Region

Campingplätze in Mittelgriechenland

Mittelgriechenland zwischen Athen und Thessaloniki: Delphi am Parnass, die per Brücke erreichbare Insel Euböa und das abgelegene Bergland Evrytania im Westen.

Überblick

Was du über Camping in Mittelgriechenland wissen solltest

Mittelgriechenland, griechisch Sterea Ellada, ist die Verwaltungsregion zwischen Athen und Thessaloniki: Wer auf der Autobahn A1 zwischen den beiden großen Städten unterwegs ist, durchquert sie fast zwangsläufig, unter anderem an der historischen Engstelle der Thermopylen bei Lamia. Athen und Attika gehören trotz der Nähe nicht dazu, sondern bilden eine eigene Region. Mittelgriechenland selbst setzt sich aus den Bezirken Böotien, Fthiotida, Fokida, Evrytania und der Insel Euböa zusammen und reicht damit vom Golf von Korinth im Süden bis zum Malischen Golf bei Lamia im Norden.

Ihr Ankerpunkt ist Delphi am Südhang des Parnass: das bedeutendste Orakel des antiken Griechenland und seit 1987 UNESCO-Welterbe. Am selben Berg liegt mit dem Parnassos-Skizentrum das größte Skigebiet Griechenlands – Antike und Wintersport in unmittelbarer Nähe. Ein ganz anderes Mittelgriechenland zeigt sich im Westen: Evrytania mit dem Agrafa-Gebirge ist dünn besiedeltes, waldreiches Bergland um Karpenisi – der Name Agrafa, „die Unbeschriebenen“, geht auf die osmanische Zeit zurück, als das schwer zugängliche Gebiet nicht in den Steuerregistern erfasst war. Heute ist es ein Revier für Wandern, Fluss-Rafting und ein eigenes Skigebiet.

Beim Camping ist Euböa der Sonderfall der Region: Die zweitgrößte griechische Insel hängt bei Chalkida über eine Brücke am Festland, man braucht anders als bei den meisten griechischen Inseln also keine Fähre. Nur die vorgelagerte Insel Skyros bleibt fährgebunden, mit Verbindung ab Kymi im Norden Euböas. An den Küsten von Golf von Korinth und Malischem Golf liegt mit Kamena Vourla der bekannteste Badeort des Bezirks, direkt an der Durchgangsstraße und vor allem bei griechischen Reisenden beliebt.

Highlights

  • Delphi am Südhang des Parnass war das bedeutendste Orakel des antiken Griechenland und ist seit 1987 UNESCO-Welterbe – am selben Berg liegt mit dem Parnassos-Skizentrum zugleich das größte Skigebiet Griechenlands.
  • Bei den Thermopylen hat sich die Küstenlinie seit der berühmten Schlacht von 480 v. Chr. um bis zu neun Kilometer verschoben; die heutige Autobahn A1 führt mitten durch den einst schmalen Engpass.
  • Euböa, Griechenlands zweitgrößte Insel, hängt bei Chalkida über eine feste Brücke am Festland – an der nur rund 40 Meter schmalen Evripos-Meerenge kehrt sich die Strömung dort mehrmals täglich unregelmäßig um.
  • Im Westen liegt mit Evrytania und dem Agrafa-Gebirge ein dünn besiedeltes Bergland um Karpenisi, dessen Name auf die osmanische Zeit zurückgeht, als die dortigen Dörfer nicht in den Steuerregistern erfasst waren.

Beste Reisezeit

Das Klima ist mediterran mit heißen, trockenen Sommern an den Küsten des Golfs von Korinth und des Malischen Golfs und spürbar kühleren Lagen im Bergland um Parnass und Evrytania. Ungewöhnlich für eine griechische Region ist die Wintersaison: Das Parnassos-Skizentrum ist je nach Schneelage von Mitte Dezember bis Anfang April in Betrieb, sodass Mittelgriechenland neben dem Sommer auch eine Wintersaison hat. Delphi und der Parnass lassen sich im Frühling und Herbst am angenehmsten besuchen, wenn es zum Wandern kühl genug und für Besichtigungen nicht zu heiß ist.

Camping vor Ort

Der reale touristische Schwerpunkt der Region liegt auf Delphi und dem Parnass, wo antike Kultur und die Küste am Golf von Korinth nah beieinanderliegen. Die Küsten am Malischen und Euböischen Golf mit dem bekanntesten Badeort des Bezirks, Kamena Vourla, richten sich dagegen eher an griechische Inlandsgäste als an internationalen Tourismus. Euböa selbst bietet mit rund 678 Kilometern Küste und einem durchgehenden Gebirgszug bis zum Dirfys (1.745 m) sowohl Strand- als auch Berglagen – und das ohne die Fähranbindung, die sonst für griechische Inseln typisch ist. Wer abseits von Küste und Antike unterwegs sein will, findet im Westen um Karpenisi und das Agrafa-Gebirge eine eigene, ruhige Bergwelt mit Wander- und Flussrevieren, die touristisch real zur Region gehört, auch wenn sie mit klassischem Küstencamping wenig zu tun hat.

Anreise & Planung

Griechenland hat keine Vignette. Auf den Autobahnen wird die Maut streckenweise an Mautstationen kassiert; für Wohnmobile über einer bestimmten Höhe fällt der höhere Tarif an. Über Land führt der Weg lang über den Balkan, deshalb nehmen viele die Fähre aus Italien — etwa von Ancona oder Bari nach Patras oder Igoumenitsa, mit Stellplatz fürs Wohnmobil an Bord. Innerhalb Griechenlands sind die meisten Inseln nur per Fähre zu erreichen, vor allem ab Piräus bei Athen und ab Patras; in der Hauptsaison lohnt sich frühes Buchen. Eine Ausnahme in Mittelgriechenland ist Euböa: Die Insel hängt bei Chalkida über eine feste Brücke am Festland, für die Anreise mit dem Wohnmobil braucht es dort also keine Fähre. Nur für die vorgelagerte Insel Skyros bleibt eine Fähre nötig, die Hauptverbindung fährt ab Kymi im Norden Euböas.

Regeln & gut zu wissen

Wildcampen und freies Stehen sind in Griechenland grundsätzlich verboten — besonders an Stränden und Küstenstreifen, an Waldrändern und in der Nähe der vielen archäologischen Stätten; auch privates Gelände ist tabu, und bei Verstößen drohen empfindliche Geldbußen. Am sichersten übernachtet man auf offiziellen Campingplätzen. In den heißen, trockenen Sommermonaten herrscht vielerorts erhöhte Waldbrandgefahr, offenes Feuer ist dann streng reglementiert. Rund um Delphi steht der Parnass zusätzlich seit 1938 unter Nationalpark-Schutz.

Campingplätze

Alle Campingplätze in Mittelgriechenland

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Camping Blue Bay

Mittelgriechenland, Griechenland

  • Saison: Ganzjährig
  • 61 Stellplätze
  • Direkt am Meer
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Camping Nea Makri

Mittelgriechenland, Griechenland

  • Saison: Ganzjährig
  • 40 Stellplätze
  • Direkt am Meer
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Campsite Athens

Mittelgriechenland, Griechenland

  • Saison: Saisonbetrieb
  • 66 Stellplätze
  • Hunde erlaubt
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Campsite Milos

Mittelgriechenland, Griechenland

  • Saison: Saisonbetrieb
  • Direkt am Meer
  • Hunde erlaubt
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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Mittelgriechenland

Brauche ich für Euböa eine Fähre?

Nein – die Insel ist bei Chalkida über eine feste Brücke ans Festland angebunden, die Anreise mit dem Wohnmobil läuft über die Straße. Nur für die vorgelagerte Insel Skyros braucht es weiterhin eine Fähre, die Hauptverbindung fährt ab Kymi im Norden Euböas.

Ist Mittelgriechenland nur eine Durchgangsstrecke zwischen Athen und Thessaloniki?

Für viele schon, weil die Autobahn A1 mitten durch die Region führt, etwa an den Thermopylen vorbei. Wer anhält, findet mit Delphi und dem Parnass aber einen eigenständigen Grund zum Bleiben, dazu im Westen mit Evrytania ein ruhiges Bergland abseits der Route.

Gehört Athen zu Mittelgriechenland?

Nein. Athen und die Region Attika sind administrativ eigenständig und nicht Teil von Sterea Ellada.