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Kalabrien, Italien
Villaggio Camping Lungomare***
- Saison: Saisonbetrieb
- Direkt am Meer
- Hunde erlaubt
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Region
Campingplätze in Kalabrien: Felsküste um Tropea, Sandstrände am Ionischen Meer und Gebirge mit drei Nationalparks. Zwei Küsten, die Plätze liegen fast alle am Meer.
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Überblick
Kalabrien ist die Stiefelspitze Italiens und im Kern ein Gebirgsland mit zwei Küsten. Im Norden liegt der Pollino, dessen Nationalpark bis in die Basilikata hinüberreicht: Gipfel knapp unter 2.300 Metern, Buchen- und Weißtannenwälder, tiefe Schluchten und als Wahrzeichen die seltene Schlangenhaut-Kiefer. In der Mitte folgt die Sila, eine bewaldete Hochebene mit zwei großen Stauseen und so viel Winterschnee, dass dort Skipisten laufen; im Süden fällt der Aspromonte in Terrassen aus Oliven, Orangen und Bergamotte zum Meer ab, durchzogen von breiten Steinbetten, die im Sommer trockenliegen. Die tyrrhenische Westküste ist die steile Seite: Tropea sitzt auf einem Tuffsteinfelsen über weißem Sand, an der Costa Viola fallen Weinterrassen unter hohen Felswänden steil zum Meer ab, und weiter nördlich gibt die Zitronatzitrone der Küste der Zedern ihren Namen. Die ionische Ostküste ist flacher, heißer und trockener, mit langen Sandstränden und der weiten Ebene von Sibari zwischen Pollino und Sila. Dass hier einmal Großgriechenland lag, ist bis heute zu sehen: Bei Sibari und Locri liegen die Ausgrabungen der antiken Städte. Reggio Calabria war eine der ältesten griechischen Gründungen der Halbinsel und zeigt heute die Bronzen von Riace. Und im Hinterland wird in albanisch- und griechischstämmigen Dörfern bis heute die alte Sprache gesprochen, während Bergorte wie Gerace und Stilo von byzantinischem und normannischem Erbe leben.
Die meisten Plätze liegen am Meer — und Kalabrien hat davon zwei sehr verschiedene. Auf der tyrrhenischen Seite stehen sie im Norden an der Küste der Zedern, wo die Isola di Dino dicht vor Praia a Mare liegt. Weiter südlich reihen sie sich an den Sandstränden der Costa degli Dei um Tropea und Capo Vaticano. Die ionische Seite ist die flachere: Dort stehen sie an der Ebene von Sibari im Norden und weiter südlich an der Küste um Crotone. Im Gebirge ist die Auswahl dagegen klein. Wer in die Nationalparks will, steht deshalb meist unten am Wasser und fährt hinauf — weit ist es von keiner der beiden Küsten, und im Sommer ist der Weg nach oben auch der schnellste Weg aus der Hitze.
Highlights
Am Meer reicht die Saison vom Frühjahr bis in den Herbst. Vom Frühsommer bis in den September ist die Auswahl am breitesten, ein Teil der Plätze öffnet schon im April und bleibt bis in den Oktober offen; über den Winter kommt man nur auf wenigen unter, einzelne davon nehmen Überwinterer auf. Der Hochsommer ist heiß — Kalabrien gehört zu den sonnigsten Gegenden Europas, und die ionische Seite ist die trockenere der beiden Küsten. Angenehmer sind Mai, Juni, September und Oktober: warm genug fürs Meer und mild genug, um tagsüber in die Nationalparks, zu den Ausgrabungen oder in die Bergdörfer zu fahren. In der Sila fällt im Winter reichlich Schnee, unten an den Küsten bleibt es dagegen mild.
Die tyrrhenische Seite ist die schroffere: Die Berge stehen dicht hinter dem Wasser, die Küste ist felsig, und bei klarer Luft reicht der Blick von Tropea bis zum Stromboli und den Äolischen Inseln. Ganz im Süden, an der Costa Viola bei Scilla, fallen terrassierte Weinberge unter Felswänden zum Meer ab; im Norden wächst an der Küste der Zedern die Zitronatzitrone, die dem Küstenstreifen den Namen gegeben hat, und vor Praia a Mare liegt eine kleine Insel dicht vor dem Strand. Die ionische Seite ist weiter und trockener, mit langen Sandstränden, Zitrus- und Olivenland in der Ebene von Sibari und den Ausgrabungen der griechischen Städte in Küstennähe. Dazu kommt das Kalabrien über tausend Metern: Wälder aus Schwarzkiefer und Buche, Stauseen in der Sila, Schluchten im Pollino und Dörfer, in denen Albanisch oder Griechisch gesprochen wird. Was das zusammenhält, ist die Höhe: Vom Strand in die Berge ist es hier nirgends weit, und beide Seiten Kalabriens lassen sich vom selben Platz aus ansehen.
Italiens Autobahnen sind überwiegend streckenabhängig bemautet: An der Auffahrt zieht man ein Ticket, bei der Abfahrt zahlt man nach gefahrener Strecke und Fahrzeugklasse — für Wohnmobile zählt neben der Achszahl auch die Höhe an der Vorderachse. Eine Vignette gibt es nicht. Einzelne neuere Autobahnen fahren im Free-Flow ganz ohne Mautstationen; hier bezahlt man nachträglich online oder per App. Die großen Inseln Sardinien und Sizilien erreicht man per Fähre, für die sich in der Hauptsaison eine frühe Reservierung lohnt. Die A2 von Salerno bis Reggio Calabria, die Hauptachse durch Kalabrien, ist allerdings mautfrei. Die Fähren nach Sizilien legen wenige Kilometer vor Reggio in Villa San Giovanni ab, wo auch die Züge übersetzen.
In vielen Innenstädten gelten verkehrsbeschränkte Zonen (ZTL), deren Einfahrt per Kamera überwacht wird — hineinfahren darf nur, wer berechtigt ist. In Mailand, Bologna und Palermo kommt eine City-Maut hinzu. In Norditalien gibt es zusätzlich zeitliche Umwelt-Fahrbeschränkungen; unter anderem sperren Bozen und Brixen an Werktagen ältere Diesel- und Benzinfahrzeuge aus. Wer mit dem Wohnmobil in die Städte will, parkt besser außerhalb und nutzt öffentliche Verkehrsmittel.
Campingplätze
46 Plätze · Seite 1 von 3
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FAQ
Die beiden Seiten haben wenig gemeinsam. Im Westen, am Tyrrhenischen Meer, geht es steil zu: Felsküsten, kleine Buchten, Orte auf Klippen und der Blick über das Wasser nach Sizilien und zu den Äolischen Inseln. Im Osten, am Ionischen Meer, ist alles flacher, heißer und trockener, mit langen Sandstränden und weiten Ebenen dahinter. Wer die Ausgrabungen der griechischen Antike sehen will, ist auf der ionischen Seite näher dran — Sibari, Kroton und Locri lagen alle dort.
Das Innere ist sogar der eigentliche Charakter der Region: Sie hat drei Nationalparks. Der Pollino im Norden steht für Schluchten und Gipfel über 2.200 Metern; die Sila in der Mitte ist eine bewaldete Hochebene mit Stauseen und Schnee im Winter; der Aspromonte im Süden steigt von Bergamotte- und Orangenhainen über Eichen- und Kastanienwald zu Tannen und Buchen an und trägt Dörfer, in denen noch Griechisch gesprochen wird. Campingplätze liegen dort oben deutlich weniger als an der Küste, aber die Auffahrt ist von beiden Meeren aus kurz.
Heiß und trocken. Kalabrien gehört zu den sonnigsten Gegenden Europas, und die ionische Seite ist die trockenere der beiden Küsten. Im Juli und August hilft vor allem Höhe: Camigliatello in der Sila liegt auf gut 1.200 Metern, dort ist es spürbar kühler als am Strand. Wie trocken der Sommer ist, sieht man am Aspromonte, wo die breiten Flussbetten leer daliegen — der Regen fällt hier im Winter.