Region

Campingplätze in Hessen

Campingplätze in Hessen: von den Stauseen um den Edersee über die Lahn als Kanufluss und die Höhen von Vogelsberg und Rhön bis in den milden Süden am Odenwald.

Überblick

Was du über Camping in Hessen wissen solltest

Hessen liegt mitten in Deutschland und ist vor allem grünes Mittelgebirgsland: Wald bedeckt gut zwei Fünftel der Fläche, eine Küste oder ein Hochgebirge gibt es nicht, und der höchste Punkt ist mit der Wasserkuppe ein sanfter Gipfel in der Rhön. Von Norden nach Süden fügt sich eine Landschaft an die nächste — das Waldecker Land mit dem Edersee im Norden, die weiten Hochflächen von Vogelsberg und Rhön in der Mitte, Taunus und Odenwald im milderen Süden. Dazwischen prägen die Flusstäler von Lahn, Fulda und Werra das Bild, im Südwesten reift im Rheingau am Rhein der Wein. Nur im Zentrum durchbricht Frankfurt mit dem Rhein-Main-Gebiet das viele Grün als dichter Ballungsraum.

Beim Camping ist Hessen entsprechend ein Land der Stauseen, Wälder und Flusstäler statt der Strände. Das meiste Wasser liegt an den großen Stauseen im Nordwesten — allen voran der Edersee, dazu Diemelsee und Twistesee —, denn natürliche Seen kennt das Land kaum. Die Lahn ist einer der beliebtesten Kanuflüsse Deutschlands, und an ihr wie im Wesertal ganz im Norden liegen ruhige Plätze am Fluss. In den Höhen von Vogelsberg und Rhön geht es naturnah und still zu, während Bergstraße und Odenwald im Süden mit milderem Klima und Weinorten locken. Die Auswahl ist ordentlich groß und über das ganze Land verteilt; viele Plätze öffnen früh im Jahr und bleiben bis in den Herbst, einige das ganze Jahr.

Highlights

  • Waldecker Land und Edersee: Rund um den größten See Hessens und die kleineren Stauseen im Nordwesten liegen die wasserreichsten Campingufer des Landes, eingebettet in Wald und Naturpark.
  • Lahntal und der Norden am Fluss: Die Lahn zählt zu Deutschlands beliebtesten Kanuflüssen; an ihr und im Wesertal ganz im Norden liegen ruhige Plätze direkt am Wasser.
  • Vogelsberg und Rhön: Weite, waldreiche Hochflächen in der Mitte und im Osten — mit der Wasserkuppe als höchstem Punkt Hessens — stehen für naturnahes, ruhiges Camping.
  • Taunus, Odenwald und Bergstraße: Die Mittelgebirge im Süden bringen mildes Klima und Weinorte, mit dem Rheingau am Rhein in Reichweite.

Beste Reisezeit

Camping in Hessen ist vor allem etwas für die warme Jahreshälfte, vom Frühjahr bis in den Herbst. Ein großer Teil der Plätze macht schon im April auf und bleibt bis in den Oktober — Frühling und Herbst sind in den Mittelgebirgen echte Reisezeiten, mit klarer Luft und ruhigeren Plätzen. Der Hochsommer passt gut an die Stauseen und in den milderen Süden um Bergstraße und Odenwald; in den Höhen von Vogelsberg und Rhön bleibt es auch dann eher frisch. Ein Teil der Plätze hat ganzjährig geöffnet.

Camping vor Ort

Camping in Hessen heißt Mittelgebirge, Wald und Wasser an Flüssen und Stauseen — nicht Meer und nicht Hochgebirge. Im Norden liegen mit dem Edersee und den kleineren Stauseen die wasserreichsten Ufer des Landes, dazu ruhige Waldplätze im Waldecker Land und an der Oberweser. Wer lieber am fließenden Wasser steht, reiht sich an der Lahn unter die Kanufahrer ein und findet dort Plätze direkt am Ufer. In der Mitte sorgen Vogelsberg und Rhön für naturnahe, ruhige Höhenplätze, während der Süden mit Bergstraße, Odenwald und dem Rheingau am Rhein milder und weinnah ausklingt. Das verbindende Motiv ist das Grüne: Fast überall campt man im Wald oder am Wasser, selten weit von einem Fluss oder Stausee entfernt.

Anreise & Planung

Für Pkw und Wohnmobile gibt es in Deutschland keine allgemeine Autobahnmaut — auch die Lkw-Maut gilt nicht für Wohnmobile mit Wohneinrichtung, selbst über 3,5 Tonnen. Separat zahlen muss man nur an einzelnen privat betriebenen Tunneln, etwa in Rostock und Lübeck. Auf die Insel Sylt kommt man ausschließlich mit dem Autozug.

Regeln & gut zu wissen

In rund drei Dutzend Umweltzonen ist nur noch die grüne Umweltplakette erlaubt — das gilt auch für Wohnmobile und für im Ausland zugelassene Fahrzeuge; ohne sie droht ein Bußgeld. Ein Jedermannsrecht zum Wildcampen gibt es nicht: Zelten in freier Natur ist grundsätzlich verboten, die Details regeln die Bundesländer unterschiedlich, und in Naturschutzgebieten ist Übernachten immer tabu. Für Wohnmobile ist eine einzelne Nacht auf einem legalen Parkplatz zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit zulässig — aber ohne Campingverhalten, also ohne Stühle, Tisch oder ausgefahrene Markise.

Campingplätze

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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Hessen

Ist Hessen eher See- oder Bergcamping?

Weder ganz das eine noch das andere. Ein Meer gibt es nicht und ein Hochgebirge auch nicht — Hessen ist Mittelgebirgsland. Das Wasser kommt vor allem von den Stauseen im Norden, allen voran dem Edersee, und von Flüssen wie der Lahn. Die Berge sind sanfte, waldreiche Höhen wie Vogelsberg und Rhön, nicht schroffe Gipfel.

Wo liegen in Hessen die Plätze am Wasser?

Natürliche Seen hat Hessen kaum, deshalb bündelt sich das Wasser-Camping an den Stauseen im Nordwesten — der Edersee ist der größte, dazu kommen kleinere Seen wie Diemel- und Twistesee. Wer lieber am fließenden Wasser steht, wird an der Lahn fündig, einem der bekanntesten Kanuflüsse Deutschlands, und im Wesertal ganz im Norden.

Welcher Teil Hessens passt zu mir?

Für Wasser und Wald geht es in den Norden ans Waldecker Land mit dem Edersee, für Kanu und Flussplätze an die Lahn. Wer Ruhe und Höhenluft sucht, ist in Vogelsberg und Rhön richtig. Und wer mildes Klima und Weinorte mag, fährt in den Süden an Bergstraße und Odenwald. Weil das Land nicht besonders groß ist, liegen diese Gegenden oft nur eine überschaubare Fahrt auseinander.