Region

Campingplätze in der Toskana

Die Toskana ist mehr als Chianti und Kunststädte: Marmorberge im Norden, Apennin-Wälder, das Val d'Orcia, die Maremma, fast 400 km Küste und die Insel Elba.

Überblick

Was du über Camping in der Toskana wissen solltest

Die Toskana kennt man von Bildern: Zypressenreihen, Weinhügel, mittelalterliche Städte. Das Chianti zwischen Florenz und Siena sieht wirklich so aus, und das Val d'Orcia weiter südlich steht mit seinen kegelförmigen Hügeln seit 2004 als Kulturlandschaft auf der Welterbeliste. Nach Norden hin wird das Land steil: In den Apuanischen Alpen über Carrara wird seit der Römerzeit Marmor gebrochen, dahinter liegt die waldige Garfagnana mit dem Monte Prado, dem höchsten Berg der Region. Der Apennin im Nordosten ist stiller und dicht bewaldet — im Casentino entspringt der Arno, der die Region dann quer bis Pisa ans Meer begleitet. Der Süden gehört der Maremma: einst Sumpfland, heute Weiden, Macchia, heiße Quellen und Etruskerorte auf Tuffsteinfelsen, bis hinunter zum Monte Argentario. Dazu kommen fast 400 Kilometer Küste und mit Elba die drittgrößte Insel Italiens.

Die Küste sieht dabei von Nord nach Süd sehr verschieden aus. In der Versilia liegen die Strandorte direkt unter den Marmorbergen. Weiter südlich säumt ein breiter Pinienwald die Etruskische Riviera von Vada bis zum Golf von Baratti, und noch weiter unten geht die Küste in die flachere Maremma über. Elba ist ein eigenes Kapitel, mit Plätzen an den Buchten rund um Portoferraio und Marina di Campo; die Autofähre ab Piombino fährt das ganze Jahr. Im Landesinneren ist die Auswahl dünner gesät. Ein Teil der Plätze liegt in den Chianti-Hügeln und im Umland der Kunststädte — Florenz und Siena besucht man von dort besser mit Bus oder Bahn als mit dem eigenen Fahrzeug. Ruhiger und kühler wird es im Bergland, in der Garfagnana und im bewaldeten Apennin nach Osten hin.

Highlights

  • Die Hügel zwischen Florenz und Siena: das Chianti mit seinen Weinorten und, weiter südlich, das Val d'Orcia, dessen kegelförmige Hügel seit 2004 zum UNESCO-Welterbe zählen.
  • Marmor und Bergwald im Norden: In den Apuanischen Alpen über Carrara wird seit der Antike Marmor gebrochen, dahinter liegen die Wälder der Garfagnana und der Apennin mit dem Nationalpark der Casentinesischen Wälder.
  • Elba und der Toskanische Archipel: Italiens drittgrößte Insel, ganzjährig per Fähre ab Piombino erreichbar, mit dem Monte Capanne über tausend Metern und einem Nationalpark, zu dem auch Giglio und Capraia gehören.
  • Der Süden am Meer: Die Etruskische Riviera säumen Pinienwald und Sandstrand, am Golf von Baratti lag mit Populonia die einzige Etruskerstadt direkt am Meer; landeinwärts folgt die Maremma mit Weiden, Macchia, Naturpark und den heißen Quellen von Saturnia.

Beste Reisezeit

Die Saison läuft im Wesentlichen vom Frühjahr bis in den Oktober; über den Winter bleiben nur wenige Plätze offen. Der Hochsommer gehört der Küste und Elba — dann ist es heiß, die Badeorte sind voll, und ohne Reservierung wird es eng. Mai, Juni und September sind die angenehmeren Monate, vor allem für die Hügel, die Städte und das Wandern im Bergland: mildere Temperaturen und deutlich weniger Betrieb. Ab Oktober schließt dann ein guter Teil der Plätze.

Camping vor Ort

An der Küste bestimmt der Pinienwald das Bild: Von Vada bis zum Golf von Baratti liegt ein breiter Streifen aus Schirmpinien und Macchia hinter dem Sandstrand, und in der Versilia hat man die Marmorberge direkt im Rücken. Auf Elba wird es felsiger, die Plätze verteilen sich auf die Buchten der Insel, und die Anfahrt geht über die Fähre. Im Hügelland zwischen Florenz und Siena und weiter südlich im Val d'Orcia campt man dagegen in Wein- und Olivenland, mit den Kunststädten in Reichweite. Und im Bergland — Garfagnana, Casentino, Mugello — sind Wald, Wasser und Wanderwege das Thema, bei spürbar kühleren Nächten als unten am Meer. Weit ist es zwischen diesen Welten nirgends: Die Region ist zwar groß, aber Meer, Hügel und Berge liegen hier eng nebeneinander.

Anreise & Planung

Italiens Autobahnen sind überwiegend streckenabhängig bemautet: An der Auffahrt zieht man ein Ticket, bei der Abfahrt zahlt man nach gefahrener Strecke und Fahrzeugklasse — für Wohnmobile zählt neben der Achszahl auch die Höhe an der Vorderachse. Eine Vignette gibt es nicht. Einzelne neuere Autobahnen fahren im Free-Flow ganz ohne Mautstationen; hier bezahlt man nachträglich online oder per App. Die großen Inseln Sardinien und Sizilien erreicht man per Fähre, für die sich in der Hauptsaison eine frühe Reservierung lohnt. Innerhalb der Toskana betrifft das vor allem Elba: Die Autofähren starten in Piombino und fahren das ganze Jahr, die schnellen Verbindungen nach Portoferraio brauchen rund eine halbe Stunde.

Regeln & gut zu wissen

In vielen Innenstädten gelten verkehrsbeschränkte Zonen (ZTL), deren Einfahrt per Kamera überwacht wird — hineinfahren darf nur, wer berechtigt ist. In Mailand, Bologna und Palermo kommt eine City-Maut hinzu. In Norditalien gibt es zusätzlich zeitliche Umwelt-Fahrbeschränkungen; unter anderem sperren Bozen und Brixen an Werktagen ältere Diesel- und Benzinfahrzeuge aus. Wer mit dem Wohnmobil in die Städte will, parkt besser außerhalb und nutzt öffentliche Verkehrsmittel. In der Toskana gehören Florenz und Pisa zu den Städten mit einer solchen Zone.

Campingplätze

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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in der Toskana

Wie besucht man Florenz oder Siena, wenn man mit dem Wohnmobil unterwegs ist?

Nicht mit dem Fahrzeug bis in die Altstadt. In der Toskana haben unter anderem Florenz und Pisa verkehrsbeschränkte Zonen, deren Einfahrt per Kamera überwacht wird; wer ohne Berechtigung hineinfährt, bekommt das Bußgeld später per Post. Praktikabel ist ein Platz im Umland und die Fahrt mit Bus oder Bahn in die Stadt.

Kann man Elba mit dem Wohnmobil ansteuern?

Ja. Die Autofähre ab Piombino fährt das ganze Jahr, die schnellen Verbindungen nach Portoferraio brauchen etwa eine halbe Stunde, und die Insel hat eigene Plätze an den Buchten. Elba ist dabei bergiger, als man von einer Badeinsel erwartet — der Monte Capanne kommt auf gut tausend Meter — und gehört zum Nationalpark Toskanischer Archipel. In den Sommerwochen sollte man Überfahrt und Platz früh festmachen.

Gibt es in der Toskana auch Camping abseits der Küste?

Ja, nur ist die Auswahl dort dünner gesät. In den Chianti-Hügeln und rund um die Kunststädte findet man Plätze in Wein- und Olivenland, in der Garfagnana, im Mugello und im Casentino campt man im Bergwald — kühler und ruhiger als unten am Meer. Wintercamping ist in der Toskana allerdings die Ausnahme: Die meisten Plätze machen im Herbst zu.