Region

Campingplätze in Schottland

Schottland mit dem Wohnmobil: Highlands, Central Belt und Inseln, Fährlogistik zu Skye, Mull und Orkney - Wildcampen gilt dort nur zu Fuß, nicht fürs Fahrzeug.

Überblick

Was du über Camping in Schottland wissen solltest

Schottland ist der nördliche, eigenständige Landesteil Großbritanniens: eigene Rechtsordnung, ein eigenes Parlament in Edinburgh und mit rund 70 Einwohnern je Quadratkilometer eine dünn besiedelte, weite Landschaft. Im Süden liegen die sanften Southern Uplands und die Scottish Borders, dazwischen der dicht besiedelte Central Belt zwischen Edinburgh und Glasgow. Dahinter beginnen die Highlands mit dem Ben Nevis, dem mit 1.345 Metern höchsten Berg der Britischen Inseln, und einer zerklüfteten Westküste, der Hunderte Inseln vorgelagert sind - von Skye über Mull und Islay bis Orkney und Shetland im hohen Norden, die Jahrhunderte lang unter nordischer statt schottischer Herrschaft standen und bis heute eine eigene Kultur tragen.

Diese Weite prägt auch das Camping. Der Central Belt und der Süden mit Dumfries & Galloway sind der mildere, ruhigere Einstieg - Tagesnähe zu Edinburgh und Glasgow statt großer Bergkulisse. Das eigentliche Kernland ist der Norden: Cairngorms-Nationalpark und Lochaber mit Glencoe stehen für Bergcamping, Wälder und einsame Straßen, während die Inseln - Skye per Brücke, Mull, Islay, Orkney und Shetland nur per Fähre - einen eigenen, langsameren Ferienraum bilden, in dem die Überfahrt selbst zur Reiseplanung gehört. Camping mit dem Fahrzeug funktioniert in Schottland zudem anders als südlich der Grenze: Der Scottish Outdoor Access Code erlaubt zwar leichtes Wildzelten, aber ausdrücklich nur zu Fuß - wer mit Wohnmobil oder Campervan unterwegs ist, braucht einen ausgewiesenen Platz oder eine Permit-Fläche.

Highlights

  • Der Ben Nevis bei Fort William ist mit 1.345 Metern der höchste Berg der Britischen Inseln und liegt mitten im Wander- und Campingrevier Lochaber.
  • Der Cairngorms-Nationalpark ist mit 4.528 Quadratkilometern der größte Nationalpark im Vereinigten Königreich - ein weites Hochland aus Wäldern, Flüssen und Bergplateaus.
  • Orkney und Shetland standen bis ins 15. Jahrhundert unter norwegisch-dänischer Krone und tragen bis heute eine eigene, nordisch geprägte Kultur statt Highland-Bild.
  • Die North Coast 500 hat den Wohnmobil-Tourismus im Norden der Highlands stark wachsen lassen - im Hochsommer lohnt Vorausplanung, sonst sind Plätze und Fähren schnell voll.

Beste Reisezeit

Die Saison ist klar auf die wärmeren Monate konzentriert: Von April bis September ist die Öffnung breit, ein guter Teil der Plätze bleibt auch im Oktober noch offen, nur eine kleinere Gruppe das ganze Jahr. Eng wird es im Hochsommer entlang der North Coast 500 und auf den Fähren zu Skye, Mull oder in die Äußeren Hebriden - wer im Juli oder August unterwegs ist, sollte Fähre und Stellplatz früh buchen. Mai, Juni und September sind ruhiger und in den Highlands oft angenehmer, auch weil die Midges - kleine Stechmücken an der West- und Nordwestküste sowie in stillen Tälern - im Hochsommer am aktivsten sind; Ostküste, Orkney und Shetland sind davon deutlich weniger betroffen.

Camping vor Ort

Der Central Belt und der Süden um Dumfries & Galloway, East Lothian und die Scottish Borders sind das mildere Terrain: sanfte Hügel, Küstenabschnitte und kurze Wege nach Edinburgh oder Glasgow, gut für einen ruhigeren Einstieg oder Städtekombinationen. Die Highlands mit Cairngorms-Nationalpark und Lochaber rund um Glencoe und Fort William sind das eigentliche Bergland - Wälder, Lochs und die Nähe zum Ben Nevis prägen hier die Plätze. Die Nordwestküste und die North Coast 500 haben in den letzten Jahren einen eigenen Nachfrage-Schub ausgelöst: Plätze entlang der Route sind im Hochsommer schnell voll, der Highland Council reagiert mit eigenen Wohnmobil-Stellplätzen und Debatten über weitere Übernachtungsregeln. Die Inseln bilden einen eigenen Ferienraum: Skye ist per Brücke ohne Fähre erreichbar, Mull, Islay, die Äußeren Hebriden, Orkney und Shetland nur mit CalMac oder NorthLink - wer dorthin will, plant die Überfahrt als festen Teil der Route und bucht in der Hauptsaison mit Wohnmobil deutlich im Voraus.

Anreise & Planung

Zentraler Anreisefakt ist der Linksverkehr - er gilt ab der ersten Meile, und die Scheinwerfer müssen dafür umgestellt oder abgeklebt werden. Tempolimits stehen in mph und liegen für schwere Wohnmobile niedriger als für Pkw. Die Promillegrenze unterscheidet sich nach Landesteil: 0,8 in England und Wales, 0,5 in Schottland. Eine allgemeine Maut oder Vignette gibt es nicht, nur einzelne Strecken kosten - etwa die Mautautobahn M6 Toll bei Birmingham und die Dartford Crossing bei London, die elektronisch bezahlt wird. London ist für Camper doppelt gebührenpflichtig (Congestion Charge plus ULEZ-Umweltzone, Wohnmobile eingeschlossen). Auf die Insel kommt man nur per Fähre oder durch den Eurotunnel. Die kürzesten Wege sind Calais-Dover in rund 90 Minuten und der Shuttlezug unter dem Kanal in etwa 35 Minuten. Wer nach Schottland will, spart mit den Fähren ab den Niederlanden die lange Fahrt quer durch England. In Schottlands vier größten Städten - Glasgow, Edinburgh, Dundee und Aberdeen - gelten rund um die Uhr Umweltzonen ohne Ausnahme für Wohnmobile; ein älteres Dieselfahrzeug sollte die jeweilige Zone vorher prüfen. Nach Skye führt seit dem gebührenfreien Ausbau der Skye Bridge eine feste Straßenverbindung, während Mull, Islay, die Äußeren Hebriden, Orkney und Shetland nur per Fähre erreichbar sind - auf den stark nachgefragten Routen sollten Wohnmobile wegen des hohen Deckplatzbedarfs mehrere Wochen im Voraus buchen.

Regeln & gut zu wissen

Freies Übernachten wird im Vereinigten Königreich oft falsch verstanden. In England und Wales ist Wildcampen ohne Erlaubnis des Grundeigentümers verboten - die einzige Ausnahme ist leichtes Zelten auf Dartmoor (kleines Zelt, ein bis zwei Nächte, kein Fahrzeug). In Schottland erlaubt der Scottish Outdoor Access Code zwar leichtes Wildzelten für wenige Nächte, aber ausdrücklich nur zu Fuß: Wohnmobile, Campervans und das Schlafen im Auto sind davon nicht gedeckt - der wichtigste und am häufigsten missverstandene Punkt. Am Loch Lomond gelten von März bis September zusätzlich Permit-Zonen. Wer mit dem Fahrzeug übernachtet, ist überall im Land auf ausgewiesene Plätze angewiesen. Die Permit-Pflicht am Loch Lomond ist dabei kein einzelner Bereich, sondern gilt in vier Zonen von West- und Ostufer des Sees bis in die Trossachs und an den Loch Earn - für Wohnmobile gibt es dort eigens ausgewiesene Stellplätze mit Permit, etwa bei Firkin Point, Inveruglas oder am Three Lochs Forest Drive. Auch entlang der North Coast 500 ist das Übernachten auf gewöhnlichen Parkplätzen zunehmend unerwünscht; der Highland Council betreibt dort eigene, kostenpflichtige Wohnmobil-Stellplätze und diskutiert weitere Einschränkungen.

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Aberlour Gardens

Schottland, Vereinigtes Königreich

  • Lage: Schottland, Vereinigtes Königreich
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Argyll Caravan Park

Schottland, Vereinigtes Königreich

  • Saison: Saisonbetrieb
  • 226 Stellplätze
  • Direkt am See
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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Schottland

Darf ich in Schottland mit dem Wohnmobil einfach am Straßenrand oder im Grünen übernachten?

Nein. Der Scottish Outdoor Access Code erlaubt leichtes Wildzelten, aber ausdrücklich nur zu Fuß - Wohnmobile, Campervans und das Schlafen im Auto sind davon nicht gedeckt. Wer mit dem Fahrzeug übernachtet, braucht einen Campingplatz oder eine ausgewiesene Stellfläche, etwa in den Permit-Zonen am Loch Lomond oder in den Motorhome-Stellplätzen entlang der North Coast 500.

Wie komme ich mit dem Wohnmobil auf die schottischen Inseln?

Skye erreicht man über die gebührenfreie Skye Bridge ganz ohne Fähre. Für Mull, Islay, die Äußeren Hebriden, Orkney und Shetland braucht es dagegen eine Fährüberfahrt (CalMac an der Westküste, NorthLink nach Orkney und Shetland) - auf beliebten Sommerrouten sollte man mit dem Wohnmobil mehrere Wochen im Voraus buchen, da Fahrzeuge viel Deckplatz brauchen.

Warum sind Plätze entlang der North Coast 500 im Sommer oft schon früh ausgebucht?

Die rund 830 Kilometer lange Rundstrecke ab Inverness hat den Wohnmobil-Tourismus in den nördlichen Highlands in den letzten Jahren stark anwachsen lassen. Der Highland Council reagiert mit eigenen, kostenpflichtigen Übernachtungsplätzen für Wohnmobile, aber die Nachfrage in den Sommerferien übersteigt die Kapazität oft trotzdem - wer im Juli oder August fährt, bucht besser vorab.