Region

Campingplätze in Nordengland

Nordengland fürs Camping: Berge und Seen im Lake District, Kalksteintäler und Heide in den Yorkshire Dales, Burgenküste und Hadrianswall in Northumberland.

Überblick

Was du über Camping in Nordengland wissen solltest

Nordengland zeigt sich als drei sehr eigenständige Nationalpark-Landschaften nebeneinander, dazwischen die früheren Industriestädte Manchester, Liverpool, Leeds und Newcastle als raues Gegenbild. Im Westen liegt mit dem Lake District in Cumbria der berühmteste Teil: eine Berg- und Seenlandschaft, seit 2017 UNESCO-Weltkulturerbe, mit Scafell Pike als höchstem Berg Englands und rund tausend kleineren Seen und Tarns um den großen Windermere. In der Mitte teilt sich Yorkshire in zwei ganz unterschiedliche Nationalparks: die Kalksteinhochtäler der Yorkshire Dales im Westen und die weiten Heideflächen der North York Moors im Osten, die bis an eine eigene Küste mit Whitby und Robin Hood's Bay reichen. Im Nordosten liegt Northumberland – Englands am dünnsten besiedelte Grafschaft, mit mehr Burgen als jede andere englische Grafschaft, dem Hadrianswall als UNESCO-Welterbe und einem der dunkelsten, am stärksten geschützten Nachthimmel Europas.

Beim Camping heißt das: erst den Raum wählen, dann den Platz. Die Auswahl deckt alle drei Landschaften ab – rund um Yorkshire Dales und North York Moors ebenso wie am Ostrand des Lake District bei Kendal und im Kernland um Keswick und Ambleside. Ein Platz direkt am See bleibt dabei die Ausnahme; die meisten liegen binnenländisch in Tälern oder auf Farmen zwischen Fjells, Dales oder Moor.

Highlights

  • Der Lake District ist seit 2017 UNESCO-Weltkulturerbe und liegt um Scafell Pike, Englands höchsten Berg (978 m), sowie Windermere, Englands größten natürlichen See.
  • Auf den Fjells oberhalb des Lake District wird leichtes Ein-Zelt-Camping für eine Nacht geduldet – Wohnmobile und das Übernachten auf Parkplätzen sind davon ausdrücklich ausgenommen.
  • Yorkshire hat zwei sehr verschiedene Nationalparks: die Kalksteintäler der Yorkshire Dales und die Heideflächen der North York Moors mit eigener Küste bis Whitby.
  • Northumberland vereint mehr Burgen als jede andere englische Grafschaft mit dem Hadrianswall-Welterbe und einem eigens ausgezeichneten, besonders dunklen Nachthimmel.

Beste Reisezeit

Die bekannten Plätze haben fast durchgehend von April bis Oktober offen, ein Teil ganzjährig – die Saison ist also lang. Eng wird es vor allem im Lake District: In der Hochsaison füllen sich Keswick, Windermere und Ambleside spürbar, und auf den schmalen Passstraßen wird der Verkehr dann zur Geduldsprobe. Yorkshire Dales, North York Moors und Northumberland sind auch im Hochsommer ruhiger, und Frühsommer wie September bieten in allen drei Räumen die entspannteste Kombination aus offenem Betrieb und wenig Andrang.

Camping vor Ort

Der Lake District ist der meistbesuchte der drei Räume – 2024 kamen rund 17,7 Millionen Besucher – und wer mit einem größeren Wohnmobil unterwegs ist, sollte die Passstraßen Hardknott, Wrynose und Honister meiden: Sie gelten mit extremen Steigungen, engen Spitzkehren und einer Breitenbeschränkung von rund 1,98 m ausdrücklich als für Caravans ungeeignet, größere Fahrzeuge gehören auf die breiteren Hauptrouten. Yorkshire wirkt zugänglicher: die Dales mit Kalksteintälern und Wanderrouten wie dem Three Peaks Walk, die Moors mit weiter Heide und eigener Küste bis Whitby. Northumberland ist der am dünnsten besiedelte und am ruhigsten wirkende der drei Räume – Burgenküste, Hadrianswall und ein eigens ausgezeichneter Dark Sky Park ziehen eher Ruhesuchende und Sternengucker an als Sommerfamilien. Am Südrand schließt sich der Peak District an – sein größter Teil gehört bereits zu den East Midlands, nur der nördliche Dark Peak reicht noch nach Nordengland hinein.

Anreise & Planung

Zentraler Anreisefakt ist der Linksverkehr - er gilt ab der ersten Meile, und die Scheinwerfer müssen dafür umgestellt oder abgeklebt werden. Tempolimits stehen in mph und liegen für schwere Wohnmobile niedriger als für Pkw. Die Promillegrenze unterscheidet sich nach Landesteil: 0,8 in England und Wales, 0,5 in Schottland. Eine allgemeine Maut oder Vignette gibt es nicht, nur einzelne Strecken kosten - etwa die Mautautobahn M6 Toll bei Birmingham und die Dartford Crossing bei London, die elektronisch bezahlt wird. London ist für Camper doppelt gebührenpflichtig (Congestion Charge plus ULEZ-Umweltzone, Wohnmobile eingeschlossen). Auf die Insel kommt man nur per Fähre oder durch den Eurotunnel. Die kürzesten Wege sind Calais-Dover in rund 90 Minuten und der Shuttlezug unter dem Kanal in etwa 35 Minuten. Wer nach Schottland will, spart mit den Fähren ab den Niederlanden die lange Fahrt quer durch England. Im Lake District gelten die Passstraßen Hardknott, Wrynose und Honister ausdrücklich als für Caravans ungeeignet: extreme Steigungen, enge Spitzkehren und eine Breitenbeschränkung von rund 1,98 m machen sie für Wohnmobile zur schlechten Wahl - größere Fahrzeuge bleiben besser auf den breiteren Hauptrouten.

Regeln & gut zu wissen

Freies Übernachten wird im Vereinigten Königreich oft falsch verstanden. In England und Wales ist Wildcampen ohne Erlaubnis des Grundeigentümers verboten - die einzige Ausnahme ist leichtes Zelten auf Dartmoor (kleines Zelt, ein bis zwei Nächte, kein Fahrzeug). In Schottland erlaubt der Scottish Outdoor Access Code zwar leichtes Wildzelten für wenige Nächte, aber ausdrücklich nur zu Fuß: Wohnmobile, Campervans und das Schlafen im Auto sind davon nicht gedeckt - der wichtigste und am häufigsten missverstandene Punkt. Am Loch Lomond gelten von März bis September zusätzlich Permit-Zonen. Wer mit dem Fahrzeug übernachtet, ist überall im Land auf ausgewiesene Plätze angewiesen. Im Lake District wird zusätzlich eine enge Duldung für Fußgänger sichtbar: Ein bis zwei kleine Zelte hoch oben in den Fjells, oberhalb der höchsten Weidemauer und für eine Nacht, werden geduldet - für Fahrzeuge gilt das nicht, und Camping auf Parkplätzen oder am Straßenrand ist dort jederzeit verboten.

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Akebar Park

Nordengland, Vereinigtes Königreich

  • Saison: Ganzjährig
  • Hunde erlaubt
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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Nordengland

Ist der Lake District mit dem Wohnmobil problemlos befahrbar?

Die Hauptorte und großen Straßen ja, aber die schmalen Passstraßen Hardknott, Wrynose und Honister sind für Caravans und breite Wohnmobile ausdrücklich ungeeignet – dort gelten extreme Steigungen, enge Spitzkehren und eine Breitenbeschränkung von rund 1,98 m. Größere Fahrzeuge bleiben besser auf den breiteren Hauptrouten.

Darf ich im Lake District mit dem Wohnmobil wild campen, wenn dort Zelten toleriert wird?

Nein. Die bekannte Duldung gilt nur für ein bis zwei kleine Zelte hoch in den Fjells, für eine Nacht und ohne Fahrzeug. Camping auf Parkplätzen oder am Straßenrand ist im Lake District ausdrücklich und jederzeit verboten.

Lake District, Yorkshire oder Northumberland – wofür sollte ich mich entscheiden?

Der Lake District bietet Berge und Seen, ist in der Hauptsaison aber am vollsten. Die Yorkshire Dales und North York Moors sind ruhiger und reichen im Osten bis ans Meer. Northumberland ist der stillste der drei Räume – Burgenküste, Hadrianswall und ein besonders dunkler Nachthimmel statt Bergpanorama.