Region

Campingplätze in Okzitanien

Occitanie fürs Camping: Mittelmeerküste, Pyrenäen, Cevennen, Canal du Midi und Lot/Aveyron – wo welcher Teilraum passt und wann die beste Reisezeit ist.

Überblick

Was du über Camping in Okzitanien wissen solltest

Occitanie ist eine der größten Regionen Frankreichs, und die Landschaft zeigt das deutlich: Im Süden schließt sie mit dem Pyrenäen-Hauptkamm bis zum 3.298 Meter hohen Vignemale ab, im Norden reicht sie über die Cevennen und die Kalkhochflächen der Grands Causses bis an den Rand des Zentralmassivs. Dazwischen liegt im Osten die Mittelmeerküste mit ihren Lagunen, im Westen das breite Garonne-Tal mit Toulouse.

Was diese sehr unterschiedlichen Teile verbindet, ist auch ein Bauwerk: Der Canal du Midi wurde im 17. Jahrhundert erbaut und verbindet Toulouse auf rund 240 Kilometern mit dem Mittelmeer bei Sète; seit 1996 trägt er den Titel UNESCO-Weltkulturerbe. Die historischen Treidelpfade sind heute ein beliebtes Rad- und Wanderrevier, der Kanal selbst ein bekanntes Hausboot-Revier. Weiter nördlich, im Lot und im Aveyron, wird es hügeliger und ruhiger – bekannt vor allem durch Rocamadour und den Viaduc de Millau, mit 343 Metern die höchste Brücke der Welt.

An der Küste zwischen Hérault und Pyrénées-Orientales liegt mit Argelès-sur-Mer die Gemeinde, die laut INSEE-Statistik als campingstellplatzreichste ganz Frankreichs gilt – die Küste hier gehört zu den dichtesten und touristisch bedeutendsten Camping-Küsten des Landes. Im Landesinneren wird es kleinteiliger: An den Gorges du Tarn und am Rand des Cevennen-Nationalparks liegen Plätze direkt am Fluss oder am Fuß der Schluchten, im Garonne-Tal um Toulouse und entlang des Canal du Midi eher stadtnahe oder kanalseitige Adressen. Die Pyrenäen im Süden und der Lot/Aveyron-Raum um Rocamadour und den Viaduc de Millau sind touristisch nicht weniger bedeutend – hier zeigt sich Occitanie von seiner ruhigeren, hügeligen Seite aus Hochebenen und Bergtälern.

Highlights

  • Der Canal du Midi verbindet Toulouse und das Mittelmeer auf rund 240 Kilometern und ist seit 1996 UNESCO-Weltkulturerbe – ideal für Rad- oder Hausboottouren abseits der Küste.
  • Die Gorges du Tarn schneiden sich zwischen den Grands Causses streckenweise bis zu 500 Meter tief in den Kalkstein, direkt angrenzend an den Cevennen-Nationalpark.
  • Der Viaduc de Millau im Aveyron ist mit 343 Metern die höchste Brücke der Welt und überspannt das Tarn-Tal auf dem Weg durchs nördliche Zentralmassiv.
  • Argelès-sur-Mer an der Küste der Pyrénées-Orientales gilt laut INSEE-Statistik als die Gemeinde mit den meisten Campingstellplätzen ganz Frankreichs.

Beste Reisezeit

Von Juni bis September ist die Auswahl in Occitanie am breitesten geöffnet, an der Mittelmeerküste wird es im Hochsommer entsprechend voll und Frühbuchen lohnt sich. Mai, Juni und September sind an der Küste ruhiger und für Radtouren am Canal du Midi oder Wanderungen in den Cevennen und an den Gorges du Tarn oft angenehmer als die heißesten Wochen im Juli und August. Nur ein kleiner Teil der Plätze bleibt ganzjährig offen, und schon im Oktober wird die Auswahl merklich kleiner – wer außerhalb der Kernsaison unterwegs ist, sollte vor allem in den Pyrenäen und im ländlicheren Hinterland vorher gezielt nach geöffneten Plätzen suchen.

Camping vor Ort

Die Küste zwischen Hérault und Pyrénées-Orientales gehört mit Argelès-sur-Mer, laut INSEE-Statistik der campingstellplatzreichsten Gemeinde Frankreichs, zu den dichtesten Camping-Küsten des Landes, dazu die Lagune bei Sète als ruhigeres Gegenstück zu den offenen Sandstränden. Landeinwärts wechselt der Charakter spürbar: An den Gorges du Tarn und am Rand des Cevennen-Nationalparks liegen kleinere Plätze am Fluss oder am Schluchtenrand, gut für Kanu, Klettern und Wandern statt Strandleben. Im Garonne-Tal und entlang des Canal du Midi finden sich eher stadtnahe Plätze für Toulouse-Besuche oder für Rad- und Hausboottouren auf dem Kanal. Die Pyrenäen sind vor allem ein Sommer- und Wanderraum am Fuß des Vignemale-Massivs, und im Lot/Aveyron rund um Rocamadour und den Viaduc de Millau prägen Hochebenen und Flusstäler den Charakter – ein Raum für alle, die das dem Strand vorziehen.

Anreise & Planung

Die meisten Autobahnen sind streckenabhängig mautpflichtig (péage): Man zieht ein Ticket und zahlt bei der Abfahrt. Die Mautklasse richtet sich nach Höhe, Gewicht und Achszahl, deshalb zahlen hohe und schwere Wohnmobile deutlich mehr als ein Pkw. Immer mehr Strecken sind schrankenlos (Free-Flow) und werden binnen 72 Stunden online über das Kennzeichen bezahlt. Für die Umweltzonen (ZFE) mehrerer großer Städte ist die fahrzeuggebundene Crit'Air-Plakette Pflicht, auch für ausländische Fahrzeuge samt Wohnmobil; sie wird online bestellt, also mit etwas Vorlauf planen. Korsika ist nur per Fähre mit dem Fahrzeug erreichbar — ab Toulon, Marseille und Nizza oder von Italien aus, in der Hochsaison sind die Überfahrten oft ausgebucht. In Occitanie betrifft das vor allem Toulouse und Montpellier: Beide Städte haben eine dauerhafte Umweltzone, in der die Plakette ohne Ausnahme Pflicht ist.

Regeln & gut zu wissen

Wildcampen („camping sauvage") ist in Frankreich stark eingeschränkt und an Stränden, Dünen und der gesamten Küste sowie in Schutzgebieten grundsätzlich verboten, mit Bußgeldern ab 135 Euro. Reines Übernachten im Fahrzeug ist dabei etwas anderes als „Camping-Verhalten" mit Tisch, Stühlen und Markise. Am einfachsten und sichersten übernachtet man auf offiziellen Plätzen, dazu zählen auch die günstigen kommunalen „campings municipaux". Im Sommer sind die beliebten Lagen früh belegt, deshalb lohnt es sich, rechtzeitig zu reservieren.

Campingplätze

Alle Campingplätze in Okzitanien

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BOIS DE VALMARIE

Occitanie, Frankreich

  • Saison: Saisonbetrieb
  • Direkt am Meer
  • Hunde erlaubt
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Camping Aramis

Occitanie, Frankreich

  • Saison: Saisonbetrieb
  • 33 Stellplätze
  • Hunde erlaubt
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Camping Arrayade

Occitanie, Frankreich

  • Saison: Saisonbetrieb
  • 14 Stellplätze
  • Hunde erlaubt
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Camping Bon Port

Occitanie, Frankreich

  • Saison: Saisonbetrieb
  • 141 Stellplätze
  • Hunde erlaubt
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Camping Cap Sud

Occitanie, Frankreich

  • Saison: Ganzjährig
  • 59 Stellplätze
  • Hunde erlaubt
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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Okzitanien

Ist Occitanie eher Küsten- oder Bergurlaub?

Beides gleichzeitig, aber nicht am selben Ort: Die Mittelmeerküste zwischen Hérault und Pyrénées-Orientales ist mit Lagunen und Sandstränden eine der dichtesten Camping-Küsten Frankreichs, die Pyrenäen im Süden sind ein Bergraum für den Sommer, geprägt vom Vignemale-Massiv. Dazwischen liegen mit Cevennen/Gorges du Tarn und dem Lot/Aveyron rund um Rocamadour und den Viaduc de Millau noch zwei ruhigere Großräume aus Hochebenen und Flusstälern.

Wie campt man am besten am Canal du Midi?

Der Kanal verläuft von Toulouse bis zum Étang de Thau bei Sète; Plätze in Kanalnähe liegen meist in oder nahe kleineren Orten entlang der Strecke, von dort lässt sich der alte Treidelpfad zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. Der Kanal selbst ist eher ein Hausboot- als ein Wohnmobil-Revier.

Lohnt sich ein Abstecher ins Lot/Aveyron, wenn ich eigentlich an der Küste bin?

Als Tagesausflug ist die Strecke zu weit, als eigener Zwischenstopp aber gut machbar: Rocamadour, die Causses-Hochebenen und der Viaduc de Millau liegen deutlich ruhiger als die Küste und zeigen ein ganz anderes Occitanie aus Hochebenen und Flusstälern.