Region

Campingplätze in Aragonien

Aragonien verbindet Pyrenäen-Gletscherreste, das Ebrotal um Zaragoza und die Steppe der Monegros: Camping zwischen Hochgebirge und Halbwüste, ganz ohne Küste.

Überblick

Was du über Camping in Aragonien wissen solltest

Im Norden markiert der Pyrenäenhauptkamm die Grenze zu Frankreich: Der Aneto ragt mit 3.404 Metern als höchster Gipfel der gesamten Pyrenäen auf, im Naturpark Posets-Maladeta liegen über hundert Bergseen und die südlichsten noch vorhandenen Gletscherreste Europas, und der Nationalpark Ordesa y Monte Perdido schneidet mit dem Cañón de Añisclo streckenweise mehr als tausend Höhenmeter tief ins Gestein. Nach Süden hin flacht das Land ab: Das Ebrotal in der Mitte trägt Zaragoza, die Hauptstadt am großen Fluss, und geht weiter südlich in das kalte Hochland der Provinz Teruel über – eine der Gegenden Spaniens mit den strengsten Wintern, mit den beiden höchstgelegenen Dörfern des Landes und mit Teruel-Stadt als Mudéjar-Welterbe. Nordöstlich davon liegt mit dem Maestrazgo ein drittes Bergland: Schluchten am Guadalope und einst wehrhafte Dörfer. Östlich des Ebro liegen Los Monegros: eine ausgedehnte Steppe mit Zeugenbergen und Salzseen, die als größtes Wüstengebiet Europas gilt.

Camping heißt in Aragonien vor allem Pyrenäen: Die Auswahl konzentriert sich auf das Sobrarbe rund um das mittelalterliche Aínsa, auf die Schluchtenlandschaft der Sierra de Guara und auf die Täler um Sabiñánigo und Ordesa. Im Süden gibt es mit dem rötlichen Bergstädtchen Albarracín einen zweiten, kleineren Schwerpunkt. Ebrotal, Maestrazgo und Monegros gehören landschaftlich genauso zu Aragonien.

Highlights

  • Nationalpark Ordesa y Monte Perdido — Spaniens zweitältester Nationalpark, mit dem Cañón de Añisclo, der streckenweise mehr als tausend Höhenmeter tief ins Gestein schneidet.
  • Aínsa im Sobrarbe — ein mittelalterlicher Ortskern am Zusammenfluss von Ara und Cinca, von der UN-Tourismusorganisation als Best Tourism Village ausgezeichnet, nahe den für Canyoning bekannten Schluchten der Sierra de Guara.
  • Los Monegros — eine subdesertische Steppe mit Zeugenbergen und Salzseen, geprägt vom trockenen Cierzo-Wind, die als größtes Wüstengebiet Europas gilt.
  • Albarracín in der Provinz Teruel — ein aus rötlichem Gestein gebautes mittelalterliches Städtchen über dem Río Guadalaviar, Tor zu einem der kältesten Hochländer Spaniens.

Beste Reisezeit

Die beste Zeit liegt zwischen Frühjahr und Herbst. In den Pyrenäen bestimmt das Bergklima kurze, aber besonders schöne Sommer; wer früh im Frühling oder spät im Herbst unterwegs ist, sollte Wetter und Zufahrt im Blick behalten. Im Süden wird es im Hochsommer heiß und trocken: In Teruel zählen die Winter zu den strengsten Spaniens, in den Monegros prägen sehr kalte Winter und sehr heiße, trockene Sommer das kontinentale Klima der Steppe – auch hier sind Frühjahr und Herbst angenehmer als die Extreme davor und danach.

Camping vor Ort

Am dichtesten ist die Auswahl im Sobrarbe und in der Ribagorza: rund um Aínsa, den Stausee Lago Barasona und die Zufahrten zum Nationalpark Ordesa, dazu die Schluchten der Sierra de Guara bei Alquézar, die für Canyoning bekannt sind. Wer tiefer in die Berge will, findet weiter westlich um Sabiñánigo und im Tal Richtung Ordesa weitere Plätze. Campen im Nationalpark selbst ist nur eingeschränkt möglich: Im Talkessel von Ordesa gilt ein striktes Zelt- und Nächtigungsverbot mit Schranken an den Zufahrten, in den übrigen Sektoren des Parks ist ein Nachtlager erst oberhalb fester Höhenlinien erlaubt. Weit im Süden, in der Provinz Teruel, liegt ein zweiter Schwerpunkt um das mittelalterliche Albarracín – ein guter Stützpunkt für das kalte, weite Hochland. Im Ebrotal, im Maestrazgo und in der Steppenlandschaft der Monegros plant man Übernachtungen eher an den Rändern dieser Räume.

Anreise & Planung

Eine allgemeine Autobahn-Vignette gibt es in Spanien nicht. Das Land hat zwei Autobahntypen: die staatlichen Autovías (A) sind kostenlos, die privat betriebenen Autopistas (AP) sind streckenweise mautpflichtig. Viele frühere Mautstrecken sind inzwischen frei, darunter die vielbefahrene Küstenautobahn AP-7 von der französischen Grenze über Barcelona und Tarragona bis Alicante. Auf den Balearen und Kanaren sind alle Straßen mautfrei; diese Inseln erreicht man mit dem Fahrzeug nur per Fähre, und in der Hochsaison sollte man früh buchen. In vielen Städten gelten Umweltzonen (Zona de Bajas Emisiones, ZBE): Madrid ist inzwischen als gesamtes Stadtgebiet rund um die Uhr Umweltzone, und Barcelona verlangt für alle ausländischen Fahrzeuge einschließlich Wohnmobilen eine kostenpflichtige Online-Registrierung vorab, deren Bearbeitung bis zu 15 Werktage dauern kann — man sollte sie also mit rund drei Wochen Vorlauf erledigen. Die deutsche grüne Umweltplakette wird vielerorts als Nachweis anerkannt.

Regeln & gut zu wissen

Wildcampen („acampada libre") ist in Spanien fast überall nur auf ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Ein einheitliches nationales Gesetz gibt es nicht: Die autonomen Gemeinschaften und die Gemeinden regeln das Thema selbst, und in den meisten Regionen ist das freie Aufschlagen außerhalb von Camping- und Stellplätzen untersagt — an Stränden, in Dünen und in Natur- und Nationalparks besonders streng, mit im Sommer verschärften Kontrollen. Bei der Bewertung kommt es darauf an, ob nach außen sichtbar gecampt wird: Reines Schlafen im korrekt geparkten Fahrzeug gilt als Parken, solange alle Räder am Boden stehen und nichts über den Fahrzeugumriss hinausragt; sobald Markise, Stützen, Tisch oder Stühle draußen stehen, gilt es als Camping und ist außerhalb der Plätze nicht erlaubt. Verstöße werden je nach Region mit Bußgeldern von meist rund 60 bis 600 Euro geahndet, in Schutzgebieten deutlich höher. Am einfachsten und sichersten übernachtet man daher auf offiziellen Camping- oder Stellplätzen; in der Hochsaison sind die beliebten Küstenplätze früh belegt, weshalb sich rechtzeitiges Reservieren lohnt. Im Nationalpark Ordesa y Monte Perdido gilt eine besonders strenge Regel: Seit 2022 ist Zelten und Nächtigen im gesamten Talkessel von Ordesa verboten, mit Ausnahme eines reservierungspflichtigen, zahlenmäßig begrenzten Bereichs beim Refugio de Góriz; in den übrigen Sektoren des Parks ist ein Nachtlager erst oberhalb fester Höhenlinien erlaubt. An den Haupteinfahrten des Parks verhindern Schranken, dass Fahrzeuge über Nacht dort stehen bleiben — wer Ordesa besucht, übernachtet außerhalb, etwa in den Orten des Sobrarbe.

Campingplätze

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Baliera

Aragonien, Spanien

  • Saison: Saisonbetrieb
  • 146 Stellplätze
  • Hunde erlaubt
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Bolaso

Aragonien, Spanien

  • Saison: Ganzjährig
  • Hunde erlaubt
  • Sanitär
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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Aragonien

Pyrenäen oder Süden — wohin mit dem Wohnmobil in Aragonien?

Das hängt vom Reiseziel ab: Für Hochgebirge, Canyons und Wandertouren geht es in den Norden, ins Sobrarbe rund um Aínsa und die Sierra de Guara oder weiter westlich Richtung Ordesa und Sabiñánigo. Wer Ruhe, Weite und ein ganz anderes Landschaftsbild sucht, fährt in den Süden zum mittelalterlichen Albarracín und in das kalte Hochland der Provinz Teruel. Beide Räume liegen deutlich auseinander, eine Kombination in einer Reise bedeutet längere Fahrstrecken durch das Ebrotal dazwischen.

Kann ich im Nationalpark Ordesa übernachten?

Nein, nicht mit dem Fahrzeug und nur eingeschränkt zu Fuß: Im gesamten Talkessel von Ordesa ist Zelten und Nächtigen verboten, erlaubt ist es nur in einem begrenzten, reservierungspflichtigen Bereich beim Refugio de Góriz. An den Haupteinfahrten des Parks stehen Schranken, die verhindern, dass Wohnmobile über Nacht dort bleiben. Wer den Park besuchen will, übernachtet außerhalb, etwa auf einem der Plätze im Sobrarbe, und fährt für die Wanderung morgens hinein.

Lohnt sich ein Abstecher in die Monegros?

Landschaftlich ja: Los Monegros ist eine der ungewöhnlichsten Gegenden Spaniens, eine trockene Steppe mit Zeugenbergen und Salzseen, ganz anders als das grüne Bild der Pyrenäen., daher plant man den Abstecher am besten als Tagesausflug oder Durchreise zwischen Norden und Süden und sucht die Übernachtung an einem der Ränder der Region.