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Açores, Portugal
AbbyVille – Romantic Eco Camp
- Saison: Saisonbetrieb
- Hunde erlaubt
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Region
Die Azoren: neun vulkanische Inseln im Atlantik, eigene Regeln als autonome Region – was für Camper bei Anreise, Inselwechsel und Übernachten wirklich gilt.
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Açores, Portugal
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Überblick
Die Azoren (portugiesisch: Região Autónoma dos Açores) sind eine Autonome Region Portugals mit eigener Regionalregierung und eigenem Statut – die Regeln des portugiesischen Festlands gelten hier nicht automatisch in jedem Punkt. Der Archipel liegt mitten im Atlantik, rund 1.400 Kilometer vom europäischen Festland entfernt, und besteht aus neun bewohnten vulkanischen Inseln in drei Gruppen: im Westen Flores und Corvo, in der Mitte Faial, Pico, São Jorge, Graciosa und Terceira, im Osten São Miguel und Santa Maria. Entsprechend vulkanisch ist das Bild überall – Kraterseen, Calderen, heiße Quellen – dazu ein sattes Grün, das dem feuchten, wechselhaften Ozeanklima mit milden Temperaturen übers Jahr zu verdanken ist.
São Miguel, die größte Insel, ist bekannt für die benachbarten Kraterseen von Sete Cidades und das Thermalgebiet Furnas mit seinen Heil- und Thermalquellen. Auf Pico erhebt sich mit 2.351 Metern der höchste Berg Portugals, umgeben von einer Weinbaulandschaft aus Feldern zwischen schwarzen Lavastein-Mauern, die als UNESCO-Welterbe geschützt ist. Faial ist für seine Caldeira und für das Vulkanfeld Capelinhos bekannt, das erst 1957/58 durch einen dreizehnmonatigen Ausbruch entstand, und Terceira für die Altstadt von Angra do Heroísmo, ebenfalls UNESCO-Welterbe. Aus der langen Walfanggeschichte der Inseln – einst eng mit amerikanischen Walfangschiffen verbunden – ist die Walbeobachtung hervorgegangen, heute eines der zentralen Reisemotive für den Archipel.
Camping auf den Azoren beginnt mit einer ehrlichen Frage: Kommt man mit dem eigenen Fahrzeug überhaupt hin? In der Praxis nicht – eine reguläre Passagierfähre vom portugiesischen Festland gibt es nicht, nur Flugverbindungen (Hauptflughäfen auf São Miguel und Terceira) oder seltenen, langsamen Frachttransport. Wer campt, fliegt an und mietet ein Fahrzeug vor Ort. Auch der Wechsel zwischen den Inseln ist damit selten Sache des eigenen Fahrzeugs: Nur die Zentralgruppe verfügt über ein – teils nur saisonales – Fährnetz, die übrigen Inseln erreicht man in der Regel per Flug.
Highlights
Der Sommer gilt als die wetterstabilste, trockenste und wärmste Zeit auf den Azoren – insgesamt bleibt das Ozeanklima aber feucht und wechselhaft, eine ausgeprägte Trockenzeit gibt es nicht. Frühling und Frühsommer bringen die Hauptwanderung großer Wale wie Blau- und Finnwal durch azorische Gewässer, im Juli blühen die blau blühenden Hortensien-Hecken, die vor allem Faial ihren Beinamen als „Blue Island“ eingebracht haben, am dichtesten. Wer eine bestimmte Insel besuchen will, sollte Flug- und Mietfahrzeugpläne früh fixieren, weil Anreise und Inselwechsel hier die eigentliche Planungsgrenze sind, nicht die Platzsuche vor Ort.
Camping auf den Azoren heißt in erster Linie: eine Insel wählen und dort bleiben, nicht mit dem Fahrzeug von Insel zu Insel reisen. Wer per Flug ankommt und vor Ort mietet, bewegt sich meist innerhalb einer Insel oder wechselt für weitere Stationen wieder per Flug. São Miguel ist als größte und am besten erschlossene Insel mit Ponta Delgada, Sete Cidades und Furnas der naheliegendste Ausgangspunkt für einen Insel-Aufenthalt. In der Zentralgruppe – Faial, Pico, Terceira, São Jorge, Graciosa – liegen die Inseln zwar nah beieinander, wer aber zwischen ihnen wechseln will, muss sich nach dem ganzjährigen Kern der Fährverbindungen (vor allem Faial–Pico) oder dem saisonalen Sommerfahrplan bis Graciosa und Terceira richten. Rechtlich gilt für zugelassene Wohnmobile überall dieselbe Grundregel wie auf dem Festland, doch weil jede der neun Inseln seit 2008 einen eigenen Naturpark mit einem erheblichen geschützten Flächenanteil hat, liegen gerade Kraterseen, Calderen und Küstenabschnitte oft in genau den Zonen mit Übernachtungsverbot. Offizielle Camping- und Caravanplätze sind hier deshalb die verlässlichste Wahl, nicht nur die bequemste.
Eine Vignette gibt es in Portugal nicht, dafür Maut auf den Autobahnen — in zwei Formen. Auf den klassischen Autobahnen zahlt man an Mautstationen bar oder mit Karte. Daneben gibt es rein elektronische Strecken (früher SCUT) ohne physische Stationen, auf denen nur das Kennzeichen erfasst wird. Genau hier liegt die Falle für ausländische Fahrzeuge: Wer sich nicht vorab registriert, kann die elektronische Maut nicht bezahlen und riskiert Nachzahlungen. Vor der ersten Fahrt lohnt sich daher eine der Registrierungsmöglichkeiten — EASYToll verknüpft Kennzeichen und Kreditkarte (an grenznahen Welcome Points oder online, gültig bis zu 30 Tage), alternativ gibt es die Prepaid-TOLLCard oder einen Via-Verde-Transponder. Umweltzonen spielen kaum eine Rolle: Lissabon hat eine Zone, die aber nur sehr alte Fahrzeuge betrifft. Madeira und die Azoren erreicht man mit dem eigenen Fahrzeug nur über eine seltene, lange Frachtfähre — in der Praxis fliegt man hin und mietet vor Ort. Diese Maut- und Umweltzonenregeln betreffen das portugiesische Festland; auf ein vor Ort gemietetes Fahrzeug auf den Azoren selbst kommen sie in der Praxis nicht zur Anwendung. Wichtiger ist hier die Inter-Insel-Realität: Nur die fünf Inseln der Zentralgruppe (Faial, Pico, São Jorge, Graciosa, Terceira) sind über Fähren verbunden, ganzjährig verlässlich aber nur zwischen Faial und Pico – die Verbindungen bis Graciosa und Terceira fahren nur saisonal zwischen Juni und September. Flores und Corvo im Westen haben eine eigene, davon unabhängige Fährlinie. São Miguel und Santa Maria im Osten haben gar keine Fährverbindung; wer dorthin oder von dort weiterreist, fliegt. Fahrzeuge werden auf den meisten Fährlinien mitgenommen, wegen begrenzter Kapazität ist aber eine Vorausbuchung nötig.
Freies Campen („campismo selvagem“) ist in Portugal seit 2021 stark eingeschränkt. Ein Zelt oder aufgebautes Camping außerhalb von Plätzen ist verboten. Für zugelassene Wohnmobile gilt eine Ausnahme: Auf Parkplätzen außerhalb von Schutzgebieten darf man bis zu 48 Stunden stehen, solange kein Verbotsschild etwas anderes sagt. In Schutzgebieten wird es streng — im Natura-2000-Netz, in den Küstenschutzzonen und an den Stränden ist das Übernachten untersagt. Verstöße kosten meist rund 60 bis 600 Euro, in Naturschutzgebieten deutlich mehr. Am einfachsten und sichersten übernachtet man auf offiziellen Camping- und Stellplätzen; neben den klassischen Plätzen gibt es vielerorts einfache kommunale Stellplätze mit Ver- und Entsorgung. Für die Azoren als Autonome Region mit eigenem Statut ist von dieser Landesregel nur die 48-Stunden-Parkregel mit Schutzgebietsausnahme belegt; ob die genannten Bußgeldbeträge dort in gleicher Höhe gelten, ist nicht gesichert und sollte vor Ort bei der lokalen Verwaltung oder auf dem Campingplatz geklärt werden. Zusätzlich hat dort jede der neun Inseln seit 2008 einen eigenen Naturpark, der einen erheblichen Teil der Landfläche als Schutzgebiet ausweist – gerade Kraterseen, Calderen und Küstenabschnitte liegen oft in genau diesen Zonen, in denen das Übernachten wie überall in Schutzgebieten untersagt ist.
Campingplätze
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Açores, Portugal
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FAQ
Praktisch nicht. Es gibt keine reguläre Passagierfähre vom portugiesischen Festland zu den Azoren, nur Flugverbindungen oder eine seltene, langsame Frachtfähre. Die übliche Anreise ist Fliegen und Mieten vor Ort.
Nur eingeschränkt: Die Fähre verkehrt ganzjährig verlässlich nur zwischen Faial und Pico, nach Graciosa und Terceira nur saisonal von Juni bis September, und Flores/Corvo haben eine eigene, unabhängige Linie. São Miguel und Santa Maria haben gar keine Fährverbindung – der Wechsel dorthin läuft über Inlandsflüge. Fahrzeuge werden zwar auf den meisten Linien mitgenommen, wegen begrenzter Kapazität lohnt sich aber in jedem Fall eine frühzeitige Buchung.