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Kantabrien, Spanien
Caravaning Oyambre
- Saison: Saisonbetrieb
- Restaurant/Brötchen
- WLAN
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Region
Kantabrien verbindet Atlantikküste und die über 2.000 Meter hohen Picos de Europa auf kurzer Distanz. Camping-Infos zu Küste, Altamira, Liébana und Saison.
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Überblick
Kantabrien ist ein schmaler Landstrich an Spaniens Nordküste, in dem Meer und Berge ungewöhnlich nah beieinanderliegen: Von den Stränden am Kantabrischen Meer sind es oft nur ein bis zwei Autostunden bis in die über 2.000 Meter hohen Picos de Europa. Die Atlantikküste ist geprägt von Steilküsten, Flussmündungen und breiten Sandstränden, etwa bei Laredo, Santander, Suances und San Vicente de la Barquera. Santillana del Mar mit seinem historischen Ortskern und der nahen Höhle von Altamira gehört zu den bekanntesten Zielen der Region – die Originalhöhle mit ihren jahrtausendealten Malereien ist aus Schutzgründen aber nur einer kleinen Zahl von Personen pro Woche zugänglich, die meisten Besucher sehen die originalgetreue Nachbildung im angeschlossenen Museum.
Hinter der Küste wird Kantabrien schnell bergig und still. Liébana, eingeschlossen zwischen den Picos de Europa, hat sich dank seiner abgeschirmten Lage ein mildes Mikroklima mit Weinbau und Korkeichen bewahrt – ungewöhnlich für eine sonst feuchte, ozeanisch geprägte Region. Von Potes aus führt die Seilbahn von Fuente Dé fast tausend Höhenmeter hinauf in die Picos, und östlich schließen sich mit dem Valle del Nansa und dem Saja-Tal waldreiche, dünn besiedelte Täler an, die vom großen Tourismus bisher weitgehend verschont geblieben sind.
Beim Camping liegt die große Mehrheit der Plätze an der Küste zwischen Laredo und Comillas beziehungsweise San Vicente de la Barquera, mit Santander als Mittelpunkt – hier ist die Auswahl am größten. Im Bergland um Liébana und die Picos de Europa gibt es deutlich weniger, aber durchaus einzelne Plätze für alle, die lieber zwischen Gipfeln als zwischen Strandtüchern übernachten.
Highlights
Kantabriens Camping-Saison folgt dem ozeanischen Klima: Am verlässlichsten ist die Zeit von etwa April bis Oktober, mit dem breitesten Platzangebot im Juni und September. Im Hochsommer werden die Küstenplätze zwischen Laredo und Comillas deutlich voller und sollten früh reserviert werden, während es im Bergland um Liébana und die Picos de Europa meist ruhiger bleibt. Im Frühling und Herbst zeigt sich die Region von ihrer grünen, wechselhaften Seite – festes Regenzeug gehört das ganze Jahr über ins Gepäck.
An der Küste zwischen Laredo, Santander, Suances, Comillas und San Vicente de la Barquera liegt die mit Abstand größte Auswahl: Plätze an Buchten, Rías und Sandstränden, oft in kurzer Distanz zueinander. Wer lieber im Bergland steht, findet um Liébana und die Zufahrten zu den Picos de Europa eine deutlich kleinere, aber vorhandene Auswahl – ruhiger und näher an Wanderwegen und der Seilbahn von Fuente Dé als am Strandleben. Die Täler von Nansa und Saja im Hinterland sind im Platzangebot am dünnsten besetzt, mit ihrem waldreichen, stillen Charakter aber ein eigener Reiz für alle, die abseits der Küste unterwegs sein wollen.
Eine allgemeine Autobahn-Vignette gibt es in Spanien nicht. Das Land hat zwei Autobahntypen: die staatlichen Autovías (A) sind kostenlos, die privat betriebenen Autopistas (AP) sind streckenweise mautpflichtig. Viele frühere Mautstrecken sind inzwischen frei, darunter die vielbefahrene Küstenautobahn AP-7 von der französischen Grenze über Barcelona und Tarragona bis Alicante. Auf den Balearen und Kanaren sind alle Straßen mautfrei; diese Inseln erreicht man mit dem Fahrzeug nur per Fähre, und in der Hochsaison sollte man früh buchen. In vielen Städten gelten Umweltzonen (Zona de Bajas Emisiones, ZBE): Madrid ist inzwischen als gesamtes Stadtgebiet rund um die Uhr Umweltzone, und Barcelona verlangt für alle ausländischen Fahrzeuge einschließlich Wohnmobilen eine kostenpflichtige Online-Registrierung vorab, deren Bearbeitung bis zu 15 Werktage dauern kann — man sollte sie also mit rund drei Wochen Vorlauf erledigen. Die deutsche grüne Umweltplakette wird vielerorts als Nachweis anerkannt. Santander hat zum 1. Januar 2026 eine eigene, städtische Umweltzone (ZBE) im Ensanche-Viertel eingeführt, aktiv werktags von 8 bis 19 Uhr; zugelassen sind dort nur Fahrzeuge mit einer der spanischen DGT-Umweltplaketten, also weder Diesel vor Baujahr 2006 noch Benziner vor 2001 – und das gilt unabhängig von der Herkunft des Fahrzeugs: Eine ausländische, etwa die deutsche, Umweltplakette ersetzt diesen Nachweis in der Santander-Zone nicht.
Wildcampen („acampada libre") ist in Spanien fast überall nur auf ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Ein einheitliches nationales Gesetz gibt es nicht: Die autonomen Gemeinschaften und die Gemeinden regeln das Thema selbst, und in den meisten Regionen ist das freie Aufschlagen außerhalb von Camping- und Stellplätzen untersagt — an Stränden, in Dünen und in Natur- und Nationalparks besonders streng, mit im Sommer verschärften Kontrollen. Bei der Bewertung kommt es darauf an, ob nach außen sichtbar gecampt wird: Reines Schlafen im korrekt geparkten Fahrzeug gilt als Parken, solange alle Räder am Boden stehen und nichts über den Fahrzeugumriss hinausragt; sobald Markise, Stützen, Tisch oder Stühle draußen stehen, gilt es als Camping und ist außerhalb der Plätze nicht erlaubt. Verstöße werden je nach Region mit Bußgeldern von meist rund 60 bis 600 Euro geahndet, in Schutzgebieten deutlich höher. Am einfachsten und sichersten übernachtet man daher auf offiziellen Camping- oder Stellplätzen; in der Hochsaison sind die beliebten Küstenplätze früh belegt, weshalb sich rechtzeitiges Reservieren lohnt. Kantabrien hat diese Abgrenzung mit dem Decreto 35/2026 vom 14. Mai 2026 noch einmal eigens geregelt: Ein ordnungsgemäß geparktes, nicht ausgestattetes Fahrzeug gilt danach ausdrücklich nicht als Camping; zugleich wurden frühere Höchstplatzzahlen für ausgewiesene Wohnmobil-Servicebereiche aufgehoben, der Aufenthalt dort ist aber auf maximal 48 Stunden pro Nutzer begrenzt.
Campingplätze
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FAQ
Nur sehr eingeschränkt: Der Zugang zur Originalhöhle ist aus Schutzgründen auf eine kleine Zahl von Personen pro Woche begrenzt. Alle anderen Besucher sehen im angeschlossenen Museum die originalgetreue Nachbildung Neocueva, die die berühmten Malereien ebenso zeigt.
Ja – von den Küstenplätzen zwischen Laredo und Comillas ist das Vorland der Picos de Europa oft in ein bis zwei Autostunden erreichbar, etwa über Potes und die Seilbahn von Fuente Dé. Wer länger im Gebirge bleiben will, findet dort allerdings eine deutlich kleinere Camping-Auswahl als an der Küste.
Beides, und das auf kurzer Distanz: Die meisten Plätze liegen an der Küste zwischen Laredo und San Vicente de la Barquera, aber wer lieber im Bergland steht, findet um Liébana und die Zufahrten zu den Picos de Europa eine kleinere, ruhigere Auswahl.