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Großpolen, Polen
Camping Male Miasto de kleine Stad
- Saison: Saisonbetrieb
- Hunde erlaubt
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Überblick
Was du über Camping in Großpolen wissen solltest
Großpolen (Wielkopolskie) gilt als Wiege des polnischen Staates: Um Gnesen (Gniezno), Posen (Poznań) und die Insel Ostrów Lednicki im Lednica-See herum entstand im 10. Jahrhundert das erste polnische Reich – hier ließ sich Herzog Mieszko I. taufen, hier wurde später der erste polnische König gekrönt. Der Piastenweg, angelegt zum tausendjährigen Staatsjubiläum, verbindet diese frühen Stätten bis heute in einer Schleife um die beiden Städte.
Landschaftlich ist Großpolen zweigeteilt: im Nordwesten die Großpolnische Seenplatte mit Endmoränenhügeln, Rinnenseen und dem großen, ruhigen Waldgebiet der Puszcza Notecka, im Südosten das ebene Mittelpolnische Tiefland entlang der Warthe. Mit rund 500 bis 550 Millimetern Niederschlag im Jahr zählt die Region zu den trockeneren Landesteilen Polens. Posen selbst ist an der Warthe zugleich Polens wichtigste Messestadt, und im Süden führt Kalisz mit dem Beinamen „älteste Stadt Polens“ eine eigene, deutlich ältere Geschichte.
Fürs Camping ist Großpolen eine kleinteilige Seen- und Waldlandschaft statt eines einzelnen großen Ziels: Südlich von Posen liegt der Großpolnische Nationalpark mit seinen Moränenhügeln und Rinnenseen, weiter westlich das Sierakower Land mit ähnlichem, eiszeitlich geprägtem Relief, und östlich Richtung Gnesen ein eigenes kleines Seenland um Powidz und Skorzęcin.
Weil die Autobahn A2 die deutsche Grenze über Posen und Konin direkt mit Warschau verbindet, ist Großpolen für viele Wohnmobilfahrer zunächst eine Durchfahrtsregion. Wer hier anhält, kann das aber gut mit einem Abstecher zu Piastenweg, Nationalpark oder Seenland verbinden, statt nur durchzufahren.
Highlights
- Gnesen (Gniezno) war im 10. Jahrhundert Residenz des ersten historischen polnischen Herrschers Mieszko I. und gilt zusammen mit Posen als Keimzelle des polnischen Staates; im Dom der Stadt wurde später der erste polnische König gekrönt.
- Auf der Insel Ostrów Lednicki im Lednica-See ließ sich Mieszko I. 966 taufen; die ältesten vorromanischen Baureste Polens dort sind heute ein zentraler Halt auf dem Piastenweg zwischen Posen und Gnesen.
- Südlich von Posen liegt der Großpolnische Nationalpark mit bis zu 132 Meter hohen Moränenhügeln und einer Kette eiszeitlicher Rinnenseen.
- Posen an der Warthe ist Polens wichtigste Messestadt mit der ältesten und größten Handelsmesse des Landes.
Beste Reisezeit
Wie in ganz Polen ist das Klima deutlich kontinentaler geprägt als in Westeuropa, in Großpolen zusätzlich vergleichsweise trocken: Die Sommer sind warm, aber nicht sehr lang, die Winter kalt. An den Seen rund um Posen, Gnesen und im Sierakower Land ist an Sommerwochenenden am meisten los, während Frühling und Herbst besser zum Piastenweg und den Städten Posen und Gnesen passen, wenn es dort ruhiger und kühler ist.
Camping vor Ort
Wer Wasser sucht, findet in Großpolen kein einzelnes großes Zentrum, sondern mehrere kleinere Seenräume: den Großpolnischen Nationalpark und das Sierakower Land südlich und westlich von Posen mit ihren eiszeitlichen Rinnenseen und Moränenhügeln, das Seenland um Gnesen und Powidz östlich von Posen sowie die ruhigen, waldreichen Lagen der Puszcza Notecka im Nordwesten. Wer sich für die Frühgeschichte Polens interessiert, nutzt am besten Posen oder Gnesen als Standort und macht Tagesausflüge auf dem Piastenweg zu Kathedralen, Burgresten und der Museumsinsel Ostrów Lednicki. Wer nur auf der A2 Richtung Warschau unterwegs ist, findet in Posen und Konin die naheliegendsten Zwischenstopps.
Anreise & Planung
Polen hat keine Vignette. Für Pkw und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen sind die staatlichen Autobahnen und Schnellstraßen kostenlos; nur einzelne, privat betriebene Autobahnabschnitte sind mautpflichtig — etwa Teile der A1 Richtung Danzig, der A2 ab der deutschen Grenze und der A4 zwischen Kattowitz und Krakau. Dort zahlt man an einer Schranke bar oder mit Karte, teils auch elektronisch. Schwerere Wohnmobile über 3,5 Tonnen sind dagegen weitreichend mautpflichtig und rechnen über das elektronische e-TOLL-System ab. Insgesamt ist das Preisniveau fürs Reisen und Campen in Polen vergleichsweise günstig. In Großpolen verläuft mit der A2 eine direkte Autobahnachse von der deutschen Grenze bis Warschau, vorbei an Posen und Konin – ein Teilstück dieser Strecke gehört zu den privat betriebenen, mautpflichtigen Abschnitten des Landes.
Regeln & gut zu wissen
Wildcampen und freies Stehen sind in Polen grundsätzlich verboten, besonders in Nationalparks, an der Küste und auf Waldwegen; wer erwischt wird, zahlt ein Verwarngeld. Übernachtet wird deshalb auf offiziellen Camping- und Stellplätzen oder mit ausdrücklicher Erlaubnis des Grundeigentümers. Eine Besonderheit gilt nur fürs Zelt: In mehreren hundert ausgewiesenen Staatswäldern darf man seit einigen Jahren für ein bis zwei Nächte zelten — mit dem Wohnmobil gilt das nicht. Umweltzonen gibt es bisher nur in Warschau und Krakau, und sie betreffen ausschließlich ältere Fahrzeuge; für gängige, jüngere Reisefahrzeuge sind sie in der Praxis kein Hindernis. Der Großpolnische Nationalpark südlich von Posen ist ganzjährig kostenlos zugänglich, allerdings nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und ausschließlich auf den markierten Wegen; Wildcampen bleibt, wie überall in Polen, auch hier verboten.
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Półwysep Sielanka pole campingowo-namiotowe
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FAQ
Häufige Fragen zu Camping in Großpolen
Ist Großpolen für Camper eher eine Durchfahrtsregion auf dem Weg nach Warschau?
Über die A2 verläuft durch Großpolen eine direkte Autobahnverbindung von der deutschen Grenze Richtung Warschau, mit Posen und Konin als naheliegenden Zwischenstopps. Wer anhält, kann das aber gut mit einem Abstecher zum Piastenweg, zum Großpolnischen Nationalpark oder ins Seenland um Gnesen verbinden, statt nur durchzufahren.
Wo gibt es in Großpolen Camping am Wasser, wenn die Region keine Küste hat?
Wasser heißt hier Binnensee: Der Großpolnische Nationalpark und das Sierakower Land südlich und westlich von Posen liegen an Rinnenseen aus der Eiszeit, östlich Richtung Gnesen kommt das Seenland um Powidz und Skorzęcin dazu.
Lohnt sich der Piastenweg mit dem Wohnmobil?
Ja, als Tagesausflug: Von einem Standort in oder um Posen beziehungsweise Gnesen aus lassen sich zentrale Stationen wie der Dom von Gnesen oder die Museumsinsel Ostrów Lednicki im Lednica-See gut anfahren, ohne den Stellplatz zu wechseln.