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Überblick
Was du über Camping in La Rioja wissen solltest
Kleiner ist keine andere Festlandsregion Spaniens: La Rioja drängt auf engem Raum ein dichtes Weinland am Ebro, die Klosteranlagen von San Millán de la Cogolla und ein bewaldetes Gebirgshinterland zusammen. Die Weinstädte Logroño und Haro liegen im Norden am Fluss, im Süden beginnen die Sierra de Cebollera und das Iberische Gebirge. Im Süden der Region, im Alto-Cidacos-Tal um Enciso, liegen zudem bedeutende Dinosaurierspuren, und mitten durch die Region führt der Jakobsweg über Logroño, Nájera und Santo Domingo de la Calzada.
Fürs Camping ist die Auswahl in La Rioja entsprechend klein und liegt vor allem im Ebrotal um Logroño und Haro; ein, zwei Plätze reichen weiter südlich Richtung Cameros und Sierra. Wer lange Küsten oder große Seen sucht, ist hier falsch – dafür lässt sich die Region in wenigen Tagen durchqueren und passt gut als kompakter Zwischenstopp zwischen Baskenland, Navarra und Kastilien.
Highlights
- Haros Barrio de la Estación versammelt dicht beieinander jahrhundertealte Weinkellereien, die einst französische Weinhändler anzogen – für die Bodega López de Heredia entwarf sogar die Architektin Zaha Hadid das Verkaufsgebäude.
- Die Klöster von San Millán de la Cogolla sind UNESCO-Welterbe und gelten als Entstehungsort der frühesten schriftlichen Zeugnisse der kastilischen Sprache, der Glosas Emilianenses.
- Im Naturpark Sierra de Cebollera liegt das größte zusammenhängende Waldgebiet der Region: Buchen- und Kiefernwälder, Gletscherseen und die Wasserfälle von Puente Ra.
Beste Reisezeit
Camping in La Rioja ist vor allem eine Frühlings- und Herbstsache: Dann sind die Weinstädte am Ebro angenehm temperiert, ideal für Bodegas-Besuche, Klöster und den Jakobsweg. Klimatisch ist die Region West-Ost geteilt: Der Westen um Haro und Logroño (Rioja Alta) ist regenreicher mit atlantischem Einfluss, der Osten (Rioja Oriental) im Sommer deutlich trockener und wärmer. Ein Teil der wenigen Plätze bleibt ganzjährig geöffnet, doch die Auswahl ist ohnehin klein – wer außerhalb der Kernsaison kommt, sollte vorher prüfen, ob der gewünschte Platz offen hat.
Camping vor Ort
Die Auswahl in La Rioja ist klein und konzentriert sich auf das Ebrotal zwischen Logroño und der Weinstadt Haro, deren Barrio de la Estación als Zentrum der Rioja Alta eine außergewöhnlich dichte Konzentration jahrhundertealter Bodegas versammelt. Von dort aus sind Weingüter, der Jakobsweg und die Klöster der Region gut zu erreichen. Ein, zwei Plätze liegen weiter südlich Richtung Cameros am Rand der bewaldeten Sierra de Cebollera – ruhigere Lagen fürs Wandern statt für den Weintourismus. Die Dinosaurierspuren im Alto-Cidacos-Tal um Enciso liegen weiter südöstlich, lassen sich aber als Tagesausflug verbinden.
Anreise & Planung
Eine allgemeine Autobahn-Vignette gibt es in Spanien nicht. Das Land hat zwei Autobahntypen: die staatlichen Autovías (A) sind kostenlos, die privat betriebenen Autopistas (AP) sind streckenweise mautpflichtig. Viele frühere Mautstrecken sind inzwischen frei, darunter die vielbefahrene Küstenautobahn AP-7 von der französischen Grenze über Barcelona und Tarragona bis Alicante. Auf den Balearen und Kanaren sind alle Straßen mautfrei; diese Inseln erreicht man mit dem Fahrzeug nur per Fähre, und in der Hochsaison sollte man früh buchen. In vielen Städten gelten Umweltzonen (Zona de Bajas Emisiones, ZBE): Madrid ist inzwischen als gesamtes Stadtgebiet rund um die Uhr Umweltzone, und Barcelona verlangt für alle ausländischen Fahrzeuge einschließlich Wohnmobilen eine kostenpflichtige Online-Registrierung vorab, deren Bearbeitung bis zu 15 Werktage dauern kann — man sollte sie also mit rund drei Wochen Vorlauf erledigen. Die deutsche grüne Umweltplakette wird vielerorts als Nachweis anerkannt.
Regeln & gut zu wissen
Wildcampen („acampada libre") ist in Spanien fast überall nur auf ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Ein einheitliches nationales Gesetz gibt es nicht: Die autonomen Gemeinschaften und die Gemeinden regeln das Thema selbst, und in den meisten Regionen ist das freie Aufschlagen außerhalb von Camping- und Stellplätzen untersagt — an Stränden, in Dünen und in Natur- und Nationalparks besonders streng, mit im Sommer verschärften Kontrollen. Bei der Bewertung kommt es darauf an, ob nach außen sichtbar gecampt wird: Reines Schlafen im korrekt geparkten Fahrzeug gilt als Parken, solange alle Räder am Boden stehen und nichts über den Fahrzeugumriss hinausragt; sobald Markise, Stützen, Tisch oder Stühle draußen stehen, gilt es als Camping und ist außerhalb der Plätze nicht erlaubt. Verstöße werden je nach Region mit Bußgeldern von meist rund 60 bis 600 Euro geahndet, in Schutzgebieten deutlich höher. Am einfachsten und sichersten übernachtet man daher auf offiziellen Camping- oder Stellplätzen; in der Hochsaison sind die beliebten Küstenplätze früh belegt, weshalb sich rechtzeitiges Reservieren lohnt.
Campingplätze
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FAQ
Häufige Fragen zu Camping in La Rioja
Lohnt sich La Rioja als eigenes Reiseziel oder eher als Zwischenstopp?
Als eigenständiges Ziel ist die Region klein, aber dicht: Weinstädte am Ebro, die Klöster von San Millán de la Cogolla und der Jakobsweg füllen auch ein paar eigene Tage. Wer zwischen Baskenland, Navarra oder Kastilien unterwegs ist, kann La Rioja aber genauso gut als kompakten Zwischenstopp einplanen.
Kann ich von einem Campingplatz in La Rioja aus die Dinosaurierspuren besuchen?
Die bekannten Fundstellen liegen im Alto-Cidacos-Tal um Enciso im Süden der Region. Von den Plätzen im Ebrotal um Logroño und Haro aus ist Enciso als Tagesausflug erreichbar.