Region

Campingplätze in der Woiwodschaft Heiligkreuz

Heiligkreuz (Świętokrzyskie): eines der ältesten Gebirge Europas, Nationalpark, UNESCO-Geopark und Sandomierz an der Weichsel – Binnenland-Camping in Polen.

Überblick

Was du über Camping in der Woiwodschaft Heiligkreuz wissen solltest

Heiligkreuz – polnisch Świętokrzyskie – liegt im Zentrum Polens und trägt in seiner Mitte das Heiligkreuzgebirge (Góry Świętokrzyskie), das als eines der ältesten Gebirge Europas gilt. Seine Gesteine wurden schon vor rund 450 Millionen Jahren aufgefaltet und seither so stark abgetragen, dass daraus kein alpines Bild, sondern ein niedriges, bewaldetes Mittelgebirge mit rundem Kamm wurde – höchster Punkt ist die Łysica mit rund 612 Metern. Auf den Kämmen liegen die „gołoborza“, weithin sichtbare, vegetationsfreie Geröllfelder aus Sandstein, die im Świętokrzyski-Nationalpark geschützt sind; auf dem Nachbargipfel Łysa Góra steht seit dem 12. Jahrhundert das Kloster Święty Krzyż mit einer Kreuzreliquie, das dem Berg, dem Gebirge und der ganzen Region ihren deutschen Namen gegeben hat.

Um die Woiwodschaftshauptstadt Kielce und das nahe Chęciny herum liegt der UNESCO-Geopark Świętokrzyski, der das ungewöhnlich vielschichtige geologische Erbe der Region bewahrt, darunter Fährten früher Dinosaurier aus dem frühen Jura. Unweit davon, bei Zachełmie, wurden rund 390 Millionen Jahre alte Fährten entdeckt, die als die weltweit ältesten bekannten Fußspuren landgehender Wirbeltiere gelten – ein Fund, der 2010 in „Nature“ veröffentlicht wurde und die wissenschaftliche Sicht auf die ersten Landwirbeltiere veränderte. Mitten in Kielce selbst liegt mit der Kadzielnia ein Naturreservat in einem stillgelegten Kalksteinbruch mit Höhlen, einem türkis schimmernden Flutungssee und einem der größten Amphitheater Polens mit über 5.000 Plätzen. Nicht weit davon, bei Chęciny, liegt mit der Jaskinia Raj (Paradieshöhle) eine Tropfsteinhöhle mit einem der dichtesten Tropfsteinbestände weltweit – rund 47.500 gezählte Formationen auf gut 180 begehbaren Metern – und zugleich eine bedeutende archäologische Fundstelle.

Die Region war zugleich Kern des Staropolski Okręg Przemysłowy, des ältesten Industriereviers Polens: Allein im 17. Jahrhundert entstanden hier rund 27 große Hochöfen, zentriert auf Kielce, Końskie, Ostrowiec Świętokrzyski, Starachowice und Skarżysko-Kamienna; erhaltene Hochofenanlagen und Hüttenmuseen finden sich heute etwa in Samsonów, Bobrza und Sielpia. Im Südosten liegt mit Sandomierz eine alte Weichselstadt auf sieben Hügeln: ein Renaissance-Marktplatz mit Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, eine gotische Kathedrale, das Kazimierz-Schloss und tiefe Lösshohlwege wie der rund 380 Meter lange Königin-Jadwiga-Hohlweg. Im Süden geht das Land ins sanfte Ponidzie über, das Nida-Becken mit einem landesweit einzigartigen Gipskarst aus Dolinen und Erdfällen, teils im Nadnidziański-Landschaftspark geschützt, dazu die Kurorte Busko-Zdrój und Solec-Zdrój mit ihren Mineralquellen.

Camping ist hier eine Binnenland-Sache: kein Meer, keine große Seenplatte, dafür alte Bergkämme, Wälder, Höhlen und die kurzen Wege zwischen Nationalpark, Geopark, dem historischen Sandomierz und dem ruhigeren Ponidzie im Süden. Wer herkommt, kommt wegen der Landschaft und der Ausflüge, nicht wegen eines klassischen Strand- oder Seeurlaubs.

Highlights

  • Das Heiligkreuzgebirge in der Mitte der Region gilt als eines der ältesten Gebirge Europas – schon vor rund 450 Millionen Jahren erstmals gefaltet, heute niedrig und stark abgetragen, mit auffälligen „gołoborza“, vegetationsfreien Geröllfeldern aus Quarzsandstein, geschützt im Świętokrzyski-Nationalpark.
  • Mitten in der Woiwodschaftshauptstadt Kielce liegt mit der Kadzielnia ein Naturreservat in einem ehemaligen Kalksteinbruch, mit Höhlen, einem türkis schimmernden Flutungssee und einem der größten Amphitheater Polens.
  • Der UNESCO-Geopark Świętokrzyski um Kielce und Chęciny bewahrt Dinosaurierfährten aus dem frühen Jura; unweit davon, bei Zachełmie, gelten rund 390 Millionen Jahre alte Fährten als die weltweit ältesten bekannten Fußspuren landgehender Wirbeltiere.

Beste Reisezeit

Wie im übrigen Polen ist auch in Heiligkreuz das Klima kontinental geprägt, mit einer klar auf die warmen Monate konzentrierten Saison. Für Wanderungen im Nationalpark, Besuche im Geopark und in den Höhlen passen Frühsommer und früher Herbst besonders gut: mild, grün und ohne die Hitze des Hochsommers. Die Region ist touristisch stärker auf solche Tagesausflüge ausgelegt als auf lange Seeaufenthalte; wer es ruhiger mag, ist im späten Frühjahr oder im September unterwegs, wenn die Kurorte im Süden entspannter sind.

Camping vor Ort

Camping in Heiligkreuz folgt den realen Teilräumen der Region, nicht einer gemeinsamen Küste oder Seenkette. Im Norden und in der Mitte, rund um das Heiligkreuzgebirge, den Nationalpark und Kielce mit seinem Geopark, sind es naturnahe, waldnahe Lagen für Wanderungen zu Łysica, Łysa Góra und den Gołoborza-Feldern sowie für Ausflüge zur Tropfsteinhöhle Raj bei Chęciny und zu den geologischen Fundstellen der Region. Durch dieselbe Mitte führt auch die Ost-Route des Radfernwegs Green Velo, der die Region an das überregionale polnische Radwegenetz anschließt. Im Süden, im Ponidzie mit seinem Gipskarst und den Kurorten Busko-Zdrój und Solec-Zdrój, wird das Bild ruhiger und kurortnäher. Im Südosten schließlich liegt mit Sandomierz an der Weichsel ein eigener, kulturhistorischer Anziehungspunkt.

Anreise & Planung

Polen hat keine Vignette. Für Pkw und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen sind die staatlichen Autobahnen und Schnellstraßen kostenlos; nur einzelne, privat betriebene Autobahnabschnitte sind mautpflichtig — etwa Teile der A1 Richtung Danzig, der A2 ab der deutschen Grenze und der A4 zwischen Kattowitz und Krakau. Dort zahlt man an einer Schranke bar oder mit Karte, teils auch elektronisch. Schwerere Wohnmobile über 3,5 Tonnen sind dagegen weitreichend mautpflichtig und rechnen über das elektronische e-TOLL-System ab. Insgesamt ist das Preisniveau fürs Reisen und Campen in Polen vergleichsweise günstig.

Regeln & gut zu wissen

Wildcampen und freies Stehen sind in Polen grundsätzlich verboten, besonders in Nationalparks, an der Küste und auf Waldwegen; wer erwischt wird, zahlt ein Verwarngeld. Übernachtet wird deshalb auf offiziellen Camping- und Stellplätzen oder mit ausdrücklicher Erlaubnis des Grundeigentümers. Eine Besonderheit gilt nur fürs Zelt: In mehreren hundert ausgewiesenen Staatswäldern darf man seit einigen Jahren für ein bis zwei Nächte zelten — mit dem Wohnmobil gilt das nicht. Umweltzonen gibt es bisher nur in Warschau und Krakau, und sie betreffen ausschließlich ältere Fahrzeuge; für gängige, jüngere Reisefahrzeuge sind sie in der Praxis kein Hindernis. Im Świętokrzyski-Nationalpark rund um Łysica und Łysa Góra gilt zusätzlich ein striktes Wegegebot: Betreten ist nur zu Fuß auf markierten Wanderwegen erlaubt, gegen Eintritt.

Campingplätze

Alle Campingplätze in der Woiwodschaft Heiligkreuz

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Agropark

Heiligkreuz, Polen

  • Hunde erlaubt
  • WLAN
  • Ver- und Entsorgung
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Uroczysko

Heiligkreuz, Polen

  • Saison: Saisonbetrieb
  • 80 Stellplätze
  • Direkt am See
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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in der Woiwodschaft Heiligkreuz

Kann ich mit dem Wohnmobil in den Świętokrzyski-Nationalpark fahren oder dort übernachten?

Nein. Der Park darf nur zu Fuß auf markierten Wanderwegen betreten werden, ein Übernachten im Park ist nicht vorgesehen. Das Wohnmobil bleibt außerhalb, Ausflüge zu Łysica, zur Łysa Góra mit dem Kloster und zu den Gołoborza-Feldern sind reine Wandertouren.

Was gibt es in Heiligkreuz außer dem Nationalpark noch zu sehen?

Einiges: den UNESCO-Geopark mit Dinosaurierspuren rund um Kielce, unweit davon die Fundstelle Zachełmie mit den ältesten bekannten Landwirbeltier-Fährten, das Naturreservat Kadzielnia mitten in der Stadt, die Tropfsteinhöhle Raj bei Chęciny, erhaltene Hochofenanlagen der alten Eisenregion und im Süden Sandomierz an der Weichsel mit dem Gipskarst-Gebiet Ponidzie.