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Westnorwegen, Norwegen
Kinsarvik Camping
- Saison: Ganzjährig
- Direkt am Meer
- Hunde erlaubt
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Region
Westnorwegen: Sognefjord, Hardangerfjord, Geirangerfjord und Gletscher Jostedalsbreen treffen auf Fähren, saisonale Pässe und Wanderziele wie Trolltunga.
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Überblick
Westnorwegen – amtlich Vestlandet, zusammengesetzt aus den Fylkern Rogaland, Vestland und Møre og Romsdal – ist der Teil Norwegens, an den die meisten zuerst denken, wenn von Fjorden die Rede ist. Hier liegt der Sognefjord, mit rund 205 Kilometern Länge und über 1.300 Metern Tiefe der längste und tiefste Fjord des Landes, dazu der Hardangerfjord mit seinen Obstplantagen und die als Welterbe geschützte Fjordlandschaft um Geirangerfjord und Nærøyfjord, deren Seitenarm Nærøyfjord an einer Stelle nur 250 Meter schmal wird. Nördlich des Sognefjords liegt mit dem Jostedalsbreen der größte Festlandgletscher Europas.
Die Küste zieht sich von Stavanger und dem Lysefjord im Süden über Bergen bis Ålesund und zur Atlantikstraße im Norden. Rund um Stavanger und den Lysefjord liegen mit Preikestolen und Kjeragbolten zwei der meistfotografierten Wanderziele Norwegens, im Gebiet um den Hardangerfjord kommt mit Trolltunga ein drittes dazu. Bergen selbst trägt mit dem historischen Hanseviertel Bryggen ebenfalls Welterbe-Status und gilt zugleich als eine der regenreichsten Großstädte Europas – ein Grund, hier eher auf gutes Wetterzeug als auf Sonnenschein-Garantien zu setzen.
Camping in Westnorwegen bedeutet vor allem Camping entlang von Wasser und Fels: Straßen folgen den Fjordarmen statt geraden Linien, Pässe wie der Trollstigen sind nur in den warmen Monaten offen, und Fähren gehören zur Route wie Tunnel und Brücken – allein die Küstenstraße E39 quert zwischen Kristiansund, Ålesund, Bergen und Stavanger sieben Fährstrecken.
Highlights
Weil Fjorde und Fähren die Routenwahl in Westnorwegen bestimmen, liegt die Hauptsaison im Hochsommer, wenn die Tage lang und die Bergstraßen offen sind. Juli und August sind an den bekannten Wanderzielen Trolltunga, Preikestolen und Kjeragbolten am belebtesten, während der Frühsommer mit der Obstblüte am Hardangerfjord im Mai/Juni und der September oft ruhigere, klarere Wochen bieten. Bergens Ruf als eine der regenreichsten Großstädte Europas lohnt wetterfeste Planung unabhängig von der Jahreszeit, und außerhalb der Sommermonate schränken Schnee und gesperrte Hochgebirgspässe die Routenwahl spürbar ein.
Westnorwegens Camping-Landschaft folgt den großen Fjordarmen. Um Stavanger und den Lysefjord im Süden dreht sich vieles um Preikestolen und Kjeragbolten sowie den Zugang zur Nordseeküste Rogalands. Der Hardangerfjord weiter nördlich ist mit seinen Obstplantagen und der Obstblüte im Mai und Juni die mildere, gärtnerische Seite des Fjordlandes. Im inneren Fjord- und Gletschergebiet um Sognefjord, Nordfjord und den Jostedalsbreen liegen Gletscherarme wie Briksdalsbreen und Nigardsbreen, der schmale Nærøyfjord und die alte Stabkirche Urnes am Lustrafjord dicht beieinander. Weiter nördlich prägen der Geirangerfjord, die Passstraße Trollstigen und die Küste um Ålesund mit ihrer Jugendstil-Innenstadt und der Atlantikstraße das Bild, während Bergen mit dem Welterbe-Hafenviertel Bryggen als Tor zwischen Küste und Fjordland liegt. Wer zwischen diesen Räumen wechselt, plant Fähren und saisonale Straßensperrungen wie am Trollstigen von vornherein mit ein.
Eine allgemeine Autobahn-Vignette gibt es in Norwegen nicht. Stattdessen wird auf vielen Straßen, Brücken und Tunneln sowie in mehreren Stadtzentren streckenweise Maut erhoben, und zwar automatisch: An den Mautstationen wird nur das Kennzeichen erfasst, bar bezahlen kann man nicht. Ausländische Fahrzeughalter bekommen die Rechnung anschließend per Post vom Dienstleister epass24, mit einer kleinen Zusatzgebühr für die Halterermittlung — wer sich vorab online bei epass24 registriert und eine Kreditkarte hinterlegt, spart diese Gebühr, und mit einem AutoPASS-Chip (brikke) gibt es zusätzlich Rabatt. Ein großer Kostenpunkt sind die Fähren, ohne die man die Fjorde im Westen kaum umfährt; sie sind meist mautpflichtig, mit der Vorausvereinbarung AutoPASS for Ferry lässt sich hier deutlich sparen. Norwegen ist insgesamt ein teures Reiseland, und die Anfahrt aus Deutschland ist lang — viele reisen über Dänemark und nehmen eine der Fähren nach Südnorwegen. Sonst gilt: das ganze Jahr über tagsüber Lichtpflicht, eine strenge Promillegrenze von 0,2, ein Tempolimit von meist 80 außerorts und 50 innerorts sowie im Winter die Pflicht zu passender Bereifung. In Westnorwegen ist die Fähre besonders oft Teil der Strecke: Allein die Küstenstraße E39 quert zwischen Kristiansund, Ålesund, Bergen und Stavanger sieben Autofährstrecken, die wie die übrigen Fjordquerungen über AutoPASS abgerechnet werden.
Norwegen ist für sein Jedermannsrecht (allemannsretten) bekannt, das jedem erlaubt, sich frei in der Natur aufzuhalten und auf unbebautem Land (utmark) zu zelten — mit mindestens 150 Metern Abstand zu bewohnten Häusern und höchstens zwei Nächten am selben Ort. Wichtig und oft missverstanden: Dieses Recht gilt nur für nicht-motorisierte Camper, also fürs Zelt, nicht für Wohnmobile, Campervans oder Wohnwagen. Mit dem Fahrzeug übernachtet man auf Camping- und Stellplätzen; das Stehen an Parkbuchten oder am Straßenrand ist nur dort geduldet, wo kein Verbotsschild steht, und ersetzt das Jedermannsrecht nicht. Rücksicht auf Natur und Anwohner wird großgeschrieben, und in Nationalparks und Schutzgebieten gelten eigene, strengere Regeln.
Campingplätze
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FAQ
Fähren gehören hier zur Normalroute: Allein die Küstenstraße E39 quert zwischen Kristiansund, Ålesund, Bergen und Stavanger sieben Autofährstrecken. Die meisten sind mautpflichtig und werden über AutoPASS beziehungsweise mit der Vorausvereinbarung AutoPASS for Ferry abgerechnet.
Nur mit Einschränkungen: Die Passstraße ist saisonal gesperrt, wetter- und baustellenabhängig, und für Fahrzeuge über 12,4 Meter Länge generell gesperrt. Die engen Haarnadelkurven verlangen zusätzlich vorsichtiges Fahren.
Nein: Das Jedermannsrecht gilt nur für nicht-motorisierte Camper mit dem Zelt, nicht fürs Wohnmobil. Mit dem Fahrzeug gehört man auf Camping- oder Stellplätze; eine Übernachtung am Straßenrand ist höchstens dort geduldet, wo kein Verbotsschild steht.