Region

Campingplätze in Sachsen-Anhalt

Campingplätze in Sachsen-Anhalt: der Harz mit dem Brocken, Weinterrassen an Saale und Unstrut, die Elbauen mit Gartenreich und die weite Altmark im Norden.

Überblick

Was du über Camping in Sachsen-Anhalt wissen solltest

Sachsen-Anhalt ist ein Binnenland weiter Ebenen und Flusstäler, das nur an einer Ecke ins Gebirge reicht: Im Südwesten liegt der Harz mit dem Brocken, dem höchsten Berg Norddeutschlands. Durch das Land ziehen große Flüsse – die Elbe mit ihren geschützten Auen und dem Dessau-Wörlitzer Gartenreich, dazu im Süden Saale und Unstrut, wo an sonnigen Terrassen das nördlichste Qualitätsweinanbaugebiet Europas liegt. Ganz im Norden dehnt sich die weite, dünn besiedelte Altmark, während im Zentrum der fruchtbare Lössboden der Magdeburger Börde liegt. Dazu kommt viel Kulturgeschichte auf engem Raum: Luther in Wittenberg, das Bauhaus in Dessau und die Fachwerkaltstadt Quedlinburg zählen alle zum Welterbe.

Für Camper ist die Auswahl mittelgroß und über das ganze Land verteilt. Wasser gibt es an mehreren großen Seen, von denen viele aus gefluteten Braunkohletagebauen entstanden sind, dazu an den Talsperren im Harz und am natürlichen Arendsee in der Altmark. Der Harz ist der klassische Naturraum zum Wandern und für Fahrten mit der dampfbetriebenen Schmalspurbahn, entlang von Elbe und Saale liegt ruhiges Camping am Fluss, und die Altmark ist der stillste, weiteste Teil. Die Hauptsaison fällt in die warmen Monate, während der Harz auch darüber hinaus ein Ziel bleibt.

Highlights

  • Der Harz im Südwesten ist der bekannteste Naturraum des Landes: der Brocken als höchster Berg Norddeutschlands, die dampfende Brockenbahn und das felsige Bodetal, dazu große Talsperren zum Wandern und Baden.
  • Saale-Unstrut im Süden ist das nördlichste Qualitätsweinanbaugebiet Europas – sonnige Weinterrassen über den Flüssen, dazu die Domstadt Naumburg und das Winzerstädtchen Freyburg.
  • Die Elbe und ihre Mittelelbe-Auen bilden ein Biosphärenreservat aus Auwäldern und Flusslandschaft; mittendrin liegt das Dessau-Wörlitzer Gartenreich, ein weitläufiger Landschaftsgarten und Welterbe.
  • Die Altmark im Norden ist weit, flach und dünn besiedelt – stille Natur mit dem klaren Arendsee und alten Hansestädten wie Tangermünde und Stendal.

Beste Reisezeit

Die Hauptcampingzeit reicht etwa von Mai bis September, wenn das Wetter im Binnenland am verlässlichsten ist. Frühling und Frühherbst passen gut zu den Städten, zum Radfahren an Elbe und Saale und zur Weinlese im Süden, ohne dass es voll wird. Im Sommer sind die Badeseen am gefragtesten. Der Harz ist der einzige Teil, der auch in der kühlen Jahreszeit lockt – mit Schnee auf dem Brocken und ruhigen Wandertagen.

Camping vor Ort

Camping in Sachsen-Anhalt ist vor allem Fluss-, See- und Mittelgebirgscamping. Der Harz im Südwesten bringt Berge, Wälder, Talsperren und Wanderwege; die weiten Ebenen dazwischen tragen große Seen, viele davon in ehemaligen Tagebauen, sowie ruhige Plätze an Elbe, Saale und Unstrut. Ganz im Norden ist die Altmark der stille, dünn besiedelte Gegenpol. Was die Teile verbindet, ist die Nähe zur Kultur: Von fast überall sind Welterbestätten und alte Städte in kurzer Fahrt erreichbar.

Anreise & Planung

Für Pkw und Wohnmobile gibt es in Deutschland keine allgemeine Autobahnmaut — auch die Lkw-Maut gilt nicht für Wohnmobile mit Wohneinrichtung, selbst über 3,5 Tonnen. Separat zahlen muss man nur an einzelnen privat betriebenen Tunneln, etwa in Rostock und Lübeck. Auf die Insel Sylt kommt man ausschließlich mit dem Autozug.

Regeln & gut zu wissen

In rund drei Dutzend Umweltzonen ist nur noch die grüne Umweltplakette erlaubt — das gilt auch für Wohnmobile und für im Ausland zugelassene Fahrzeuge; ohne sie droht ein Bußgeld. Ein Jedermannsrecht zum Wildcampen gibt es nicht: Zelten in freier Natur ist grundsätzlich verboten, die Details regeln die Bundesländer unterschiedlich, und in Naturschutzgebieten ist Übernachten immer tabu. Für Wohnmobile ist eine einzelne Nacht auf einem legalen Parkplatz zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit zulässig — aber ohne Campingverhalten, also ohne Stühle, Tisch oder ausgefahrene Markise.

Campingplätze

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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Sachsen-Anhalt

Welcher Teil von Sachsen-Anhalt passt zu mir?

Für Berge, Wald und Wandern ist der Harz im Südwesten die erste Wahl. Wer Wein, Flüsse und sonnige Terrassen mag, fährt nach Saale-Unstrut in den Süden. An der Elbe und ihren Auen geht es um ruhiges Flusscamping und Gartenkunst, und die Altmark im Norden ist der stillste, weiteste Teil. Alle vier sind eigene Ziele, nicht nur Beiwerk zum bekannten Harz.

Gibt es Camping am Wasser?

Ja. Neben den Talsperren im Harz sind in den flachen Landesteilen mehrere große Seen entstanden, viele davon durch die Flutung früherer Braunkohletagebaue. Dazu kommen ruhige Ufer an Elbe und Saale sowie der natürliche Arendsee in der Altmark. Für reines Meer- oder Hochgebirgscamping ist das Land dagegen nicht der richtige Ort.

Lässt sich Camping gut mit Kultur verbinden?

Sehr gut. Sachsen-Anhalt hat auffällig viele Welterbestätten dicht beieinander – die Lutherstätten in Wittenberg, das Bauhaus und das Gartenreich in Dessau, die Fachwerkaltstadt Quedlinburg und den Naumburger Dom. Von den meisten Plätzen aus erreicht man mehrere davon als kurzen Tagesausflug.