Region

Campingplätze auf den Kanarischen Inseln

Kanarische Inseln: sieben unterschiedliche Vulkaninseln im Atlantik, ganzjährig mildes Klima – Camping mit eigenem Fahrzeug bleibt hier eine kleine Nische.

Überblick

Was du über Camping auf den Kanarischen Inseln wissen solltest

Die Kanaren liegen weit draußen im Atlantik vor der afrikanischen Küste, näher an Marokko als am spanischen Festland. Die sieben Hauptinseln sind vulkanischen Ursprungs, aber landschaftlich sehr verschieden: Teneriffa trägt mit dem Teide Spaniens höchsten Berg, Gran Canaria wechselt vom grünen Norden zu einem fast wüstenhaften Süden, Lanzarote ist von der schwarzen Vulkanlandschaft des Timanfaya geprägt und Fuerteventura von weiten Dünen und viel Wind. La Palma ist eine steile, grüne Insel mit tiefen Schluchten, La Gomera verbirgt im Nebelwald des Garajonay eine eigene kleine Welt, und El Hierro ist die kleinste der Inseln. Verbindendes Element ist das ganzjährig milde, subtropische Klima.

Camping mit dem eigenen Fahrzeug bleibt auf den Kanaren trotzdem eine Nische. Anders als bei den Balearen ist schon die Anreise aufwendig: Die Fähre vom spanischen Festland ab Cádiz oder Huelva dauert je nach Zielinsel rund ein bis zwei Tage. Dazu kommt, dass Camping und Zelten hier nicht landesweit, sondern von jeder Insel einzeln geregelt werden.

Highlights

  • Der Teide-Nationalpark auf Teneriffa umgibt mit dem 3.715 Meter hohen Pico del Teide Spaniens höchsten Berg – eine vulkanische Hochlandschaft und UNESCO-Weltnaturerbe.
  • Der Nationalpark Timanfaya auf Lanzarote zeigt die schwarze, vulkanisch geprägte Landschaft der Insel.
  • Auf La Gomera liegt mit dem Garajonay-Nationalpark ein dichter, feuchter Lorbeerwald, der seit 1986 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt.

Beste Reisezeit

Das milde, subtropische Klima macht die Kanaren zu einem klassischen Ganzjahres- und Überwinterungsziel: Auch im Winter bleiben die Küsten meist mild, während weite Teile Mitteleuropas kalt sind. Da die Fährüberfahrt allein schon ein bis zwei Tage dauert, lohnt sich die Anreise eher für einen längeren Aufenthalt – und gerade für die beliebte Überwinterungszeit sollte man Fähre und Platz früh buchen.

Camping vor Ort

Camping heißt auf den Kanaren praktisch immer: auf einem offiziellen Platz statt frei in der Landschaft, denn Zelten und Camping werden nicht landesweit, sondern von jeder Insel für sich geregelt. Klimatisch macht sich dabei die Ost-West-Teilung des Archipels bemerkbar: Der Westen um La Palma ist deutlich feuchter und grüner, der Osten um Fuerteventura und Lanzarote spürbar trockener. Die Camping-Regeln selbst unterscheiden sich konkret von Insel zu Insel: Fuerteventura hat anders als die übrigen Inseln keine festen Campingzonen, sondern nur saisonal freigegebene Strände, und auf La Gomera braucht man für Camping in den Bergen oder am Strand ausdrücklich eine Genehmigung. Wer sich an offizielle Plätze hält, ist auf jeder der sieben Inseln auf der sicheren Seite.

Anreise & Planung

Eine allgemeine Autobahn-Vignette gibt es in Spanien nicht. Das Land hat zwei Autobahntypen: die staatlichen Autovías (A) sind kostenlos, die privat betriebenen Autopistas (AP) sind streckenweise mautpflichtig. Viele frühere Mautstrecken sind inzwischen frei, darunter die vielbefahrene Küstenautobahn AP-7 von der französischen Grenze über Barcelona und Tarragona bis Alicante. Auf den Balearen und Kanaren sind alle Straßen mautfrei; diese Inseln erreicht man mit dem Fahrzeug nur per Fähre, und in der Hochsaison sollte man früh buchen. In vielen Städten gelten Umweltzonen (Zona de Bajas Emisiones, ZBE): Madrid ist inzwischen als gesamtes Stadtgebiet rund um die Uhr Umweltzone, und Barcelona verlangt für alle ausländischen Fahrzeuge einschließlich Wohnmobilen eine kostenpflichtige Online-Registrierung vorab, deren Bearbeitung bis zu 15 Werktage dauern kann — man sollte sie also mit rund drei Wochen Vorlauf erledigen. Die deutsche grüne Umweltplakette wird vielerorts als Nachweis anerkannt. Für die Kanaren konkret: Die Fähre ab Cádiz oder Huelva braucht je nach Zielinsel rund 26 bis 44 Stunden – nach Lanzarote am kürzesten, nach Teneriffa am längsten.

Regeln & gut zu wissen

Wildcampen („acampada libre") ist in Spanien fast überall nur auf ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Ein einheitliches nationales Gesetz gibt es nicht: Die autonomen Gemeinschaften und die Gemeinden regeln das Thema selbst, und in den meisten Regionen ist das freie Aufschlagen außerhalb von Camping- und Stellplätzen untersagt — an Stränden, in Dünen und in Natur- und Nationalparks besonders streng, mit im Sommer verschärften Kontrollen. Bei der Bewertung kommt es darauf an, ob nach außen sichtbar gecampt wird: Reines Schlafen im korrekt geparkten Fahrzeug gilt als Parken, solange alle Räder am Boden stehen und nichts über den Fahrzeugumriss hinausragt; sobald Markise, Stützen, Tisch oder Stühle draußen stehen, gilt es als Camping und ist außerhalb der Plätze nicht erlaubt. Verstöße werden je nach Region mit Bußgeldern von meist rund 60 bis 600 Euro geahndet, in Schutzgebieten deutlich höher. Am einfachsten und sichersten übernachtet man daher auf offiziellen Camping- oder Stellplätzen; in der Hochsaison sind die beliebten Küstenplätze früh belegt, weshalb sich rechtzeitiges Reservieren lohnt. Auf den Kanaren kommt hinzu, dass Camping und Zelten traditionell von den einzelnen Inselräten (Cabildos) geregelt werden statt landesweit einheitlich; eine übergreifende Verordnung befand sich 2024 erstmals in der Anhörung. Auf mehreren Inseln ist Zelten nur in ausgewiesenen Zonen mit vorheriger Genehmigung erlaubt, auf La Gomera braucht man für Camping in den Bergen oder am Strand ausdrücklich eine Genehmigung, und auf Fuerteventura gibt es anders als auf den übrigen Inseln keine festen Campingzonen, sondern nur saisonal freigegebene Strände.

Campingplätze

Alle Campingplätze auf den Kanarischen Inseln

7 Plätze · Seite 1 von 1

Nach Ausstattung filtern

Gefiltert wird nur nach geprüften Angaben — Plätze ohne Angabe zu einem Merkmal erscheinen dann nicht.

Altos del Pozo

Kanarische Inseln, Spanien

  • Saison: Ganzjährig
  • Sanitär
  • Restaurant/Brötchen
Zum Campingplatz

Karte erst nach Zustimmung zu Karten-Cookies.

Bailico

Kanarische Inseln, Spanien

  • Saison: Ganzjährig
Zum Campingplatz

Karte erst nach Zustimmung zu Karten-Cookies.

Caravanios App mit Campingplatz-Routenfinder auf einem SmartphoneKI-Grafik
Caravanios App Camping-Reiseplanung

Campingplätze auf den Kanarischen Inseln in der App sammeln

Merke dir passende Plätze und plane Route, Etappen und Zwischenstopps direkt weiter.

Download im iOS App Store Caravanios im iOS App Store öffnen Jetzt bei Google Play Caravanios bei Google Play öffnen

Campingplätze entlang deiner Route in der App planen

FAQ

Häufige Fragen zu Camping auf den Kanarischen Inseln

Wie kommt man mit dem Wohnmobil auf die Kanaren?

Nur per Fähre: Ab Cádiz oder Huelva auf dem spanischen Festland dauert die Überfahrt je nach Zielinsel rund ein bis zwei Tage. Für die Hochsaison und für längere Fahrzeuge lohnt sich eine frühzeitige Buchung.

Darf man auf den Kanaren frei campen oder zelten?

Kaum: Camping und Zelten werden nicht landesweit, sondern von jeder Insel einzeln geregelt. Auf mehreren Inseln ist Zelten nur in ausgewiesenen Zonen mit Genehmigung erlaubt, auf La Gomera braucht man dafür ausdrücklich eine Erlaubnis, und auf Fuerteventura gibt es statt fester Campingzonen nur saisonal freigegebene Strände. Am unkompliziertesten campt man auf offiziellen Plätzen.