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Kampanien, Italien
Camping Villaggio Nettuno
- Saison: Saisonbetrieb
- Direkt am Meer
- Sanitär
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Region
Kampanien vom Golf von Neapel über die Halbinsel von Sorrent bis zum Cilento: der Süden ruhig, der Golf voll, und manches erreicht man besser ohne eigenes Fahrzeug.
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Kampanien, Italien
Überblick
Kampanien ist die Region um den Golf von Neapel, und der Vulkanismus formt hier fast alles: Der Vesuv steht knapp 1.300 Meter über der Bucht, gleich westlich davon dampfen und heben sich die Phlegräischen Felder. Pompeji und Herculaneum liegen am Fuß des Berges, Paestum mit seinen drei dorischen Tempeln in der Ebene weiter südlich — die Antike ist in Kampanien nie weit vom Wasser entfernt. Im Norden macht dieselbe Vulkanerde das Flachland so fruchtbar, dass die Römer es Campania Felix nannten; davor liegt die Domitianische Küste mit rund vierzig Kilometern flachem Sand, dahinter bei Caserta ein barocker Königspalast mit hundert Hektar Park. Südlich der Bucht schiebt sich die Halbinsel von Sorrent als steile Kalkrippe ins Meer: außen die Amalfiküste mit ihren Zitronenterrassen, oben die Monti Lattari, deren Höhenwege auf beide Golfe blicken. Vor der Küste liegen drei sehr unterschiedliche Inseln — Ischia die größte, vulkanisch und voller heißer Quellen, Capri steil und von Tagesgästen geprägt, Procida ein bunter Fischerort, auf dem der Tourismus eine kleinere Rolle spielt als auf den beiden Nachbarinseln. Der ganze Süden gehört dem Cilento, Italiens zweitgrößtem Nationalpark, der rund hundert Kilometer Küste, Berge bis fast 1.900 Meter und das Vallo di Diano mit seinen Karsthöhlen umfasst. Im Landesinneren steigen die Weinhügel des Sannio und die Rücken der Irpinia zu einem Apennin auf, der über 2.000 Meter erreicht.
Die breiteste Auswahl an Plätzen liegt an der Küste des Cilento, zwischen Agropoli, Paestum und Palinuro, wo Nationalpark und Meeresschutzgebiete bis ans Wasser reichen und es deutlich unaufgeregter zugeht als am Golf. Der zweite Schwerpunkt ist der Raum um Vesuv, Pompeji und Sorrent, und dort sind die Plätze vor allem Standort. Neapel und die Ausgrabungen erreicht man von hier mit der Schmalspurbahn Circumvesuviana, die Amalfiküste mit Linienbus oder Sommerfähre — beides erheblich entspannter als mit dem eigenen Fahrzeug. Weiter nördlich an der Domitianischen Küste geht es flacher zu, mit langem Sandstrand hinter Pinienwald und ruhig ansteigendem Wasser. Im Bergland zwischen Sannio, Irpinia und Matese ist die Auswahl klein, obwohl dort die höchsten Gipfel der Region stehen. Badeseen sind in Kampanien kein Thema — das Wasser ist hier das Meer.
Highlights
Die Saison ist lang. Schon im April ist es im Süden warm und die meisten Plätze haben geöffnet, Juni und September sind an der Küste die verlässlichsten Monate, und bis in den Oktober bleibt ein guter Teil der Auswahl offen; ganzjährig geöffnet sind nur wenige Plätze. Im Hochsommer wird der Golf von Neapel eng: Amalfiküste, Capri und die Ausgrabungen sind dann am vollsten, und auf der Küstenstraße gelten die schärfsten Fahrbeschränkungen. Wer Antike, Steilküste und Inseln in Ruhe sehen will, fährt im Mai oder im Herbst; für reines Baden im Cilento passt der Hochsommer gut.
Im Cilento campt man am Meer und im Nationalpark gleichzeitig: kleine Küstenorte, kurze Wege zum Wasser, und dahinter steigt das Bergland schnell auf fast 1.900 Meter. Rund um Vesuv und Sorrent ist es genau umgekehrt — dicht besiedelt und eng, dafür liegen die Ausgrabungen und Neapel vor der Tür, und die Schmalspurbahn nimmt einem das Fahren ab. An der Domitianischen Küste im Norden ist der Sand flach und weit, das Umfeld ländlicher, die berühmten Ziele dafür ein Stück weiter weg. Was diese Lagen verbindet: Landschaft und Antike sind hier nicht getrennt. Die griechischen Tempel von Paestum, die Ruinenstadt Velia und die riesige Kartause von Padula liegen mitten im Nationalpark, nicht in einem eigenen Museumsbezirk.
Italiens Autobahnen sind überwiegend streckenabhängig bemautet: An der Auffahrt zieht man ein Ticket, bei der Abfahrt zahlt man nach gefahrener Strecke und Fahrzeugklasse — für Wohnmobile zählt neben der Achszahl auch die Höhe an der Vorderachse. Eine Vignette gibt es nicht. Einzelne neuere Autobahnen fahren im Free-Flow ganz ohne Mautstationen; hier bezahlt man nachträglich online oder per App. Die großen Inseln Sardinien und Sizilien erreicht man per Fähre, für die sich in der Hauptsaison eine frühe Reservierung lohnt. Auf die Inseln im Golf von Neapel kann man das eigene Fahrzeug in der Saison nicht mitnehmen: Nach Capri darf man es von Ostern bis Anfang November nicht auf die Fähre fahren, nach Procida dürfen Auswärtige nur zwischen dem 31. Dezember und dem 1. März überhaupt ein Fahrzeug mitbringen. Ischia erreicht man per Fähre ab Neapel oder Pozzuoli, je nach Schiff in 35 Minuten bis eineinhalb Stunden.
In vielen Innenstädten gelten verkehrsbeschränkte Zonen (ZTL), deren Einfahrt per Kamera überwacht wird — hineinfahren darf nur, wer berechtigt ist. In Mailand, Bologna und Palermo kommt eine City-Maut hinzu. In Norditalien gibt es zusätzlich zeitliche Umwelt-Fahrbeschränkungen; unter anderem sperren Bozen und Brixen an Werktagen ältere Diesel- und Benzinfahrzeuge aus. Wer mit dem Wohnmobil in die Städte will, parkt besser außerhalb und nutzt öffentliche Verkehrsmittel. An der Amalfiküste kommt eine eigene, sehr harte Regel dazu: Auf der Küstenstraße zwischen Vietri sul Mare und Positano dürfen Wohnmobile, Wohnwagen und Anhängergespanne das ganze Jahr über nur zwischen 24 und 6.30 Uhr fahren, unabhängig von den Fahrzeugmaßen. Für Pkw gilt dort von Juni bis Oktober zeitweise ein Wechselkennzeichen-System, das auch ausländische Kennzeichen und Mietwagen betrifft. Bus und Küstenfähre sind hier deshalb keine Notlösung, sondern der normale Weg.
Campingplätze
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FAQ
Tagsüber nicht. Auf dem rund fünfzig Kilometer langen Abschnitt zwischen Vietri sul Mare und Positano sind Wohnmobile, Wohnwagen und Anhängergespanne ganzjährig von 6.30 bis 24 Uhr gesperrt, egal wie groß das Fahrzeug ist. Praktisch heißt das: Platz auf der Halbinsel von Sorrent oder bei Salerno nehmen und die Küste mit dem Linienbus oder der Fähre ansehen.
Ja, und zwar am besten mit der Bahn. Die Circumvesuviana fährt von Neapel über Pompei bis Sorrent, man kann das Fahrzeug also stehen lassen. In Neapel ist das ohnehin klüger: Die Innenstadt liegt in einer kameraüberwachten verkehrsbeschränkten Zone, und in den Küstenorten sind Parkplätze knapp und teuer.
Das ist die eigentliche Entscheidung in Kampanien. Der Cilento ist der ruhigere, weitere Teil: Nationalpark, lange Küste, kleine Orte, die Tempel von Paestum und die Ruinen von Velia gleich mit dabei. Am Golf liegt alles enger beieinander, dafür dichter besiedelt und im Sommer voll; Vesuv, Ausgrabungen, Amalfiküste und Inseln sind von dort aber erreichbar. Wer ins Bergland des Sannio oder der Irpinia will, findet nur eine kleine Auswahl.