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Ionische Inseln, Griechenland
Camping Poros Beach
- Saison: Saisonbetrieb
- Direkt am Meer
- Hunde erlaubt
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Region
Ionische Inseln: venezianisch statt osmanisch, grüner als die Ägäis – Korfus Altstadt, Kefalonias Bergwälder, Zakynthos' Meerespark, Lefkada ganz ohne Fähre.
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Ionische Inseln, Griechenland
Überblick
Die Ionischen Inseln, griechisch Ιόνια Νησιά, liegen als grüner Inselbogen vor der Westküste des griechischen Festlands im Ionischen Meer. Jahrhundertelang gehörten sie zur Republik Venedig statt zum Osmanischen Reich, das den Rest Griechenlands lange beherrschte – nur Lefkada erlebte zwischenzeitlich eine osmanische Episode. Diese venezianische Vergangenheit ist bis heute sichtbar: in Korfus Altstadt mit ihren Festungen, in italienischen Familiennamen und in einer katholischen Minderheit. Dazu kommt ein spürbar feuchteres, grüneres Landschaftsbild als in der trockeneren Ägäis, mit Olivenhainen, Pinienwäldern und Weinbergen, die die Hänge bedecken.
Die Region trägt fünf sehr unterschiedliche Hauptinseln. Korfu im Norden ist Sitz der Regionshauptstadt und trägt mit ihrer Altstadt ein UNESCO-Weltkulturerbe aus venezianischer, französischer und britischer Bausubstanz. Kefalonia ist bergiger und wilder, mit dem dunklen Nadelwald des Ainos-Nationalparks um den höchsten Gipfel der Inselgruppe und der Melissani-Höhle mit ihrem unterirdischen See. Zakynthos ist vor allem als Schutzgebiet der Unechten Karettschildkröte bekannt – der Nationale Meerespark in der Laganas-Bucht war der erste seiner Art im Mittelmeer und schränkt Zufahrt und Strandnutzung an mehreren Küstenabschnitten spürbar ein. Lefkada schließlich ist über einen Damm und eine Schwenkbrücke direkt mit dem Festland verbunden – die einzige der Hauptinseln, die man ganz ohne Fähre erreicht. Ithaka und das kleine Paxos runden das Bild ab: beide deutlich kleiner, ruhiger und stärker auf Boots- als auf Straßenverkehr ausgerichtet.
Welche Insel man wählt, entscheidet hier mehr als anderswo auch die Fährlage. Korfu erreicht man kurz und unkompliziert per Autofähre ab Igoumenitsa; für Zakynthos und Kefalonia führt der übliche Weg dagegen nicht über Patras selbst, sondern über den kleineren Festlandhafen Kyllini auf der Peloponnes. Lefkada dagegen fährt man einfach über die Brücke an, ganz ohne Fährplan und Wartezeit. Wer Zakynthos besucht, sollte die Regeln des Meeresparks kennen, bevor er einen Strand ansteuert: Manche Niststrände sind zeitweise gesperrt, an anderen ist der Aufenthalt auf einen schmalen Streifen am Wasser begrenzt. Ithaka wird von mehreren Häfen aus angelaufen – von Kefalonia, Lefkada, Astakos und Kyllini –, während Paxos bislang nur als Passagier- und Tagesausflugsziel angebunden ist, ohne durchgehende Wohnmobil-Fährroute.
Highlights
Die Hauptsaison liegt wie in ganz Griechenland zwischen Frühsommer und Frühherbst, wenn die Fährverbindungen am dichtesten getaktet sind – gerade für Zakynthos und Kefalonia lohnt sich in dieser Zeit eine frühe Buchung, weil die Route über die kleineren Festlandhäfen läuft. Wegen der im Landesvergleich höheren Niederschläge, vor allem im Winter, bleibt es hier länger grün als in der trockeneren Ägäis. Auf Zakynthos gelten an mehreren Stränden des Meeresparks von Mai bis Oktober zusätzlich nächtliche Zugangsbeschränkungen zum Schutz der Karettschildkröte. Wer es ruhiger mag, ist im späten Frühjahr oder frühen Herbst unterwegs.
Auf Korfu liegen die Plätze an der Küste der großen, dicht bewaldeten Insel. Kefalonia ist bergiger und wirkt insgesamt wilder: Neben den Küstenorten sind hier der Ainos mit seinen Wanderwegen und die Melissani-Höhle in Reichweite. Auf Zakynthos konzentriert sich das touristische Interesse stark auf die Laganas-Bucht mit dem Meerespark – wer dort oder in dessen Nähe steht, campt faktisch am Rand eines Schutzgebiets und sollte dessen Zufahrts- und Strandregeln kennen. Lefkada bietet die unkomplizierteste Anreise der Region: einmal über Damm und Brücke, und man steht auf der Insel mit ihren bekannten Westküstenstränden, ganz ohne Fährplan. Ithaka wird von mehreren Häfen aus angelaufen – von Kefalonia, Lefkada, Astakos und Kyllini – und bleibt dabei ein kleines, ruhiges Ziel; Paxos ist bislang nur als Passagier- und Tagesausflugsziel angebunden, ohne durchgehende Wohnmobil-Fährroute.
Griechenland hat keine Vignette. Auf den Autobahnen wird die Maut streckenweise an Mautstationen kassiert; für Wohnmobile über einer bestimmten Höhe fällt der höhere Tarif an. Über Land führt der Weg lang über den Balkan, deshalb nehmen viele die Fähre aus Italien — etwa von Ancona oder Bari nach Patras oder Igoumenitsa, mit Stellplatz fürs Wohnmobil an Bord. Innerhalb Griechenlands sind die meisten Inseln nur per Fähre zu erreichen, vor allem ab Piräus bei Athen und ab Patras; in der Hauptsaison lohnt sich frühes Buchen. Innerhalb der Ionischen Inseln läuft die Autofähre nach Korfu meist direkt ab Igoumenitsa, während Zakynthos und Kefalonia überwiegend über den kleineren Hafen Kyllini auf der Peloponnes angefahren werden. Lefkada ist die Ausnahme: Die Insel ist über einen Damm und eine Schwenkbrücke ganz ohne Fähre mit dem Festland verbunden.
Wildcampen und freies Stehen sind in Griechenland grundsätzlich verboten — besonders an Stränden und Küstenstreifen, an Waldrändern und in der Nähe der vielen archäologischen Stätten; auch privates Gelände ist tabu, und bei Verstößen drohen empfindliche Geldbußen. Am sichersten übernachtet man auf offiziellen Campingplätzen. In den heißen, trockenen Sommermonaten herrscht vielerorts erhöhte Waldbrandgefahr, offenes Feuer ist dann streng reglementiert. Auf Zakynthos gilt an den Niststränden des Nationalen Meeresparks in der Laganas-Bucht zusätzlich: Der Zugang ist auf die Tagesstunden beschränkt, mehrere Strände sind zwischen Mai und Oktober nachts gesperrt, und Boote müssen zu den Karettschildkröten deutlichen Abstand halten.
Campingplätze
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FAQ
Nein – Lefkada ist über einen Damm und eine Schwenkbrücke direkt mit dem Festland verbunden, die Auffahrt über die Fernstraße ist kostenlos und ohne Fährplan möglich.
Mehrere Niststrände der Karettschildkröte sind nachts gesperrt und tagsüber nur auf einem schmalen Streifen am Wasser begehbar, Sonnenschirme und Wassersport sind dort untersagt; Boote müssen zu den Tieren deutlichen Abstand halten.
Korfu erreicht man kurz und direkt per Autofähre ab Igoumenitsa; für Zakynthos und Kefalonia führt die übliche Route dagegen über den kleineren Festlandhafen Kyllini auf der Peloponnes statt über Patras selbst.