Region

Ulster – Donegal, Cavan und Monaghan

Ulster in Irland: Donegals Atlantikküste mit Slieve League und Malin Head, dazu die Seenlandschaft von Cavan und Monaghan – nicht zu verwechseln mit Nordirland.

Überblick

Was du über Camping in Ulster wissen solltest

Ulster (irisch: Cúige Uladh) ist eine der vier historischen Provinzen Irlands – eine kulturelle und geografische Einheit ohne eigene heutige Regierung. Von den neun Grafschaften der historischen Provinz liegen sechs in Nordirland und damit im Vereinigten Königreich; nur Donegal, Cavan und Monaghan gehören zur Republik Irland. Diese Seite beschreibt ausschließlich diesen irischen Teil.

Donegal stellt den wilden Atlantikrand: Der nördliche Abschnitt des Wild Atlantic Way führt an der Inishowen-Halbinsel vorbei, die als größte Halbinsel Irlands gilt, an deren Spitze Malin Head den nördlichsten Punkt der gesamten Insel markiert. Im Südwesten der Grafschaft fallen bei Slieve League Klippen von rund 600 Metern ins Meer – sie zählen zu den höchsten zugänglichen Meeresklippen Europas. Im Landesinneren liegt mit dem Glenveagh-Nationalpark ein vergletschertes Bergtal um einen langen See, und weite Küstenstriche Donegals gehören zu einer der größten irischsprachigen Gaeltacht-Regionen des Landes.

Cavan und Monaghan bilden das ruhige Gegenstück: eine von Drumlinhügeln geformte Seenlandschaft im Landesinneren, durchzogen vom Shannon-Erne-Wasserweg, der über Cavan das Shannon-System mit dem Lough Erne in Nordirland verbindet und vor allem für Hausboottouren genutzt wird.

Wer hier campt, fährt wie überall in Irland durchgehend links, und auf den schmalen Küstenstraßen um Slieve League oder auf der Inishowen-Halbinsel ist das mit einem breiten Wohnmobil ein echter Planungsfaktor.

Highlights

  • Slieve League im Südwesten Donegals: Meeresklippen von rund 600 Metern, die zu den höchsten zugänglichen Steilküsten Europas zählen.
  • Glenveagh-Nationalpark in den Derryveagh Mountains: ein vergletschertes Tal um Lough Veagh mit viktorianischem Schloss und wiederangesiedelten Steinadlern.
  • Die Drumlin- und Seenlandschaft von Cavan und Monaghan mit dem Shannon-Erne-Wasserweg, der das Binnenland per Boot mit dem Lough Erne in Nordirland verbindet.

Beste Reisezeit

Das Klima ist atlantisch geprägt: mild, aber unbeständig. Wie an der gesamten irischen Westküste liegt die Hauptreisezeit im Sommer, wenn Tageslicht und Reiseverkehr am größten sind. Frühling und Herbst sind an der Küste ruhiger unterwegs; im Seenland zählt für Bootstouren auf dem Shannon-Erne-Wasserweg vor allem die wärmere Jahreszeit.

Camping vor Ort

Donegals Küste ist vom nördlichen Wild Atlantic Way und der Inishowen-Halbinsel geprägt – eine exponierte Atlantikküste mit offenem Meerblick, mit Slieve League im Süden und Malin Head im äußersten Norden der Insel als markanten Punkten. Die Zufahrt läuft dort über schmale, kurvige Küstenstraßen, was bei einem breiten Wohnmobil mehr Zeit und Aufmerksamkeit braucht als im Binnenland. Cavan und Monaghan sind das ruhigere Gegenbild: eine Drumlin- und Seenlandschaft im Landesinneren, geprägt vom Shannon-Erne-Wasserweg und den zahlreichen kleinen Seen – ein Ziel für alle, die Wasser und Bootstouren ohne Küstenwetter suchen, eher fürs entspannte Stehen am See als für dramatische Ausblicke.

Anreise & Planung

Nach Irland kommt man nur über das Wasser: per Direktfähre aus Frankreich, etwa ab Cherbourg oder Roscoff nach Dublin, Rosslare oder Cork, aus den Niederlanden ab Rotterdam nach Dublin, oder mit kürzerer Überfahrt über das Vereinigte Königreich. Auf der Insel gilt Linksverkehr ab der ersten Meile, und viele Landstraßen sind schmal und von Steinmauern oder Hecken gesäumt. Eine Vignette gibt es nicht, und eine flächendeckende Maut ebenso wenig — nur einzelne Autobahnen, Tunnel und Brücken kosten Gebühr. Ein Sonderfall ist die M50, Dublins Ringautobahn: Sie hat keine Mautstationen, sondern erfasst das Kennzeichen per Kamera, und die Gebühr muss man nachträglich online bezahlen. Wer das übersieht, bekommt später eine Mahnung. Im Ulster-Teil der Republik Irland kommt die Küstenstrecke um Slieve League und die Inishowen-Halbinsel dazu: schmale, kurvige Straßen direkt am Atlantik, auf denen ein breites Fahrzeug mehr Platz und Zeit braucht. Wer von Donegal, Cavan oder Monaghan aus weiter nach Nordirland fährt, überquert eine offene Grenze ohne Kontrollen – Grundlage dafür ist die seit 1922/23 bestehende und 1949 bestätigte Common Travel Area zwischen Irland und dem Vereinigten Königreich. Dabei wechseln Währung (Euro auf Pfund Sterling) und Einheiten (km/h auf mph); die Fahrbahnseite bleibt gleich, denn auch Nordirland fährt links. Diese Landeswahrheit für Irland gilt aber nur diesseits der Grenze – für Nordirland gelten andere Regeln, die hier nicht beschrieben sind.

Regeln & gut zu wissen

Wildcampen ist in Irland nur mit ausdrücklicher Erlaubnis des Grundeigentümers erlaubt — einfach in der Natur zu übernachten ist nicht gestattet, wird kontrolliert, und bei Verstößen drohen Bußgelder. Wer sichergehen will, nutzt die offiziellen Camping- und Stellplätze, von denen es genug gibt. Umweltzonen wie in vielen Städten auf dem Festland sind hier kein Thema. Denk beim Fahren an den Linksverkehr und an die schmalen, kurvigen Landstraßen, gerade mit einem breiten Wohnmobil. Das gilt für Donegal, Cavan und Monaghan als irischen Teil Ulsters. Sobald die Fahrt über die offene Grenze nach Nordirland führt, verlässt man die Republik Irland und damit diese Regeln – Nordirland gehört zum Vereinigten Königreich und hat einen eigenen Regelrahmen.

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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Ulster

Ist der Ulster-Hub dasselbe wie Nordirland?

Nein. Die historische Provinz Ulster hat neun Grafschaften, sechs davon bilden Nordirland (Vereinigtes Königreich) und haben einen eigenen Hub. Dieser Hub beschreibt nur die drei irischen Grafschaften Donegal, Cavan und Monaghan in der Republik Irland.

Was ändert sich, wenn ich von Donegal aus über die Grenze nach Nordirland weiterfahre?

Kontrollen gibt es keine, die Grenze ist offen. Es wechseln aber Währung (Euro zu Pfund Sterling) und Einheiten auf den Schildern (km/h zu mph); gefahren wird auf beiden Seiten weiter links.