Region

Campingplätze in Venetien

Campingplätze in Venetien: das Gardasee-Ostufer, die Adriaküste mit Venedig per Vaporetto, die Dolomiten um Cortina sowie Weinhügel und Thermen dazwischen.

Überblick

Was du über Camping in Venetien wissen solltest

Venetien reicht von den Dolomiten bis an die Adria — Hochgebirge und Sandstrand liegen hier ungewöhnlich nah beieinander. Im Norden gehört die Provinz Belluno mit Cortina d'Ampezzo zum Naturerbe der Dolomiten. Südlich davon leiten die venetischen Voralpen und die Hochebene von Asiago in die Poebene hinunter. In der Mitte zieht sich ein Gürtel aus Hügeln durch die Region: die Weinberge von Valpolicella und Soave, weiter östlich die Prosecco-Hügel um Conegliano, seit 2019 Welterbe. Vor Padua steigen die Euganeischen Hügel aus der Ebene auf. An ihrem Fuß liegt um Abano und Montegrotto das größte Thermalgebiet Europas. Ganz im Süden geht die Ebene ins Po-Delta über, ein Feuchtgebiet mit hunderten Vogelarten; nach Norden schließt die rund 150 Kilometer lange Adriaküste mit der Lagune von Venedig an. Venetien ist Italiens meistbesuchte Region. Venedig, Verona und Vicenza stehen auf der Welterbeliste. Padua und Treviso sind die ruhigeren Kunststädte dahinter.

Am Gardasee gehört das ganze Ostufer von Peschiera bis Malcesine zu Venetien. An dieser Riviera degli Olivi liegen die Plätze zwischen Olivenhängen und Seeufer. Die Küste um Cavallino-Treporti, Jesolo und Caorle ist eine der dichtesten Campinggegenden Europas. Nirgends in Italien werden mehr Open-Air-Übernachtungen gezählt als in Cavallino-Treporti. Venedig besucht man von dort ohne Fahrzeug: Ab Punta Sabbioni fährt das Vaporetto in die autofreie Altstadt. Südlich der Lagune, zwischen Sottomarina, Rosolina Mare und dem Po-Delta, wird es merklich ruhiger. In den Dolomiten um Cortina d'Ampezzo ist Camping Bergsache — die Plätze liegen auf Talhöhe zwischen den Felswänden, einzelne bleiben auch im Winter offen. Im Hügelland und rund um die Kunststädte ist die Auswahl kleiner, dafür hat man Weinberge oder einen Thermalort vor der Tür.

Highlights

  • Das Gardasee-Ostufer gehört von Peschiera bis Malcesine ganz zu Venetien. Riviera degli Olivi heißt dieser Uferstreifen, nach den Olivenhängen, die bis ans Wasser reichen.
  • Die Adriaküste um Cavallino-Treporti und Caorle ist eine der dichtesten Campinggegenden Europas. Venedig erreicht man von dort per Vaporetto ab Punta Sabbioni, ganz ohne Fahrzeug.
  • In den Dolomiten um Cortina d'Ampezzo campt man mitten im UNESCO-Naturerbe, mit Drei Zinnen und Marmolata in Reichweite. Venetien ist eben auch Bergland.
  • Das Landesinnere ist Hügel- und Weinland: Valpolicella und Soave bei Verona, die welterbegeschützten Prosecco-Hügel um Conegliano. Vor Padua liegen die Euganeischen Hügel mit dem größten Thermalgebiet Europas.

Beste Reisezeit

Die Saison ist klar sommerzentriert. An der Küste ballt sich fast alles auf Juni bis August, und wer dann kommt, sollte reservieren — am Gardasee gilt das genauso. April, Mai und September sind die entspannteren Fenster mit noch guter Auswahl, im Oktober wird es dünner, und nur wenige Plätze haben das ganze Jahr offen. In den Dolomiten läuft die Uhr anders: Dort ist der Hochsommer die Wanderzeit, und einzelne Plätze bleiben für die Wintersaison geöffnet.

Camping vor Ort

Die Campinggegenden Venetiens liegen nah beieinander und fühlen sich doch völlig verschieden an. Am Gardasee-Ostufer campt man an einem Alpensee: Olivenhaine und Zypressen am Hang, gegenüber die Felswände des Westufers. An der Adria ist Camping Strandurlaub — kilometerlange Sandstrände, Pinien als Schattendach, im Juli und August voller Betrieb. Am dichtesten liegen die Plätze bei Cavallino-Treporti: rund 13 Kilometer Küste, an denen ein Open-Air-Betrieb an den nächsten grenzt. Hinter der Lagune, zwischen Sottomarina, Rosolina Mare und dem Po-Delta, geht das Land in flache Wasserlandschaft über: Kanäle, Lagunenufer, Wasservögel — und in Chioggia eine Fischerstadt statt eines Ferienorts. In den Dolomiten um Cortina d'Ampezzo steht man dagegen in Tallagen zwischen den Felswänden, einzelne Plätze über 1.200 Meter hoch, und der Sommer gehört dort den Wanderschuhen. Dazwischen liegt das Hügelland: Rebhänge in Valpolicella und Soave, die steilen Prosecco-Parzellen um Conegliano, Thermalorte am Fuß der Euganeischen Hügel. Wer sich dort einen Platz sucht, campt in Kulturlandschaft und hat Verona, Padua oder Treviso als Tagesziel in Reichweite.

Anreise & Planung

Italiens Autobahnen sind überwiegend streckenabhängig bemautet: An der Auffahrt zieht man ein Ticket, bei der Abfahrt zahlt man nach gefahrener Strecke und Fahrzeugklasse — für Wohnmobile zählt neben der Achszahl auch die Höhe an der Vorderachse. Eine Vignette gibt es nicht. Einzelne neuere Autobahnen fahren im Free-Flow ganz ohne Mautstationen; hier bezahlt man nachträglich online oder per App. Die großen Inseln Sardinien und Sizilien erreicht man per Fähre, für die sich in der Hauptsaison eine frühe Reservierung lohnt. Venedigs Altstadt ist autofrei: Mit dem Fahrzeug kommt man nur bis Piazzale Roma oder zur Parkinsel Tronchetto, vom Campinglitoral fährt stattdessen das Vaporetto ab Punta Sabbioni direkt in die Stadt.

Regeln & gut zu wissen

In vielen Innenstädten gelten verkehrsbeschränkte Zonen (ZTL), deren Einfahrt per Kamera überwacht wird — hineinfahren darf nur, wer berechtigt ist. In Mailand, Bologna und Palermo kommt eine City-Maut hinzu. In Norditalien gibt es zusätzlich zeitliche Umwelt-Fahrbeschränkungen; unter anderem sperren Bozen und Brixen an Werktagen ältere Diesel- und Benzinfahrzeuge aus. Wer mit dem Wohnmobil in die Städte will, parkt besser außerhalb und nutzt öffentliche Verkehrsmittel.

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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Venetien

Kann ich Venedig vom Campingplatz aus ohne Auto besuchen?

Ja, und das ist der übliche Weg. Die Altstadt ist autofrei, mit dem Fahrzeug kommt man nur bis Piazzale Roma oder zur Parkinsel Tronchetto. Von der Küste bei Cavallino-Treporti fährt das Vaporetto ab Punta Sabbioni direkt in die Stadt. Vom Gardasee oder aus Padua kommt man mit der Bahn hin. Ein Punkt zum Einplanen: In der Hochsaison verlangt Venedig an ausgewählten Tagen eine Zutrittsgebühr von Tagesbesuchern, und als Gast eines Campingplatzes am Litoral zählt man dazu. Befreit sind Übernachtungsgäste der Gemeinde Venedig — dazu gehören auch Plätze in Mestre und Fusina — sowie Kinder unter 14 Jahren.

Gibt es in Venetien auch Bergcamping?

Ja. Die Provinz Belluno reicht bis an die Drei Zinnen und deckt einen großen Teil des Dolomiten-Naturerbes ab. Rund um Cortina d'Ampezzo liegen mehrere Plätze in Höhenlage, weitere in den Tälern des Cadore und am See von Alleghe. Die Auswahl ist kleiner als am Gardasee oder an der Küste, dafür ist der Sommer dort die Wander- und nicht die Badesaison, und einzelne Plätze haben auch im Winter offen.

Lohnt sich Venetien abseits von Strand und Gardasee?

Das Landesinnere ist der Teil Venetiens, den man am ehesten übersieht. Die Prosecco-Hügel um Conegliano stehen als Kulturlandschaft auf der Welterbeliste. Vor den Toren Veronas liegen die Weinberge von Valpolicella und Soave, bei Padua steigen die Euganeischen Hügel mit ihren Thermalorten aus der Ebene auf. Im Süden ist das Po-Delta ein Vogelparadies mit flachen Radwegen. Campingplätze sind dort seltener als am Wasser, dafür ist man näher an den Städten und deutlich ruhiger untergebracht.