Region

Campingplätze in der Basilikata

Kleine Auswahl, große Landschaft: Camping in der Basilikata zwischen den Sassi von Matera, den Lukanischen Dolomiten, dem Pollino und zwei verschiedenen Küsten.

Überblick

Was du über Camping in der Basilikata wissen solltest

Die Basilikata ist der Bogen im italienischen Stiefel und zu fast der Hälfte Gebirge — eine der am dünnsten besiedelten Regionen Italiens. Berühmt ist sie für Matera, dessen Altstadt aus Höhlenwohnungen über der Schlucht der Gravina klebt und seit 1993 zum UNESCO-Welterbe gehört; auf der Karsthochebene gegenüber liegen rund 150 mittelalterliche Felsenkirchen. In der Mitte der Region ragen die Lukanischen Dolomiten auf, zerklüftete Felszacken über den Bergdörfern Castelmezzano und Pietrapertosa. Südlich davon öffnen sich das Agri- und das Sinni-Tal mit großen Stauseen, dahinter beginnt der lukanische Anteil am Pollino, dem größten Nationalpark Italiens. Im Norden steht der erloschene Vulkan Monte Vulture mit den Zwillingsseen von Monticchio; an seinen Hängen wächst der Aglianico, einer der bekanntesten Rotweine Süditaliens. Potenza liegt auf 819 Metern und ist damit die höchstgelegene Regionalhauptstadt des Landes, im Winter mit Schnee. Ans Meer reicht die Region zweimal, und ganz verschieden: bei Maratea auf einem kurzen, steilen Streifen am Tyrrhenischen Meer mit Felsbuchten und Grotten. Am Ionischen Meer sind es rund 40 Kilometer flacher Sandstrand hinter Dünen und Pinienwäldern, wo bei Metaponto die Tempelsäulen einer griechischen Gründung stehen.

Die Auswahl an Campingplätzen ist klein — die Basilikata ist kein Ziel, an dem man zwischen vielen Anlagen wählt, sondern eines, bei dem man sich nach den wenigen Standorten richtet. Das meiste liegt an der ionischen Küste zwischen Metaponto, Policoro und Nova Siri, wo Sandstrand und Pinien nah an Matera liegen. Am Tyrrhenischen Meer bei Maratea, im Vulture-Bergland und im Hügelland zwischen Potenza und Matera gibt es einzelne Plätze; in den Bergen zum Pollino und ins Agri-Tal hinein ist die Auswahl noch dünner. Fahrzeiten schätzt man hier leicht falsch ein: Zwischen Küste und Bergdorf liegen kurvige Straßen, und ein Ort auf 750 Metern ist weiter weg, als es auf der Karte aussieht.

Highlights

  • Matera und die Murgia: eine Stadt aus Höhlenwohnungen auf der einen, rund 150 Felsenkirchen auf der anderen Seite einer Schlucht — beides seit 1993 UNESCO-Welterbe.
  • Lukanische Dolomiten: Felszacken über Castelmezzano und Pietrapertosa, zwei Dörfern, zwischen denen im Sommer eine Stahlseilrutsche hoch über dem Tal gespannt ist.
  • Pollino: der lukanische Anteil am größten Nationalpark Italiens, mit Gipfeln über 2.200 Metern, Buchenwäldern, Panzerkiefern und zwei albanischsprachigen Dörfern. Nördlich davon liegt das Val d'Agri fast ganz in einem eigenen Nationalpark, und im Sinni-Tal staut ein Damm den größten Stausee der Region.
  • Vulture-Bergland: ein erloschener Vulkan mit den Zwillingsseen von Monticchio, Weinbergen bis in große Höhen und der Stauferburg von Melfi im Vorland.

Beste Reisezeit

An den Küsten trägt die Saison vom Frühjahr bis in den Herbst, im Winter bleibt kaum etwas offen. Der Hochsommer ist am Ionischen Meer heiß, Werte um 30 Grad sind normal; Mai, Juni, September und Oktober passen besser, wenn Matera, die Felsenkirchen und die Bergdörfer mit dazugehören. In den Bergen ist es zu diesen Zeiten deutlich kühler als unten am Wasser — auf den Höhen um Potenza und im Pollino fällt im Winter Schnee.

Camping vor Ort

Die ionische Küste ist der flache Teil der Region: Sandstrand, Dünen, Pinienwälder und fünf Flussmündungen zwischen Bradano und Sinni, dazu in Metaponto ein Ausgrabungsgelände direkt hinter dem Badeort. Maratea am Tyrrhenischen Meer ist das genaue Gegenteil: Steilküste, Felsbuchten und Hanglagen unter der Christusstatue auf dem Monte San Biagio. Dahinter beginnt Bergland — das Vulture-Gebiet im Norden mit Weinorten, Kraterseen und der Stauferburg von Melfi, das Hügel- und Schluchtenland um Matera, die Felsdörfer der Lukanischen Dolomiten und weiter südlich die weiten Talböden zum Pollino hin. Was diese Teile verbindet, ist die Leere: kleine Orte, wenig Verkehr, große Abstände.

Anreise & Planung

Italiens Autobahnen sind überwiegend streckenabhängig bemautet: An der Auffahrt zieht man ein Ticket, bei der Abfahrt zahlt man nach gefahrener Strecke und Fahrzeugklasse — für Wohnmobile zählt neben der Achszahl auch die Höhe an der Vorderachse. Eine Vignette gibt es nicht. Einzelne neuere Autobahnen fahren im Free-Flow ganz ohne Mautstationen; hier bezahlt man nachträglich online oder per App. Die großen Inseln Sardinien und Sizilien erreicht man per Fähre, für die sich in der Hauptsaison eine frühe Reservierung lohnt.

Regeln & gut zu wissen

In vielen Innenstädten gelten verkehrsbeschränkte Zonen (ZTL), deren Einfahrt per Kamera überwacht wird — hineinfahren darf nur, wer berechtigt ist. In Mailand, Bologna und Palermo kommt eine City-Maut hinzu. In Norditalien gibt es zusätzlich zeitliche Umwelt-Fahrbeschränkungen; unter anderem sperren Bozen und Brixen an Werktagen ältere Diesel- und Benzinfahrzeuge aus. Wer mit dem Wohnmobil in die Städte will, parkt besser außerhalb und nutzt öffentliche Verkehrsmittel.

Campingplätze

Alle Campingplätze in der Basilikata

10 Plätze · Seite 1 von 1

Nach Ausstattung filtern

Gefiltert wird nur nach geprüften Angaben — Plätze ohne Angabe zu einem Merkmal erscheinen dann nicht.

Campeggio Julia

Basilikata, Italien

  • Saison: Ganzjährig
  • 100 Stellplätze
  • Direkt am Meer
Zum Campingplatz

Karte erst nach Zustimmung zu Karten-Cookies.

Caravanios App mit Campingplatz-Routenfinder auf einem SmartphoneKI-Grafik
Caravanios App Camping-Reiseplanung

Campingplätze in der Basilikata in der App sammeln

Merke dir passende Plätze und plane Route, Etappen und Zwischenstopps direkt weiter.

Download im iOS App Store Caravanios im iOS App Store öffnen Jetzt bei Google Play Caravanios bei Google Play öffnen

Campingplätze entlang deiner Route in der App planen

FAQ

Häufige Fragen zu Camping in der Basilikata

Lohnt sich die Basilikata, wenn die Campingauswahl so klein ist?

Wenn Matera, stille Berge und ein langer Sandstrand das Ziel sind, ja — die Region ist kompakt, und von der ionischen Küste ist man schnell in Matera. Wer dagegen zwischen vielen Ferienanlagen vergleichen möchte, hat mit Apulien und Kalabrien zwei Nachbarregionen direkt nebenan.

Welche der beiden Küsten passt besser zu uns?

Die ionische Seite ist die flache: rund 40 Kilometer Sandstrand mit Pinienwäldern dahinter, dazu Metaponto mit seinen antiken Tempelresten und kurze Wege nach Matera. Maratea am Tyrrhenischen Meer ist steil und felsig, mit Buchten und Grotten statt langem Strand — schön, aber ein einziger Küstenort an einem kurzen Küstenabschnitt.

Kommt man mit einem großen Fahrzeug nach Matera und in die Bergdörfer?

In die Sassi von Matera fährt man nicht hinein — das alte Viertel besteht aus Gassen und Treppen am Rand der Schlucht, man stellt das Fahrzeug oben ab und geht hinunter. Auch in den Felsdörfern der Lukanischen Dolomiten, die hoch oben an den Felswänden kleben — Castelmezzano etwa auf 750 Metern —, ist der Ortsrand der bessere Platz für ein großes Fahrzeug.