Region

Campingplätze im Jura

Campingplätze im Schweizer Jura: ruhige Plätze in den Freibergen, im Doubs-Tal, um Delémont und in der Ajoie bei Porrentruy — Faltenjura statt Meer und Alpen.

Überblick

Was du über Camping im Jura wissen solltest

Der Jura ist der jüngste und einzige durchgehend französischsprachige Kanton der Schweiz, gelegen im Nordwesten im Faltenjura — eine ruhige Mittelgebirgslandschaft aus Karst, Wäldern und weiten Weiden, ohne Meer und ohne Hochgebirge. Im Süden liegt das Hochplateau der Freiberge mit seinen Pferden und Weiden, im Norden die offene Ajoie um Porrentruy. Dazwischen liegen der Talkessel um die Hauptstadt Delémont und das Doubs-Tal, wo der Grenzfluss die Schluchten des Clos du Doubs schneidet.

Die Auswahl ist klein und über die Talschaften verteilt, von den Freibergen bis in die Ajoie. Die Plätze liegen meist bei Wäldern, Weiden und kleinen Orten oder unten im Doubs-Tal; einen Badesee gibt es nicht, Wasser heißt hier der Doubs. Ganzjährig geöffnet sind nur einzelne, der Rest ist auf die warme Jahreshälfte ausgelegt.

Highlights

  • Freiberge: Hochplateau mit Pferden, Weiden und Wanderwegen
  • Doubs-Tal und Clos du Doubs: Fluss, Schluchten und St-Ursanne
  • Ajoie um Porrentruy: offenes Hügelland im Norden
  • Delémont: Hauptstadt und Talkessel im Herzen des Kantons

Beste Reisezeit

Von Frühling bis Herbst passt der Jura am besten: Wandern, Reiten und Velotouren über die Hochflächen und durchs Doubs-Tal brauchen mildes Wetter. Im Hochsommer wird es an den Wochenenden und am Fluss voller, während Mai, Juni und der September oft ruhiger und angenehm zum Draußensein sind. Im Winter hat nur ein kleiner Teil der Plätze offen.

Camping vor Ort

Camping heißt im Jura vor allem Landschaft: einfache, ruhige Plätze im Grünen, weit weg von den großen Seen und Alpengipfeln. In den Freibergen stehen sie oben auf dem Weideplateau bei Wäldern und Reithöfen, im Doubs-Tal näher am Fluss und an den Schluchten um St-Ursanne. Rund um Delémont und in der Ajoie bei Porrentruy kommen kleine Orte und offenes Hügelland dazu. Das verbindende Motiv ist die Ruhe des Faltenjuras — Karsthöhen, Weiden und Wald.

Anreise & Planung

Auf Autobahnen gilt in der Schweiz Vignettenpflicht – für Pkw und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen. Es gibt nur die Jahresvignette (keine Kurzzeitvariante), erhältlich als Klebe- oder digitale E-Vignette; sie gilt vom Dezember des Vorjahres bis Ende Januar des übernächsten. Wohnmobile über 3,5 Tonnen zahlen statt der Vignette eine pauschale Schwerverkehrsabgabe, die vor der Einreise online zu entrichten ist. Die Alpenpässe selbst sind kostenlos, im Winter aber oft gesperrt; wer dann eine Alpenquerung braucht, nutzt einen Autoverlad (Autozug) etwa durch den Lötschberg, den Furka oder den Vereina – diese kosten separat.

Regeln & gut zu wissen

Wildcampen ist in der Schweiz nicht einheitlich geregelt – die Vorschriften unterscheiden sich von Kanton zu Kanton und teils von Gemeinde zu Gemeinde. In Naturschutzgebieten, Wildruhezonen, Jagdbanngebieten und im Schweizerischen Nationalpark ist freies Übernachten ganz verboten. Einzelnes Biwakieren oberhalb der Baumgrenze wird vielerorts geduldet, ist aber kein Freibrief; auf Privatgrund braucht es die Erlaubnis des Eigentümers. Wer freistehen möchte, fragt am besten vorab bei Gemeinde oder Polizei nach.

Campingplätze

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FAQ

Häufige Fragen zu Camping im Jura

Ist der Jura eher See- oder Bergcamping?

Weder noch. Der Jura ist kein Badesee-Ziel und keine Hochalpenregion, sondern Faltenjura: Karsthöhen, Wald und Weiden zwischen rund 400 und knapp 1.300 Metern. Wasser bedeutet hier vor allem den Fluss Doubs.

In welchen Teil des Juras soll ich fahren?

Für weite Hochflächen, Pferde und Ruhe in die Freiberge rund um Saignelégier. Für Fluss und Schluchten ins Doubs-Tal bei St-Ursanne. Kleine Städte und Nordflair bringen die Hauptstadt Delémont und die Ajoie um Porrentruy.

Muss ich für den Jura Französisch können?

Der Jura ist französischsprachig; auf den Plätzen und in den Dörfern ist Französisch die Alltagssprache. Mit ein paar Brocken und etwas Englisch kommt man aber gut zurecht, und die Wander- und Radwege sind klar ausgeschildert.