Wald ist sonst tabu. Am unkompliziertesten übernachtet man auf den offiziellen Campingplätzen.

Campingplätze

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Bildsø Camping

Sjælland, Dänemark

  • Saison: Saisonbetrieb
  • Direkt am Meer
  • Hunde erlaubt
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FAQ

Häufige Fragen zu Camping auf Sjælland

Gehört Kopenhagen zur Region Sjælland?

Nein. Kopenhagen und der Norden der Insel Seeland gehören zur eigenen Region Hovedstaden. Die Region Sjælland deckt nur den Süden und Westen der Insel sowie Lolland, Falster und Møn ab – für einen Städtetrip nach Kopenhagen braucht es also einen eigenen Programmpunkt außerhalb dieser Region.

Kann ich mit dem Wohnmobil schon durch den Fehmarnbelt-Tunnel nach Deutschland fahren?

Noch nicht. Die feste Fehmarnbelt-Querung zwischen Rødbyhavn auf Lolland und Puttgarden ist im Bau, ihre Eröffnung wurde mehrfach verschoben und wird nach aktuellem Stand nicht vor 2031 erwartet. Bis dahin führt die Route über die Autofähre von Scandlines, alternativ weiter nördlich über die Storebælt-Brücke.

Worin unterscheiden sich Møns Klint und Stevns Klint?

Beide sind Kreideküsten und UNESCO-Welterbe, aber aus unterschiedlichen Gründen: Møns Klint ist seit Juli 2025 gelistet, weil sie vorbildlich zeigt, wie eiszeitliche Gletscher die Landschaft verformt haben; Stevns Klint ist bereits seit 2014 Welterbe, weil eine einzelne dünne Gesteinsschicht in der Steilküste den Meteoriteneinschlag dokumentiert, der vor 66 Millionen Jahren zum Aussterben der Dinosaurier führte.