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Überblick
Was du über Camping im Kanton Glarus wissen solltest
Der Kanton Glarus ist ein Ein-Tal-Kanton, in dem die Linth vom Walensee im Norden tief in die Glarner Alpen zieht, bis hinauf zum über 3600 Meter hohen Tödi. Über dem Talboden liegen das stille Klöntal mit seinem Bergsee, die autofreie Terrasse von Braunwald und rund um Elm das UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona. Es ist ausgesprochenes Wander- und Bergland, politisch bekannt für die jährliche Landsgemeinde unter freiem Himmel.
Beim Camping fällt der Kanton klein aus: Die wenigen Plätze liegen im Klöntal am Klöntalersee, ein Stück abseits des Haupttals. Es sind einfache, naturnahe Seeplätze für die warme Jahreszeit, mehr aufs Wasser und die Berge ringsum als auf ein großes Freizeitprogramm ausgerichtet. Wer im Glarnerland höher hinaus will – nach Braunwald, Elm oder auf die Wanderwege der Glarner Alpen –, nimmt diese Plätze als ruhige Basis und fährt tagsüber los.
Highlights
- Klöntalersee: ein stiller Bergsee im Klöntal, an dem die wenigen Campingplätze des Kantons liegen – Wasser, Wald und Steilhänge dicht beieinander.
- Glarner Alpen und Tödi: Hochgebirge direkt hinter dem Talboden – vom Tal bis über 3600 Meter, dazwischen ein dichtes Wandernetz.
- Tektonikarena Sardona: Das UNESCO-Welterbe rund um Elm zeigt die Glarner Hauptüberschiebung, an der ältere Gesteinsschichten sichtbar über jüngeren liegen.
- Braunwald: ein autofreies Terrassendorf über dem Linthtal, per Standseilbahn erreichbar – Wander- und Familienziel hoch über dem Kanton.
Beste Reisezeit
Camping im Glarnerland ist eine Sache der warmen Monate. Die naturnahen Plätze am Klöntalersee sind auf den Sommer ausgelegt; dann passen Tage am Wasser und Wandern in den Glarner Alpen gut zusammen. Im Frühling und Herbst ist es hier oben früh und spät empfindlich frisch, und außerhalb der Sommersaison ist die kleine Auswahl kaum geöffnet.
Camping vor Ort
Campen heißt im Kanton Glarus vor allem: einfach und am Wasser im Klöntal. Die Plätze am Klöntalersee sind Naturcamping – schlicht gehalten, mitten in der Berglandschaft, ohne den Ausbau großer Ferienanlagen. Sie eignen sich als ruhiger Ausgangspunkt für Bergtage im Glarnerland, weniger für alle, die einen durchorganisierten Resortplatz suchen.
Anreise & Planung
Auf Autobahnen gilt in der Schweiz Vignettenpflicht – für Pkw und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen. Es gibt nur die Jahresvignette (keine Kurzzeitvariante), erhältlich als Klebe- oder digitale E-Vignette; sie gilt vom Dezember des Vorjahres bis Ende Januar des übernächsten. Wohnmobile über 3,5 Tonnen zahlen statt der Vignette eine pauschale Schwerverkehrsabgabe, die vor der Einreise online zu entrichten ist. Die Alpenpässe selbst sind kostenlos, im Winter aber oft gesperrt; wer dann eine Alpenquerung braucht, nutzt einen Autoverlad (Autozug) etwa durch den Lötschberg, den Furka oder den Vereina – diese kosten separat.
Regeln & gut zu wissen
Wildcampen ist in der Schweiz nicht einheitlich geregelt – die Vorschriften unterscheiden sich von Kanton zu Kanton und teils von Gemeinde zu Gemeinde. In Naturschutzgebieten, Wildruhezonen, Jagdbanngebieten und im Schweizerischen Nationalpark ist freies Übernachten ganz verboten. Einzelnes Biwakieren oberhalb der Baumgrenze wird vielerorts geduldet, ist aber kein Freibrief; auf Privatgrund braucht es die Erlaubnis des Eigentümers. Wer freistehen möchte, fragt am besten vorab bei Gemeinde oder Polizei nach.
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FAQ
Häufige Fragen zu Camping im Kanton Glarus
Wo liegen die Campingplätze im Kanton Glarus?
Die kleine Auswahl konzentriert sich auf das Klöntal am Klöntalersee, ein Seitental westlich des Hauptorts Glarus. Es sind naturnahe Seeplätze, kein dichtes Netz über den ganzen Kanton.
Ist Glarus eher See- oder Bergcamping?
Beides fällt hier zusammen: Der Klöntalersee ist ein Bergsee mitten in den Glarner Alpen. Man steht am Wasser und ist zugleich sofort im Wandergelände – ein klassisches Seeziel im Flachland ist es nicht.
Wann kann man im Glarnerland campen?
Vor allem im Sommer. Die naturnahen Plätze am Klöntalersee sind auf die warme Jahreszeit ausgelegt; in der kalten Jahreshälfte ist die Auswahl kaum nutzbar.