Region

Campingplätze in Südostengland

Campingplätze in Südostengland: Kreideküste bei Dover, zwei Nationalparks (South Downs, New Forest), die Isle of Wight per Fähre und die Themse bei Windsor.

Überblick

Was du über Camping in Südostengland wissen solltest

Wer mit der Fähre aus Calais kommt oder durch den Eurotunnel fährt, landet zuerst hier: Dover und Folkestone liegen an der schmalsten Stelle des Ärmelkanals, keine 34 Kilometer von Frankreich entfernt, und die weißen Kreidefelsen von Dover sind oft der erste Blick auf die Insel. Viele Camper fahren von hier gleich weiter Richtung Cornwall, Lake District oder Schottland – dabei trägt der äußerste Südosten Englands selbst eine kleinteilige, dichte Landschaft: Kreide-Downs, die sich bis zu den Klippen der Seven Sisters ziehen, dahinter der waldig-hügelige Weald von Kent und Sussex, dazu zwei sehr unterschiedliche Nationalparks und eine eigene Insel vor der Küste Hampshires.

Der South Downs National Park wurde 2010 ausgewiesen und gilt seither als Englands jüngster Nationalpark; er zieht sich als Kreide-Höhenzug rund 140 Kilometer von Winchester bis Eastbourne; seine Kliffs bei den Seven Sisters gehören zu den bekanntesten Küstenbildern des Landes, während Brighton selbst bewusst außerhalb der Parkgrenzen liegt. Der New Forest weiter westlich in Hampshire ist ein alter königlicher Jagdforst, in dem Ponys, Rinder und Esel noch heute frei über Heiden und lichte Wälder streifen – deshalb gilt dort auf offenen Forststraßen ein eigenes Tempolimit von 40 mph. Vor der Küste liegt die Isle of Wight, wegen ihrer landschaftlichen Vielfalt auf kleinem Raum oft „England im Kleinformat“ genannt und nur per Fähre erreichbar. Im Nordwesten, wo die Themse durch Berkshire fließt, steht mit Windsor Castle die älteste und größte durchgehend bewohnte Burg der Welt – ein ganz anderes Südostengland als die Kanalküste, aber genauso Teil der Region.

Camping heißt hier vor allem Küste: Die dichteste Auswahl liegt rund um die Isle of Wight und die Solent-Küste des New Forest, dazu im Osten Kents bei Dover und Sandwich und an der Küste West Sussex’ – deutlich mehr Plätze am Meer als am See, denn nennenswerte Seen hat die Region nicht. Landeinwärts im Weald und im Themse-Tal um Windsor wird die Auswahl kleiner; wer Wanderwege, Weinberge oder die königliche Kulisse sucht, findet dort ruhigere, eher vereinzelte Plätze.

Highlights

  • Die Kreidefelsen von Dover markieren die schmalste Stelle des Ärmelkanals – bei klarer Sicht ist Frankreich von hier aus mit bloßem Auge zu erkennen.
  • Der South Downs National Park, 2010 ausgewiesen und seither als Englands jüngster Nationalpark geltend, zieht sich 140 Kilometer von Winchester bis zu den Kreideklippen der Seven Sisters bei Eastbourne.
  • Im New Forest streifen New-Forest-Ponys, Rinder und Esel frei durch Heiden und Wälder – deshalb gilt auf den Forststraßen ein eigenes Tempolimit von 40 mph.
  • Die Isle of Wight erreicht man nur per Fähre, mit den markanten Kreidefelsen The Needles an ihrer Westspitze.

Beste Reisezeit

Die Saison ist mild und vergleichsweise lang: Von April bis Oktober haben die Plätze mit bekannten Öffnungszeiten fast durchgehend geöffnet, ein Teil bleibt ganzjährig auf. Eng wird es in den englischen Sommerferien an der Küste, besonders auf der Isle of Wight, wo dann auch die Fährüberfahrt selbst zum Engpass werden kann – hier lohnt es sich, Platz und Fähre zusammen früh zu planen. Frühling und früher Herbst sind ruhiger und passen gut zu den Downs, dem Weald und dem New Forest.

Camping vor Ort

Die dichteste Auswahl liegt an der Küste: rund um die Isle of Wight und die Solent-Seite des New Forest, dazu im Osten Kents bei Dover und Sandwich nah an der Kanalquerung und an der Küste West Sussex’. Wer die Isle of Wight ansteuert, braucht eine der Fährverbindungen – Wightlink (Lymington–Yarmouth, Portsmouth–Fishbourne) und Red Funnel (Southampton–Cowes) nehmen mit ihren Autofähren auch Wohnmobile mit, die schnelle Hovertravel-Verbindung zwischen Southsea und Ryde dagegen nur Fußgänger. Der New Forest eignet sich für alle, die Ponys, Wanderwege und eine eigene Verkehrsregel suchen – auf den unumzäunten Forststraßen gilt 40 mph, und ein Zusammenstoß mit einem Waldtier ist meldepflichtig; wildes Campen und Übernachten auf Parkplätzen sind dort ausdrücklich verboten, offizielle Plätze liegen mitten im Forest. Landeinwärts im hügeligen Weald von Kent und Sussex sowie im Themse-Tal um Windsor ist die Auswahl kleiner und eher auf einzelne, ruhigere Plätze verteilt; für die reine Durchreise zwischen Fähre oder Eurotunnel und dem Rest des Landes eignen sich vor allem die Plätze nahe Dover und Folkestone.

Anreise & Planung

Zentraler Anreisefakt ist der Linksverkehr - er gilt ab der ersten Meile, und die Scheinwerfer müssen dafür umgestellt oder abgeklebt werden. Tempolimits stehen in mph und liegen für schwere Wohnmobile niedriger als für Pkw. Die Promillegrenze unterscheidet sich nach Landesteil: 0,8 in England und Wales, 0,5 in Schottland. Eine allgemeine Maut oder Vignette gibt es nicht, nur einzelne Strecken kosten - etwa die Mautautobahn M6 Toll bei Birmingham und die Dartford Crossing bei London, die elektronisch bezahlt wird. London ist für Camper doppelt gebührenpflichtig (Congestion Charge plus ULEZ-Umweltzone, Wohnmobile eingeschlossen). Auf die Insel kommt man nur per Fähre oder durch den Eurotunnel. Die kürzesten Wege sind Calais-Dover in rund 90 Minuten und der Shuttlezug unter dem Kanal in etwa 35 Minuten. Wer nach Schottland will, spart mit den Fähren ab den Niederlanden die lange Fahrt quer durch England. Dover und Folkestone, die beiden kürzesten Kanalquerungen des Landes, liegen beide in dieser Region - für die meisten Camper aus Kontinentaleuropa beginnt oder endet die Britannien-Reise hier. Im New-Forest-Nationalpark gilt auf unumzäunten Forststraßen zusätzlich ein Tempolimit von 40 mph, weil dort Ponys, Rinder und Esel frei umherstreifen; ein Zusammenstoß mit einem Waldtier ist meldepflichtig.

Regeln & gut zu wissen

Freies Übernachten wird im Vereinigten Königreich oft falsch verstanden. In England und Wales ist Wildcampen ohne Erlaubnis des Grundeigentümers verboten - die einzige Ausnahme ist leichtes Zelten auf Dartmoor (kleines Zelt, ein bis zwei Nächte, kein Fahrzeug). In Schottland erlaubt der Scottish Outdoor Access Code zwar leichtes Wildzelten für wenige Nächte, aber ausdrücklich nur zu Fuß: Wohnmobile, Campervans und das Schlafen im Auto sind davon nicht gedeckt - der wichtigste und am häufigsten missverstandene Punkt. Am Loch Lomond gelten von März bis September zusätzlich Permit-Zonen. Wer mit dem Fahrzeug übernachtet, ist überall im Land auf ausgewiesene Plätze angewiesen. Im New Forest ist wildes Campen und auch das bloße Übernachten auf den Parkplätzen von Forestry England durch eigene Byelaws ausdrücklich verboten - das Crown-Land wird von den Commonern für die Weidewirtschaft genutzt, erlaubt ist das Übernachten nur auf den offiziell ausgewiesenen Plätzen im Forest.

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Blandred Camping

Südostengland, Vereinigtes Königreich

  • Saison: Saisonbetrieb
  • Hunde erlaubt
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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Südostengland

Lohnt sich ein Stopp in Südostengland, oder sollte ich gleich weiterfahren?

Ein Stopp lohnt sich: Neben der reinen Ankunft bei Dover oder Folkestone bietet die Region mit dem South Downs National Park, dem New Forest und der Isle of Wight eigenständige Ziele auf kurzer Distanz – man muss nicht gleich Richtung Cornwall oder Lake District weiterfahren, um Landschaft zu erleben.

Wie komme ich mit dem Wohnmobil auf die Isle of Wight?

Mit einer der Autofähren: Wightlink verbindet Lymington mit Yarmouth (rund 40 Minuten) und Portsmouth mit Fishbourne (rund 45 Minuten), Red Funnel fährt von Southampton nach Cowes (rund 60 Minuten). Nur der schnelle Hovertravel-Hovercraft zwischen Southsea und Ryde nimmt keine Fahrzeuge mit, sondern nur Fußgänger.

Was muss ich beim Fahren durch den New Forest beachten?

Auf den unumzäunten Forststraßen gilt ein Tempolimit von 40 mph, weil Ponys, Rinder und Esel jederzeit auf die Straße treten können. Ein Zusammenstoß mit einem Waldtier ist meldepflichtig, und wildes Campen oder Übernachten auf Parkplätzen ist im gesamten Forest per Byelaw verboten.