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Campingplätze in Schweden

Campingplätze in Schweden: über die Hälfte am Wasser, von Småland bis Dalarna, helle Sommersaison – und die Wohnmobil-Grenze des Jedermannsrechts.

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Überblick

Was du über Camping in Schweden wissen solltest

Schweden ist ein Wasser- und Waldland: rund 90.000 Seen, 3.200 Kilometer Küste und weite Nadelwälder, verteilt auf ein Land, das sich über 1.500 Kilometer von Süd nach Nord streckt und dabei immer leerer wird — der Süden ist dicht besiedelt, der Norden zu großen Teilen Wildnis. Camping ist hier keine Nische, sondern Grundhaltung: Die Natur beginnt gleich hinter der Platzgrenze, und das Jedermannsrecht macht sie für alle zugänglich — allerdings nur zu Fuß. Wer mit dem Wohnmobil kommt, braucht trotzdem den Campingplatz, denn Fahrzeuge deckt das Jedermannsrecht nicht.

Die Auswahl ist groß, und sie spiegelt das Wasserland: Mehr als die Hälfte der Plätze liegt direkt am See oder am Meer. Die dichtesten Gegenden finden sich fast alle im Süden und an der Ostküste — die Seenplatte in Småland und die Küsten der Insel Öland vorneweg, dazu der Großraum Stockholm und Dalarna rund um den Siljan; Norrland dagegen ist dünn besetzt, das Angebot folgt der Besiedlung, nicht der Fläche. Hunde sind fast überall erlaubt, Ver- und Entsorgung fürs Wohnmobil bietet knapp die Hälfte der Plätze — besser vorab prüfen als unterwegs suchen.

Highlights

  • Wasser als Standard: Bei rund 90.000 Seen und 3.200 Kilometern Küste liegt mehr als die Hälfte der Plätze direkt am Ufer — die Wasserlage ist in Schweden keine Ausnahme, sondern der Normalfall.
  • snen ballen sich Natur- und Wildniscampings — eine der dichtesten Camping-Gegenden des Landes und der klassische Wald-und-See-Schwerpunkt für alle, die das stille Schweden suchen.
  • Öland: Die Ostsee-Insel trägt gleich zwei Camping-Schwerpunkte, von Böda Sand im Norden bis Kapelludden weiter südlich — eine der dichtest besetzten Küstengegenden des Landes.
  • Mittsommer-Licht: Um den längsten Tag werden die Nächte im ganzen Land kaum dunkel — im Winter kehrt sich das um, und im Norden bleibt es selbst im Juli bei 12 bis 14 Grad. Wer nach Schweden fährt, fährt zum Licht, nicht zur Hitze.

Beste Reisezeit

Die schwedische Campingsaison ist kurz und hell: Rund um Mittsommer, wenn die Nächte kaum dunkel werden, ist die Auswahl am größten, und bis in den September bleibt das Angebot breit. Danach kippt es schnell — viele Plätze schließen im Oktober, und wer im Herbst oder Frühjahr unterwegs ist, prüft die Öffnungszeiten besser vorab. Ganz zu Ende ist die Saison damit nicht: Ein Teil der Plätze bleibt das ganze Jahr geöffnet, viele davon in Wintersport- oder Stadtnähe. Und auch im Hochsommer gilt: Der Golfstrom mildert das Klima, aber im Norden liegt selbst das Juli-Mittel nur bei 12 bis 14 Grad — Schwedens Sommer ist hell, nicht heiß.

Camping vor Ort

Wasserlage ist in Schweden der Normalfall, nicht das Extra: Mehr als die Hälfte der Plätze steht direkt am See oder am Meer. Besonders dicht wird es an der Seenplatte in Småland, wo sich rund um den Åsnen ausgesprochene Natur- und Wildniscampings ballen, und auf Öland, dessen Küsten gleich zwei Platz-Schwerpunkte tragen — von Böda Sand im Norden der Insel bis Kapelludden weiter südlich. Gut besetzt sind auch der Großraum Stockholm und Dalarna am Siljan; je weiter es nach Norrland hinaufgeht, desto dünner wird das Netz.

Anreise & Maut

Eine Vignette braucht Schweden nicht, und für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen gibt es auch keine allgemeine Autobahnmaut. Bezahlt wird nur punktuell: Stockholm und Göteborg erheben werktags eine City-Maut, die per Kennzeichen automatisch erfasst und ausländischen Fahrzeugen über Epass24 in Rechnung gestellt wird; die Öresundbrücke von Kopenhagen nach Malmö kostet für Wohnmobile deutlich mehr als für Pkw. Wer die Brücke umgehen will, nimmt eine der Direktfähren ab Rostock oder Travemünde nach Trelleborg oder Malmö.

Regeln & gut zu wissen

Das Jedermannsrecht erlaubt freies Zelten in der Natur für etwa zwei Nächte — mit Abstand zu Wohnhäusern, Äckern und Weiden und nicht in Nationalparks oder Naturschutzgebieten. Die entscheidende Grenze wird oft übersehen: Für Fahrzeuge gilt es nicht. Wohnmobil und Camper dürfen nicht abseits befestigter Wege ins Gelände, und übernachtet wird im Fahrzeug außerhalb von Campingplätzen nur dort, wo das Parken ohnehin erlaubt ist, etwa auf Rastplätzen. In der warmen Jahreszeit gelten außerdem regelmäßig Feuerverbote.

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Camp Grinsby

Svealand, Schweden

  • Saison: Saisonbetrieb
  • Direkt am See
  • Strom
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Caravanios App mit Campingplatz-Routenfinder auf einem SmartphoneKI-Grafik
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Alevi Camping

Svealand, Schweden

  • Saison: Saisonbetrieb
  • 70 Stellplätze
  • Direkt am See
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FAQ

Häufige Fragen zu Camping in Schweden

Darf ich mit dem Wohnmobil in Schweden dank Jedermannsrecht frei stehen?

Nein — das ist die häufigste Fehlannahme. Das Jedermannsrecht deckt nur den Aufenthalt zu Fuß: Wandern, Rasten und Zelten für etwa zwei Nächte. Fahrzeuge dürfen nicht abseits befestigter Wege ins Gelände; im Wohnmobil übernachtet man außerhalb von Campingplätzen nur dort, wo das Parken ohnehin erlaubt ist, etwa auf Rastplätzen.

Kann man in Schweden auch im Winter campen?

Ja — ein Teil der Plätze bleibt das ganze Jahr geöffnet, viele davon in Wintersport- oder Stadtnähe. Die breite Auswahl gibt es aber nur im Sommer: Ab Oktober schließen viele Plätze, im Winter braucht die Platzsuche etwas Planung.

Sind Hunde auf schwedischen Campingplätzen erlaubt?

Fast überall — Hunde gehören auf schwedischen Campingplätzen zum Alltag, die Ausnahmen sind selten. Ein kurzer Blick in die Platzregeln vor der Buchung bleibt trotzdem sinnvoll.