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Greater London, Vereinigtes Königreich
Abbey Wood Caravan Club Site
- Saison: Ganzjährig
- Hunde erlaubt
- Sanitär
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Region
Camping bei London heißt: am Stadtrand stehen, mit Bahn oder U-Bahn hineinfahren. Lee Valley, Greenwich – und drei Gebührenzonen, die man vorher kennen sollte.
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Überblick
Wer mit dem Wohnmobil nach London will, campt nicht in der Stadt, sondern an ihrem Rand und fährt mit Bahn oder U-Bahn hinein. Greater London ist mit rund neun Millionen Menschen auf gut 1.500 Quadratkilometern fast durchgehend bebaut, aber ein Ring aus Parks, Wäldern und dem Metropolitan Green Belt gibt der Stadt auch am Rand noch echte grüne Standorte – vom Lee-Valley-Korridor mit dem angrenzenden Epping Forest im Nordosten bis zum Welterbe Greenwich an der Themse im Südosten.
Plätze innerhalb der Stadtgrenzen sind selten, aus gutem Grund: Wer hier steht, will die Sehenswürdigkeiten, nicht die Landschaft. Die eigentliche Entscheidung ist darum keine geografische, sondern eine praktische – welcher Stadtrand die beste Bahn- oder U-Bahn-Anbindung ins Zentrum bietet, und wie man mit dem Fahrzeug dorthin kommt, ohne in eine der Londoner Gebührenzonen zu stolpern.
Genau die sind der Knackpunkt. London erhebt drei getrennte, sich überlagernde Abgaben: die Congestion Charge im kleinen Zentrum, die Ultra Low Emission Zone (ULEZ) in allen 32 Boroughs und die Low Emission Zone (LEZ), die Wohnmobile schon ab 2,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht erfasst und ab 3,5 Tonnen noch strengere Abgasnormen verlangt. Wer das vor der Fahrt nicht klärt, zahlt am Ende doppelt oder dreifach, ohne es zu merken.
Highlights
Wie im übrigen England ist die Saison lang, mehrere der wenigen Plätze haben auch außerhalb des Hochsommers und teils ganzjährig geöffnet. Voll wird es hier aber nicht wegen des Wetters, sondern wegen des Städtetourismus: Schulferien und Feiertage treiben die Nachfrage, nicht die Sonne. Vor- und Nachsaison sind entspannter und für Bahnfahrten ins Zentrum ohnehin praktischer als die vollen Sommerwochen.
Camping in Greater London konzentriert sich auf zwei Ränder der Stadt. Im Nordosten liegt der Lee Valley Regional Park, ein rund 42 Kilometer langer grüner Korridor entlang des Flusses Lea bis zur Themse, direkt neben Epping Forest, Londons größtem Wald – ein ruhiger, wasser- und waldnaher Rand mit Bahnanschluss Richtung Zentrum. Im Südosten liegt der Raum um Abbey Wood und Greenwich an der Themse: Von Abbey Wood bringt die Elizabeth Line in rund 25 Minuten bis zur Bond Street, und mit dem Welterbe Greenwich liegt gleich ein eigenes Ziel in der Nähe. Die Auswahl an Plätzen ist insgesamt sehr klein – wer eine breite Regionsauswahl wie in Cornwall oder den Highlands sucht, ist hier falsch; wer eine Bahn-Basis für Städtetage mit dem Wohnmobil sucht, findet an beiden Rändern eine praktikable Option.
Zentraler Anreisefakt ist der Linksverkehr - er gilt ab der ersten Meile, und die Scheinwerfer müssen dafür umgestellt oder abgeklebt werden. Tempolimits stehen in mph und liegen für schwere Wohnmobile niedriger als für Pkw. Die Promillegrenze unterscheidet sich nach Landesteil: 0,8 in England und Wales, 0,5 in Schottland. Eine allgemeine Maut oder Vignette gibt es nicht, nur einzelne Strecken kosten - etwa die Mautautobahn M6 Toll bei Birmingham und die Dartford Crossing bei London, die elektronisch bezahlt wird. London ist für Camper doppelt gebührenpflichtig (Congestion Charge plus ULEZ-Umweltzone, Wohnmobile eingeschlossen). Auf die Insel kommt man nur per Fähre oder durch den Eurotunnel. Die kürzesten Wege sind Calais-Dover in rund 90 Minuten und der Shuttlezug unter dem Kanal in etwa 35 Minuten. Wer nach Schottland will, spart mit den Fähren ab den Niederlanden die lange Fahrt quer durch England. Für Greater London heißt das im Detail: Die Congestion Charge gilt nur in einer kleinen Zone im Zentrum innerhalb des Inner Ring Road, werktags von 7 bis 18 Uhr und am Wochenende von 12 bis 18 Uhr. Die ULEZ dagegen deckt seit ihrer Ausweitung 2023 alle 32 Boroughs ab und läuft rund um die Uhr, außer am 25. Dezember; sie gilt für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen, ein Diesel-Wohnmobil braucht dafür mindestens die Abgasnorm Euro 6, ein Benziner Euro 4 - sonst wird die Tagesgebühr fällig, auch bei ausländischer Zulassung, die vorab bei Transport for London registriert werden muss. Unabhängig davon läuft die separate Low Emission Zone (LEZ), die ebenfalls fast ganz Greater London abdeckt und Wohnmobile schon ab 2,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht erfasst: Bis 3,5 Tonnen reicht die Partikelnorm Euro 3, sonst drohen 500 Pfund Bußgeld zusätzlich zur Tagesgebühr; über 3,5 Tonnen verlangt die LEZ die strengere Norm Euro VI für Stickoxide und Partikel, mit deutlich höherem Bußgeld bei Nichteinhaltung. Alle drei Systeme laufen unabhängig voneinander und werden getrennt bezahlt; wer sie verwechselt oder übersieht, zahlt am Ende gleich mehrfach. Die genauen Tagessätze ändern sich - Fahrzeug und Route sollten vor der Fahrt direkt bei Transport for London (tfl.gov.uk) geprüft werden.
Freies Übernachten wird im Vereinigten Königreich oft falsch verstanden. In England und Wales ist Wildcampen ohne Erlaubnis des Grundeigentümers verboten - die einzige Ausnahme ist leichtes Zelten auf Dartmoor (kleines Zelt, ein bis zwei Nächte, kein Fahrzeug). In Schottland erlaubt der Scottish Outdoor Access Code zwar leichtes Wildzelten für wenige Nächte, aber ausdrücklich nur zu Fuß: Wohnmobile, Campervans und das Schlafen im Auto sind davon nicht gedeckt - der wichtigste und am häufigsten missverstandene Punkt. Am Loch Lomond gelten von März bis September zusätzlich Permit-Zonen. Wer mit dem Fahrzeug übernachtet, ist überall im Land auf ausgewiesene Plätze angewiesen. Für Greater London stellt sich diese Frage kaum: Die Stadt ist fast durchgehend bebaut, ländliche Wildcamp-Gelegenheiten wie in Dartmoor oder Schottland gibt es hier schlicht nicht. Wer mit dem Fahrzeug übernachtet, ist auf die wenigen ausgewiesenen Plätze am Stadtrand angewiesen.
Campingplätze
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FAQ
Das hängt vom Fahrzeug und der Route ab. Die Congestion Charge gilt nur im kleinen Stadtzentrum zu festen Zeiten. Die ULEZ deckt alle Boroughs rund um die Uhr ab und betrifft Wohnmobile bis 3,5 Tonnen ohne Euro-6-Diesel- oder Euro-4-Benzinmotor. Unabhängig davon greift schon ab 2,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht zusätzlich die LEZ: Bis 3,5 Tonnen reicht die Partikelnorm Euro 3, darüber verlangt sie die strengere Norm Euro VI - jeweils mit eigenem Bußgeld bei Nichteinhaltung. Alle drei Systeme werden getrennt berechnet - am sichersten ist, Fahrzeug und Route vor der Reise direkt bei Transport for London zu prüfen.
Am Stadtrand. Innerhalb der Stadt gibt es praktisch keine Plätze, und wer mit dem Fahrzeug ins Zentrum fährt, landet in den Gebührenzonen. Üblich ist Park-and-Ride-Logik mit Bahn oder U-Bahn - etwa vom Lee-Valley-Rand im Nordosten oder von Abbey Wood im Südosten, das über die Elizabeth Line in rund 25 Minuten mitten in die Stadt bringt.