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Friaul-Julisch Venetien, Italien
Campeggio Pino Mare
- Saison: Saisonbetrieb
- 314 Stellplätze
- Direkt am Meer
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Region
Campingplätze in Friaul-Julisch Venetien: Lignano, Grado und die Lagune, der Karst hinter Triest, Aquileia und die Julischen Alpen — Teilräume, Saison und Auswahl.
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Friaul-Julisch Venetien, Italien
Überblick
Friaul-Julisch Venetien ist Italiens nordöstliche Grenzecke, und das hört man: Neben Italienisch sind hier Friulanisch, Slowenisch und in einzelnen Bergtälern Deutsch zu Hause. Im Norden ziehen die Karnischen und Julischen Alpen entlang der Grenze zu Österreich und Slowenien. Karnien ist die ruhigere, friulanisch sprechende Talseite davon; weiter östlich sitzt Tarvis im Kanaltal am Dreiländereck und lebt vom Bergsport. Nach Süden wird das Land hügelig, mit dem Rohschinken aus San Daniele und den Weißweinlagen des Collio, die bei Gorizia über die slowenische Grenze weiterlaufen. Hinter Triest steigt eine Kalkhochebene an: der Karst, durchlöchert von Höhlen und im Winter von der Bora überzogen. Triest selbst war bis 1918 österreichisch und sieht als alte Hafenstadt bis heute danach aus. Nach Westen reicht die Küste über Grado und die Lagune von Marano bis nach Lignano am Tagliamento. In der Ebene dazwischen liegen Aquileia mit den Mosaiken seiner frühchristlichen Basilika, Cividale del Friuli mit langobardischem Erbe und Udine als friulanisches Zentrum.
Beim Camping ist die Region keine der großen italienischen Ferienlandschaften: Die Auswahl ist überschaubar und liegt zum guten Teil an der Küste. Um Lignano, das als Pinien- und Strandhalbinsel im Delta des Tagliamento liegt, und um die Inselstadt Grado steht das meiste. Östlich davon, wo der Karst zum Meer abfällt, kommen einige Plätze an der felsigen Küste vor Triest dazu. Landeinwärts wird es dünner und ruhiger — einzelne Adressen bei Aquileia, im Hügelland und in den Voralpentälern unter den Friulanischen Dolomiten. In Karnien und im Kanaltal, wo die Region ihre eigene Bergsaison hat, muss man mit wenigen Plätzen rechnen.
Highlights
Die Saison ist länger, als die Lage im Nordosten vermuten lässt: Schon im Frühjahr haben die meisten Plätze offen, und ein guter Teil bleibt bis in den Oktober; über den Winter kommt man nur auf wenigen unter. Fürs Baden sind Juni bis September die verlässlichen Monate, und im Hochsommer sind die Badeorte an der Küste am vollsten. Mai, Juni und September passen besser, wenn Aquileia, Triest, der Karst oder die Weinorte im Collio auf dem Plan stehen. In den Bergen im Norden ist der Sommer die Hauptzeit; im Winter blasen am Karst und über Triest immer wieder Bora-Episoden, die tagelang anhalten können.
An der Küste sieht Camping hier auf kurzer Strecke ganz unterschiedlich aus. Lignano ist eine Halbinsel im Delta des Tagliamento, halb Strand, halb Pinienwald, mit der Lagune im Rücken. Grado sitzt als alte Inselstadt am Wasser, und in seiner Lagune stehen die Casoni, nur zeitweise bewohnte Fischerhütten aus Schilf und Holz. Zum Lagunenraum von Marano und Grado gehören außerdem zwei regionale Naturschutzgebiete, die vor allem wegen ihrer Vogelvielfalt bedeutend sind. Östlich davon hört der Sandstrand auf: Dort steigt der Karst direkt hinter dem Ufer an, und Triest ist eine kurze Fahrt entfernt. Landeinwärts wird es still, mit Hügelland und Weinlagen, von denen aus Aquileia, Cividale del Friuli oder Udine als Tagesziel taugen; weiter nördlich geht es ins Hochgebirge. Zusammengehalten wird das von den kurzen Wegen: Zwischen der Lagune und dem Dreiländereck bei Tarvis liegt keine lange Fahrt, und der Alpe-Adria-Radweg verbindet beide Enden, in großen Teilen auf einer stillgelegten Bahntrasse.
Italiens Autobahnen sind überwiegend streckenabhängig bemautet: An der Auffahrt zieht man ein Ticket, bei der Abfahrt zahlt man nach gefahrener Strecke und Fahrzeugklasse — für Wohnmobile zählt neben der Achszahl auch die Höhe an der Vorderachse. Eine Vignette gibt es nicht. Einzelne neuere Autobahnen fahren im Free-Flow ganz ohne Mautstationen; hier bezahlt man nachträglich online oder per App. Die großen Inseln Sardinien und Sizilien erreicht man per Fähre, für die sich in der Hauptsaison eine frühe Reservierung lohnt.
In vielen Innenstädten gelten verkehrsbeschränkte Zonen (ZTL), deren Einfahrt per Kamera überwacht wird — hineinfahren darf nur, wer berechtigt ist. In Mailand, Bologna und Palermo kommt eine City-Maut hinzu. In Norditalien gibt es zusätzlich zeitliche Umwelt-Fahrbeschränkungen; unter anderem sperren Bozen und Brixen an Werktagen ältere Diesel- und Benzinfahrzeuge aus. Wer mit dem Wohnmobil in die Städte will, parkt besser außerhalb und nutzt öffentliche Verkehrsmittel.
Campingplätze
25 Plätze · Seite 1 von 2
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FAQ
Ja, die Wege sind kurz: Zwischen der Lagune und Tarvis am Dreiländereck liegt keine lange Fahrt. Der Alpe-Adria-Radweg führt auf 175 Kilometern von Tarvis über Udine bis nach Grado, streckenweise auf einer stillgelegten Bahntrasse mit Tunneln und alten Brücken. Praktisch heißt das meist: Standort an der Küste, Berge als Ausflug — in Karnien und im Kanaltal ist die Campingauswahl schmal.
Deutlich. Amtssprache ist Italienisch, dazu sind Friulanisch, Slowenisch und Deutsch als Minderheitensprachen anerkannt. Friulanisch hat mehrere Hunderttausend Sprecher, und in Tarvis gelten gleich vier Sprachen. Triest gehörte über Jahrhunderte zu Österreich, und die Weinberge des Collio laufen bei Gorizia über die slowenische Grenze weiter. Auch der Krieg hängt an dieser Grenze: Am Isonzo wurden zwischen 1915 und 1917 zwölf Schlachten geschlagen, der Fluss war Frontlinie.
Die Bora ist ein kalter, böiger Fallwind aus Nordosten, der über den Karst auf Triest und den Golf herunterfällt. Sie ist vor allem eine Wintersache und kann dann über Tage anhalten; in der Stadt sind Spitzen weit über 100 Kilometer pro Stunde gemessen worden. Im Sommer kommt sie eher stundenweise. Wer im Frühjahr oder Herbst an der Küste vor Triest steht, lässt Vorzelt und Markise besser nicht unbeaufsichtigt.