Region

Campingplätze in Katalonien

Von den Buchten der Costa Brava über die Sandstrände der Costa Daurada bis in die Pyrenäen — Katalonien verbindet Meer, Berge und eine lange Campingsaison.

Überblick

Was du über Camping in Katalonien wissen solltest

Katalonien im Nordosten Spaniens ist eine Region mit eigener Sprache und Kultur, aufgespannt zwischen Mittelmeer und Pyrenäen. Die rund 580 Kilometer Küste wechseln dabei den Charakter: Im Norden bricht die Costa Brava felsig in kleine Buchten, im Süden reihen sich an der Costa Daurada flache Sandstrände bis hinunter zum vogelreichen Ebro-Delta. Landeinwärts steigt das Gelände rasch an: In den Vorpyrenäen ragen der Klosterberg Montserrat und die alte Vulkanlandschaft der Garrotxa auf. Dahinter beginnt das Hochgebirge mit dem Nationalpark Aigüestortes und dem abgelegenen, eigensprachigen Val d'Aran. Dazwischen liegen die Metropole Barcelona und ein Weinhinterland, in dem der Penedès die größte Rebfläche Kataloniens stellt und das kleine Priorat mit seinen Schiefer-Steillagen einen Spitzenruf genießt.

Beim Camping ist Katalonien das Schwergewicht Spaniens: Nirgendwo sonst im Land übernachten mehr Gäste auf dem Platz. Der Großteil der Plätze liegt an den beiden Küsten — an der Costa Brava dicht gedrängt über kleinen Badebuchten, an der Costa Daurada in großen Familienanlagen an flachem Sandstrand. In den Pyrenäen und Vorpyrenäen wird die Auswahl kleiner und naturnäher, oft als Ausgangspunkt zum Wandern; reine Seelagen fehlen fast ganz, und im Binnenland ist die Auswahl klein.

Highlights

  • Costa Brava im Norden — eine felsige Küste voller kleiner Badebuchten, vom zerklüfteten Cap de Creus bis zu den Pinienhängen dicht über dem Wasser.
  • Costa Daurada und Ebro-Delta im Süden — lange, flach abfallende Sandstrände für Familien und ein Feuchtgebiet mit über 400 Vogelarten.
  • Die katalanischen Pyrenäen — mit dem Nationalpark Aigüestortes, dem eigensprachigen Val d'Aran und naturnahem Bergcamping als Kontrast zur Küste.
  • Grand Tour of Catalonia — eine ausgeschilderte Rundroute von über 2.000 Kilometern, die Küste, Pyrenäen und Ebro-Delta fürs eigene Fahrzeug verbindet.

Beste Reisezeit

Kataloniens Campingsaison ist ungewöhnlich lang. An den Küsten öffnen viele Plätze schon zu Ostern, und erst spät im Herbst wird es ruhig — auch im Oktober läuft der Betrieb vielerorts weiter, ein Teil der Plätze bleibt ganzjährig offen. Frühjahr und Herbst sind hier also vollwertige Reisezeiten, keine Notlösung. Der Hochsommer ist die Kehrseite: heiß, trocken und an beiden Küsten voll, für Juli und August reserviert man besser früh. In den Pyrenäen tickt die Saison anders — dort bestimmt das Bergklima die kurzen, aber schönen Sommermonate.

Camping vor Ort

Wer in Katalonien campt, steht meistens am Meer: Die Küste trägt den Großteil der Plätze, im Norden dicht an dicht über den Buchten der Costa Brava, im Süden in den weitläufigen Anlagen der Costa Daurada. Wer im Hochsommer eine Meerlage ansteuert, sollte sich auf große Plätze und Reservierungsdruck einstellen. Ruhiger und naturnäher wird es abseits der Küste — in den Pyrenäen rund um den Nationalpark Aigüestortes und in den Vorpyrenäen beim Klosterberg Montserrat. Was die Region verbindet, ist die lange Saison und die kurzen Wege zwischen Strand, Bergen und Barcelona.

Anreise & Planung

Eine allgemeine Autobahn-Vignette gibt es in Spanien nicht. Das Land hat zwei Autobahntypen: die staatlichen Autovías (A) sind kostenlos, die privat betriebenen Autopistas (AP) sind streckenweise mautpflichtig. Viele frühere Mautstrecken sind inzwischen frei, darunter die vielbefahrene Küstenautobahn AP-7 von der französischen Grenze über Barcelona und Tarragona bis Alicante. Auf den Balearen und Kanaren sind alle Straßen mautfrei; diese Inseln erreicht man mit dem Fahrzeug nur per Fähre, und in der Hochsaison sollte man früh buchen. In vielen Städten gelten Umweltzonen (Zona de Bajas Emisiones, ZBE): Madrid ist inzwischen als gesamtes Stadtgebiet rund um die Uhr Umweltzone, und Barcelona verlangt für alle ausländischen Fahrzeuge einschließlich Wohnmobilen eine kostenpflichtige Online-Registrierung vorab, deren Bearbeitung bis zu 15 Werktage dauern kann — man sollte sie also mit rund drei Wochen Vorlauf erledigen. Die deutsche grüne Umweltplakette wird vielerorts als Nachweis anerkannt. In Katalonien betrifft das vor allem Barcelona: Die Umweltzone innerhalb der Ringstraßen gilt montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr, Kameras lesen die Kennzeichen, und ohne die vorherige Registrierung stellt man das Wohnmobil besser außerhalb der Zone ab.

Regeln & gut zu wissen

Wildcampen („acampada libre") ist in Spanien fast überall nur auf ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Ein einheitliches nationales Gesetz gibt es nicht: Die autonomen Gemeinschaften und die Gemeinden regeln das Thema selbst, und in den meisten Regionen ist das freie Aufschlagen außerhalb von Camping- und Stellplätzen untersagt — an Stränden, in Dünen und in Natur- und Nationalparks besonders streng, mit im Sommer verschärften Kontrollen. Bei der Bewertung kommt es darauf an, ob nach außen sichtbar gecampt wird: Reines Schlafen im korrekt geparkten Fahrzeug gilt als Parken, solange alle Räder am Boden stehen und nichts über den Fahrzeugumriss hinausragt; sobald Markise, Stützen, Tisch oder Stühle draußen stehen, gilt es als Camping und ist außerhalb der Plätze nicht erlaubt. Verstöße werden je nach Region mit Bußgeldern von meist rund 60 bis 600 Euro geahndet, in Schutzgebieten deutlich höher. Am einfachsten und sichersten übernachtet man daher auf offiziellen Camping- oder Stellplätzen; in der Hochsaison sind die beliebten Küstenplätze früh belegt, weshalb sich rechtzeitiges Reservieren lohnt. Gerade an der Costa Brava wird freies Übernachten außerhalb der Plätze vergleichsweise streng kontrolliert; in Naturschutzgebieten können Bußgelder von 600 Euro und mehr fällig werden.

Campingplätze

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Area 340

Katalonien, Spanien

  • Hunde erlaubt
  • Sanitär
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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Katalonien

Costa Brava oder Costa Daurada — welche Küste passt zu mir?

Die Costa Brava im Norden ist felsig und buchtenreich: kleinere Strände in schöner Kulisse, viele davon hoch über dem Wasser gelegen. Die Costa Daurada im Süden hat lange, flach abfallende Sandstrände, an denen Kinder weit hineinlaufen können, und viele große Ferienanlagen. Kurz: Buchten und Kulisse im Norden, Sand und Familienkomfort im Süden.

Kann ich mit dem Wohnmobil nach Barcelona fahren?

Nicht ohne Vorbereitung: Innerhalb der Ringstraßen gilt montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr eine Umweltzone, für die sich ausländische Fahrzeuge samt Wohnmobil vorab registrieren müssen — Kameras lesen die Kennzeichen, Verstöße kosten ab 200 Euro. Ohne Registrierung stellt man das Wohnmobil besser außerhalb der Zone ab und fährt mit Bahn oder Metro in die Stadt.

Lohnt sich Katalonien auch abseits der Küste?

Ja, durchaus. Landeinwärts steigen die katalanischen Pyrenäen mit dem Nationalpark Aigüestortes und dem Val d'Aran auf. Davor liegen die Vorpyrenäen mit dem Klosterberg Montserrat und den Vulkanen der Garrotxa, dazu das Weinhinterland rund um den Penedès. Die Auswahl an Plätzen ist dort kleiner und naturnäher als am Meer, und im Gebirge richtet sich die Saison nach dem Bergklima — dafür ist es deutlich ruhiger.