Region

Campingplätze in Tirol

Campingplätze in Tirol: Inntal und Innsbruck, Seitentäler wie Zillertal und Ötztal, Seeplätze am Achensee und viele ganzjährig offene Plätze fürs Wintercamping.

Überblick

Was du über Camping in Tirol wissen solltest

Tirol ist Hochgebirgsland durch und durch. Die Hauptachse ist das breite Inntal mit Innsbruck als Zentrum; von ihm zweigen die großen Seitentäler ab — Zillertal, Ötztal, Stubaital und das Paznaun —, bekannt als Wander- und Skiregionen. Im Nordosten liegen die sanfteren Kitzbüheler Alpen und mit dem Achensee der größte See des Landes. Ganz im Süden folgt das ruhigere Osttirol um Lienz, das räumlich vom übrigen Land getrennt liegt und schon an der Südseite von Großglockner und Hohen Tauern grenzt.

Gecampt wird in Tirol im Tal, nicht am Gipfel — der Platz ist Basislager, morgens geht es zur Bergbahn oder auf den Wanderweg, abends zurück ins Quartier. Die meiste Auswahl liegt im Tiroler Unterland rund ums Kaisergebirge, im Kitzbüheler Raum und am Achensee; wer Seelage sucht, findet sie vor allem dort und an den Badeseen des Unterlands, in begrenzter, aber echter Auswahl. Und anders als in vielen Alpenregionen ist Wintercamping hier Normalfall, nicht Ausnahme — viele Plätze bleiben das ganze Jahr offen.

Highlights

  • Das Inntal mit Innsbruck ist die Hauptachse des Landes: eine breite Tallage mit schneller Anbindung, von der die großen Seitentäler abzweigen — ein praktisches Basislager für alle, die viel unternehmen wollen.
  • Die großen Seitentäler — Zillertal, Ötztal, Stubaital — sind klassische Wander- und Skiregionen; hier campt man nah an den Bergbahnen, mit den Hochtälern direkt vor der Tür.
  • Der Achensee, das „Tiroler Meer“: der größte See des Landes, hoch über dem Inntal gelegen und wegen seiner Größe und seines Windes bei Seglern und Surfern beliebt — der wichtigste Seecamping-Raum Tirols.
  • Wintercamping gehört in Tirol fest zum Angebot: Ein Großteil der Plätze hat ganzjährig geöffnet und liegt dabei wie im Sommer in den Tälern, gut erreichbar statt hoch am Berg.

Beste Reisezeit

Tirol hat zwei vollwertige Campingsaisons. Der Sommer gehört den Bergbahnen, den Wander- und Radtouren und den Badeseen; wer es ruhiger mag, kommt im September, wenn der Betrieb noch läuft und die Täler spürbar leerer sind als im Hochsommer. Der Winter ist hier keine Notlösung, sondern eine zweite volle Saison: In kaum einem anderen Bundesland bleiben so viele Plätze über die kalten Monate offen, und wer zum Skifahren oder Winterwandern kommt, findet sein Quartier meist im selben Tal wie die Sommergäste.

Camping vor Ort

Man campt in Tirol im Tal: Die Plätze liegen überwiegend zwischen Inntal-Höhe und der Lage des Achensees, hochalpin steht kaum jemand. Der typische Platz ist ein Basislager — tagsüber geht es in die Berge, an den See oder ins Skigebiet, abends kehrt man ins Tal zurück. Am dichtesten stehen die Plätze im Tiroler Unterland und im Kitzbüheler Raum; für Wasser fährt man an den Achensee, der wegen seiner Größe und seines Windes als „Tiroler Meer“ gilt, oder an einen der Badeseen im Unterland. Weil viele Plätze das ganze Jahr offen haben, ist das Basislager im Winter oft dasselbe wie im Sommer, nur mit Schnee.

Anreise & Planung

Auf Autobahnen und Schnellstraßen gilt in Österreich Vignettenpflicht, auch für Wohnmobile bis 3,5 Tonnen. Die digitale Vignette ist ans Kennzeichen gebunden und in verschiedenen Laufzeiten von einem Tag bis zu einem Jahr erhältlich. Zusätzlich zur Vignette kostet auf einigen Alpenstrecken eine separate Sondermaut — dazu gehören die Brennerautobahn, die Tauernautobahn, der Arlbergtunnel, der Felbertauerntunnel sowie Panoramastraßen wie die Großglockner-Hochalpenstraße. Eine Umweltplakette wie in Deutschland brauchen Pkw und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen nicht; sie gelten verkehrsrechtlich als Pkw. Auf einzelnen Abschnitten können aus Luftschutzgründen variable Tempolimits gelten. In Tirol kommt eine regionale Besonderheit dazu: In der Sommersaison sperrt das Land an Wochenenden und Feiertagen viele Landes- und Gemeindestraßen für den Durchgangsverkehr, damit sich der Stau auf den Transitachsen nicht über Nebenstraßen und Wohngebiete verlagert. Wer über solche Ausweichrouten fährt, riskiert eine Strafe; die Fahrt zum eigenen Ziel in der Region bleibt erlaubt.

Regeln & gut zu wissen

Wildcampen ist in Österreich grundsätzlich stark eingeschränkt, und die Regeln unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. In Tirol ist das Campieren außerhalb von Campingplätzen — mit Zelt wie mit Wohnmobil — grundsätzlich verboten, in Kärnten das Zelten und Abstellen in der freien Landschaft ebenfalls, mit teils empfindlichen Strafen. In Nationalparks und Naturschutzgebieten gilt überall ein striktes Verbot. Rast- und Parkplätze darf man nur für eine Ruhepause nutzen, nicht zum Übernachten mit aufgebauten Campingmöbeln. Am einfachsten und sichersten übernachtet man auf offiziellen Plätzen.

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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Tirol

Kann man in Tirol im Winter campen?

Ja. Viele Tiroler Plätze sind ganzjährig geöffnet, sodass Wintercamping hier zum realen Angebot gehört und nicht auf wenige Ausnahmen beschränkt ist. Anreise und Standplatz bleiben dabei die gewohnten Tallagen — im Winter wie im Sommer.

Was muss ich bei der Anreise nach Tirol beachten?

Neben der österreichischen Vignette wird auf einigen Tiroler Strecken eine zusätzliche Sondermaut fällig, etwa auf der Brennerautobahn oder auf dem Weg nach Osttirol. Wichtig im Sommer: An Wochenenden und Feiertagen sperrt Tirol viele Nebenstraßen für den Durchgangsverkehr, damit der Transitstau nicht über Ausweichrouten läuft — wer dort trotzdem abkürzt, wird streng bestraft. Wer sein Ziel in der Region hat, darf weiterfahren.

Gehört Osttirol auch dazu — und lohnt es sich für Camper?

Osttirol gehört zum Bundesland, liegt aber räumlich vom übrigen Tirol getrennt und wird über die Felbertauernstraße erreicht. Rund um Lienz ist es ruhiger als die bekannten Nordtiroler Täler und grenzt an die Südseite von Großglockner und Hohen Tauern. Das Campingangebot ist hier deutlich kleiner als in Nordtirol — dafür geht es entspannter zu.