Region

Campingplätze in Bourgogne-Franche-Comté

Bourgogne-Franche-Comté: Camping zwischen Weinbergen und Kanälen im Westen und den Seen und Wasserfällen des Jura im Osten – eine Binnenregion ohne Küste.

Überblick

Was du über Camping in Bourgogne-Franche-Comté wissen solltest

Bourgogne-Franche-Comté liegt mitten im französischen Landesinneren, ohne eigenen Meerzugang, dafür mit einer 230 Kilometer langen Grenze zur Schweiz im Osten. Die erst 2016 aus Burgund und der Franche-Comté gebildete Region trägt bis heute zwei sehr unterschiedliche Gesichter: im Westen die Weinberge und Kanäle rund um Dijon und Beaune, im Osten das Jura-Gebirge mit Seen, Wasserfällen und Wäldern bis an die Schweizer Grenze. Ebenfalls im Westen, jenseits der Weinberge, liegt der Morvan – ein bewaldetes Mittelgebirge, in dem einer der größten Regionalen Naturparks Frankreichs liegt.

Diese doppelte Herkunft zeigt sich bis heute in vier ganz unterschiedlichen Weltkulturerbestätten, die nebeneinander auf der Liste stehen, jede für ein anderes Jahrhundert und Thema: die als „Climats" bezeichnete Parzellenlandschaft der Burgunder Weinberge samt Altstadt von Dijon; die Saline royale von Arc-et-Senans, 1982 als erste Industrieanlage weltweit zum UNESCO-Welterbe erklärt und 2009 um die Saline von Salins-les-Bains erweitert; Le Corbusiers Wallfahrtskapelle in Ronchamp; und die Vauban-Zitadelle von Besançon.

Camping heißt hier vor allem: Süßwasser statt Salzwasser. Wo andere Regionen Strand bieten, haben Burgund und Franche-Comté Flüsse, Kanäle und Bergseen – den Lac de Chalain und den weitläufigen Stausee Vouglans im Jura, den Lac de Saint-Point weiter nördlich im Doubs, die Grands Lacs des Morvan um Settons und Pannecière, dazu den Canal de Bourgogne, der die Täler von Yonne und Saône für Hausboote und Radfahrer auf dem alten Treidelpfad verbindet.

Highlights

  • Die Jura-Seenwelt aus Lac de Vouglans, Lac de Chalain und den siebenstufigen Cascades du Hérisson bündelt Baden, Wandern und Wassersport auf engem Raum.
  • Die Route des Grands Crus zwischen Dijon und Beaune führt durch die als UNESCO-Welterbe geschützten „Climats"-Weinberge der Côte de Nuits und Côte de Beaune.
  • Der Canal de Bourgogne verbindet die Flusstäler von Yonne und Saône und lässt sich per Hausboot oder auf dem Treidelpfad mit dem Rad erkunden.
  • Die Saline royale von Arc-et-Senans wurde 1982 als erste Industrieanlage weltweit zum UNESCO-Welterbe erklärt, 2009 kam die Saline von Salins-les-Bains als Erweiterung hinzu.

Beste Reisezeit

Die Saison konzentriert sich klar auf die Monate April bis September, mit Juni und September als den am verlässlichsten geöffneten Wochen. Im Hochsommer sind die Plätze an den Jura-Seen und den Grands Lacs des Morvan gefragt und sollten frühzeitig reserviert werden. Mit dem Herbst dünnt das Angebot merklich aus, ganzjährig geöffnete Plätze bleiben die Ausnahme – wer die Weinlese in Burgund oder eine ruhige Kanaltour erleben will, findet dafür deutlich weniger Auswahl vor. Für eine Anreise in den Jura außerhalb der Sommersaison lohnt ein Blick auf die Straßenverhältnisse in der Höhe, dort gilt im Winterhalbjahr vielerorts eine Winterreifenpflicht.

Camping vor Ort

An den Jura-Seen um Vouglans und Chalain campt man direkt am Wasser: Der rund 35 Kilometer lange Stausee Vouglans mit breiter Badenutzung und der Natursee Chalain, größter Natursee des Départements Jura und seit den 1950er-Jahren Camping- und Erholungsgebiet, sind die klassische Wahl für Familien, die Baden direkt vor der Haustür wollen. Nicht weit davon, im Loue-Tal und im Jura-Vorland, liegt eine zweite Gruppe ruhigerer Plätze an kleineren Flüssen, eine gute Basis für alle, die zwischen Wandern und Radtouren im Jura lieber abseits des Seetrubels campen. An der Côte de Beaune zwischen Beaune, Meursault und Santenay campt man mitten in den Weinbergen der Route des Grands Crus, näher an den Winzerdörfern als am Wasser – eine naheliegende Basis für Weintouren und Ausflüge nach Dijon. Um Cluny und das Mâconnais im Süd-Burgund wird die Landschaft hügeliger und ländlicher, mit einer überschaubaren Auswahl an ruhigen Plätzen im Charolais-Rinderland. Der Morvan mit seinen eigenen Seen bei Settons und Pannecière bietet eigenständiges Natur- und Wasser-Camping mitten im Wald, ideal für Kanu und Ruhe abseits der großen Routen. Im Nordosten, um Belfort und das teichreiche Vorland der Vogesen bei Ronchamp, ist die Auswahl ähnlich klein wie an der Côte de Beaune und im Süd-Burgund – wer diese Ecke wählt, sucht bewusst Abgeschiedenheit.

Anreise & Planung

Die meisten Autobahnen sind streckenabhängig mautpflichtig (péage): Man zieht ein Ticket und zahlt bei der Abfahrt. Die Mautklasse richtet sich nach Höhe, Gewicht und Achszahl, deshalb zahlen hohe und schwere Wohnmobile deutlich mehr als ein Pkw. Immer mehr Strecken sind schrankenlos (Free-Flow) und werden binnen 72 Stunden online über das Kennzeichen bezahlt. Für die Umweltzonen (ZFE) mehrerer großer Städte ist die fahrzeuggebundene Crit'Air-Plakette Pflicht, auch für ausländische Fahrzeuge samt Wohnmobil; sie wird online bestellt, also mit etwas Vorlauf planen. Korsika ist nur per Fähre mit dem Fahrzeug erreichbar — ab Toulon, Marseille und Nizza oder von Italien aus, in der Hochsaison sind die Überfahrten oft ausgebucht. Auch Dijon führt 2026 auf den Hauptachsen der Metropole eine eigene Umweltzone ein, zunächst vor allem für Fahrzeuge ohne oder mit niedriger Crit'Air-Einstufung.

Regeln & gut zu wissen

Wildcampen („camping sauvage") ist in Frankreich stark eingeschränkt und an Stränden, Dünen und der gesamten Küste sowie in Schutzgebieten grundsätzlich verboten, mit Bußgeldern ab 135 Euro. Reines Übernachten im Fahrzeug ist dabei etwas anderes als „Camping-Verhalten" mit Tisch, Stühlen und Markise. Am einfachsten und sichersten übernachtet man auf offiziellen Plätzen, dazu zählen auch die günstigen kommunalen „campings municipaux". Im Sommer sind die beliebten Lagen früh belegt, deshalb lohnt es sich, rechtzeitig zu reservieren. Im Jura-Bergland (Départements Doubs, Jura, Haute-Saône und Territoire de Belfort) gilt von 1. November bis 31. März in ausgewiesenen Gemeinden zusätzlich die Loi Montagne: Winterreifen oder Schneeketten/-socken sind dort Pflicht, erkennbar an entsprechender Beschilderung.

Campingplätze

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Camping de L’ile

Bourgogne-Franche-Comté, Frankreich

  • Saison: Saisonbetrieb
  • 33 Stellplätze
  • Sanitär
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Camping de la Broche

Bourgogne-Franche-Comté, Frankreich

  • Saison: Saisonbetrieb
  • 50 Stellplätze
  • Hunde erlaubt
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Camping de La Forêt

Bourgogne-Franche-Comté, Frankreich

  • Saison: Saisonbetrieb
  • 62 Stellplätze
  • Hunde erlaubt
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Camping Du Lac

Bourgogne-Franche-Comté, Frankreich

  • Saison: Saisonbetrieb
  • 49 Stellplätze
  • Direkt am Meer
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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Bourgogne-Franche-Comté

Lohnt sich Camping in Bourgogne-Franche-Comté auch ohne Meer in der Nähe?

Ja – die Region kompensiert die fehlende Küste mit Süßwasser: den Jura-Seen um Vouglans und Chalain, dem Lac de Saint-Point, den Grands Lacs des Morvan und einem dichten Netz an Kanälen und Flüssen. Wer Baden, Paddeln oder Radfahren am Wasser sucht, findet das hier eher an einem See oder Kanal als an einem klassischen Ferienstrand.

Wo campt man am besten, um die Weinstraße zwischen Dijon und Beaune zu erleben?

Die Plätze an der Côte de Beaune, etwa bei Meursault oder Santenay, liegen direkt an der Route des Grands Crus und damit näher an den Weindörfern als an einem See – eine gute Basis für Weinproben und Tagesausflüge nach Dijon und Beaune, allerdings ohne großes Badeangebot direkt vor Ort.

Was sollte ich für eine Anreise in den Jura außerhalb der Sommersaison beachten?

In höher gelegenen Gemeinden von Doubs, Jura, Haute-Saône und Territoire de Belfort gilt von November bis März die Loi Montagne mit Winterreifen- oder Schneekettenpflicht, ausgeschildert vor Ort. Da zugleich die meisten Campingplätze außerhalb der Saison April bis September geschlossen haben, lohnt sich vor einer Nebensaison-Fahrt in den Jura vorab ein Blick auf Wetter, Straßenzustand und Öffnungszeiten.