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Campingplätze in Portugal

Portugal ist ein Atlantikland mit langer, milder Saison: die Algarve im Süden, die Westküste um Lissabon, der weite Alentejo, der grüne Norden und die Inseln.

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Überblick

Was du über Camping in Portugal wissen solltest

Portugal liegt am äußersten Westrand Europas und ist auf ganzer West- und Südseite Atlantikland — nur nach Osten und Norden grenzt es an Spanien. Das Land ist landschaftlich überraschend abwechslungsreich: Der Norden ist grün und dicht besiedelt, mit dem Minho als „grünem Garten“, dem Douro-Weintal und dem bergigen Nationalpark Peneda-Gerês. Die Mitte ist hügelig bis gebirgig und trägt in der Serra da Estrela den höchsten Berg des Festlands und das einzige Wintersportgebiet. Nach Süden hin wird das Land weiter und trockener: Der Alentejo ist ein heißes, dünn besiedeltes Hinterland aus Getreidefeldern, Olivenhainen und Korkeichen mit einer langen, wenig verbauten Küste, und ganz im Süden folgt die Algarve mit ihren Steilküsten und Sandstränden. Weit draußen im Atlantik liegen die vulkanischen Inseln Madeira und die Azoren.

Fürs Camping teilt sich das Land in mehrere gleichwertige Räume. Die Algarve im Süden ist die bekannteste Badeküste, aber nicht die einzige. Ebenso eigene Ziele sind die Region Lissabon und die Westküste mit Sintra und den Surforten um Ericeira. Dazu kommen der weite Alentejo mit seiner ruhigen Küste und der grüne Norden rund um Porto und das Douro-Tal. Im Zentrum steht das Bergland der Serra da Estrela. Madeira und die Azoren sind noch einmal eine Welt für sich — Inselcamping mit kleiner, einfacher Auswahl.

Highlights

  • Die Algarve im Süden — Steilküsten, Felsbögen und Sandstrände, die bekannteste Badeküste des Landes
  • Die Region Lissabon und die Westküste — Sintra, die Atlantikstrände und die Surforte rund um Ericeira
  • Der grüne Norden — Porto, das Douro-Weintal, der Minho und der bergige Nationalpark Peneda-Gerês
  • Das weite, ruhige Landesinnere — der Alentejo mit seiner wilden Küste und die Serra da Estrela als höchstes Bergland des Festlands

Beste Reisezeit

Portugal hat eine lange, milde Campingsaison. Die Auswahl ist vom Frühjahr bis weit in den Herbst breit, und an den Küsten und im Süden ist das Klima so mild, dass ein Teil der Plätze das ganze Jahr über offen bleibt. Im Hochsommer werden das Landesinnere und der Alentejo allerdings sehr heiß und trocken — dort sind Frühjahr und Herbst die angenehmeren Wochen. Der grüne Norden bleibt kühler und feuchter und ist im Sommer oft am schönsten; die Algarve trägt auch die milden Monate am Rand der Saison.

Camping vor Ort

Portugal deckt sehr verschiedene Camping-Welten ab. An der Algarve und an der Westküste um Lissabon liegt das klassische Strand- und Surfcamping am Atlantik, im Alentejo geht es ruhiger zu, mit weitem Hinterland und einer wenig verbauten Küste. Der grüne Norden mit dem Peneda-Gerês und die Serra da Estrela im Zentrum sind eher das Revier für Natur- und Bergcamping. Madeira und die Azoren sind Inselsonderfälle mit kleiner Auswahl. Was all diese Räume verbindet, ist der Atlantik und ein langes, mildes Saisonfenster, das den Süden und die Küsten weit über den Sommer hinaus trägt.

Anreise & Maut

Eine Vignette gibt es in Portugal nicht, dafür Maut auf den Autobahnen — in zwei Formen. Auf den klassischen Autobahnen zahlt man an Mautstationen bar oder mit Karte. Daneben gibt es rein elektronische Strecken (früher SCUT) ohne physische Stationen, auf denen nur das Kennzeichen erfasst wird. Genau hier liegt die Falle für ausländische Fahrzeuge: Wer sich nicht vorab registriert, kann die elektronische Maut nicht bezahlen und riskiert Nachzahlungen. Vor der ersten Fahrt lohnt sich daher eine der Registrierungsmöglichkeiten — EASYToll verknüpft Kennzeichen und Kreditkarte (an grenznahen Welcome Points oder online, gültig bis zu 30 Tage), alternativ gibt es die Prepaid-TOLLCard oder einen Via-Verde-Transponder. Umweltzonen spielen kaum eine Rolle: Lissabon hat eine Zone, die aber nur sehr alte Fahrzeuge betrifft. Madeira und die Azoren erreicht man mit dem eigenen Fahrzeug nur über eine seltene, lange Frachtfähre — in der Praxis fliegt man hin und mietet vor Ort.

Regeln & gut zu wissen

Freies Campen („campismo selvagem“) ist in Portugal seit 2021 stark eingeschränkt. Ein Zelt oder aufgebautes Camping außerhalb von Plätzen ist verboten. Für zugelassene Wohnmobile gilt eine Ausnahme: Auf Parkplätzen außerhalb von Schutzgebieten darf man bis zu 48 Stunden stehen, solange kein Verbotsschild etwas anderes sagt. In Schutzgebieten wird es streng — im Natura-2000-Netz, in den Küstenschutzzonen und an den Stränden ist das Übernachten untersagt. Verstöße kosten meist rund 60 bis 600 Euro, in Naturschutzgebieten deutlich mehr. Am einfachsten und sichersten übernachtet man auf offiziellen Camping- und Stellplätzen; neben den klassischen Plätzen gibt es vielerorts einfache kommunale Stellplätze mit Ver- und Entsorgung.

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Bukubaki

Alentejo, Portugal

  • Hunde erlaubt
  • Sanitär
  • Restaurant/Brötchen
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Caliço Park

Algarve, Portugal

  • Saison: Ganzjährig
  • 130 Stellplätze
  • Hunde erlaubt
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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Portugal

Wie zahle ich in Portugal Maut, wenn ich mit ausländischem Kennzeichen unterwegs bin?

Eine Vignette gibt es nicht. Auf den klassischen Autobahnen zahlt man an Mautstationen bar oder mit Karte. Kniffliger sind die rein elektronischen Strecken ohne Stationen, auf denen nur das Kennzeichen erfasst wird: Dafür sollte man sich vor der ersten Fahrt registrieren, zum Beispiel über EASYToll (Kennzeichen und Kreditkarte an einem grenznahen Welcome Point oder online), die Prepaid-TOLLCard oder einen Via-Verde-Transponder. Ohne Registrierung lässt sich die elektronische Maut nicht korrekt begleichen.

Darf ich in Portugal mit dem Wohnmobil frei stehen?

Nur eingeschränkt. Freies Campen und aufgebautes Übernachten außerhalb von Plätzen ist seit 2021 verboten. Zugelassene Wohnmobile dürfen außerhalb von Schutzgebieten bis zu 48 Stunden auf Parkplätzen stehen, solange kein Verbotsschild etwas anderes sagt — in Schutzgebieten und an den Stränden ist es dagegen untersagt. Am entspanntesten fährt man offizielle Camping- und Stellplätze an.

Wie ist das Camping auf Madeira und den Azoren?

Beide Inselgruppen sind eigene Welten mit kleiner, einfacher Auswahl und einer Landschaft, die sich vom Festland stark unterscheidet — Berge, steile Täler und schnelle Wetterwechsel. Mit dem eigenen Fahrzeug kommt man nur über eine lange Frachtfähre hin; in der Praxis reist man per Flug an und mietet vor Ort. Wer dort campen will, plant Erlaubnis, Zufahrt und Höhenlage besser genau ein.