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Überblick
Was du über Camping in Südtirol wissen solltest
Südtirol ist Italiens deutschsprachige Nordprovinz — und landschaftlich deutlich breiter als sein Dolomiten-Ruf. Im Westen zieht der Vinschgau zum Reschenpass hinauf — eines der trockensten Täler der Alpen, überragt vom Ortler. Talwärts wird dasselbe Etschtal zum Obstgarten: Rund um Meran hält die Texelgruppe Regen und Kaltluft ab, hier wachsen Palmen zwischen Apfelanlagen. Südlich des Bozner Talkessels reihen sich die Weinorte bis zum Kalterer See, der als wärmster Badesee der Alpen gilt. Nordöstlich davon führt das Eisacktal als Brennerachse an Brixen und dessen Weißweinlagen vorbei. Das Pustertal öffnet seine Seitentäler auf die Drei Zinnen und die weiten Almhochflächen der Dolomiten-Naturparks. Dazu gehört die Dreisprachigkeit des Landes: Deutsch ist die Sprache der Mehrheit, Italienisch vor allem im Bozner Raum stark. In den Dolomitentälern lebt mit dem Ladinischen eine dritte Sprache.
In Südtirol macht die Höhenlage den größten Unterschied. Auf den Talböden von Etsch und Eisack stehen die Plätze zwischen Obstwiesen und Rebhängen, mild, gut angebunden und nah an Städten wie Meran oder Brixen. Im Vinschgau wird es höher, trockener und stiller — von dort führt ein durchgehender Talradweg bis Bozen, und südlich steigt der Nationalpark Stilfserjoch zum Ortler auf. Weiter östlich, im Pustertal und in den ladinischen Tälern, campt man unter den Dolomitenwänden selbst, mit alpinerem Wetter und mit Zufahrtsregelungen an den bekanntesten Zielen. Ein guter Teil der Plätze bleibt über den Winter offen: Skisaison und Sommersaison zählen hier beide.
Highlights
- Vinschgau und Ortler: eines der trockensten Täler der Alpen, mit dem Reschensee und dem versunkenen Kirchturm von Graun am Pass, alten Waalwegen an den Hängen und dem Nationalpark Stilfserjoch über den Seitentälern.
- Etschtal und Weinstraße: Im geschützten Talkessel von Meran gilt das Klima als mediterran geprägt — Zypressen und Lorbeer wachsen neben Obstwiesen, dazu Kurpromenaden, Schlossgärten und eine Therme. Weiter südlich tragen Rebhänge das Bild, und der Kalterer See gilt, gemeinsam mit dem Klopeiner See, als wärmster Badesee der Alpen.
- Dolomiten im Osten: Drei Zinnen und Pragser Wildsee liegen in den Naturparks über dem Pustertal, in Gröden und im Gadertal ist Ladinisch bis heute Alltagssprache.
- Seiser Alm über dem Eisacktal: die größte Hochalm Europas, teils im Naturpark Schlern-Rosengarten, tagsüber nur mit Seilbahn oder Bus erreichbar und im Winter ein eigenes Ski- und Loipengebiet.
Beste Reisezeit
Die Saison ist hier ungewöhnlich lang, weil Talboden und Berge zeitlich versetzt laufen. Unten geht es schon los, wenn die Obstbäume blühen: Um Meran und am Kalterer See ist es dann mild, während in den Dolomitentälern noch Schnee liegen kann. Der Hochsommer ist in den Bergen die verlässlichste Zeit, zieht aber auch die meisten Leute an die bekannten Ziele wie Drei Zinnen und Pragser Wildsee. Der Herbst ist eine eigene Saison mit Apfel- und Weinlese, Törggelen und klarer Luft — viele Plätze haben bis in den Oktober offen, ein Teil davon durch den Winter hindurch.
Camping vor Ort
Im Etschtal um Meran und in den Weinorten südlich von Bozen campt man zwischen Obstanlagen und Rebhängen, mit Promenaden, Thermen und einem warmen Badesee in Reichweite. Der Vinschgau ist die trockene, höher gelegene Variante: Waalwege an den Hängen, der Reschensee mit seinem versunkenen Kirchturm, dahinter das Ortlergebiet. Im Pustertal und in den ladinischen Tälern geht es um die Dolomiten selbst — Drei Zinnen, Pragser Wildsee, die Almhochflächen darüber, im Winter die Skigebiete. Wer es noch stiller mag, fährt in Seitentäler wie Passeier, Ultental oder Sarntal, wo Almen, Wald und Wanderwege das ganze Programm sind. Nordwärts vom Pustertal gehört das Ahrntal dazu, eine der bekannteren Ferienregionen des Landes und doch abseits der großen Durchgangsachsen. Was all das zusammenhält, ist die kurze Distanz: Zwischen Palmen am Talboden und Gletschereis liegt oft nur eine Autostunde.
Anreise & Planung
Italiens Autobahnen sind überwiegend streckenabhängig bemautet: An der Auffahrt zieht man ein Ticket, bei der Abfahrt zahlt man nach gefahrener Strecke und Fahrzeugklasse — für Wohnmobile zählt neben der Achszahl auch die Höhe an der Vorderachse. Eine Vignette gibt es nicht. Einzelne neuere Autobahnen fahren im Free-Flow ganz ohne Mautstationen; hier bezahlt man nachträglich online oder per App. Die großen Inseln Sardinien und Sizilien erreicht man per Fähre, für die sich in der Hauptsaison eine frühe Reservierung lohnt. In Südtirol kommen einzelne Zufahrtsregelungen in den Bergen dazu: Die Passstraße über das Stilfser Joch, die höchste asphaltierte Passstraße Italiens, ist nur etwa von Ende Mai bis November offen. Auf die Seiser Alm darf man tagsüber nicht mit dem eigenen Fahrzeug hinauf, sondern nimmt Seilbahn oder Bus. Und ins Pragser Tal kommt man von Anfang Juli bis Mitte September zwischen 9 und 16 Uhr nur mit einer vorab online gebuchten Reservierung.
Regeln & gut zu wissen
In vielen Innenstädten gelten verkehrsbeschränkte Zonen (ZTL), deren Einfahrt per Kamera überwacht wird — hineinfahren darf nur, wer berechtigt ist. In Mailand, Bologna und Palermo kommt eine City-Maut hinzu. In Norditalien gibt es zusätzlich zeitliche Umwelt-Fahrbeschränkungen; unter anderem sperren Bozen und Brixen an Werktagen ältere Diesel- und Benzinfahrzeuge aus. Wer mit dem Wohnmobil in die Städte will, parkt besser außerhalb und nutzt öffentliche Verkehrsmittel.
Campingplätze
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Camping & Chalet Natur Idyll Salten
Südtirol, Italien
- Saison: Saisonbetrieb
- Hunde erlaubt
- Sanitär
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Camping AL PLAN – Dolomites
Südtirol, Italien
- Saison: Ganzjährig
- 60 Stellplätze
- Hunde erlaubt
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Camping Ansitz Wildberg
Südtirol, Italien
- Saison: Ganzjährig
- 154 Stellplätze
- Hunde erlaubt
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Camping Badlerhof
Südtirol, Italien
- Saison: Saisonbetrieb
- 40 Stellplätze
- Hunde erlaubt
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Camping Bergkristall
Südtirol, Italien
- Saison: Ganzjährig
- 30 Stellplätze
- Hunde erlaubt
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Camping Ganthaler
Südtirol, Italien
- Saison: Saisonbetrieb
- 30 Stellplätze
- Hunde erlaubt
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Camping Goldrain-Cevedale
Südtirol, Italien
- Saison: Saisonbetrieb
- 51 Stellplätze
- Hunde erlaubt
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Camping Gretl am See
Südtirol, Italien
- Saison: Saisonbetrieb
- 80 Stellplätze
- Direkt am See
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FAQ
Häufige Fragen zu Camping in Südtirol
Kommt man in Südtirol mit Deutsch durch?
Ja, ohne Weiteres. Über die Hälfte der Südtiroler ist deutschsprachig, und in den Tälern ist Deutsch die Alltagssprache. Italienisch hört man vor allem im Bozner Raum und im Unterland; in Gröden und im Gadertal kommt Ladinisch als dritte Sprache dazu.
Lohnt sich Südtirol auch außerhalb des Sommers?
Ja. Im Frühling blüht der Talboden um Meran, während oben noch Schnee liegt, und der Herbst ist mit Lese und Törggelen eine eigene Saison. Ein guter Teil der Plätze bleibt ganzjährig offen, weil in denselben Tälern Skigebiete liegen — Wintercamping ist hier kein Sonderfall.
Dolomiten oder Talboden — wohin fährt man besser?
Wer Felswände, Almen und Hüttenwege will, fährt ins Pustertal oder in die ladinischen Täler und nimmt kühlere Nächte und längere Anfahrten in Kauf. Wer es mild mag, mit Radwegen, Wein, Obstgärten und Städten in Reichweite, bleibt im Etschtal zwischen Vinschgau, Meran und der Weinstraße. Beides liegt nur rund eine Autostunde auseinander.