Region

Campingplätze in Südnorwegen

Sørlandet: Norwegens sonnige Südküste mit Kristiansand, Schärenstädtchen und dem Setesdal-Tal im Hinterland – Camping zwischen Meer, Küstenfestung und Bergtal.

Überblick

Was du über Camping in Südnorwegen wissen solltest

Sørlandet, auf Norwegisch der offizielle Name des Landesteils, ist die Küste am Skagerrak zwischen Rogaland im Westen und Telemark im Osten und deckt sich heute mit dem Fylke Agder. Lange rechnete man die Gegend eher zu Vestlandet; erst der Schriftsteller Vilhelm Krag gab ihr um 1902 einen eigenen Namen. Getragen wird die Region bis heute von ihrer Küste: weiße Holzhäuser, Schären und kleine Hafenstädte reihen sich von Flekkefjord im Westen über Mandal, Lillesand, Grimstad und Arendal bis Risør im Osten, mit Kristiansand als mit Abstand größter Stadt.

Was Sørlandet vom übrigen Norwegen unterscheidet, ist vor allem das Klima: Die Küste, an der rund 80 Prozent der Bevölkerung der Region leben, gilt als der mildeste Küstenabschnitt Norwegens, der Abschnitt um Kristiansand zugleich als besonders sonnig. Deshalb ist Sørlandet nicht nur ein Ziel für Reisende von außerhalb, sondern die Sommerküste, an die es Norweger selbst zieht – ein spürbarer Kontrast zum Bild von Fjorden, Bergen und kühlem Wetter, das sonst mit dem Land verbunden wird.

Hinter der Küste öffnet sich mit dem Setesdal ein ganz anderer Raum: ein langgezogenes Tal am Fluss Otra mit eigener Handwerks- und Musiktradition, deren Paartänze zu Hardangerfiedel und Maultrommel 2019 als immaterielles Kulturerbe der UNESCO anerkannt wurden.

Für viele deutsche Camper ist Sørlandet zudem der erste Landstrich Norwegens überhaupt: Von Hirtshals in Dänemark aus führen Fähren sowohl nach Kristiansand als auch – bereits außerhalb Sørlandets, in Vestfold – nach Larvik.

Highlights

  • Lindesnes markiert den südlichsten Punkt des norwegischen Festlands – nur die kleine, unbewohnte Insel Litleodd südwestlich von Mandal liegt noch näher am tatsächlichen Südende Norwegens.
  • Das Setesdal-Tal entlang der Otra trägt eine eigene Volksmusiktradition mit Paartänzen zu Hardangerfiedel und Maultrommel, die 2019 als immaterielles Kulturerbe der UNESCO anerkannt wurde.
  • Bei Møvik nahe Kristiansand steht mit dem 1941 bis 1944 als Teil des Atlantikwalls errichteten früheren deutschen Küstenfort „Batterie Vara“ eines der größten heute noch erhaltenen Landgeschütze der Welt, ein 38-cm-Geschütz; seit 1993 ist die Anlage teilweise als Kanonenmuseum zugänglich.
  • Von Kristiansand und dem benachbarten Larvik verkehren Fähren nach Hirtshals in Dänemark – für viele deutsche Camper ist das der erste Küstenabschnitt Norwegens überhaupt.

Beste Reisezeit

Die Saison ist sommerzentriert: Das für norwegische Verhältnisse milde und sonnige Küstenklima macht den Sommer zur touristischen Hauptzeit, in der auch Norweger selbst an die Sørlandet-Küste fahren – hier ist an den bekannten Küstenorten mit dem stärksten Andrang zu rechnen. Im binnenländischen Setesdal sorgt der Wintersportort Hovden im oberen Tal für eine zweite, winterliche Reisezeit, die mit dem Küstensommer wenig zu tun hat.

Camping vor Ort

Am Skagerrak reihen sich zwischen Flekkefjord/Mandal im Westen und Arendal/Risør im Osten Schären, Buchten und kleine Hafenstädte, mit Kristiansand als größter Stadt und touristischem Zentrum der Region samt Kulturangeboten wie Kilden und dem Kunstsilo. Landeinwärts liegt mit dem Setesdal entlang der Otra ein eigenständiger Teilraum, der stärker auf Aktivurlaub – Rafting, Wandern, im Winter Skibetrieb um Hovden – ausgerichtet ist als auf Strand und Meer. Nahe Kristiansand, bei Møvik, erinnert das zwischen 1941 und 1944 als Teil des Atlantikwalls errichtete frühere deutsche Küstenfort „Batterie Vara“ mit einem seiner 38-cm-Geschütze – eines der größten heute noch erhaltenen Landgeschütze der Welt – als Museum an den Zweiten Weltkrieg an dieser Küste.

Anreise & Planung

Eine allgemeine Autobahn-Vignette gibt es in Norwegen nicht. Stattdessen wird auf vielen Straßen, Brücken und Tunneln sowie in mehreren Stadtzentren streckenweise Maut erhoben, und zwar automatisch: An den Mautstationen wird nur das Kennzeichen erfasst, bar bezahlen kann man nicht. Ausländische Fahrzeughalter bekommen die Rechnung anschließend per Post vom Dienstleister epass24, mit einer kleinen Zusatzgebühr für die Halterermittlung — wer sich vorab online bei epass24 registriert und eine Kreditkarte hinterlegt, spart diese Gebühr, und mit einem AutoPASS-Chip (brikke) gibt es zusätzlich Rabatt. Ein großer Kostenpunkt sind die Fähren, ohne die man die Fjorde im Westen kaum umfährt; sie sind meist mautpflichtig, mit der Vorausvereinbarung AutoPASS for Ferry lässt sich hier deutlich sparen. Norwegen ist insgesamt ein teures Reiseland, und die Anfahrt aus Deutschland ist lang — viele reisen über Dänemark und nehmen eine der Fähren nach Südnorwegen. Sonst gilt: das ganze Jahr über tagsüber Lichtpflicht, eine strenge Promillegrenze von 0,2, ein Tempolimit von meist 80 außerorts und 50 innerorts sowie im Winter die Pflicht zu passender Bereifung. Für Sørlandet konkret heißt das: Von Hirtshals in Dänemark verkehren Fähren sowohl nach Kristiansand als auch – schon in Vestfold, östlich von Sørlandet – nach Larvik; für viele deutsche Camper sind das die beiden Einstiegshäfen nach Norwegen.

Regeln & gut zu wissen

Norwegen ist für sein Jedermannsrecht (allemannsretten) bekannt, das jedem erlaubt, sich frei in der Natur aufzuhalten und auf unbebautem Land (utmark) zu zelten — mit mindestens 150 Metern Abstand zu bewohnten Häusern und höchstens zwei Nächten am selben Ort. Wichtig und oft missverstanden: Dieses Recht gilt nur für nicht-motorisierte Camper, also fürs Zelt, nicht für Wohnmobile, Campervans oder Wohnwagen. Mit dem Fahrzeug übernachtet man auf Camping- und Stellplätzen; das Stehen an Parkbuchten oder am Straßenrand ist nur dort geduldet, wo kein Verbotsschild steht, und ersetzt das Jedermannsrecht nicht. Rücksicht auf Natur und Anwohner wird großgeschrieben, und in Nationalparks und Schutzgebieten gelten eigene, strengere Regeln.

Campingplätze

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Bjonndalen Camp

Südnorwegen, Norwegen

  • Saison: Saisonbetrieb
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Camp Lyngdal

Südnorwegen, Norwegen

  • Saison: Saisonbetrieb
  • Direkt am Meer
  • Hunde erlaubt
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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Südnorwegen

Ist die Sørlandet-Küste wirklich milder als der Rest Norwegens?

Ja – die Küste am Skagerrak gilt als der mildeste Küstenabschnitt Norwegens, der Abschnitt um Kristiansand zusätzlich als besonders sonnig, weshalb auch viele Norweger selbst hier ihren Sommerurlaub verbringen.

Gehören Preikestolen und der Lysefjord zu Sørlandet?

Nein, beide liegen in Rogaland und damit bereits in Vestlandet, westlich der Sørlandet-Grenze.

Darf ich mit dem Wohnmobil einfach am Straßenrand oder in der Natur übernachten?

Nein, das norwegische Jedermannsrecht erlaubt freies Übernachten in der Natur nur nicht-motorisierten Campern; mit dem Fahrzeug gehört man auf Camping- oder Stellplätze, und Parken am Straßenrand ist nur dort geduldet, wo es nicht ausdrücklich verboten ist.