Region

Campingplätze in Apulien

Campingplätze in Apulien: Buchten und Pinien am Gargano, Trulli-Land auf der Murgia, zwei sehr verschiedene Küsten im Salento – und wann die Saison hier läuft.

Überblick

Was du über Camping in Apulien wissen solltest

Apulien ist Absatz und Sporn des italienischen Stiefels und zugleich die flachste Region des Landes: Ebenen und Kalkhügel statt Gebirge, dafür rund 800 Kilometer Küste an zwei Meeren. Im Norden schiebt sich der Gargano als bewaldeter Sporn weit in die Adria, mit alten Buchenwäldern im Inneren und den Tremiti-Inseln davor, während sich südlich davon das Tavoliere als weites Getreide- und Olivenland ins Landesinnere zieht. Weiter südlich folgt die karge Kalkhochebene der Murgia mit Trockenweiden, Karsthöhlen und dem achteckigen Stauferschloss Castel del Monte; an ihrem Rand liegt das Valle d'Itria, das Land der Trulli und der weiß gekalkten Hügelstädte um Ostuni. Ganz im Süden hat der Salento gleich zwei Küsten: eine felsige, grottenreiche Adriaseite im Osten und flache Sandstrände am Ionischen Meer im Westen, dazu mit Lecce eine Barockstadt aus weichem, honigfarbenem Kalkstein.

Gecampt wird in Apulien vor allem am Wasser. Der Gargano ist die bekannteste Campinggegend der Region: Rund um Vieste, Peschici und Mattinata liegen die Plätze zwischen Pinien, Kalkfelsen und kleinen Buchten, und von den Häfen dort fahren im Sommer die Boote zu den Tremiti-Inseln. Im Salento verteilt sich die Auswahl auf beide Küsten – die schroffe, höhlenreiche Ostseite um Otranto und die flachen Sandstrände der ionischen Seite um Gallipoli. Im Landesinneren, im Valle d'Itria und auf der Murgia, ist die Auswahl deutlich kleiner; wer Trulli, Höhlen und die weißen Städte sehen will, steht meist küstennah und fährt hin – die Wege quer durch die Region sind kurz.

Highlights

  • Der Gargano: ein bewaldeter Kalksporn, der weit in die Adria hinausreicht – Buchten und Meeresgrotten an der Küste, im Inneren die alte Buchen- und Mischwaldfläche der Foresta Umbra, die zum UNESCO-Welterbe gehört.
  • Tavoliere und Murgia: Hinter dem Gargano liegt nach der Po-Ebene die zweitgrößte Ebene Italiens, weites Getreide- und Olivenland. Südlich davon steigt eine karge Kalkhochebene an, mit dem achteckigen Stauferschloss Castel del Monte und den Tropfsteinhöhlen von Castellana.
  • Das Valle d'Itria: eine hügelige Hochfläche voller Trulli, runder Kalksteinhäuser mit Kegeldach, die in Alberobello ganze Straßenzüge füllen. Dazu Weinorte wie Locorotondo und mit Ostuni eine komplett weiß gekalkte Stadt über den Olivenhainen.
  • Der Salento zwischen zwei Meeren: An der Adriaseite fällt die Küste felsig ab und ist voller Grotten, am Ionischen Meer liegen flache Sandstrände bis hinunter nach Gallipoli. Mittendrin Lecce, dessen Barockfassaden aus dem weichen, honigfarbenen Kalkstein der Gegend geschnitten sind.

Beste Reisezeit

Apulien hat eine lange Saison. Ab dem Frühjahr öffnen die ersten Plätze, von Juni bis September ist praktisch alles auf, und bis in den Oktober hinein bleibt ein guter Teil geöffnet – über den Winter kommt man dagegen nur auf wenigen Plätzen unter. Der Hochsommer ist heiß und trocken, und im August wird es an beiden Küsten deutlich voller. Mai, Juni und September sind die angenehmsten Wochen: warm genug fürs Meer und mild genug, um tagsüber auch Lecce, die Trulli-Dörfer oder die Höhlen der Murgia anzusehen.

Camping vor Ort

Camping ist in Apulien vor allem eine Küstensache, und die beiden Meere fühlen sich verschieden an. Am Gargano stehen die Plätze zwischen Kalkfelsen, Pinien und kleinen Buchten; vor der Küste zwischen Vieste und Peschici ragen die Trabucchi ins Wasser, alte Fischfanggerüste aus Pfählen und Senknetzen, die heute unter Schutz stehen. Im Salento ist die Adriaseite schroff und voller Grotten, die ionische Seite flach und sandig – auf derselben Halbinsel zwei ganz verschiedene Badetage. Das Landesinnere ist die ruhige Gegenseite: Olivenhaine, Trockenmauern, Trulli-Dörfer und die karge Murgia, wo weniger Plätze liegen, die Wege von der Küste aber kurz sind. Zusammengehalten wird das alles vom Kalkstein – er trägt die Felsküsten, die Höhlen, die Kegeldächer der Trulli und die Fassaden von Lecce.

Anreise & Planung

Italiens Autobahnen sind überwiegend streckenabhängig bemautet: An der Auffahrt zieht man ein Ticket, bei der Abfahrt zahlt man nach gefahrener Strecke und Fahrzeugklasse — für Wohnmobile zählt neben der Achszahl auch die Höhe an der Vorderachse. Eine Vignette gibt es nicht. Einzelne neuere Autobahnen fahren im Free-Flow ganz ohne Mautstationen; hier bezahlt man nachträglich online oder per App. Die großen Inseln Sardinien und Sizilien erreicht man per Fähre, für die sich in der Hauptsaison eine frühe Reservierung lohnt. Zu den Tremiti-Inseln vor dem Gargano fährt ganzjährig eine Fähre ab Termoli, im Sommer kommen Abfahrten ab Vieste, Peschici, Rodi Garganico und Manfredonia dazu — das eigene Fahrzeug kann man dorthin nicht mitnehmen, es bleibt am Festland stehen.

Regeln & gut zu wissen

In vielen Innenstädten gelten verkehrsbeschränkte Zonen (ZTL), deren Einfahrt per Kamera überwacht wird — hineinfahren darf nur, wer berechtigt ist. In Mailand, Bologna und Palermo kommt eine City-Maut hinzu. In Norditalien gibt es zusätzlich zeitliche Umwelt-Fahrbeschränkungen; unter anderem sperren Bozen und Brixen an Werktagen ältere Diesel- und Benzinfahrzeuge aus. Wer mit dem Wohnmobil in die Städte will, parkt besser außerhalb und nutzt öffentliche Verkehrsmittel.

Campingplätze

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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Apulien

Adriaküste oder ionische Seite – was passt besser?

Im Salento ist das eine echte Entscheidung, obwohl beide Küsten nur gut eine halbe Stunde auseinanderliegen. Die Adriaseite im Osten ist felsig, voller Grotten und fällt schnell tief ab; die ionische Seite im Westen ist flach und sandig und zieht sich vom Golf von Tarent bis Gallipoli – meist das einfachere Wasser für Kinder. Weiter nördlich, zwischen Bari und Brindisi, wechseln Sandbuchten und Felseinschnitte einander ab.

Kommt man mit dem Wohnmobil auf die Tremiti-Inseln?

Nein, Fahrzeuge dürfen nicht auf die Inseln – die Tremiti sind ein Tagesziel. Ganzjährig fährt eine Fähre ab Termoli, im Sommer kommen Abfahrten ab Vieste, Peschici, Rodi Garganico und Manfredonia dazu; das Fahrzeug bleibt am Festland stehen. Die Inselgruppe gehört zum Nationalpark Gargano und ist zugleich Meeresschutzgebiet.

Muss man an die Küste, oder geht auch das Landesinnere?

Beides geht, aber die Auswahl ist ungleich verteilt: An der Küste liegen deutlich mehr Plätze als im Valle d'Itria oder auf der Murgia. Entscheiden muss man sich deshalb kaum – die Wege quer durch die Region sind kurz, und Alberobello, Castel del Monte oder die Höhlen von Castellana lassen sich von einem Küstenplatz aus gut als Tagesziel ansteuern. Die Trulli-Orte liegen dabei ein paar hundert Meter über dem Meer, zwischen Olivenhainen und Trockenmauern statt am Strand.